China: Geldmengenwachstum geht deutlich zurück
Peking 13.06.2011 (<a href="http://www.emfis.com/">http://www.emfis.com</a>) Chinas Banken haben im Mai neue Kredite im Umfang von 551,6 Milliarden Yuan (85 Milliarden Dollar) ausgegeben.
Dies lag allerdings deutlich unter den Erwartungen. Bankvolkswirte hatten im Vorfeld eine Kreditvergabe im Umfang von 610 Milliarden Yuan prognostiziert.
Das Wachstum der Geldmenge M2 lag angesichts dessen noch bei 15,1 Prozent. Dies entspricht dem niedrigsten Anstieg seit 30 Monaten. Das Volumen der insgesamt ausstehenden Bankkredite erhöhte sich um 17,1 Prozent.
Inflationssorgen - Peking drosselt
"Reuters" zitierte dazu heute einen Analysten der Bank of Communications. Dieser erklärte, dass die Nachfrage nach Krediten in China weiterhin hoch sei. Die Verlangsamung beim Wachstum der Kreditvergabe sei eher auf die Drosselungsmaßnahmen der Regierung zurückzuführen, die direkt bei den Banken ansetze.
Peking bemüht sich, durch Leitzinserhöhungen und höhere Mindestreservesätze für die Banken das Geldmengenwachstum zu drosseln, um damit inflationären Tendenzen zu begegnen. Morgen werden die Daten zum Verbraucherpreis-Anstieg im Mai veöffentlicht. Manche Analysten befürchten, dass dieser nochmals über dem bisherigen Jahreshöchstwert von 5,4 Prozent gelegen haben könnte.