dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

AAA's "Zwischentauschmittel" , was ist das?

ich wahle mal die neue Überschrift, weil ich AAA vor Pfingsten eine Antwort für nach Pfingsten angekündigt hatte. Aber den thread nicht mehr finde.

Im einfachsten Fall:

Wenn ich Stuhl gegen Tisch tauschen will, stell ich fest, im tisch steckt mehr Arbeit drinnen, so einfach ist also Stuhl gegen Tisch nicht zu tauschen. Und Material, welches auch einen vorbereitet hat, steckt auch mehr drinnen.

Also müssen verschiedenene Ungleichgewichte in Arbeit/Material in ein Maß gesetzt werden. Dieses Maß kann ausgedrückt werden in Geld. Geld ist dabei nur eine Einheit, die eben die verschiedenen Verhältnisse (Arbeitszeit, Materialmenge) zurechtrückt.

Dann läßt sich an diesem maßstab wirklich alles messen.

Dann hast du diesen Zettel, der als Zettel aus dem Nichts kommt, der einfach nur den ausgleich zwischen unterschiedlichem Zeitaufwand und unterschiedlichem Materialaufwand für ein Tauschteil in ein Verhältnis zu einem anderen Tauschteil setzen soll.

Dann tauschen halt Menschen ihre Leistung aus, und drücken bei Differenzen diesen in Noten aus, die sich verrechenen lassen.

Dafür reicht der unter den Begriff "Geld" Maßstab zwischen den Gütern allemal aus.

Da braucht der Begriff Geld auch keinesfalls mit Gold unterlegt sein.

(Da gibt es Situationen im wirtschaften, einmal war Gold billig zu räubern, einmal wars teuer zu schürfen, einmal wirkte es dann inflationär, einmal andersrum)

Also: Obs ein Geld gibt als Maßstab, oder eines der anderen Materialien, oder eben Papiergeld: Das ist völlig Wurst!

Wenn du nur Tauschen willst.

Aber das will keiner! Du, soweit ich dich kenne, auch nicht.

Tauschen ist nonprofit!

Du hängst hier rum wegen Profit!

Und Profit schließt Tauschen aus!

Wie Geld sonst noch so wirkt, und wie du versuchst davon zu profitieren, und wie abwegig das von deinen geträumten dm-werner ideen ist, morgen mehr.

Geschrieben von dhp05 am
AAA
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12 Jahre 6 Monate

@ dhp05 [#1]
Vielleicht hier:
Thema: Die Problematik unseres heutigen Geldsystems
http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=188659&CP=0&F=47

Steelskin
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12 Jahre 6 Monate

Profit schliesst Tauschen aus!

Verstehe ich nicht.
Durch das Tauschen kann doch Profit entstehen und natürlich auch Verlust.

Ob ich nun Währungen tausche, Währung in Aktien oder was auch immer, es findet immer ein Tausch statt, bei dem aber eine Seite durch geschicktes handeln im Vorteil sein kann.

Gast

@ dhp05 [#1]

Also müssen verschiedenene Ungleichgewichte in Arbeit/Material in ein Maß gesetzt werden. Dieses Maß kann ausgedrückt werden in Geld. Geld ist dabei nur eine Einheit, die eben die verschiedenen Verhältnisse (Arbeitszeit, Materialmenge) zurechtrückt.

Dann läßt sich an diesem Maßstab wirklich alles messen.

Dann hast du diesen Zettel, der als Zettel aus dem Nichts kommt, der einfach nur den ausgleich zwischen unterschiedlichem Zeitaufwand und unterschiedlichem Materialaufwand für ein Tauschteil in ein Verhältnis zu einem anderen Tauschteil setzen soll.

Dann tauschen halt Menschen ihre Leistung aus, und drücken bei Differenzen diesen in Noten aus, die sich verrechenen lassen.

Dafür reicht der unter den Begriff "Geld" Maßstab zwischen den Gütern allemal aus.

Da braucht der Begriff Geld auch keinesfalls mit Gold unterlegt sein.

Also: Obs ein Geld gibt als Maßstab, oder eines der anderen Materialien, oder eben Papiergeld: Das ist völlig Wurst!

Wenn du nur Tauschen willst.

Hallo,

jein möchte ich sagen, Geld ist doch in erster Linie ein Wertaufbewahrungs-, Wertmessmittel und Zahlungseinheit zwischen handelnden/tauschenden Menschen/Unternehmen. Leider ist dieses Geld ein Schuldgeldsystem und mit Zins, Zinseszins belastet, vgl. hierzu gute Fachliteratur. Eine Abschaffung des Geldsystems würde zwar wieder den reinen Tausch von Waren und Dienstleistungen bedeuten aber auch dessen "Unflexibilität" aufzeigen wenn die andere Person mein Tauschangebot gerade nicht oder gar nicht benötigt, es gibt z.B. Südseeinseln die haben sich auf seltene und in deren Augen wertvolle Muscheln als Tauschmittel geeinigt und es wird von allen Akzeptiert, es muss kein Papiergeld sein ;)

Ein Problem der heutigen Zeit ist doch das Geld neben der oben angesprochenen Funktion in größerer vorhandener Menge bei einer Person/Unternehmen/Staat auch eine Ware/Rohstoff darstellt bis hinauf als Machtmittel fungiert neben der Schuld- und Zinsbelastung. Auch eine andauernde Geldschöpfung aus dem Nichts der Banken ist ungesund.

Im Prinzip, wie ich hier schon mal geschrieben habe, müsste ein Geld/Geldsystem neu erfunden werden das diese Ungleichheiten und Belastungen besser meistern kann und wenn eine Währung für das Einkaufen im Supermarkt neben einer für die Gehälter/Renten und wieder einer extra Währung für den Börsenhandel usw. parallel geben würde, den fällt irgendwo in der Börsenwelt mit Währung X etwas um dann ist in der Einkaufswährung Z im Supermarkt das Einkaufen weiter gewährleistet, dies ist nur eine bildliche Darstellung einer von x-beliebigen Varianten um das System neu zu gestalten.

Oder wir bezahlen alles in kleinen Gold- und Silbermünzen während Börsen- und Immobiliengeschäfte weiterhin in Euro abgewickelt werden oder es kommt eine große weltweite Einheitswährung für alle gleichermaßen gültig, wie oben geschrieben es gibt viele Varianten neben der Abschaffung des Gelds und Einführung des reinen Tauschhandels.

Die MEnschheit ist Aufgefordert das für alle am fairsten ausgestaltete System umzusetzen und nicht eins das nur wenigen wirklich Gewinn bringt!

Beste Grüße

Roti

dhp05
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@ Roti [#4]

"Wie Geld sonst noch so wirkt, und wie du versuchst davon zu profitieren, und wie abwegig das von deinen geträumten dm-werner ideen ist, morgen mehr."

Das schrieb ich heute nacht. Aus morgen wird nun Montag. Und gehe dann auch auf #3 und #4 ein.

Auf was ich am Ende hinaus will; den widerspruch in AAA's Argumenten aufzeigen, wenn er zum einen mit dem sog "Geldsystem" aufräumen möchte, zum anderen aber mit Geld aus diesem Geldsystem die Leute mit einem Grundeinkommen beglücken möchte.

schönes Wochenende erstmal.

Ich tausche nun Arbeit gegen Freizeit.

AAA
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12 Jahre 6 Monate

@ dhp05 [#5]
"Wie Geld sonst noch so wirkt, und wie du versuchst davon zu profitieren, und wie abwegig das von deinen geträumten dm-werner ideen ist, morgen mehr."... widerspruch in AAA's Argumenten...
Ich tausche nun Arbeit gegen Freizeit.

Ja, ruhe dich erst mal aus ;)

Also, das alles Geld Schuld/Kredit ist und dafür ständig Zinsen bezahlt werden müssen, die das Volk erarbeiten muss, sind wir uns doch einig?

Das klingt mir aber nicht nach einem "Zwischentauschmittel"....
Apropos dm-Werner:
So... nun kam ich auf die Idee - weil ich das Grundeinkommen interessant finde - dass man den Spieß auch umdrehen könnte und mit diesen "Zinsspielen" die die Staatsschulden nur in die Höhe treiben, das Grundeinkommen finanziert. Also, anstatt die Geldschöpfung den Banken zu überlassen, wird einfach ein Grundeinkommen ans Volk ausgezahlt, als Geldschöpfung. Wenn nun die Leute immer noch angst haben, dass dann niemand mehr arbeiten würde, sieht das Argument für mich wie die "Zeitverzögerungen im Regelmechanismus zwischen Angebot, Nachfrage" des Schweinezyklus* aus. Das ist nicht sehr weit gedacht!
Auf eine Angebotslücke wird wohl immer eine Produktion folgen. Unangenehme Arbeiten müssen dann höher bezahlt, oder automatisiert werden...

*Schweinezyklus http://de.wikipedia.org/wiki/Schweinezyklus

@ Roti [#4]
extra Währung

Da gab es mal den Vorschlag für eine globale "Verrechnungswährung", find grad nicht wie die heißen sollte. Es war nicht der ECU.

Die MEnschheit ist Aufgefordert das für alle am fairsten ausgestaltete System umzusetzen und nicht eins das nur wenigen wirklich Gewinn bringt!

Ich denke sowas wie der Chiemgauer http://de.wikipedia.org/wiki/Chiemgauer geht in die richtige Richtung.

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ AAA [#6]

Ich hatte schon mal gefragt, aber keine Antwort erhalten:
wie bezahlt man mit dem Chimgauer den Großhändler in Hamburg, die Orangen aus Spanien, und das Einsenerz aus Australien?

Marzell
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ AAA [#6]

laut Wikipedia: ...Die wirtschaftliche Abwicklung obliegt seit 2008 der Sozialgenossenschaft Regios, ideeller Träger ist der Chiemgauer e. V. mit 3.000 Mitgliedern."

Der Verein muss im Geld schwimmen, wenn er dem Publikum die bunten Papierchen verkaufen darf, sie aber nciht zurücknehmen muss.

Jedem Dorf seine Währung!

Marzell

AAA
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Asamat [#7]
Mit dem globalen Chiemgauer, den ich nächste Woche in Umlauf bringe (der heisst dann AAA). ;) Im ernst, im Bereich Biohandel/Trade Fair, den Non-Governmental Organizations NGOs etc. kann ich mir das global vorstellen (Ich habe ein paar Jahre mit Biohandel zu tun gehabt).
Weltleitmesse für Bio-Produkte: http://www.biofach.de/en/default.ashx

Wenn Müller Milch für seine genMilch http://de.wikipedia.org/wiki/Gen-Milch Euro will stört mich das nicht.
Ein bischen Zeit braucht es halt noch (der Chiemgauer wurde ja erst im Januar 2003 durch ein Schülerprojekt einer 10. Klasse gestartet. Aber anfang 2010 wurde das Regiogeld von 565 Unternehmen akzeptiert und von 3.000 Mitgliedern genutzt.)

Und wenn wegen Währungsreform in den normalen Läden nichts mehr geht, dann fährt der Lastwagen vom Bio Großhändler in Hamburg, mit BioDiesel vom BioBauern, nach Chiemgau...

Asamat, die einzige Frage ist doch nur, ob man will! Wenn politisch nichts wirklich nachhaltig befriedigendes kommt, dann werden sich immer mehr Alternativen bilden UND vernetzen! Auch global! Und wie gesagt, wenn Müller Genmilch einen anderen Begriff von Nachhaltigkeit hat und nicht mitmachen möchte, ist es mir auch recht. Kann er ja mit Monsanto zusammen zusätzlich zum patentierten Saatgut eine patentierte Komplementärwährung* erfinden.

Komplementärwährung* und Japan
http://de.wikipedia.org/wiki/Komplement%C3%A4rw%C3%A4hrung
Zitat:
"Die anhaltenden wirtschaftlichen Probleme seit 1990 haben in Japan zu einer gesetzlichen Lockerung zum Erproben von Komplementärwährungen geführt. Den größten Anschub dafür gab es 1995 nach dem schweren Erdbeben in Kōbe. Die Regierung war mit der Bereitstellung finanzieller Hilfen überfordert. So entstanden zahlreiche lokale Selbsthilfe-Organisationen, die eine landesweite Hilfe ermöglichten. Das traditionelle Ehrgefühl der Japaner sieht vor, fremde außerfamiliäre Hilfe zu belohnen. So entwickelten sich daraus verschiedene „Fureai-Kippu-Systeme“, lokale Netzwerke auf gemeinnütziger Basis, in denen geleistete soziale Pflegedienste wahlweise in Yen ausgezahlt oder auf einem Zeitkonto gutgeschrieben werden. Man kann die eigene Zeitgutschrift auch auf hilfebedürftige Familienmitglieder übertragen, wenn man sie selbst nicht benötigt.

In den folgenden Jahren entstanden zahlreiche Währungskombinationen in unterschiedlicher Form und für verschiedene Zwecke wie Bildung, Umweltschutz, Nachbarschaftshilfe, Katastrophenschutz, biologischen Lebensmittelanbau und diverse Maßnahmen zur Bewahrung kultureller Werte, wie Theater- und Musikaufführungen. Sie alle bilden ein großes Experimentallabor mittelfristiger Projekte zur Erforschung der geeignetsten Modelle. Im August 2002 verkündete der Wirtschaftsminister Takenaka seine Ansicht, dass der Einsatz von Komplementärwährungen Japan aus der Deflation befreien würde, weil auf diese Weise endlich wieder Geld auf lokaler Ebene bereitstünde.

Der japanische Autor und Wirtschaftsanalytiker Eiichi Morino vergleicht die Komplementarität zwischen dem Yen und den lokalen Zweitwährungen mit dem Yin-und-Yang-Prinzip:

Deshalb sagen wir, dass eine gut funktionierende Wirtschaft aus Yin-Wirtschaft und Yang-Wirtschaft besteht. … Die bestehende Wirtschaft ist jedoch nur als Yang-Wirtschaft konzipiert. … In diesem Sinne kann man die Lokalwährung als Yin-Wirtschaft verstehen. … Die Yin-Wirtschaft und die Yang-Wirtschaft müssen ineinandergreifen, und so wie das Blut im Körper zirkuliert, sollte auch das Geld in der Wirtschaft zirkulieren."

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ AAA [#9]

"die einzige Frage ist doch nur, ob man will! "

So,so. Ich will durch Trading reich werden. Es gibt da blöderweise noch eine zweite einzige Frage: ob's funktioniert.

Globale Weltwirtschaft, Handelsbilanzen zwischen Völkern, Bilanzen von Konzernen, globale Supply Chains, und - ja, auch das - unser Geldsystem sind ein klein wenig komplizierter, als es sich vielleicht Schüler der 10. Klasse vorstellen können. Ich will Dir nicht Deinen Glauben an das Gute und Einfach enehmen, aber die bunten Zettel als Währung sind ziemlich naiv.

Wenn die Schüler der zehnten Klasse ein neues Rechtssystem konstruiert hätten, wäre vielleicht soetwas wie die zehn Gebote heraus gekommen, aber kein BGB. Mit den Geboten kann man einen altägyptischen Stamm regieren, aber keine moderne Volkswirtschaft regeln. Analog kann man mit den Zetteln vielleicht eine Wirtschaft auf dem Niveau griechischer Stadtstaaten mit Geld versorgen. Aber die verhält sich zu unserer modernen Wirtschaft wie ein Bobby Car zu einem Formel-1-Auto.

AAA
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Asamat [#10]
So,so. Ich will durch Trading reich werden. Es gibt da blöderweise noch eine zweite einzige Frage: ob's funktioniert.

Du weißt was ich meine! ;) Wo ein Wille ist ist auch ein Weg. Natürlich setze ich voraus, dass da wirklich ein Wille ist und nciht nur ein bequemer undifferenzierter Wunsch. Denn sonst funktionierts wohl nicht, da stimmen wir überein. Aber dieser Unterschied ist doch wichtig.

@ Asamat [#10]
die bunten Zettel als Währung sind ziemlich naiv.

Die bunten Zettel, was sind in deinen Augen Euro und Dollar? ;)
Bild entfernt.
Vielleicht sind sie nicht besonders hübsch! Aber:
Die Scheine im Wert von 1, 2, 5, 10, 20 und 50 Euro verfügen über 14 Sicherheitsmerkmale. So sind die Scheine einzeln nummeriert und mit einem Barcode zur Prüfung versehen. Sie verfügen über ein echtes Wasserzeichen, sind mit einer Guillochen- und Kopierschutztechnik versehen und zeigen UV-Merkmale zur Prüfung mit Geldprüfgeräten.http://de.wikipedia.org/wiki/Chiemgauer#Sicherheitsmerkmale
Für bunte Zettel ist das doch schon recht nett. Aber da liegt doch nicht das Problem? Bei Bedarf wird der Sicherheitsaspekt erhöht.

@ Asamat [#10]
die bunten Zettel als Währung sind ziemlich naiv.

Das Chiemgauer Regiogeld gibt es auch in bargeldloser Form, dem elektronischen Chiemgauer.
Die Chiemgauer-Initiative kooperiert bei der Kontoführung und der Zahlungsabwicklung mit regionalen und ethisch-ökologisch orientierten Banken.

... Die Mitgliedschaft dient zur rechtlichen Abgrenzung gegenüber dem gesetzlichen Zahlungsmittel und zur Anwendung der vereinsinternen Regeln. Die Idee dahinter ist eine direktdemokratische Selbstverwaltung der Initiative.
http://de.wikipedia.org/wiki/Chiemgauer

@ Asamat [#10]
Aber die verhält sich zu unserer modernen Wirtschaft wie ein Bobby Car zu einem Formel-1-Auto.

Auf was bezieht sich deine Kritik? Auf das Konzept? Weil es bisher zur Größe der modernen Wirtschaft nur ein relativ kleines Projekt ist?
Was ist denn Geld? Geld "Zwischentauschmittel" sollte doch eigentlich eine einfache Sache sein, sie wird nur kompliziert und undurchsichtig gemacht. Und meiner Meinung nach, mit Absicht!
Mach doch mal ein paar Vorschläge. Bei dm müßte man anfangen können. Ich weiß nicht, ob da was geplant ist, mit Komplementärwährung.

dm: Im Geschäftsjahr 2008/2009 (30. September) wurde ein Gesamtumsatz von 5,2 Milliarden Euro angegeben, davon 3,75 Mrd. Euro in Deutschland. Insgesamt hatte das Unternehmen 33.584 Mitarbeiter und 2.221 Filialen in Deutschland und zehn weiteren europäischen Staaten...
http://de.wikipedia.org/wiki/Dm-drogerie_markt

Das lustige ist ja, der Chiemgauer wird einfach durch Tausch geschöpft. Eine "Währungsumstellung" hat begonnen... ;)

@ Asamat [#10]
wie ein Bobby Car zu einem Formel-1-Auto.

Ich glaube, wenn man sich der Sache politisch, akademisch intellektuell mit Nobelpreisträgern etc etc. (wobei ich generell nichts gegen diese leute habe) zu nähern versucht, gehts doch wieder an der Praxis vorbei, bzw. man kommt nicht zu Potte.

Weltwährung wird die abstrakte Idee einer weltweit gültigen Währung verstanden, mit der manche Ökonomen das derzeitige Weltwährungssystem ersetzen wollen. Als mögliche Namen für die Gemeinschaftswährung kursieren u. a. Globo und Terra. Zu ihren prominentesten Befürwortern gehören der ehemalige Vorsitzende der Federal Reserve, Paul Volcker und der Wirtschaftsnobelpreisträger Robert Mundell. Aufgrund großer Bedenken der meisten Ökonomen, vor allem jedoch aufgrund fehlender politischer Unterstützung erscheint die Einführung einer Weltwährung in den kommenden Jahren und Jahrzehnten fast unmöglich.
http://de.wikipedia.org/wiki/Weltw%C3%A4hrung

Na sag ich doch! ;) Also, warum nicht regional klein anfangen, dort wo die Bedürfnisse der Menschen real jeden Tag auftreten? Intellektuell auf dem Reißbrett wird kein neues praktisches und nachhaltiges Finanzsystem entworfen, glaube ich nicht.

Als Akademiker darf man sich halt nicht zu schade sein, die "intellektuellen Hände" schmutzig zu machen, mit solche "naiven" Projekten wie dem Chiengauer. ;)

Aber bisher war ich mir ja auch eher zu schade... ;)

Gast

@ AAA [#6]

Im Prinzip, wie ich hier schon mal geschrieben habe, müsste ein Geld/Geldsystem neu erfunden werden das diese Ungleichheiten und Belastungen besser meistern kann und wenn eine Währung für das Einkaufen im Supermarkt neben einer für die Gehälter/Renten und wieder einer extra Währung für den Börsenhandel usw. parallel geben würde, den fällt irgendwo in der Börsenwelt mit Währung X etwas um dann ist in der Einkaufswährung Z im Supermarkt das Einkaufen weiter gewährleistet, dies ist nur eine bildliche Darstellung einer von x-beliebigen Varianten um das System neu zu gestalten.

und

extra Währung

Da gab es mal den Vorschlag für eine globale "Verrechnungswährung", find grad nicht wie die heißen sollte. Es war nicht der ECU.

wir werden nicht nur eine extra Währung je nach Zweck bekommen sondern auch eine Bankentrennung je nach Geschäftsausrichtung. Wobei dies aber eher unwahrscheinlich ist, die werden den Euro mit allen Mitteln verteidigen ...

Zitat Mr. Roubini
So schlägt Roubini eine Neuordnung des Bankensystems vor. Die Geldinstitute sollten in drei Klassen - Geschäftsbanken, Investmentbanken und Hedgefonds - aufgeteilt werden. Diese drei Bank-Typen sollten untereinander keine Geschäfte mehr machen. Damit würden Brandmauern errichtet, die verhindern, dass eine Pleite-Bank andere Geldinstitute und das ganze System mit in den Abgrund zieht. Kleinere Banken könnten so zerschlagen werden ohne systemische Risiken.
Zitat Mr. Roubini Ende

Quelle: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_439560

Beste Grüße

Roti

dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ AAA [#6]

"Also, das alles Geld Schuld/Kredit ist und dafür ständig Zinsen bezahlt werden müssen, die das Volk erarbeiten muss, sind wir uns doch einig?"

"ständig bezahlen" ist die Hälfte eines Buchungssatzes (Von An) der auf der anderen Seite die Ergänzung hat "ständig 'kassieren'"

Und auch "Schuld" braucht ein Gegenkonto zum verbuchen. "Vermögen"

Wir sind uns einig, dass Geld nicht (nur) ein unscheinbares Stückchen Papier ist, welches den Naturalhandel erleichtert. sondern selbst ein Gut, welches einen Preis hat, der wie alle anderen Preise in Geld ausgedrückt wird.

Geld ist eine Ware. Eine Ware, mit der du jeden Tag, so will ich annehmen, trefflichst handelst.

Dein Motiv ist, wie bei jedem anderen Handelnden, und handle er auch nur Bananen, mehr von dieser Ware Geld zu bekommen.

Täglich realisierst du, das Geld natürlich nicht nur ein (Zwischen?)tauschmittel ist, auch nicht "nur sein soll".

Und es wird auch nicht zum außschließlich Tauschmittel, wenn du euro durchstreichst und chiemgauer draufschreibst. Weil dieses ganze nette Zeugs, was du mit dem Chiemgauer zahlen kannst, weiterhin darauf berechnet ist, dass für den Verkäufer des Zeugs ein Profit sich realisiert , wenn du den Preis, den er draufmalt (dann halt mit chiemgauer) bezahlst.

Mit Einführung des chiemgauers schaffen die Nutzer und Tauscher nicht den Kapitalismus ab. Und im Kapitalismus gibt es das Geld nicht nur als eine feine Sache, die den Austausch ermöglich, sondern gibt es Geld als Maß, wie dem einzelnen die Bereicherung geglückt ist.

Das wird sich mit dem Chiemgauer nicht ändern.

Mit dem einen Blick in seinen Geldbeutel und dem anderen aufs Preisschild, fällt so manchem auf, dass Geld, so prima es zum tauschen taugt, so sicher auch erstmal ein Hürde ist beim Tauschen. Sonst würdest vielmehr S-Klasse Mercedes auf den Straßen sehen.

Auch das wird sich mit dem chiemgauer nicht ändern.

AAA
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ dhp05 [#13]

Geld ist eine Ware. Eine Ware, mit der du jeden Tag, so will ich annehmen, trefflichst handelst.

Da liegt das Problem. Wie entsteht diese "Ware", wie wird sie produziert und wer ist der Hersteller? Und welche Bedingungen knüpfen sich daran, offensichtliche und weniger offensichtliche! Also Geldschöpfung....Zinsen, Zinseszinsen, Mindestreserve der EZB usw. usw...

Dann sind wir wieder hier beim Thema: Die Problematik unseres heutigen Geldsystems

http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=188659&CP=0&F=47

dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ AAA [#14]

"Wie entsteht diese "Ware""

Wie bei allen anderen Waren auch, durch Akzeptanz.
Einerseits:
Was Geld von anderen Waren unterscheidet (negativ formuliert); wenn es nicht gerade als Papiergeld daher kommt, steckt etwas, was in anderen Waren drinnen steckt (bspw Stuhl) nicht drinnen: keine Natur, keine Arbeitskraft, keine Wissenschaft.

Andererseits:
Ein produzierter Stuhl steht erstmal nur blöd in der Gegend herum bis er zur Ware wird. Und zur Ware wird er, wenn einer den Preis, der als Etikett an ihm haftet bezahlt, mit Geld.

Und überlicherweise steckt in dem Preis, der gezahlt wird drinnen, dass der höher ist als alle Preise zusammen, die der Stuhlproduzent bezahlt hat (Material, Arbeit, Kenntnis). Die Differenz zwischen Aufwand in Geld und Ertrag in Geld nennen wir Profit in Geld.

So ist das auf/in dem Markt, auf welchem wir wirtschaften.

Wenn der Stuhlproduzent durch ein paar Verkäufe zu der Annahme kommt, dass noch ein paar mehr Stühle zu verkaufen wären, wenn er nur an ein Geld käme, welches er für den Einkauf weiteren Materials benötigt, dann einen findet, der das genauso sieht und die nötige Menge Geld als Vorschuß zu Verfügung stellt, dann hast zwei Charaktere die eins gemeinsam denken:

In dieser Anlage- und Produktionssphäre läßt sich aus Geld mehr Geld machen. (Auch der Stuhlproduzent wird nämlich nicht denken: "Geil, jetzt kann ich mehr Stühle machen")

(Fords "Kritik" ist, dass ein Vorschuß in Form von Kredit vergeben werden kann, der getrennt von einem beabsichtigten, aber leider nicht eingetretenen Verkäufserfolg, dennoch dem Kredtigeber das Geld vermehrt, obwohl kein Verkaufserfolg eingetreten ist.( Ausschließlich Gewinnbeteiligung. Forden kann man das schon,aber realistisch?))

Wenn also im Stuhlhandel nichts anderes drinnen steckt als im Geldhandel, aus Geld mehr Geld zum machen, dann ist Geld als Ware ausreichend erklärt.

Und daraufgesattelt eine weiter Stufe Warenqualität des Geldes, welche der Stuhl nicht hinbekommt.

Im puren Kreditvertrag schuldet der Gläubiger die Auszahlung des Kreditbetrags, der Schuldner schuldet die Rückzahlung des Kreditbetrag + Zinsen.

So verärgert wie der Stuhlproduzent, dass schon produzierte Stühle über die Zeit erst verkauft werden, bis dahin als "totes Kapital" im Lager rumstehen, so verärgert istder Kapitalgeber, dass die gewinnbringenden Rückzahlungen Zeit auffressen.

Der Stuhlproduzent kennt da das Instrument der Lagerfinanzierung, die er nur hinbekommt, wenn auch da der Finanzier den zukünftigen Abverkauf auf Grund von Kennzahlen für realistisch und somit das Rückzahlungsversprechen für realistisch hält.
Der Kreditgeber (Banken) entwickelt Produkte, die das Rückzahlungsversprechen zur (Geld)Ware macht, und bspw. du als möglicher Käufer gehst dann shoppen!

Also, willkommen, da wo du die ganze Zeit schon bist:

Auf dem Finanzmarkt, mit seinem reichhaltigen Warenangebot.

Wo aus Schulden Kapital wird, nicht anders als in der sog. "Realwirtschaft".

Und wie in der "Realwirtschaft" die unverkäuflichen Stühle abgeschrieben als Schulden drücken, so drücken all die netten plötzlich unverkäuflich gewordenen Produkte als Schulden in den Büchern der jeweiligen Emittenten.

In beiden Fällen stockt der Verwertungsprozess mit den bekannten Wirkungen.

dies fürs erst in steno

AAA
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ dhp05 [#15]
"Was Geld von anderen Waren unterscheidet (negativ formuliert); wenn es nicht gerade als Papiergeld daher kommt, steckt etwas, was in anderen Waren drinnen steckt (bspw Stuhl) nicht drinnen: keine Natur, keine Arbeitskraft, keine Wissenschaft."

Da liegt des Pudels Kern. Geld ist kein Geld, wenn nicht irgendjemand dafür einen Stuhl gemacht hat! Wird Geld einfach aus dem "Nichts" erzeugt und als Kredit vergeben, ist es eigentlich erst mal nichts wert! Das merkt nur keiner, weil alle GeldScheinchen und die Zahlen auf den GiralGeld-Kontoauszügen sich von den anderen nicht unterscheiden. Und dafür müßen dann noch Zinsen gezahlt werden (alles Geld ist ja Schuld). Das ist ein krankes System, vorne und hinten. Es ist Betrug...

"Wenn der Stuhlproduzent durch ein paar Verkäufe zu der Annahme kommt, dass noch ein paar mehr Stühle zu verkaufen wären, wenn er nur an ein Geld käme, welches er für den Einkauf weiteren Materials benötigt, dann einen findet, der das genauso sieht und die nötige Menge Geld als Vorschuß zu Verfügung stellt, dann hast zwei Charaktere die eins gemeinsam denken:

In dieser Anlage- und Produktionssphäre läßt sich aus Geld mehr Geld machen. (Auch der Stuhlproduzent wird nämlich nicht denken: "Geil, jetzt kann ich mehr Stühle machen")"

Eben, wenn mit diesem Geld, hinter dem eigentlich gar kein Wert steckt, weil es bloßes Fiat-Money-Kreditgeld aus dem "Nichts" ist, dann nur Scheinwerte (an der Börse) erzeugt werden, weil man es dort voller Gier hineinsteckt, dann ist das die Büchse der Pandora und die nächste Tulpenmanie http://de.wikipedia.org/wiki/Gro%C3%9Fe_Tulpenmanie läßt nicht lange auf sich warten.

Und das ist was Henry Ford gemeint hat, den wir hier in letzter Zeit öfter zitiert haben. Die Leute waren schon damals gar nicht daran interessiert, etwas ordentliche zu produzieren, sondern nur daran mit diesem Scheingeld möglichst große Scheingewinne einzufahren! Und wer zuerst seine Scheingewinne in Sachwerte eintauscht hat "gewonnen".

Bild entfernt.

dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ AAA [#16]

sorry für die verzögerung, ich urlaube noch.

nächste woche gibt es eine antwort.

F
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Interessant ist ein Experiment einer österreichischen Kleinstadt aus den 1930ern.

Bekannt ist es als "Das Wörgler Schwundgeld".

http://de.wikipedia.org/wiki/W%C3%B6rgl#Das_W.C3.B6rgler_Schwundgeld_.28Freigeld.29

Dieses Wörgler Experiment wurde 1933 unter Drohung von Armeeeinsatz verboten.

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Monatlich musste eine Marke zu einem Prozent des Nennwertes der Note gekauft und in ein dafür vorgesehenes Feld auf der Vorderseite des Geldscheins geklebt werden, um ihn gültig zu erhalten.

Das Experiment war erfolgreich. Geldkreislauf und Wirtschaftstätigkeit wurden wiederbelebt, während das übrige Land tief in der Wirtschaftskrise steckte. Überall in Wörgl wurde gebaut und investiert. Noch heute zeugt unter anderem eine Straßenbrücke mit der Aufschrift „mit Freigeld erbaut“ davon. In den vierzehn Monaten des Experiments nahm die Arbeitslosenquote in Wörgl von 21 auf 15 Prozent ab, während sie im übrigen Land weiter anstieg.

Die positiven Auswirkungen führten dazu, dass der Modellversuch in der Presse als das „Wunder von Wörgl“ gepriesen wurde. Das Interesse daran stieg derart, dass über hundert weitere Gemeinden in Österreich dem Beispiel folgen wollten. Auch im Ausland und in Übersee fand die Aktion starke Beachtung und Nachahmer. Aus Frankreich reiste der Finanzminister und spätere Ministerpräsident Édouard Daladier nach Wörgl, und in den USA schlug der Wirtschaftswissenschaftler Irving Fisher der amerikanischen Regierung – wenn auch vergeblich – vor, ein Wörgl-ähnliches Geld mit Namen Stamp Scrip zur Überwindung der Wirtschaftskrise einzuführen.

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