199 Billionen Dollar Schulden
Lt. einer Studie von Mac Kinsey hat die Welt 199 Bio Schulden.
Im Jahr 2000 betrug die Schuldenlast 87 Bio Dollar und 2007 um die 140 Bio Dollar.
Das entspricht einer Schuldenquote von 286 Prozent, oder die Welt muss 2,86 Jahre lang arbeiten und zwar ohne Bezahlung damit wir die Schulden abgetragen haben.
Was mich an solchen Beiträgen von Mac Kinsey nervt ist die Tatsache das es eigentlich keine Schulden gibt denn diesen 199 Billionen stehen genau 199 Billionen Guthaben also Forderungen gegenüber. Man könnte ja auch Schreiben die Welt wird immer reicher nur die Verteilung der Wertschöpfung erstreckt sich auf wenige.. Diese Aussage stimmt genauso.
Weiterhin sind Schulden grundsätzlich nichts schlechtes, im Gegenteil, ohne Verschuldung gibt es kein Wachstum, niemand der investiert und etwas wagt und etwas unternimmt damit es weiter Vorwärts geht.
Alles in allem wieder so ein Angstmacherartikel. Die Menschen werden mit Angst regiert.
Das sehe ich ganz anders, siehe Schuldenberge-Thread.
Die Schulden, betrachten sollte man nicht nur die Staatsschulden, sondern auch die von Privaten, Firmen und Finanzinstituten, verteilen sich breiter als die gegenüberliegenden Vermögen. Die konzentrietren Vermögen gehen weniger in den Konsum, als wenn sie auf breitere Schichten verteilt wären.
Die Aussichten für das Wirtschaftswachstum der Industriestaaten in den kommenden Jahren sind nicht umsonst bescheiden. Nicht umsonst investieren Firmen so wenig.
Erst wenn dieser Schuldenberg kräftig gestutzt ist, wie auch immer das geschehen wird, sehen wir wirtschaftlich wieder besseren Zeiten entgegen.
zorrie
warum siehtst Du das ganz anders? Ich schreibe doch das gleiche wie Du.
Die Verteilung lässt sich im volkwirtschaftlichen 5 Kontenmodell doch klar ablesen.
Die Gewinner sind die Privaten Vermögen in den letzen 20 Jahren.
Produzierende Kapitalunternehmen haben ihre die Schuldenberge weitestgehens abgetragen,
finanzinstitute hingegen sind sogar deutlich im Plus
Der Staat hingegen ist jenigerwelche der sich massiv verschuldet hat
und das Ausland
Allein im kommenden Jahr wird unser bescheidenes Wachstum (BIP plus 1,5 Prozent) von der Verschuldungsorgie des Auslands getragen.
Wirtschaftsminister Gabriel hat dies in seiner Wachstumsprognose mit 203 Mrd. aufgeführt.
zorrie
Was die Investitionsfreudigkeit von Firmen angeht ist das auch so ein Kapitel für sich. Viele Unternehmen würden gerne mehr investieren, nur erhalten sie eben kein Geld von den Banken. Es ist leichter am Kapitalmarkt Geld zu machen als in der Realwirtschaft.
Ich bin dafür Banken wieder auf den Status zurückzuführen für den Sie gedacht sind, nämlich der Realwirtschaft zu dienen, nur sind wir da wieder beim alten Thema und er alten Laier und Scorpi würde sagen man kann ja sowieso nichts ändern. Geändert wird nur was und da hat er wohl Recht wenn uns alles um die Ohren geflogen ist und die Menschen den Versprechungen ums goldene Kalb nicht mehr glauben.
Ich vergleiche die Situation mit dem Dritten Reich. Ab 42 war klar das man den Krieg niemals gewinnen kann, aber man hat es bis zur bitteren Neige durchgezogen um seine Macht solang wie möglich zu halten und jeder der was anderes gesagt oder gewarnt hatte befand sich schnell im KZ.
Ins KZ muss Heute zum Glück keiner mehr, aber jeder welche die Politik des goldenen Kalbs kritisiet und die Umverteilung anprangert wird in die Rechte Ecke gestellt.
An den Zahlen lässt sich aber auch ablesen, dass sich das Wachstum der Verschuldung verlangsamt hat. Von 2000-2007 wuchs die Verschuldung um knapp 61%, von 2007 bis heute nur noch um rund 42%.
Ich bin nicht der Meinung, dass für Realwachstum zwangsläufig eine höhere Verschuldung nötig ist. Die Verschuldung, innerhalb der Verschuldung aber in erster Linie die Höhe des Zinses, steuert zwar die Verteilung der Einkommen, bestimmt aber nicht notwendigerweise die Wachstumsraten. Jeder Euro, der irgendwo ausgegeben wird, wird an anderer Stelle wieder eingenommen. Verschuldung führt zu steuerbarem Einkommen (erhöht also die Steuerqoute des Staates) wenn der Kredit Privaten gewährt wird. Der Geldgeber muss den Zinsgewinn versteuern, der Private kann ihn nicht absetzen. So gesehen haben wir einen Entzug an Kaufkraft durch die Steuer. Der Staat gibt das Geld aber auch wieder aus, insofern ist dies nur eine Verlagerung der Nachfrage.
Wachstum wird in erster Linie durch die Bevölkerungsentwicklung bestimmt. Nimmt der Anteil der arbeitsfähigen an der Bevölkerung zu, so entsteht in der Regel Wachstum. Wenn natürlich die Hälfte der Jugendlichen arbeitslos ist, kann kein Wachstum entstehen - könnte man jetzt sagen. Das ist richtig, dennoch ist aus der Historie heraus die Bevölkerungsentwicklung der wichtigste Faktor. Stimmen müssen allerdings die Rahmenbedingungen, sonst kann es auch bei wachsender arbeitsfähiger Bevölkerung kein Wachstum geben.
Wie heißt es doch so schön: "Geld arbeitet nicht." Das kann man auch in diesem Zusammenhang sagen, nur durch eine Erhöhung der Verschuldung und eine Ausweitung der Geldmenge werde ich kein Wachstum generieren. Es muss mir gelingen das Herr der arbeitsfähigen und arbeitenden zu erweitern, erst dann entsteht nachhaltiges Wachstum.
Die Studie von McKinsey
http://www.mckinsey.com/insights/economic_studies/debt_and_not_much_del…
zeigt, dass die Schulden in allen Bereichen - Staat, Private, nichfinanzielle Unternehmen und Finanzinstitute - stetig zunimmt.
Schulden wollen irgendwann einmal zurückgezahlt werden. Wenn damit angefangen wird, fehlt das Geld woanders. Werden die Schulden gestrichen, geschieht das nicht ohne Turbulenzen. Dieses Schema konnte man schon oft beobachten, im Kleinen (Einzelpersonen, -firmen), wie im Großen (Volkswirtschaften). Bisher wurde das aus Sicht der Weltwirtschaft immer mehr oder weniger gut von nicht Betroffenen aufgefangen.
Dieses Mal ist jedoch die ganze Welt beim Schuldenmachen dabei. Niemand kann auffangen. Die Notenbanken werden immer wilder in ihren Aktionen. In dem Moment, wo das Vertrauen in die Währungen verspielt ist, ist Ende Gelände.
Supergeil :)
DEBT BOMB - The Global Financial Crisis Stripped Bare by Dominic Frisby
http://dominicfrisby.com/films/debt-bomb-2
zorrie
Du schreibst
die Schulden in allen Bereichen - Staat, Private, nichfinanzielle Unternehmen und Finanzinstitute - stetig zunimmt.
Wenn dem so ist, wo sind dann die Gläubiger. Ohne Gläubiger, keine Schulden.
Auch im Kontext aller Nationen gilt das die Summe der Schuldner stets so hoch ist wie die Summe der Gläubiger.
Diese sogenannte Studie beleuchtet stets die Schulden aber leider nicht die dagegenstehenden Vermögen. Das passt eben nicht ins Weltbild und die Propaganda , die besagt das Schulden schlecht sind und der Staat nur Schulden produziert.
Die EZB versucht mit ihren Aktionen einer Deflation entgegenzuwirken. Das heisst Antiyaklisch vorzugehen, was auch richtig ist. Was falsch ist, ist die Tatsache warum man hier Banken dazwischenschaltet.
Es liegt nicht an der EZB,l sondern an der Politik dafür Sorge zu tragen das die Mittel dahingehen wo sie auch gebraucht werden.
Antwort auf zorrie von benedikt54
Dass die Schulden in allen Bereichen stetig zunehmen entnehme ich der Grafik.
Wo und wer die Gläubiger sind? Weis ich nicht. Aber warum ein beidseitig hohes Gewicht schlecht für die Wirtschaft und die Wirtschaftsaussichten sind, hatte ich versucht zu erläutern. Das halte ich deswegen nicht für Propaganda. Auch kann man in der Wirtschaftshistorie genug Beispiele finden, bei denen Staaten/Regionen zu hohe Schulden nicht gut bekommen sind. Irgendwann wollen die zurückgezahlt werden. Und wenn dieser Prozess in Gang kommt, will kein Gläubiger der letzte in der langen Schlange sein. Dann geht alles ganz schnell.
Deinen Vorschlag, die Banken mögen bitte ihren originären Aufgaben nachgehen, und nur diesen, erhält von mir volle Unterstützung.
zorrie
Allein die Graphik kann ja nicht stimmen wenn man das ökonomiche 5 Kontenmodell berücksichtigt. Die von Dir aufgezählten Schuldner sind noch mit dem Ausland zu ergänzen.
Wenn alle 5 möglichen Konten Schulden aufweisen die immer weiter wachsen, wer nimmt dann in der Gesamtrechnung die immer Null sein muss die Gläubigerposition ein?
Es sind die Privaten Haushalte und die Banken.
Das die Vermögen in den privaten Haushalten total asozial verteilt werden ist ja ein anderes Thema. aber nicht Umsonst liest man in Deutschland von einer massiven Zunahme der Millionäre und Milliardäre während die Bundesregierung im jährlichen Armutsbericht von einer deutlichen Zunahme der Menschen spricht welche im Präkariat leben müssen.
@zorrie
Hübsches Video. Danke hierfür;-).
Ja, stimmt alles.
Die Grafik zeigt Bruttozahlen und keine Nettozahlen. Heißt: Die Schulden, nur für sich betrachtet - Guthaben außen vor - nehmen in allen Bereichen zu. Und das wird zu Konsumverzicht weiter Teile der Bevölkerung und großen Verwerfungen generell führen.