Richard Ebert
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Getreide: Februar Frost dämpft hohe Ernteerwartungen

Getreideernte: Februar-Frost dämpft hohe Erwartungen - Vor allem Winterweizen und -gerste von Auswinterungsschäden betroffen

LWK Niedersachsen, Hannover (23.05.12) - Erste Prognosen gehen davon aus, dass auch in diesem Jahr nicht mit einer überdurchschnittlichen Getreideernte zu rechnen ist. Wie die Landwirtschaftskammer Niedersachsen in einer Pressemeldung darlegt, führte der im Februar zwei Wochen andauernde Kahlfrost dazu, dass in Niedersachsen insgesamt etwa 15 Prozent des Wintergetreides aufgrund von Auswinterungsschäden umgebrochen werden mussten. Die Kammer beruft sich hierbei auf Zahlen des Landesbetriebes für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen (LSKN), der erste Umfrageergebnisse der Ernteberichterstatter veröffentlichte. Danach waren Winterweizen (- 21,1 Prozent auf 310.000 Hektar) und Wintergerste (- 13,6 Prozent auf 120.000 Hektar) von den Kälteschäden besonders betroffen.

Damit bestätigt sich in Niedersachsen der bundesweite Trend. In großen Teilen Deutschlands führten die Auswinterungsschäden zu einem deutlichen Rückgang der Anbauflächen von Winterkulturen. Das Statistische Bundesamt (Destatis) beziffert das Minus bei der anbaustärksten Getreideart, dem Winterweizen, auf zehn Prozent. Damit ging die Gesamtfläche auf jetzt 2,9 Millionen Hektar zurück. Die Aussaatflächen für Wintergerste liegen acht Prozent unter dem Vorjahreswert und belaufen sich dieses Jahr auf rund 1,1 Millionen Hektar. Glimpflich davon kamen Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, die nur geringe Auswinterungsschäden zu beklagen haben.

Dabei waren die Startbedingungen in Niedersachsen optimal: Das gute Wetter hatte im Herbst eine viel versprechende Herbstbestellung ermöglicht. Um rund sechs Prozent seien dabei die Aussaatflächen für Wintergetreide ausgedehnt worden. Der strenge Frost Anfang Februar zerstörte jedoch das positive Bild bei Winterweizen und Wintergerste in vielen Landesteilen. Vor allem die Frühsaaten sind davon betroffen. Nur stellenweise konnte eine geringe Schneedecke die Auswinterungsschäden minimieren. Das umgebrochene Wintergetreide wurde in erster Linie durch Sommerweizen, Sommergerste und Körnermais ersetzt.

Das Sommergetreide hingegen kam in diesem Jahr sehr früh und trocken in den Boden und hat damit recht gute Chancen auf eine normale Entwicklung. Da jedoch die ertragsstarken Regionen überproportional von der Auswinterung betroffen sind, ist die Hoffnung auf eine große Getreideernte im Land wieder dahin.

(Quelle: http://www.lwk-niedersachsen.de/index.cfm/portal/7/nav/1095/article/19278.html )

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