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Ferkel: EZG Ostfriesland - gemeinsam durch die Schweinezyklen

Gemeinsam durch die Schweinezyklen

Von Kerstin Singer

General-Anzeiger, Aurich (27.07.10) - 40 Jahre nach Gründung der Ferkelerzeugergemeinschaft Ostfriesland ist zwar die Zahl der Tiere beinahe gleichgeblieben, aber nicht die der Mitglieder. Als sich am 24. Juli 1970 Landwirte aus Ostfriesland zusammentaten, um ihre Ferkel künftig gemeinsam zu vermarkten, waren es noch 900. Am Freitagabend wurde bei der Jubiläumsfeier der Genossenschaft im Gasthof Alte Post in Ogenbargen an die Anfänge erinnert.

Heute sind es noch 150 Betriebe, in deren Auftrag Mitarbeiter der Ferkelerzeugergemeinschaft dafür sorgen, dass sie ihre 280 000 Ferkel und die rund 40 000 Schlachttiere pro Jahr zu einem vernünftigen Preis verkaufen können. "Durch uns haben die Landwirte eine sichere Abnahme", berichtete Thorsten Eden, Geschäftsführer und hauptamtliches Vorstandsmitglied.

Doch die Preise für Ferkel unterliegen dem berühmt-berüchtigten Schweinezyklus, der immer wieder für ein Auf und Ab sorgt. Zuletzt hatten die Landwirte 2007 mit niedrigen Preisen zu kämpfen. "Damals lag der Ferkelgrundpreis bei 23 Euro, die Kosten für den Landwirt aber bei etwa 50 Euro pro Tier", berichtete Eden, der seit 2003 Geschäftsführer der Erzeugergemeinschaft ist.

Bis zu 1000 Tiere bei einer Bestellung - derzeit nicht möglich

Die Wirtschaftskrise im vergangenen Jahr habe sich hingegen weniger ausgewirkt. Am vergangenen Freitag lag der Ferkelpreis bei 40 Euro in Niedersachsen. "Derzeit kann man davon leben", sagte Eden. Mehr Sorgen macht ihm, dass die Mäster immer größere Mengen an Ferkeln von einem Produzenten fordern. Das könnten bis zu 1000 Tiere bei einer Bestellung sein - und das gebe die Betriebsgröße der ostfriesischen Sauenhalter derzeit eben nicht her.

Vorstands-Vorsitzender Boden gab am Freitagabend sein Amt an seinen bisherigen Stellvertreter, Manfred Tannen aus Westbense, ab. Landwirt Boden will sich im kommenden Jahr zur Ruhe setzen, vor einem halben Jahr hat er mit der Ferkelerzeugung aufgehört. Ein paar Schweine hat aber noch für den Eigenbedarf im Stall. Wenn bei Bodens Schweinefleisch auf den Tisch kommt, dann muss das schon vom eigenen Hof sein.

(Quelle: http://www.ga-online.de/-news/im-blickpunkt)

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