Ferkelpreisnotierungen für die 49. KW
Ferkelpreise bleiben fest (Stand: 02. Dez. 2014)
Trotz Einbruch bei den Schweinepreisen und höherer Angebotsmenge bei den Ferkeln bleiben die Ferkelnotierungen stabil
Neue Ferkelpreise ab 01. bis 06. Dez 2014 (bzw. 49. KW-2014)
Der Nord-West-Preis wurde für die 48. KW mit 34,00 € je 25 kg Ferkel unverändert beigehalten.Die Spannbreite lag weiterhin zwischen 30 und 38,50 €. Die gehandelten Ferkelmengen der Vorwoche deuten mit 185.045 (Vorwoche 168.125 Vorvorwoche 182.637) Stück auf ein zur Vorwoche wieder ausgleichend gestiegenes Angebot hin. Für die 49. KW bleiben die Ferkelpreise NordWest unverändert.
In Hohenlohe/Oberschwaben wurden die Ferkelpreise in der 48. KW mit 33,40 € je 25 kg um 0,10 € je Ferkel erhöht. Die Spannbreite bleibt zwischen 31 bis 35 €. Die Handelsmengen sind mit 29.093 (Vorwoche 25.194 Vorvorwoche 25.663) gegenüber den Vorwochen sprunghaft gestiegen. Für die 49. KW sollen die Notierungen unverändert bleiben.
In den übrigen deutschen Notierungsgebieten mit unterschiedlichen Gewichten, Zuschlags- und Verkaufskonditionen werden die Ferkelpreise für die 49. KW durchgehend unverändert notiert.
Die holländischen Ferkelpreise mit einer Partiegröße von 300 Tieren sind in der 48. KW mit 24,50 € je 25 kg Ferkel unverändert geblieben. Für die 49. KW soll die Notierung unverändert bleiben.
Die holländischen Ferkelausfuhren haben erheblich zugenommen. Liefermengen nach Polen gehen deutlich über 10.000 Stück je Woche hinaus Deutsche Importe holländischer Tiere sind auf über 90.000 Stück je Woche gestiegen. (43. KW)
Dänische Ferkelpreise sind in der 48. KW mit 48,00 € je 30 kg Basisferkel um rd. 1 € je Stck gefallen. Für die 49. KW soll der Basisferkelpreis unverändert bleiben
Von Jan bis Aug 2014 hat Dänemark 4,353 Mio. Ferkel nach Deutschland geliefert. Die Steigerung zum Vorjahr beträgt 0,6 % bzw. +25.000 Tiere mehr. Nach Polen (2,37 Mio. Stück) wurden 32 % bzw. 578.000 mehr Ferkel gegenüber dem Vorjahr transportiert. In Richtung Italien gingen knapp 310.000 Ferkel bzw. +38 %. Die dänischen Transporte nach Holland haben sich von 75.000 auf knapp 170.000 Ferkel mehr als verdoppelt.
Feste Ferkelpreise trotz des Einbruchs bei den Schweinepreisen signalisieren eine aufnahmewillige Aufstallbereitschaft. Höhere Ferkelzahlen in der 48. KW gleichen zunächst die geringeren Angebote der Vorwochen wieder aus. Weiter steigende Angebotsmengen bei weiterhin kritischen Schweinepreisen werden auch die Ferkelnotierungen unter Druck setzen.
ZMP Live Expertenmeinung
Wenn trotz aktuell schwacher Schweinepreise die Ferkelnotierungen nicht nachgeben, signalisiert diese Beobachtung eine freundliche Aufstallungsbereitschaft. Volle Ställe in der kalten Jahreszeit erspart Heizkosten, ist ein gängiges Argument. Wichtiger wäre jedoch eine Verbesserung der wirtschaftlichen Perspektive. Wenn die Tiere im April schlachtreif werden, könnten sich die Schweinepreise im Vorlauf zur Grillsaison verbessert haben. Das ist die Hoffnung. Aber noch haben wir die Nachweihnachtszeit nicht überwunden.