Verbrauch von Kartoffelprodukten kräftig gestiegen
(AMI) Im Wirtschaftjahr 2013/14 ist der Gesamtverbrauch von Kartoffeln in Deutschland um ein weiteres Kilogramm auf 57,7 kg pro Kopf und Jahr zurückgegangen. Das zeigt die jüngst vom Bundesamt für Landwirtschaft und Ernährung und von der Agrarmarkt Informations GmbH aufgestellte Verwendungsbilanz der Ernte 2013. Dabei legte der Verbrauch von Verarbeitungsprodukten kräftig auf 35,6 (Vorjahr: 31,9) kg zu, während Speiseware kräftig um 5 kg auf 21,8 kg verlor. Die Daten bedürfen allerdings einer Interpretation. Die Verwendungsbilanz spiegelt die Hoftorbilanz wider und nicht den Kartoffelkonsum. Das vermeintlich schwache Ergebnis bei frischer Ware ist vor allem ein Hinweis darauf, wie sparsam mit der zunächst sehr knappen Ernte 2013 umgegangen wurde. Ein viel größerer Anteil der Kartoffeln als sonst, die vom Erzeuger an den Handel gingen, wurde auch für den LEH abgepackt. In Überschussjahren ist das anders. Dann wird viel heraussortiert und so erhöht sich der ab Hof gemessene Verbrauch, nicht aber der Konsum. Daten zum Konsum liefert die GfK mit den Einkäufen privater Haushalte, die für 2013 einen Rückgang von 4,8 % beziffern.
Verarbeitungsprodukte aus Kartoffeln haben im vergangenen Wirtschaftsjahr in Deutschland nichts von ihrer Popularität verloren. Im Gegenteil: Die Konsumenten kauften mehr Trocken-produkte und Chips und hielten wie gewohnt an TK-Produkten fest. So schnellte der Pro-Kopf-Verbrauch an Kartoffelprodukten, umgerechnet in Kartoffelfrischgewicht, um 4 kg auf 35,9 kg empor.
ZMP Live Expertenmeinung
Noch mehr Kartoffeln aus Belgien! Das war die schlecht Nachricht der Vorwoche, die aber eigentlich auch schon keinen Unterschied mehr macht. Es werden unverändert niedrige Preise notiert, ohne dass große Geschäfte zustande kommen. Auf dieser Basis wird dann auch der nicht zuvor bepreiste Vertragsanteil bewertet. Der sehr niedrige Rohstoffpreis stärkt die Wettbewerbsfähigkeit am Weltmarkt. Das alleine wird aber zur Angebotsräumung nicht reichen.