21.
11.14
Sparsamer Umgang mit frischen Kartoffeln in 2013/14

Kartoffeln Cockpit, 21.11.2014

Bullish
  • Briten ernteten nicht mehr Kartoffeln als im Vorjahr
  • Niederländer ernten weniger als bisher vermutet
  • UWGs reichen nicht immer: Nicht alles was gewachsen ist kann auch genutzt werden
  • Lagerkapazitäten begrenzen Verfügbarkeit für Winter und Frühjahr
  • Produktabsatz nach Drittländern läuft sehr gut, kaum Konkurrenz aus USA
Bearish
  • Erntemenge für Belgien nach oben korrigiert
  • 58,5 Mio. t Kartoffeln aus der EU, fast 4,3 Mio. t mehr als im Vorjahr
  • Reichlich Vertragsmengen verfügbar – kein Markt für freie Partien
  • Anbaurekord bei Veredelungskartoffeln in Deutschland, Frankreich, Belgien usw.
  • Verarbeiter können Läger mit Produkten aus teils sehr preiswertem Rohstoff füllen
  • Qualitätsprobleme halten Auslagerungs- und damit Angebotsdruck aufrecht

Verbrauch von Kartoffelprodukten kräftig gestiegen

(AMI) Im Wirtschaftjahr 2013/14 ist der Gesamtverbrauch von Kartoffeln in Deutschland um ein weiteres Kilogramm auf 57,7 kg pro Kopf und Jahr zurückgegangen. Das zeigt die jüngst vom Bundesamt für Landwirtschaft und Ernährung und von der Agrarmarkt Informations GmbH aufgestellte Verwendungsbilanz der Ernte 2013. Dabei legte der Verbrauch von Verarbeitungsprodukten kräftig auf 35,6 (Vorjahr: 31,9) kg zu, während Speiseware kräftig um 5 kg auf 21,8 kg verlor. Die Daten bedürfen allerdings einer Interpretation. Die Verwendungsbilanz spiegelt die Hoftorbilanz wider und nicht den Kartoffelkonsum. Das vermeintlich schwache Ergebnis bei frischer Ware ist vor allem ein Hinweis darauf, wie sparsam mit der zunächst sehr knappen Ernte 2013 umgegangen wurde. Ein viel größerer Anteil der Kartoffeln als sonst, die vom Erzeuger an den Handel gingen, wurde auch für den LEH abgepackt. In Überschussjahren ist das anders. Dann wird viel heraussortiert und so erhöht sich der ab Hof gemessene Verbrauch, nicht aber der Konsum. Daten zum Konsum liefert die GfK mit den Einkäufen privater Haushalte, die für 2013 einen Rückgang von 4,8 % beziffern.

Verarbeitungsprodukte aus Kartoffeln haben im vergangenen Wirtschaftsjahr in Deutschland nichts von ihrer Popularität verloren. Im Gegenteil: Die Konsumenten kauften mehr Trocken-produkte und Chips und hielten wie gewohnt an TK-Produkten fest. So schnellte der Pro-Kopf-Verbrauch an Kartoffelprodukten, umgerechnet in Kartoffelfrischgewicht, um 4 kg auf 35,9 kg empor.

ZMP Live+ Logo

ZMP Live Expertenmeinung

Noch mehr Kartoffeln aus Belgien! Das war die schlecht Nachricht der Vorwoche, die aber eigentlich auch schon keinen Unterschied mehr macht. Es werden unverändert niedrige Preise notiert, ohne dass große Geschäfte zustande kommen. Auf dieser Basis wird dann auch der nicht zuvor bepreiste Vertragsanteil bewertet. Der sehr niedrige Rohstoffpreis stärkt die Wettbewerbsfähigkeit am Weltmarkt. Das alleine wird aber zur Angebotsräumung nicht reichen.

ZMP Markttrends
Aktuelles von den Märkten kompakt für Sie zusammengefasst

Achtung, du siehst derzeit historische Daten da du entweder kein ZMP Live+ Mitglied oder nicht eingeloggt bist. Hol dir jetzt den Informationsvorsprung!

06.
02.26
11:07

1) MARKTÜBERSICHT Der europäische Kartoffelmarkt bleibt strukturell unter Druck durch hohe Produktion und schwache Nachfrage. Rekordernten und große Lagerbestände führten 2025 zu deutlichem Preisrückgang und Marktungleichgewicht. Gleichzeitig expandierten Anbauflächen und Verarbeitungskapazitäten in der EU deutlich, wodurch Überschüsse entstehen…

weiterlesen
22.
02.20
10:39

Alle Jahre wieder bieten die Abnehmer im Februar die neuen Kontrakte für die Lagersorten bei dem “Pommesrohstoff“ wie z. B. Agria, Callenger und Fontane an. Je nach Marktsituation ändern sich die Konditionen bei den Festpreisverträgen gegenüber dem Vorjahr, einmal etwas nach unten oder wie in den letzten beiden Jahren, bedingt durch das knappe…

weiterlesen
23.
11.16
10:30

Seit Mitte November wird an der EEX in Leipzig wieder der Preisindex für Veredlungskartoffeln notiert. Dieser Index bildet die durchschnittlichen Kassamarktnotierungen für freie Ware (ab Hoflager) der Standardsorten für prompte Lieferungen in den westeuropäischen Ländern ab. Durch diesen Index und die Terminmarktnotierungen wird der Markt wieder…

weiterlesen
Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?