Richard Ebert
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° Kaffee: Der Markt hat abgehoben

Der Kaffeemarkt hat abgehoben – Die Höhenluft könnte ihm zu schaffen machen

(11.09.2003) Kaffee ist auf- und ausgebrochen. Wohin die Reise geht, kann zu diesem Zeitpunkt nicht gesagt werden. Solange handfeste fundamentale Gründe nicht geliefert werden, bleibt nur die Deutung, dass saisonale Einflüsse, verbunden mit Mutmaßungen über die Folgen der bislang unzureichenden Niederschläge in brasilianischen Erzeugerregionen, eine treibende Kraft gebildet haben und vielleicht auch weiter bilden.

Auf der technischen Seite liegt die Erklärung auf der Hand: Die Fonds haben sich auf diesen engen Markt gestürzt, nachdem sie ihre Baisse-Positionen in Panik abgedeckt hatten.

Doch reicht dies alles aus, um die Preise auf ein noch merklich höheres Niveau zu tragen? Im Prinzip: ja. Doch es gibt eine entscheidende Einschränkung: Wenn die Produzenten die für sie vergleichsweise hohen Preise zu Sicherungs- und Vorausverkäufen nutzen, zeichnet sich das Ende des Aufschwungs ab. Händler berichten, dass deren Verkaufsbereitschaft während des gesamten Preisanstiegs beständig zugenommen, aber insgesamt noch keine nennenswerten Ausmaße erreicht habe.

Das große fundamentale Bild ist klar und seit langem bekannt: Die Saison 2002/03 (Oktober/September) endet mit einem Produktionsüberschuss, der, je nach Quelle, zwischen 8 und 15 Millionen Sack liegen könnte. Die bald anbrechende neue Saison 2003/04 wird vor allem wegen des erheblichen Rückgangs der diesjährigen Ernte in Brasilien ein Produktionsdefizit entstehen lassen. Die gängigen Defizit-Prognosen, die zu dieser Zeit als noch sehr vage anzusehen sind, bewegen sich zwischen 6 und 8 Millionen Sack.

Ein Defizit in dieser Größenordnung kann ohne weiteres aus vorhandenen Überschussbeständen gedeckt werden, ohne dass die Preise nennenswert steigen müssten.

Was Brasilien anlangt, so sind in den Kaffeeregionen dort zuletzt recht ergiebige Niederschläge gefallen. Weitere sind für das Wochenende angekündigt. Es bleibt ausreichend Zeit, die Bodenfeuchtigkeit zu erhöhen, so dass die Kaffeesträucher zufriedenstellende Blüten und Früchte ansetzen können. Erst Ende Oktober/Anfang November fallen die Würfel für die Ernte 2004 dort endgültig.

Das Interesse wird sich neben Brasilien nun mehr und mehr auch auf Vietnam richten. Die Produktion dieses führenden Erzeugerlandes von Robustas sinkt zwar tendenziell, doch mehren sich Berichte, dass die neue, in großen Mengen im Dezember hereinkommende Ernte gut und somit höher ausfallen könnte als die zurückliegende. Auch die neuen mittelamerikanischen Ernten versprechen nach Darstellung von Händlern insgesamt mindestens durchschnittliche Erträge.

Folglich wird es entscheidend von der Angebotspolitik der Produzenten abhängen, wie sich die Versorgung des Marktes vor dem Hintergrund saisonal bedingt steigender Nachfrage der Röster gestaltet.

(Quelle: Arnd Hildebrandt, Taurosweb)

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