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04.14
08:23

Zweite April GDT-Auktion mit kleiner Preisanpassung nach unten

Global Dairy Trade Auktion vom 15. April 2014:  -2,6 %

Die zweite GDT-Internetversteigerung im April hat zu einer Minderung der Durchschnittserlöse von -2,6 % geführt. Nach 3 vorausgegangenen Kursrückgängen mit deutlich größeren Preisabschlägen fiel das Ergebnis diesmal moderat aus. Allerdings sollte dabei berücksichtigt werden, dass die Angebotsmenge mit -6 %  kleiner war als in den vorausgegangenen Sitzungen. Allein Vollmilchpulver wurde um -17 % weniger angeboten, dafür jedoch stieg das MMP-Angebot um 15 % gegenüber der Vorauktion zum 1. April.

Zu den größeren Kursrückgängen gehört MMP mit -4,4 %. Normalbutterkurse fielen bei gleichbleibenden Angebot noch etwas stärker mit -4,9 %. Trotz einer um 7,5 % größeren Auktionsmenge stiegen bei Butterreinfett die Zuschlagspreise um +0,6 %.

Die Vollmilchpulverergebnisse fielen trotz erheblich verkleinerten Angebot der neuseeländischen Fa. FONTERRA um 1,6 %. In den vorderen Lieferterminen zeigten die Kurs schwache Tendenzen, während in den hinteren Monate bis einschl. Sept 2014 leicht steigende Ergebnisse für VMP in der Größenordnung von 4.200 $ je t erzielt wurden.

Im Falle von MMP wurden bis einschl. Aug 2014 knapp unter 4.000 $ je t bei Preisabschlägen von 3 bis 5 % festgestellt. Die weiteren Termine bis Okt zeigen jedoch eine feste Tendenz mit Ergebnissen knapp oberhalb der 4.000 $ je t Marke bei geringen Preisabschlägen von -1,5 bis -0,2 %.

Die Normalbutterpreise wurden regelrecht in den Keller geschickt. Die Spannbreite der Ergebnisse in den einzelnen Liefermonaten reichte von -2,5 % im Juli bis – 8,9 % im August. Auch der Monat Mai schnitt mit -7,3 % sehr ungünstig ab. Die Preise fielen unter die 3.800  $ je t Grenze.

Die Zuschlagspreise bei Butterreinfett bewegten sich in engen Grenzen von max. +1 % bis -1 %. Die absoluten Preise blieben durchweg um die 4.100 $ je t Marke.

Das Preisniveau der Milchprodukte bewegt sich nach einem fast einjährigen Höhenflug im oberen 25 % Segment in Richtung oberer Durchschnittsspanne, wenn man den 10-jährigen Vergleichsmaßstab zugrunde legt. Eine nicht mehr so drängende Nachfrage – insbesondere aus China, steht einem bevorstehenden steigenden Angebot in den Frühsommermonaten auf der Nordhalbkugel gegenüber. Auf der Südhalbkugel fällt die Angebotskurve deutlich ab. In Neuseeland wird im April nur noch mit der Hälfte der Spitzenanlieferung im Okt 2013 gerechnet. Für die Monate Mai bis Juli 2014 erreicht die neuseeländische Milchanlieferung kaum noch 15 % der Höchstmengenlieferungen.

Für die nächsten Monate werden daher die nördlichen Milchproduktanbieter stärker in den Vordergrund treten. Dabei wird sich herausstellen, inwieweit die sommerliche Angebotssteigerung über die Nachfragesteigerung hinausgeht oder nicht.

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