Richard Ebert
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Weizen: Weltweizenernte um 5 Prozent unter Vorjahr erwartet

Internationaler Getreiderat revidiert Verbrauchsschätzung bei Weizen und Mais

ZMP (09.02.09) Der Internationale Getreiderat (IGC) hat seine Schätzungen der weltweiten Weizen- und Maisernten für 2008/09 erneut deutlich heraufgesetzt.

Die Prognose der Weizenerzeugung wurde nach Angaben der ZMP jüngst um vier Millionen Tonnen auf 687 (Vorjahr: 609) Millionen Tonnen angehoben, maßgeblich aufgrund höherer Ernten in der EU, Kanada, der Schwarzmeerregion und der Türkei. Der Internationale Getreiderat (IGC) und das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) veröffentlichen jeden Monat ihre Einschätzungen zur weltweiten Versorgung mit Getreide. Der globale Weizenverbrauch wird demnach auf 648 Millionen Tonnen veranschlagt. Das sind 33 Millionen Tonnen mehr als im Vorjahr, jedoch zwei Millionen Tonnen weniger als bislang erwartet.

Insbesondere in den USA und der EU verfehlt die Verbrauchssteigerung voraussichtlich die ursprünglichen Erwartungen. Der Einsatz im Nahrungssektor wird mit 451 Millionen Tonnen nur geringfügig niedriger eingestuft als in der vorangegangenen Prognose, auch weil die Wirtschaftsflaute bislang noch keinen messbaren Einfluss auf die Nachfrage zeigt. Die globalen Weizenbestände werden zum Ende des Wirtschaftsjahres voraussichtlich 155 Millionen Tonnen erreichen, das sind 38 Millionen Tonnen mehr als 2007/08. Besonders kräftig fällt die Steigerung bei den wichtigsten Exportländern aus, allen voran bei den USA und der EU.

Maisbilanz positiver als angenommen

Eine kräftige Korrektur nahm der IGC auch bei der Ernteschätzung für Mais vor. So wird nun eine Erzeugung in Höhe von 788 Millionen Tonnen erwartet, das sind 13 Millionen Tonnen mehr als bislang erwartet und 1 Million Tonnen mehr als im Vorjahr. Zugleich nahm der IGC seine Verbrauchsprognose für 2008/09 um beachtliche elf Millionen Tonnen auf 773 Millionen Tonnen zurück. Hintergrund sind negativere Aussichten für die US-Bioethanolindustrie sowie ein rückläufiger Verbrauch im Futtersektor. Bei der Abschätzung der Endbestände kommt der IGC vor diesem Hintergrund zu einem völlig anderen Ergebnis als bislang. Denn anstatt des noch Ende November prognostizierten Rückgangs der Endbestände um 16 Millionen Tonnen zeichnet sich nun ein Bestandszuwachs um neun Millionen Tonnen auf 139 Millionen Tonnen ab.

Weizenernte 2009 deutlich niedriger erwartet

Mit Blick auf die kommende Ernte deutet sich eine deutlich niedrigere weltweite Weizenerzeugung an. Der IGC geht für 2009/10 von 650 Millionen Tonnen aus, das entspricht einem Rückgang um gut fünf Prozent. Grundlage dieser Prognose sind angenommene Einschränkungen des Anbaus um ein Prozent auf 221,8 Millionen Hektar sowie ein Rückgang der Erträge um gut vier Prozent auf 29 Dezitonnen je Hektar. Den stärksten Angebotsrückgang erwartet der IGC in den wichtigsten Schwarzmeerländern, deren Produktion um 22 Millionen Tonnen auf 94,7 Millionen Tonnen sinken soll. Für Nordamerika wird ein Rückgang um 13 Millionen Tonnen auf 87 Millionen Tonnen und für die EU-27 um zehn Millionen Tonnen auf 146 Millionen Tonnen erwartet.

(Quelle: http://www.zmp.de)

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