18.
12.14
Stabile Schweinepreise über Weihnachten 2014

Schweine Cockpit, 18.12.2014

Bullish
  • Frische Edelteilstücke gefragt
Bearish
  • unzureichender Drittlandsexport
  • hohe Schlachtzahlen
  • nachlassende Nachfrage nach Verarbeitungsware

Schlachtschweinemarkt Deutschland

2014

51/52. KW

Do bis Mi

50./51. KW

Do bis Mi

49./50. KW

Do bis Mi

48./49. KW

Do bis Mi

47./48. KW

Do bis Mi

46./47. KW

Do bis Mi

45./46. KW

Do bis Mi

44./45 KW

Do bis Mi

43./44.KW

Do bis Mi

42./43. KW

Do bis Mi

 V.-Preis (€   /kg)

1,32

1,32

1,32

1,36

1,40

1,40

1,40

1,40

1,40

1,40

Voranmeldungen (Stück)

227.000

245.400

247.828

241.200

235.015

230.200

235.000

234.500

242.000

238.500

ISN-Internetauktion (Di    -  Fr)

entfällt

entfällt

Di,15.12

Fr,12.12

Di,9.12

Fr, 05.12

Di,02.12

Fr,28.11

Di,25.11

Fr,21.11.

Di,18.11

Fr,13.11.

Di,11.11.

Fr,07.10

Di,4.10

Fr,31.10

Di,   28.10 

Fr24.10.

Di21.10

Durchschnittspreis (€/kg)

-

-

1,35

1,35

1,35

1,35

1,34

1,38

1,38

1,43

1,43

1,45

1,45

  1,45 1,45

 1,46

1,45 1,46      1,45
Überstand in %

-

-

3,7 %

16 %

35 %

69 %

29 %

9 %

9 %

45%         

20 %

15 %           

30 %

  4 %

22 %

2014

52. KW

51. KW

50. KW

49. KW

48.KW

47 KW

46. KW

45. KW

44. KW

43. KW

Schlachtzahlen (Stück)

1.109.175

1.101.584

1.099.041

1.070.986

1.058.453

1.053.066

1.023.936

1.069.640

 Überwiegend stabile  Schweinepreise für 51./52. KW   (Do, 18.12. bis Mi, 30.Dez.)

Die ISN-Internetbörse am Di, 16. Dez. 2014 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,35 €/kg (0 ct/kg) zur Freitagsversteigerung bei einer Spannbreite von 1,34 bis 1,36 €/kg geführt. Von den 2.410 angebotenen Schweinen wurden 3,7 % nicht  verkauft.

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

Die Schlachtzahlen in Deutschland, NL, und B/L bleiben auf hohem Niveau. Auch in Italien Frankreich sind die Angebotszahlen deutlich erhöht worden. Die industrielle Verarbeitung geht langsam ihrem Ende vor den feiertagsbedingten Betriebsferien zu. Der Frischfleischhandel orientiert sich am lebhaften Vorweihnachtsgeschäft mit Edelteilstücken.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten:

Dänemark: Dänische Schweinepreise wurden in der 51. KW  um -5,4 % ct/kg gekürzt.. Die Schlachtzahlen sind wieder gesunken, bleiben weiter mit  - 2 % hinter den Vorjahreswerten zurück. Für die kommende 52. KW2014   und 1.KW 2015 wird der Basispreis  um rd. -5,4  ct/kg gekürzt

In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Montagsmarkt (15.12.) - 0,1 ct/kg  bei steigenden Angebotsmengen weniger gezahlt. Beim Donnerstagmarkt 18. Dez. 14) wurden  +0,1 ct/kg  bezahlt. Die gemeldeten Schlachtzahlen in ganz Frankreich sind kräftig gestiegen.

Die niederländischen Schlachtunternehmen haben in der 51. KW  unverändert ausgezahlt. Die Schlachtzahlen sind gestiegen. Die Preise für die 52. KW sollen unverändert bleiben

Belgien: Die Schweinepreise in der 51. KW  wurden bei steigenden Angebotsmengen unverändert gelassen. Die Notierungen der Schlachtunternehmen für die 52. KW bleiben unverändert.

Deutschland: Die gemeldeten Schlachtzahlen der Vorwoche haben  mit 1.109.175 (Vorwoche 1.101.584, Vorvorwoche 1.099.041) Stück nochmal deutlich zugenommen. Für die kommende Periode von Donnerstag 18. bis Mittwoch 30.Dez.. (51./51. KW) wurde der Vereinigungspreis mit 1,32  € je kg bzw. Indexpunkt unverändert beibehalten.  Eine  Spanne wurde nicht veröffentlicht. Die angekündigten Liefermengen der kommenden Woche bewegen sich mit 227.000 (Vorwoche 245.400) Stück auf ermäßigtem Niveau.

Der in  Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 49./50. KW wurde unverändert beibehalten.  Die Notierung für den Basispreis wurde für die Zeit vom 11. Dez bis 31. Dez. um – 5 ct/kg durchgehend festgelegt.

Die Schweinepreise in Spanien (18. Dez. 2014) sollen nochmal um - 0,2 ct/kg  nachgeben.

In (Ober-)Italien wurden Schweinepreise in der 51. KW  am Mo, 15.12. in Milano -3 ct/kg, in Modena -2 ct/kg und am Di in Reggio Emilia um -2,5 ct/kg  notiert. Schwere Schweine über 110 kg SG hatten Abschläge um -3 ct/kg  Die gemeldeten Schlachtzahlen sind um 6,6 %  auf 46.335 Stück gestiegen.

Ausblick: Steigende Angebotsmengen  in fast allen Ländern stoßen auf ein reges  Vorweihnachtsgeschäft mit Frischware, während die Nachfrage nach Verarbeitungsware mit  der letzten Vorweihnachtswoche spürbar abnimmt.  Große Hoffnungen werden auf nachlassendes Lebendangebot in der Weihnachtszeit gesetzt.

Die US-Terminnotierungen bei den Lean Hogs tendieren in Richtung 1,40 € je kg, wobei der wechselnde Eurokurs zu Verzerrungen führt. Die PEDv-Fälle haben in der einsetzenden Winterzeit bisher nur wenig zugenommen. Die russischen Importausfälle drücken auf die übrigen Märkte. Für 2015 soll  die US-Schweinefleischerzeugung um +4,3 % wachsen.

Die chinesischen Schweinepreise notieren mit  2,45 € je kg  wieder im durchschnittlichen Bereich. Für das neue Jahr 2015 prognostiziert das USDA verstärkte chinesische Schweinefleischimporte auf 1,36 Mio. t  bzw.  +17 % einschl. Hongkong.

Der russische Schweinemarkt wird preislich in dreifacher Weise getrieben: (1) Hohe Transportkosten aus Überseelieferungen, (2) nachfragebedingt steigende Einstandspreise in den Lieferländern und (3)  ein dramatischer Verlust der Kaufkraft des Rubel. Die Einfuhren brechen regelrecht ein. Politische Statements mit Hinweis auf die steigenden Selbstversorgungsgrade (?) sollen die Meinungen beruhigen. Die russische Seele ist leidensfähig.

Brasilianische Schweine liegen aufgrund der schwindenden Russland-Nachfrage bei 1,75 €/kg mit fallender Tendenz.

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ZMP Live Expertenmeinung

Überwiegend stabile Schweinepreise bis zum Jahresende könnten ein erstes Weihnachtsgeschenksein, allerdings will keine rechte die Freude darüber angesichts des niedrigen Niveaus aufkommen. Im neuen Jahr wird man weitersehen. Insbesondere die Entwicklungen in Russland (Rubelkursverfall) verspricht keine erfreulichen Perspektiven, denn selbst brasilianische Ersatzimporte werden zu teuer. Brasiliens Exporte drücken daher  in andere  Märkte hinein und engen die Absatzspielräume für andere Anbieter mit der Folge von Preisdruck in allen Exportländern.

Eine denkbare russische Grenzöffnung verspricht wenig Hoffnung angesichts der schwachen Kaufkraft des Russischen Rubels.

ZMP Markttrends
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Auswirkungen der US-Zollpolitik auf den weltweiten Schweinefleischhandel Im Vergleich zu anderen Agrarprodukten mit größerer Haltbarkeitsdauer ist der globale Handel mit Schweinefleisch gemessen an der Produktion mit weniger als 9 % vergleichsweise gering. Es gilt jedoch einen Unterschied zwischen den sensiblen frischen bzw. gekühlten Teilstücken…

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15.
04.25
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USDA mit neuer Schätzung zum Weltschweinefleischmarkt Das US-Agrarministerium (USDA) hat Mitte April 2025 eine korrigierte Schätzung zum globalen Schweinefleischmarkt 2025 herausgegeben. Die Gesamterzeugung soll geringfügig auf 116,7 Mio. t anwachsen. Der weltweite Verbrauch wird in gleicher Höhe zunehmen. Der globale Handel fällt mit 10,17 Mio. t…

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12.24
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Viehzählung Nov 2024: Schweinebestände stabilisieren sich. – auf stark verringerten Niveau Die vorläufigen Ergebnisse der jüngsten Viehzählung vom Nov. 2024 lieferten wenig veränderte Bestandszahlen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Schweinezahlen insgesamt bei 21,18 Mio. Tiere (Vorjahr 21,22 Mio.). Der Tiefstand war im Mai.-2023 mit 20…

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