19.
02.15
Schweinepreise mit großen Preissprung nach oben

Schweine Cockpit, 19.02.2015

Bullish
  • Anhaltend niedrigere Schlachtzahlen
  • unterdurchschnittliche Voranmeldungen
  • anlaufende Exportgeschäfte infolge günstigen Eurokurses
  • beginnender Vorratsaufbau für Grillsaison
Bearish
  • gemessen an früheren Jahren unzureichende Drittlandgeschäfte

Schlachtschweinemarkt Deutschland

2015     ó    2014

8./9. KW

Do bis Mi

7./8. KW

Do bis Mi

6./7. KW

Do bis Mi

5./6.KW

Do bis Mi

4./5. KW

Do bis Mi

3./4. KW 15

Do bis Mi

2./3. KW   -15

Do bis Mi

1./2. KW   -15

Do bis Mi

51/52. KW

Do bis Mi

50./51. KW

Do bis Mi

 V.-Preis (€   /kg)

1,47

1,40

1,35

1,33

1,28

1,28

1,28

1,28

1,32

1,32

Voranmeldungen (Stück)

218. 000

218.600

217.700

219.400

231.100

242.800

-

-

227.000

245.400

ISN-Internetauktion (Di    -  Fr)

Fr,20.02

Di,17.02

Fr13.02

Di 10.02

Fr,06.02

Di,03.02

Fr,30.01

Di,27.01

Fr,23.01

Di 13.01

Fr 16.01.

Di 13.01

Fr 09.01.

Di 06.01

entfällt

entfällt

entfällt

entfällt

Di,15.12

Durchschnittspreis (€/kg)

1,52 

1,51

1,50

1,43

1,39

1,39

1,38

1,38

1,31

1,31

1,31

1,31

1,31

-

-

1,35

Überstand in %

53 % 

33%

0

0

12,8 %

17,2%

0

26 %

17%

20%

30 %

-

-

3,7 %

2014

8. KW

7. KW

6. KW-15

5.KW-15

4. KW - 15

3.KW -15

2. KW - 15

1 KW

52. KW

51. KW

Schlachtzahlen (Stück)

988.580

990.652

995.384

1.057.176

1.077.528

1.071.024

n. v.

n.v.

n.v

Kräftige Steigerung der Schweinepreise für 08./09. KW - 2015

Die ISN-Internetbörse am Di, 17. Febr. 2015 hat zu einem Durchschnittspreis von 1,51 €/kg (+1 ct/kg zur Freitagsversteigerung) bei einer Spannbreite von 1,50 bis 153 €/kg geführt. Von den 3.215 angebotenen Schweinen blieb ein Überstand von 33 %.

Allgemeine Markt- und Preisentwicklung:

Die Schlachtzahlen in Deutschland bleiben in der 3. Woche in Folge unter der 1 Mio.-Stück-Grenze. Die Entwicklungen in den übrigen Regionen der EU sind unterschiedlich: das Lebendangebot in Italien ist auf  40.990 Stück um 5 % gestiegen, Frankreichs Gesamtangebot der Vorwoche liegt bei überdurchschnittlich hohen 388.271 Stück. Der Fleischabsatz wird von den Verkäufern jedoch deutlich günstiger beurteilt. Die Karnevalszeit hat nur geringe Bremswirkungen ausgelöst. Die industrielle Verarbeitung läuft auf guten Betriebstemperaturen. Die ersten Vorratsbestände für die Grillsaison werden aufgebaut.

Aktuelle Marktlage in wichtigen Erzeugungsgebieten:

Dänemark: Dänische Schweinepreise wurden in der 08. KW  um +2,7 ct/kg  erhöht. Die Schlachtzahlen liegen wieder im Durchschnittsbereich, aber über Vorjahreswerten. Für die kommende 09. KW (23. bis 27.Febr.) wird der Basispreis  um  +2,7 ct/kg erhöht .

In Frankreich/Bretagne wurden am kleinen Montagsmarkt (16.02.) +0,2  ct/kg  bei  rückläufigen Angebotsmengen gezahlt. Beim Donnerstagmarkt (19. Febr.) wurden  + 5  ct/kg  bezahlt. Die gemeldeten Schlachtzahlen für ganz Frankreich liegen im oberen Durchschnittsfeld.

Die niederländischen Schlachtunternehmen haben in der 08. KW  zwischen 0 und +3 ct/kg ausgezahlt. Die Schlachtzahlen gehen zurück. Die Preise für die 09. KW sollen um +5 bis +7 ct/kg  erhöht

Belgien: Die Schweinepreise in der 08. KW  wurden bei nachlassenden  Angebotsmengen durchschnittlich +3 bis +4 ct/kg notiert. Die Notierungen der Schlachtunternehmen für die 09. KW werden um  +6  ct/kg. erhöht

Deutschland: Die gemeldeten Schlachtzahlen der zurückliegenden Woche haben  mit 988.580 (Vorwoche 990.652 Vorvorwoche 995.384)  Stück beträchtlich abgenommen. Für die kommende Periode von Donnerstag 19. Febr. bis Mittwoch 25. Febr. (8./9. KW) wurde der Vereinigungspreis auf 1,47  € je kg bzw. Indexpunkt um 7 ct/kg angehoben. Die Spanne wurde mit 1,46 – 1,48 €/kg nach obengesetzt. Die angekündigten Liefermengen der kommenden Woche bewegen sich mit 218.000 (Vorwoche 217.700 (VorVorwoche  219.231) Stück unter Durchschnittsniveau.

Der in  Österreich geltende Mastschweine-Basispreis für die 07./08. KW wurde um +5 ct/kg angehoben. Die Notierung für den Basispreis für die 8./9. KW wurde um weitere +7 ct/kg erhöht.

Die Schweinepreise in Spanien wurden am12. Febr. um 3,1 ct/kg raufgesetzt und am Do, 19.Febr. nochmals  um  +4,5 ct/kg  gesteigert worden.

In (Ober-)Italien wurden Schweinepreise in der 08. KW  am Mo, 16.02. in Milano und  Modena +0,4 ct/kg, am Di in Reggio Emilia um +0,5 ct/kg  und in Cremona +1 ct/kg notiert.  Die gemeldeten Schlachtzahlen sind auf 40.990 (Vorwoche 39.019 Vorvorwoche 39.325) Stück gestiegen.

Ausblick: Anhaltend niedrigere Schlachtzahlen bieten Spielraum für deutliche Preisaufbesserungen. Die Voranmeldungen deuten auf ein weiteres unterdurchschnittliches Lebendangebot hin. Anlaufende Exportgeschäfte infolge schwachen Eurokurses und der beginnende Vorratsaufbau für die Grillsaison  entwickeln zunehmend positive Preiswirkungen.

Die US-Notierungen bei den Lean Hogs haben sich vorerst bei der Marke von 1,30 € je kg, festgesetzt. Die Marktlage wird als unsicher eingeschätzt, weil  die Entwicklung bei den PEDv-Fällen hin und her geht. Bummelstreiks an den ostamerikanischen  Hafenstandorten hat zu Ramschverkäufen geführt, bevor das Fleisch genussuntauglich wird. Bei ausbleibenden Seuchenschäden befürchtet man in den USA ein zu stark steigendes Angebot aus höheren Stückzahlen plus erhöhtes Schlachtgewicht. Aggressive US-Exporte im Verlauf des Jahres 2015 werden den EU-Exporten das Leben trotz schwachen Euro nicht leicht machen.

Die chinesischen Schweinepreise notieren mit  2,55 € je kg im durchschnittlichen Bereich. Für das neue Jahr 2015 prognostiziert das USDA verstärkte chinesische Schweinefleischimporte auf 1,36 Mio. t  bzw.  +17 % einschl. Hongkong.

Die russischen Schweinepreise bleiben auf hohem Niveau. Eine Umrechnung der halbierten Kaufkraft des Rubel verzerrt die tatsächlichen Wertverhältnisse. Staatliche Preiskontrollen sollen weitere Zunahmen verhindern.  Eine  Teilauflockerung des Importverbotes für Schweinefleisch auf der Basis der seuchenrechtlichen Regelungen vom Febr.2014 ist weitgehend im Sande verlaufen. Die Importverbotsregelungen vom 08. August 2015 bleiben unverändert.

Brasilianische Schweine liegen aufgrund der Währungsverhältnisse umgerechnet unter 1 €/kg (Region SC), allerdings verzerren die Wechselkurse zusätzlich die Ergebnisse.

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ZMP Live Expertenmeinung

Die kritische Zeitspanne um den Jahreswechsel mit schwacher Binnennachfrage bei gleichzeigig drängenden Lebendangebot scheint überwunden zu sein. Es kristallisieren sich zunehmend die prognostizierten geringeren Lebendangebote in den nächsten Monaten sowohl bei den Schlachtzahlen wie den Voranmeldungen heraus.  Auf  der Nachfrageseite laufen der Frischfleischabsatz und die Verarbeitungsware wieder auf guten Betriebstemperaturen. Der schwache Eurokurs bringt Schwung in das Exportgeschäft, auch wenn die gesperrten Russlandimportmengen noch nicht voll kompensiert werden können. Preisstützend wirkt sich der anlaufende Vorratsaufbau für die Grillsaison aus. Die Stimmung in der EU hat sich deutlich aufgehellt.

Für das weitere Exportgeschäft ziehen jedoch dunkle Wolken auf. Das US-Schweinepreisniveau ist von über 2 €/kg auf 1,20 €/kg abgestürzt.  Ein moderater PEDv-Seuchenverlauf bei um 4,6 % gestiegenen Sauenbeständen und anhaltend hoher Schlachtgewichte drohen zu einem weit überdurchschnittlichen Schweinefleischangebot in den nächsten Monaten zu führen. Angesichts eines überforderten US-Inlandsmarktes drücken die zusätzlichen Mengen in den Export.

Brasilianische Schweinepreise unter 1 €/kg unterbieten auf den internationalen Märkten jedes Konkurrenzangebot.

Das Absatzventil der EU mit einem rd 10 % igen Exportanteil wird aller Voraussicht nach in Mitleidenschaft gezogen. Eine erkennbare Deckelung des künftigen Preisaufschwungs ist nicht von der Hand zu weisen.

ZMP Markttrends
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Auswirkungen der US-Zollpolitik auf den weltweiten Schweinefleischhandel Im Vergleich zu anderen Agrarprodukten mit größerer Haltbarkeitsdauer ist der globale Handel mit Schweinefleisch gemessen an der Produktion mit weniger als 9 % vergleichsweise gering. Es gilt jedoch einen Unterschied zwischen den sensiblen frischen bzw. gekühlten Teilstücken…

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04.25
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USDA mit neuer Schätzung zum Weltschweinefleischmarkt Das US-Agrarministerium (USDA) hat Mitte April 2025 eine korrigierte Schätzung zum globalen Schweinefleischmarkt 2025 herausgegeben. Die Gesamterzeugung soll geringfügig auf 116,7 Mio. t anwachsen. Der weltweite Verbrauch wird in gleicher Höhe zunehmen. Der globale Handel fällt mit 10,17 Mio. t…

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Viehzählung Nov 2024: Schweinebestände stabilisieren sich. – auf stark verringerten Niveau Die vorläufigen Ergebnisse der jüngsten Viehzählung vom Nov. 2024 lieferten wenig veränderte Bestandszahlen. Im Vergleich zum Vorjahresmonat liegen die Schweinezahlen insgesamt bei 21,18 Mio. Tiere (Vorjahr 21,22 Mio.). Der Tiefstand war im Mai.-2023 mit 20…

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