02.
07.15
Schweinepreise knapp gehalten

Schweine Cockpit, 02.07.2015

Bullish
  • Moderates Lebendangebot
  • grundsätzlich Grillsaison
Bearish
  • unzureichendes Drittlandgeschäft
  • ungewöhnlich schwache Nachfrage in einer Grillsaison
  • Ferien-/Urlaubssaison

Schlachtschweinemarkt Deutschland

2015    

27./28. KW

Do bis Mi

26./27. KW

Do bis Mi

25./26. KW

Do bis Mi

24./25. KW

Do bis Mi

23./24. KW

Do bis Mi

22./23. KW

Do bis Mi

21/22. KW

Do bis Mi

20./21.KW

Do bis Mi

19./20. KW

Do bis Mi

 V.-Preis (€   /kg)

1,4

1,40

1,49

1,53

1,48

1,45

1,45

1,42

1,40

Voranmeldungen (Stück)

220.050

221.400

224.200

220.500

226.100

232.900

230.450

228.586

240.500

ISN-Internetauktion (Di    -  Fr) Fr,03.07. Di,29.06 Fr,26.06 Di,23.06. Fr,19.06. Di,6.06. Fr.12.06 Di,09.06 Fr,05.06. Di,02.06. Di,26.05. Fr,22.05. Di,19.05 Fr.14.05. Di, 12.05 Fr,08.05 Di,05.05.
Durchschnittspreis (€/kg)

1,44

1,44

1,44

1,47

1,57

1,60

1,57

1,51

1,51

1,51

1,51

1,51

1,51

1,48

1,45

1,44

Überstand in %

55,3

30

50 %

55 %

24,5 %

23,2%

0

13,2 %

54,3%

20%

30,4%

0

0

0

38,9 %

2015

26. KW

25. KW

24. KW

23. KW

22. KW

21. KW

20. KW

19. KW

18. KW

Schlachtzahlen (Stück)

967.074

975.407

970.178

964.779

897.862

1.021.428

895.254

1.058.774

894.651

Schweinepreise gehalten für 27./28. KW - 2015

Die ISN-Internetbörse am Di, 02. Juli 2015 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,44 €/kg (-0 ct/kg  zur Vorversteigerung) bei einer Spannbreite von 1,42 bis 1,46 €/kg geführt. Von den 3.220 angebotenen Schweinen wurden 55,3 % nicht  verkauft.

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

Die Schlachtzahlen in Deutschland in der Vorwoche bleiben deutlich unter der 1 Mio. Stück-Marke. Die Schlachtmengen in den übrigen Regionen der EU sind unterschiedlich ausgefallen. Italien und Frankreich melden ebenfalls knapp durchschnittliche Zahlen. Die unterdurchschnittlichen Voranmeldungen lassen auf kleinere Schlachtzahlen schließen. Das grundlegende Problem ist neben dem notwendigen Drittlandexport das ungewöhnlich gemäßigte Nachfrageverhalten in einer Grillsaison.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten:

Dänemark: Dänische Schweinepreise wurden in der 27. KW  um  -2,7 ct/kg  gesenkt. Die Schlachtzahlen sind etwas größer ausgefallen. Für die kommende 28. KW (06.07 bis 11. Juli) wird der Basispreis um weiter  -2,7 ct/kg gesenkt.

In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Montagsmarkt (29.06.) -0,  ct/kg weniger gezahlt (durchschnittliche Angebotsmengen). Beim Donnerstagmarkt (25.06) fallen  die Kurse um ….  ct/kg. Die gemeldeten Schlachtzahlen für ganz Frankreich liegen mit (Vorwoche 357.788 Vorvorwoche 368.397 ) Stück wieder unter Durchschnitt.

Die niederländischen Schlachtunternehmen haben in der 27. KW  zwischen -5 bis -8 ct/kg weniger ausgezahlt. Die Schlachtzahlen waren durchschnittlich. Für die 28. KW sollen . . .  ct /kg gezahlt werden (Nachtrag folgt)

Belgien: Die Schweinepreise in der 27. KW  wurden bei gut durchschnittlichen Angebotsmengen um -6  ct/kg heruntergesetzt. Die Notierungen der Schlachtunternehmen sollen sich für die 28. KW  um ………ct/kg verändern (Nachtrag folgt)

Deutschland: Die gemeldeten Schlachtzahlen der zurückliegenden Woche sind auf 967.074 (Vorwoche 975.407 Vorvorwoche 970.178) leicht zurückgegangen. Für die kommende Periode von Donnerstag 02. bis Mittwoch 08. Juli (27./28. KW) wurde der Vereinigungspreis auf 1,40  € je kg bzw. Indexpunkt unverändert beibehalten. Die Spanne reicht von 1,40 bis 1,40 €/kg. Die angekündigten Liefermengen der kommenden Woche fallen mit 220.050 (Vorwoche 221.400 VorVorwoche 224.200) Stück  ähnlich niedrig aus wie in den Vorwochen.

Der in  Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 26./27. KW wurde um -8  ct/kg gesenkt. Die Notierung für den Basispreis für die 27./28. KW bleibt unverändert.

Die Schweinepreise in Spanien wurden am Do, 25. Juni um + 0,3 ct/kg erhöht. Am 02. Juli sollen die Preise gehalten werden.

In (Ober-)Italien wurden Schweinepreise in der 27. KW  am Mo, 29. Juni  in  Modena  mit +1,1  ct/kg, am Di in Reggio Emilia mit 1,0 ct/kg  und am Mi, in Cremona mit 0,5 ct/kg verändert.  Die gemeldeten Schlachtzahlen liegen mit 39.233 (Vorwoche 37.752 Vorvorwoche 44.355) Stück unter den letzten Durchschnittswerten.

Ausblick: Knapp durchschnittliche Schlachtzahlen, Aussichten auf anhaltendes Grillwetter und unterdurchschnittliche Voranmeldungen konnten angesichts der ungewöhnlichen Nachfrage gerade das bestehende Preisniveau halten. Die kommende Schlachtwoche bietet wenig überzeugende Verbesserungen der Marktsituation.

Die US-Notierungen bei den Lean Hogs zeigen mit 1,40 € je kg deutliche Abwärtstendenzen. Die Barbecue-Saison läuft zwar, aber die hohen Fleischvorräte in den Kühlhäusern drücken auf die Kurse. Die Kaufzurückhaltung infolge der Geflügelgrippe steuert ebenfalls etwas bei. Der wieder schwächere Dollarkurs könnte sich noch nicht auf den Export auswirken. Nach der Grillsaison wird die US-Marktlage  2015 kritischer beurteilt. Die Herbstkurse deuten Größenordnungen von unter 130 € je kg an. Ein stark gestiegenes US-Schweineangebot profitiert dennoch vom teurem Rindfleisch und der Vogelgrippe-Epidemie, der mittlerweile in 185 Fällen 50 Mio. Tiere (vor allem Legehennen und Puten) zum Opfer gefallen sind.  .

Die chinesischen Schweinepreise zeigen Aufwärtsbewegungen. Chinesische Spitzenpreise in diesem Jahr sollen über die 3 €/kg Grenze hinausgehen. Die jüngste Viehzählung vom April 2015 stellt von eine erhebliche Minderung der chinesischen Schweinefleischerzeugung fest. Der Inlandsverbrauch steigt um unterdurchschnittliche 0,75 %. Die chinesischen Einfuhren  werden auf +5 % auf 0,8 Mio. t  plus 0,36 Mio. t für Hongkong geschätzt Der europäische Importanteil nimmt zu; allerdings nur mit weniger wertvollen Teilstücken. Die Konkurrenz ist wieder gewachsen.

Die russischen Schweinepreise bleiben mit umgerechneten 2,69 €/kg auf erhöhten Durchschnittsniveau. Der russische Schweinefleischkonsum wird nach USDA-Schätzungen um -9 % zurückfallen. Die Schweinefleischimporte werden von 2012 mit rd. 1 Mio. t über 2014 mit 0,5 Mio. t  auf 0,2 Mio. t im Jahre 2015 veranschlagt. Fehlende russische Importe und beachtliche Exportüberhänge in den USA und der EU werden zum prägenden Merkmal für den internationalen Schweinefleischmarkt des Jahres 2015.

Brasilianische Schweine sind weiter auf durchschnittliche 1,17 €/kg in der Südwestregion gefallen.Der erwartete Exportboom bleibt weiterhin aus.Für 2015 werden mit 530.000 t Ausfuhren noch weniger erwartet als im Jahre 2014. Der erhoffte Absatz nach Russland spielt kaum noch eine Rolle.

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ZMP Live Expertenmeinung

Trotz moderatem Lebendangebot reichen die verfügbaren Mengen in den Frostern und aus der laufenden Schlachtung aus, die ungewöhnlich mäßige Nachfrage in einer Grillsasion zu bedienen.

Das Exportgeschäft liefert ebenfalls kaum nennenswerte Impulse zur Preisaufbesserung. Die Konkurrenz im Drittlandexport durch die USA, Kanada (rd 1,40 € je kg) und Brasilien (unter 1,20 €kg) setzt enge Preisgrenzen beim Auslandsverkauf.  Die Aussichten auf eine grundlegende Besserung  sind zurzeit wenig vielversprechend.

ZMP Markttrends
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Auswirkungen der US-Zollpolitik auf den weltweiten Schweinefleischhandel Im Vergleich zu anderen Agrarprodukten mit größerer Haltbarkeitsdauer ist der globale Handel mit Schweinefleisch gemessen an der Produktion mit weniger als 9 % vergleichsweise gering. Es gilt jedoch einen Unterschied zwischen den sensiblen frischen bzw. gekühlten Teilstücken…

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15.
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USDA mit neuer Schätzung zum Weltschweinefleischmarkt Das US-Agrarministerium (USDA) hat Mitte April 2025 eine korrigierte Schätzung zum globalen Schweinefleischmarkt 2025 herausgegeben. Die Gesamterzeugung soll geringfügig auf 116,7 Mio. t anwachsen. Der weltweite Verbrauch wird in gleicher Höhe zunehmen. Der globale Handel fällt mit 10,17 Mio. t…

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Viehzählung Nov 2024: Schweinebestände stabilisieren sich. – auf stark verringerten Niveau Die vorläufigen Ergebnisse der jüngsten Viehzählung vom Nov. 2024 lieferten wenig veränderte Bestandszahlen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Schweinezahlen insgesamt bei 21,18 Mio. Tiere (Vorjahr 21,22 Mio.). Der Tiefstand war im Mai.-2023 mit 20…

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