Kobban
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

2008 - Die Favoriten von Jens Ehrhardt

Die Favoriten von Jens Ehrhardt

Jens Ehrhardt
• Geboren 1942 in Hamburg, Studium der Betriebswirtschaft in München
• 1974 Promotion, Start von Vermögensverwaltung und Börsenbrief „Finanzwoche“
• 2000 Umwandlung der Vermögensverwaltung in Dr. Jens Ehrhardt Kapital AG

focus.de (19.12.07) - Der Nebenwerte-Spezialist Ehrhardt setzt nicht mehr ausschließlich auf kleine Titel. Künftig dürften nach seiner Einschätzung die Börsenschwergewichte die Nase vorn haben.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/tid-8335/dax-prognose_aid_229985.html
und http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/tid-8335/dax-prognose_aid_229974.html)

Geschrieben von Kobban am
Profile picture for user pullPUSH
pullPUSH
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Kobban [#1]

Sehr interessant - obwohl ich höchsten Respekt vor der Leistung von Herrn Ehrhardt habe ist Deutsche Börse DE0005810055 mein short Kandiat für 2008. Ich gehe davon aus das im ersten Quartal die Kurse stark nachgeben. Wenngleich auch ausländische Investoren den Umsatzstarken Xetra anheizen können. Abwarten.

Grüße

autokor
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ pullPUSH [#2]

Würde ich intuitiv beipflichten. Die Alternativplattform Chi-X hat im November schon bei manchen Titeln 5 % des Xetrahandels abgeschnappt. Ich denke bei europäischen Blue Chips wird wohl ab Frühjahr 2008 15 % des Geschäftes dort gemacht. Spätestens Ende nächsten Jahres erlebt die europäische Börsenlandschaft die selbe Fragmentierung wie die USA. Die neuen Plattformen werden Grossteile des Volumens auf sich ziehen es sei denn die etablierten Börsen senken ihre Kosten was wiederum zu Lasten des Börsenwertes gehen müsste. Umsatzeinbussen von 15 % im Cash Equity Markt müssen erst mal durch entsprechenden Handelsvolumenanstieg ausgeglichen werden.

Fundamental gesehen könnte man folgende Profiteure: Fortis (Clearer bei Chi-x) und Lehman (grösster cash equity broker in Europa) long gehen und dagegen dt. Börse und NYSE shorten.

Grüsse

dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ autokor [#3]

"Fundamental gesehen könnte man folgende Profiteure : Fortis (Clearer bei Chi-x) und Lehman ( grösster cash equity broker in Europa) long gehen und dagegen dt. Börse und NYSE shorten."

Für ein pair-game ist die Deutsche Börse für mich auch der short Kandidat. Für einen Einzeltitel-Gucker in euro ist sie für mich ein Kaufkandidat. Wenn auch nicht -für Neueinsteiger- auf dem aktuellen Level.

Gast

Hallo,
ich muss leider mal ganz dumm fragen, über welchen Broker kann man denn bis dato über Chi-X bereits handeln? (Habe hier zum ersten mal über diese "mögliche" Konkurenz gehört.)

Auf jeden Fall wünsche ich allen noch ein paar möglichst stressfreie Vorweihnachtstage :-)

autokor
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ zendo

http://www.chi-x.com/GC_Trading_Participant.html
(Instinet)

Im Retailgeschäft ist das ganze nicht so entscheidend da hier die Brokergebühr die Börsengebühren meist massiv übersteigt und der Einspareffekt somit kleiner wäre. Andererseits gibt es keine Mindestgebühren was gerade bei kleinen Volumen ein grosser Vorteil sein kann. Zum Beispiel liegt die Mindestgebühr auf Xetra bei 60 Cent . Egal ob man für 11 € oder 5000€ handelt. (Money Management fällt also erheblich leichter)
Mittlerweile sind 3 grössere Banken angeschlossen die Teile ihres Flows darauf handeln. Mindestens 2 kommen in den nächsten 2 Monaten dazu. Bis Sommer sollte ein Grossteil der Bankenlandschaft vetreten sein. Liquidität wird zum Beispiel von Citadel gestellt. Ab dem Sommer wird dann das Bankenprojekt Turquoise an den Start gehen. Die Plattformen werden vermutlich einen Preikampf einläuten der wohl zu den Gebührenstrukturen wie in den USA führt.

Grüsse

Gast

Danke autokor für die Info.

Gut fände ich es, wenn die elenden Kursgebühren, wie z. B. für Xetra oder CME, entfallen würden. Vor allem die eventuellen Doppeltbelastungen von Broker und Chartservice find ich im Prinzip unverschämt.

Aber wir werden offtopic, daher noch die kuzre Bemerkung, das Herr Ehrhardt einer der wenigen Analysten / Trader ist, die ich schätze.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ pullPUSH [#2]

"ist Deutsche Börse DE0005810055 mein short Kandiat für 2008."

Gute Nase. Hättest Du mal geshortet.

"Fundamental gesehen könnte man folgende Profiteure: Fortis (Clearer bei Chi-x) und Lehman (grösster cash equity broker in Europa) long gehen"

Hoffentlich hast Du es nicht gemacht.

Grüße

autokor
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ scorpion

Deutsche Börse ist um ca 50 % zurückgegangen.
Lehman um 75 %
Fortis um 10 %

Aus 100 € Short in der dt. Börse wäre ein Gewinn von 50 € resultiert
aus 50 € long in Fortis wäre ein Verlust von 5 € geworden
und aus 50€ long in Lehman wäre ein Verlust von 40 geworden

Hätte sich also nicht wirklich gelohnt..

Ich selbst würde nicht langfristig und fundamental orientiert anlegen.
Der Trade ist also im Kontext zum Threadthema "Jens Ehrhardt" zu sehen.
Übrigens einer der besten Fondsmanager in Deutschland. Gerade als Makromanager sehr beeindruckend.

Grüsse

Profile picture for user pullPUSH
pullPUSH
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ scorpion260 [#8]

Ja. Hat mich selber überrasscht das ab dem 01.01.08 quasi ab dem ersten Handelstag dannach nur noch abwärts ging.

IngoM
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ autokor [#9]

Herr Erhardt hat längst von seinem Glanz verloren. Früher vor Jahren, als ich noch gelegentlich die n-tv Telebörse schaute (inzwischen längst nicht mehr), hielt ich in für seriöser als viele andere der Kategorie "Marktschreier" und hatte eine äußerst positive Meinung über ihn. Aber das wandelt sich immer mehr. Es war übrigens auch überhaupt keine Kunst, in K+S investiert zu sein. Denn nahezu alle Fonds, die sich am M-DAX orientieren, haben in den Index-Bestandteilen Positionen. Ich hatte vor einiger Zeit spaßeshalber in die Berichte von DJE-Fonds geschaut, die Positionen nach K+S sahen kaum nach einem besonderen "Commitment" aus.

Bei der Dt.Börse waren Kursverluste vorprogrammiert. Fundamental von der Profitablität ist sie zwar super aufgestellt, aber Anfang des Jahres zum Zeitpunkt des Empfehlungsdatums von Herr Erhardt war es eine Momentum-getriebene Übertreibung nach oben. Absolut keine Überraschung, dass sie wieder herunterkommen würde.

"Ich selbst würde nicht langfristig und fundamental orientiert anlegen. "

Warum nicht, könnte vielleicht die Performance deines Fonds deutlich verbessern.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ autokor [#9]

Das stimmt so nicht. Fortis stand Ende Dezember bei rund 18 €, jetzt bei knapp über 9 €, hat sich also ebenfalls halbiert.

Und wenn Du alle drei Titel mit jeweils 100 € gleichgewichtest, sieht es ganz anders aus. Dann gäbe es einen großen Gesamtverlust.

Nachträglich läßt sich alles "passendrechnen" ;-).

Das wären dann:

100 € short DB sind 50 € Gewinn
100 € long Lehman sind 75 € Verlust
100 € long Fortis sind 50 € Verlust

eingesetztes Kapital 300 €, GuV 50-125 € = -70 €.

entsprechen einer Performance von -23,33 %.

Richtig in die Kacke gegriffen hätte aber dafür dhp05.

Auch wenn er die gleiche Konstellation wie Du favourisiert hat/hätte, ging er noch von einer Dt. Börse als Euro-Long-Kandidaten aus (warum auch immer).
Das hätte dann ein noch schlimmeres Ende gegeben.

Gruß

IngoM
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Kobban [#1]
Bzgl. Bilfinger+Berger und Dt.Börse hat Herr Erhardt nichts anderes gemacht, als seine größten Positionen in den Fonds empfohlen.

Beispiel: Gewichtung im Fonds DJE-Absolut 31.12.2007
Bilfinger+Berger 4,26%
Dt. Börse AG 5,67%

DJE-Alpha Global:
Bilfinger+Berger: nur 2.92%
Dt. Börse AG 6%

Im Fonds Dividende + Substanz dagegen hatte er die Dt.Börse zum 31.12.2007 nicht drin. Völlig klar, Herr Erhardt ist Vollprofi, kein Anfänger, dass die Dt.Börse überteuert war, wusste er natürlich.
Bilfinger+Berger in diesem Fonds damals mit 4,23% gewichtet

autokor
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ scorpion260 [#12]

Du müsstest in Deiner Rechnung die beiden Longs zusammen mit je der Hälfte des Shorts ansetzen um ein ausgeglichenes Portfolio zu bekommen.

@ IngoM

Ich halte ihn ja für einen guten Makro Manager nicht Mikro Manager . In der deutschen Szene gibt es kaum jemand der die weltweiten Volkswirtschaften und die daraus resultierenden Kapitalströme besser einschätzen kann. Seine Qualitäten in der "Bottom-Up-Analyse" kenne ich nicht.

Grüsse

IngoM
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ autokor [#14]
"Ich halte ihn ja für einen guten Makro Manager nicht Mikro Manager "

stimmt, da habe ich nicht genau gelesen. Halte ihn ebenfalls für einen sehr guten Makro Manager.

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ autokor [#9]

"Deutsche Börse ist um ca 50 % zurückgegangen.
Lehman um 75 %
Fortis um 10 %"

Wo hat er denn Lehman und Fortis empfohlen ? Als Favoriten in [#1] hatte er empfohlen:

Investiert in folgende Werte...................ISIN

Bilfinger Berger....................................DE0005909006
Deutsche Börse...................................DE0005810055
Syngenta............................................CH0011037469
Gold-Quanto........................................DE000DR0DCB3
Lyxor ETF Brazil..................................FR0010408799

Letztendlich ist das aber auch kein guter Vergleich, sondern eine Tagesempfehlung für einige Wochen, vielleicht einige Monate.

@ scorpion260 [#12]

"100 € long Fortis sind 50 € Verlust"

Wie das wenn der Kurs nur 10 % gefallen ist ?

Besser aber obige 5 Empfehlungen nachrechnen und auf einem Vergleichsindex beziehen.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Richard Ebert [#16]

Der Kurs von Fortis hat sich seit Ende Dezember rund halbiert.

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ scorpion260 [#17]

"Der Kurs von Fortis hat sich seit Ende Dezember rund halbiert."

Autokor schrieb 10 % Verlust:

"Deutsche Börse ist um ca 50 % zurückgegangen.
Lehman um 75 %
Fortis um 10 %"

Nur: Unter seinen Vavoriten im Eingangsbeitrag sehe ich diese Aktien nicht. Denkfehler von mir ?

IngoM
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Richard Ebert [#18]

Nur: Unter seinen Vavoriten im Eingangsbeitrag sehe ich diese Aktien nicht. Denkfehler von mir ?

kein Denkfehler. Die Idee "Short Dt.Börse", "Long Fortis und Lehman" kam von Autokor in [#3] vor dem Hintergrund, dass Herr Erhardt die Dt.Börse AG zu seinen Aktien-Favoriten für 2008 zählte.

Klar, ein Long-Engagement Fortis hätte sich als verheerend herausgestellt, aber so einfach war die Sache auch nicht. Wäre die Finanzkrise weniger stark ausgefallen, hätten die Idee aufgehen können. Mich selber hat es zwar nicht mit Fortis und Lehman erwischt, dafür kam ich mit der Allianz SE unter Druck.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Richard Ebert [#18]

IngoM hats schon erklärt.

Grüße

dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ autokor [#9]

der spread +fortis/-deutsche börse ist doch im Plus.

Allg.

Ein lehman long engagement aus dem oben genannten Grund hätte doch sein Ende gefunden, dann, als feststand, dass lehman ganz anderes bewegt, als ein interner Wettbewerb mit der Deutschen Börse.

@ scorpion260 [#12]

"Richtig in die Kacke gegriffen hätte aber dafür dhp05.

Auch wenn er die gleiche Konstellation wie Du favourisiert hat/hätte, ging er noch von einer Dt. Börse als Euro-Long-Kandidaten aus (warum auch immer).
Das hätte dann ein noch schlimmeres Ende gegeben."

Da atand bei mir aber schon "nicht auf diesem level)

in nem ähnlichen thread, kann ich erinnern, nannt ich meine Kaufzone 85-90.

mit euro-long hat das auch nichts zu tun. euro meint da mehr euro-zone, und dort die suche nach einem möglichen long-kandidat. Gedanke war, börse geht immer, auch wenn Aktien bei hohen Umsätzen fallen.

Falsch gedacht! spread ging schon auf dem Weg nach oben kaputt!

Global_2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ IngoM [#11]

"Von seiner einstigen Lieblingsaktie K+S hat sich Ehrhardt weitgehend getrennt."

---

Marktprognosen: Jens Ehrhardt setzt auf Cash

Von Wolf Brandes

Börse Online (24.09.08) - Der Fondsmanager Jens Ehrhardt beurteilt die Aussichten für die Märkte negativ. Der Münchner Vermögensverwalter sieht vereinzelte Chancen nur in Asien sowie im Rohstoffsektor und will verstärkt Gold kaufen. Von seiner einstigen Lieblingsaktie K+S hat sich Ehrhardt weitgehend getrennt.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://de.biz.yahoo.com/24092008/344/marktprognosen-jens-ehrhardt-cash.html)

Global_2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Vermögensverwalter Jens Ehrhardt rechnet mit jahrelanger Krise
Von Frank Stocker 25. September 2008, 03:32 Uhr

Der bekannte Fondsprofi sieht für die USA auch 2009 und 2010 keine Besserung - Lichtblicke nur bei Anlagen in Schwellenländern, Gold und Nahrungsmitteln

Frankfurt/Main - Er gehört zu den besten seiner Zunft, auch in der aktuellen Krise. Sein weltweit anlegender Fonds "Substanz und Dividende" gehört beispielsweise zu den besten zehn Prozent der entsprechenden Vergleichsgruppe. "Wir hatten rund 50 Prozent in Cash", nennt Vermögensverwalter Jens Ehrhardt als einen Grund. Dadurch konnte er die Verluste begrenzen - aber eben nicht völlig vermeiden. Auch seine Fonds haben in der Krise kräftig verloren. "Aber noch mehr Cash zu halten, wäre kaum zu vermitteln gewesen."

Und Ehrhardt ist eher pessimistisch, wenn es um die weiteren Aussichten für die Finanzmärkte geht. "Die aktuelle Baisse ist am besten mit der Krise der 30er-Jahre und den Entwicklungen in Japan nach dem Platzen der Immobilienblase Ende der 80er-Jahre zu vergleichen." In beiden Fällen war die Ursache eine Verschuldungskrise.

Und auch in den vergangenen Jahren haben die Amerikaner ihr Wachstum über das Schuldenmachen angetrieben. "Allein die Konsumenten haben sich jedes Jahr um zehn Prozent mehr verschuldet", sagt er. Dieser Schuldenberg muss nun abgetragen werden. "Das wird nicht in einem Jahr vorbei sein."

Denn es müssen nicht nur die alten Schulden beglichen werden. Gleichzeitig könnten auch weniger neue Schulden gemacht werden - einerseits, weil die Banken weniger Kredite vergeben, andererseits, weil die Konsumenten keine weiteren Belastungen stemmen können. All dies drückt auf die Konjunktur - und da kann auch das 700 Mrd. Dollar schwere Rettungspaket der US-Regierung für die faulen Kredite der Banken nicht helfen. Denn dieses verhindert zwar den Zusammenbruch des Finanzsystems, stützt aber nicht die Konjunktur. Die Gewinnerosion der Unternehmen wird nicht aufgehalten. "Hoffnungen auf Besserung in den Jahren 2009 oder 2010 sind falsch."

Doch wenn es so dramatisch um die Finanzmärkte steht, warum hängt ein Vermögensverwalter dann nicht gleich seinen Job an den Nagel? Immerhin sieht auch Ehrhardt einige wenige Lichtblicke. Ein Punkt ist, dass die Verkäufer an den Aktienmärkten inzwischen weniger werden. "Die Ausländer, die zuletzt rund drei Viertel der Dax-Aktien besaßen, haben mittlerweile so viel verkauft, wie sie seit 2003 gekauft hatten." Sie haben Gewinne mitgenommen oder mussten verkaufen, weil sie Liquidität benötigten. Diese ausländischen Verkäufer tauschten ihre Erlöse in Dollar, was zuletzt zu dem drastischen Anstieg des Dollarkurses führte. Wie an der Entwicklung der Devisenkurse in den vergangenen Tagen abzulesen war, wurde dieser Trend aber inzwischen gestoppt. Dennoch erwartet Ehrhardt nun keinen neuen Boom, sondern allenfalls eine lang anhaltende Seitwärtsbewegung mit zeitweiligen kurzen Rallyes.

Er glaubt jedoch, dass sich die Schwellenländer wenigstens teilweise von der Krise abkoppeln können. "Die Binnenwirtschaft in Asien sieht immer noch blendend aus", sagt er. Allein in China wachse der Konsum nach wie vor um 20 Prozent pro Jahr. Zudem gebe es in den Schwellenländern noch einen enormen Bedarf bei der Infrastruktur. "Und diese Länder haben auch das Geld, um entsprechende Investitionen zu tätigen." In seinem Fonds "Substanz und Dividende" hat Ehrhardt daher zuletzt den Fokus verstärkt auf Asien verschoben und die Investitionen dorthin verlagert.

Der Investitionsboom in Asien werde zudem positiv auf die Rohstoffpreise wirken, glaubt er. Vor allem aber sieht er Gold als eine wichtige Ergänzung für das Portfolio. Dafür spreche nicht nur die Finanzmarktkrise. "Der Goldmarkt ist auch erstaunlich eng, so dass der Preis ganz schnell auf 1500 Dollar je Unze steigen könnte, wenn es mal einen richtigen Run auf Gold gibt."

Schließlich hält er auch das Thema Nahrungsmittel für ein Thema mit Zukunft für Anleger. "Die Agrarpreise dürften weiter steigen, wenn die Nachfrage aus den Schwellenländern weiter steigt." Davon profitieren dann nicht nur die Agrarrohstoffe selbst, sondern auch all die Firmen drum herum, vom Saatguthersteller bis zum Düngemittelproduzenten. Von einem seiner Lieblingswerte der vergangenen Monate, dem Düngemittelhersteller K + S hat sich Ehrhardt allerdings schon vor einigen Wochen verabschiedet. "Die Aktie war einfach überbewertet." Auch mit dieser Einschätzung hat er Recht behalten, wie die Entwicklung des Papiers zuletzt zeigte.

http://www.welt.de/welt_print/article2489965/Vermoegensverwalter-Jens-Ehrhardt-rechnet-mit-jahrelanger-Krise.html

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Global_2 [#23]

"Die Ausländer, die zuletzt rund drei Viertel der Dax-Aktien besaßen, haben mittlerweile so viel verkauft, wie sie seit 2003 gekauft hatten."

Ja, das interessiert mich ja schon, wie man das so sehen kann. Ich bekomm ja bloß die Volumedaten, kann aber nicht sehen wer da was ge- oder verkauft hat. Wie machen die das immer? Muss ich jeden einzelnen Quartalsbericht der Fonds durchgucken um zusammen zu rechnen wer noch wieviel besitzt?

Gruß

tomxy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

"Ja, das interessiert mich ja schon, wie man das so sehen kann. Ich bekomm ja bloß die Volumedaten, kann aber nicht sehen wer da was ge- oder verkauft hat. Wie machen die das immer? Muss ich jeden einzelnen Quartalsbericht der Fonds durchgucken um zusammen zu rechnen wer noch wieviel besitzt?"

Angaben dazu findest du in den Monatsberichten der deutschen Bundesbank. Wobei mir die oben aufgeführten Zahlen schon merkwürdig vorkommen. Im letzen Monatsbericht wurden die Aktienverkäufe von Ausländern mit 4 Mrd ausgewiesen. Da ich in den Bericht nur sporadisch ab und an mal reinschaue kann ich jetzt gar nicht einschätzen ob 4 Mrd eine nennenswerte Schwankung der Ausländeraktivitäten darstellen.

peterg
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ tomxy [#25]

Grüß Gott,
können Sie bitte einen Link auf diese Daten angeben.
Dank

Gruß
Peter

tomxy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ peterg [#26]

Aber gern.

http://www.bundesbank.de/volkswirtschaft/vo_monatsbericht_2008.php

Im Septemberbericht auf Seite 48* (entspricht 122 im pdf) findet man die aktuelle Zahl.

Gruß Thomas

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ tomxy [#27]

Super vielen Dank. Die Dinger lade ich mir seit Monaten runter (und lese sie auch ab und zu), aber das ist mir noch nie aufgefallen. Peinlich.

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?