Aktien unter Buchwert
Guten Abend
In diesem Thread habe ich vor Aktien als potentielle Anlage zu filtern welche aktuell unter Ihrem Buchwert notieren.
Die Commerzbank stellte kürzlich fest, dass von den 110 größten deutschen Unternehmen bereits 40 unter ihrem Buchwert (also an der Börse weniger Wert sind als Ihr Inventar) notieren.
Beispiele:
BMW, Daimler, MAN, ThyssenKrupp und Salzgitter.
MAN,als Beispiel hat schon bis auf das 1989 er Niveau abdiskontiert.
Ich bin,aus genannten Gründen und Threadname deshalb mit 500 Thyssen Aktien investiert.
Erstens,10% Dividende,zweitens sie notieren 38% unterhalb Ihres Buchwertes.
Berechnung des Buchwertes
Eigenkapital / Aktienanzahl = Buchwert
Hier ein Link wo man jeden beliebigen Wert überprüfen/Filtern kann:
[url]http://de.moneycentral.msn.com/investor/invsub/results/compare.asp?Page=PriceRatios&Symbol=DE%3a750000 [/url]
Dieser Thread soll dazu gedacht sein,Aktien die unter Buchwert stehen,zu analysieren und charttechnisch zu betrachten.
Als bsp. MAN hat bis auf das 1989 er Niveau abdiskontiert.MAN habe ich deshalb auch auf meiner Watchliste.
ich werde in den nächsten Tagen eine Auflistng von sämtl. Unternehmen anfertigen die unterhalb Ihres Buchwertes notieren.
Sicherlich kann man überlegen,das eine Rezession und in Folge- Umsätze-Gewinne-Aufträge usw. einbrechen.
Das trifft jedoch alle anderen Unternehmen ebenfalls die über Ihrem Buchwert notieren.
Ich erstelle also eine Liste von ausgewählten Unternehmen.Das ist viel Arbeit weil ich den kompletten DAX-DJI - SP500 /MDAX - alle enthaltenen Unternehmen einzeln eingeben muss.
Zu ausgewählten Unternehmen erstelle ich dann eine Chartgalerie.
Bei diesen Abschlägen ist der Vater des Gedanken reines Value Invstment.
Viele Grüsse,
Jörg
Als Kennzahlen wähle ich:
"Kurs-Buchwert Verhältnis"
"Kurs-Cashflow Verhältnis"
"KGV"
Kurs-Cash-Flow Verhältnis:
Den Cashflow je Aktie ermitteln wir, indem wir den Jahres-Cashflow eines Unternehmens durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividieren. Je höher das Kurs/Cashflow Verhältnis ist, desto teurer ist eine Aktie. Wir ermitteln das Kurs/Cashflow Verhältnis gerne in Ergänzung zum KGV. So sehen wir beispielsweise, wie viel Cash pro Aktie verschiedene Unternehmen, deren KGV etwa gleich ist, zu schaffen in der Lage sind.
Kurs-Buchwert Verhältnis
Eigenkapital / Aktienanzahl = Buchwert
Das Eigenkapital (engl. Equity) ist der Vermögensteil, der nach Abzug sämtlicher Schulden übrig bleibt. Der Begriff ist in der Betriebswirtschaft, im Kapitalmarkt und im Bereich der Immobilienfinanzierung von Bedeutung.
Die traditionelle Theorie des Value Investing besagt, dass eine Aktie um so preiswerter ist, je niedriger ihr KBV ist, und dass ihr fairer Wert in etwa dem Buchwert entspricht.
KGV:
Das Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) (engl. Price-Earnings-Ratio (PER) oder P/E Ratio) ist eine Kennzahl zur Beurteilung von Aktien. Hierbei wird der Kurs der Aktie in Relation zu dem für den Vergleichszeitraum gegebenen bzw. erwarteten Gewinn je Aktie gesetzt.
Rechnung= Kurs:Gewinn (geschätzt für das komplette darauffolgende Jahr)=KGV
Oder aber man wählt die geschätzten jahresgewinne für 2008,dann hätte man das 2008 er KGV.
Alle DAX Unternehme die unter Buchwert notieren!Anzahl 11 Stück
Alianz. KBV=0,61 (Branche 0,91) -KUV=0,24 (Branche 31) -KGV 4,8 (Branche 7,9)
BMW. KBV=0,59 (Branche 1,91) -KUV=0,22 (Branche 0,66) - KGV 5,5 (Branche 13,2)
Cobra. KBV=030 (Branche 0,91) - KUV=0,58 (Branche 37)-KGV 3,9 (Branche 7,2)
Continental. KBV 0,84 (Branche 1,21)-KUV=0,25 (Branche 1,17)-KGV 10,7 (Branche 9,7)
Daimler. KBV 0,63 (Branche 1,93)-KUV 0,21 (Branche0,65)-KGV 4,6 (Branche 13,2)
Deutsche Bank KBV 0,29 (Branche 0,92)-KUV 0,46 (Branche 37,13)-KGV 4,9 (Branche 7,3)
Lufthansa. KBV=0,62 (Branche 1,47)-KUV=0,16 (Branche 0,82) -KGV 6,9 (Branche 4,9)
Deutsche Postbank. KBV=0,70 (Branche 0,91)-KUV=0,67 (Branche 37)-KGV= 45 (Branche 7,3)
MAN. KBV=0,88 (Branche 1,54)-KUV=0,26(Branche 1,06)-KGV= 3,1 (Branche 9,1)
Münchner Rück. KBV=0,91 (Branche 0,91)-KUV=0,43 (Branche 37)-KGV= 10,3 (Branche 7,1)
Thyssen Krupp. KBV=0,61 (Branche 1,54)-KUV=0,12(Branche 1,06)-KGV=3,1 (Branche 9,1)
Guten Abend
Ich weiss ja nicht in wie weit es hier profis unter den Bilanzanalysten gibt?
Zur Vereinfachung ziehe ich halt diese Angaben von obigen Link heran.
Bezgl. KGV und Buchwert sollten die Angaben sehr nahe sein bezgl. cash flow bin ich mir nicht sicher deshalb fehlt das KCV noch.
Bsp. Rechnung:
Unternehmen gehen und vergehen. Liquidität gleicht dem Blut, das durch ihre Adern fließt. Ist ein Unternehmen nicht in der Lage, Liquidität zu schaffen, also einen positiven Cashflow zu erwirtschaften, geht ihm gewissermaßen sprichwörtlich die Luft aus.
Bevor der Ton allzu nachdenklich wird, wollen wir noch zeigen, was wir sonst noch Schlaues mit dem Cashflow anstellen können.
Dabei denken wir in erster Linie an das Kurs/Cashflow Verhältnis. Dieses berechnen wir wie folgt:
Aktienkurs
------------------
Cashflow je Aktie
Den Cashflow je Aktie ermitteln wir, indem wir den Jahres-Cashflow eines Unternehmens durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividieren. Je höher das Kurs/Cashflow Verhältnis ist, desto teurer ist eine Aktie. Wir ermitteln das Kurs/Cashflow Verhältnis gerne in Ergänzung zum KGV. So sehen wir beispielsweise, wie viel Cash pro Aktie verschiedene Unternehmen, deren KGV etwa gleich ist, zu schaffen in der Lage sind. Allerdings ziehen wir hierzu den freien Cashflow heran, also abzüglich aufgenommener Schulden, denn eine Aktie ist ja nicht deshalb billiger, weil das Unternehmen Schulden gemacht hat.
So,aufgenomme Schulden können also auch in den cash flow fließen.So könnte es bspw. bei Banken derzeitig der Fall sein.
Die Angaben der Kennzahlen auf der Webseite:
http://de.moneycentral.msn.com/investor/invsub/results/compare.asp?Page=PriceRatios&Symbol=DE%3a750000
bilden für mich die Grundlage.Das KCV habe ich noch nicht gegenüber gestellt weil ich es erst überprüfen muss.
Wartet also noch viel Arbeit wr mir diese abnehmen möchte,bitte schön... jeder ist dazu eingeladen.
Dazu muss ich mir jedoch leider die Arbeit machen ob in diesem Rechner der freie Cashflow zur Berechnungsgrundlage im KCV hinzugezogen wird.
Das weiss ich derzeitig nicht.
In diesem Thread habe ich vor Aktien als potentielle Anlage zu filtern welche aktuell unter Ihrem Buchwert notieren.
sehr interessant
Die Commerzbank stellte kürzlich fest, dass von den 110 größten deutschen Unternehmen bereits 40 unter ihrem Buchwert (also an der Börse weniger Wert sind als Ihr Inventar) notieren.
das kann sehr gut hinkommen. Auch bei meinen Investments habe ich inzwischen einige unter Buchwert, der größte Abschlag wohl bei Lukoil. Wer ein Screening
durchführt, dürfte vor allem Banken finden.
Stichwort Buchwert: Da wäre eigentlich die Betrachtung des Tangible Book Value sinnvoller, d.h. Buchwert bereinigt um in der Bilanz stehendes immaterielle Vermögens wie (wertlosen) Goodwill.
Bezgl. KGV und Buchwert sollten die Angaben sehr nahe sein bezgl. cash flow bin ich mir nicht sicher deshalb fehlt das KCV
völlig richtig, der Cash Flow ist eigentlich sogar die wichtigere Kennzahl als das KGV.
Dazu muss ich mir jedoch leider die Arbeit machen ob in diesem Rechner der freie Cashflow zur Berechnungsgrundlage im KCV hinzugezogen wird.
alles schön und gut, funzt so aber nicht. Vergangenes KGV und cash-flow-Daten sind eine Sache, aber aufs zukünftige kommt es an. Im Web frei stehende Consensus-Estimates sind kaum verläßlich, man muß sich vielmehr fragen: Welche Earnings und welchen operativen Cash-Flow könnten die Unternehmen in den nächsten Jahren generieren?
Und da wird's schwierig. Ich bin Bottom-Up Investor und habe für meine eigenen Companies eigene Modelle, was ich ihnen grob zutraue. Generell würde ich in der Auflistung der DAX-Unternehmen aus [#1] überall höhere KGVs als die dort angegebenen ansetzen.
Unabhängig davon: Auch auf Basis dieser drastisch reduzierten Gewinne, können einzelne Unternehmen jetzt ein super Kauf sein, vorausgesetzt sie überleben die Krise.
Guten Abend
Ja,eigentlich das CDF Modell.
Hir steht das KCF-Verhältnis z.B bei Thyssen Krupp:
Kurs-Cashflow-Verhältnis 1,70 (Brachne 6,60)
@ Global_2 [#4]
"Im Web frei stehende Consensus-Estimates sind kaum verläßlich"
Gleiches gilt auch für Dividenden und deren Renditen.
Da hatte ich z.B. schon mal eine MMO gekauft und mich dann gewundert. Bin zum Glück noch heil raus gekommen. War aber ne Geduldsgeschichte mit Nachkauf.
Ja,ich kann nicht sagen ob diese Angaben richtig sind denn es gilt:
Den Cashflow je Aktie ermitteln wir, indem wir den Jahres-Cashflow eines Unternehmens durch die Anzahl der ausgegebenen Aktien dividieren. Je höher das Kurs/Cashflow Verhältnis ist, desto teurer ist eine Aktie. Wir ermitteln das Kurs/Cashflow Verhältnis gerne in Ergänzung zum KGV. So sehen wir beispielsweise, wie viel Cash pro Aktie verschiedene Unternehmen, deren KGV etwa gleich ist, zu schaffen in der Lage sind. Allerdings ziehen wir hierzu den freien Cashflow heran, also abzüglich aufgenommener Schulden, denn eine Aktie ist ja nicht deshalb billiger, weil das Unternehmen Schulden gemacht hat.
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Also muss ich die erst einmal rechnen.
Kannst Du auch gerne machen.....
In obigen Link kann man es berechnen... und ansonsten muss die free float Berechnung das freie Kapital.... manuell erechnet werden.
Also mal überprüft werden.
@ harmonicdrive [#5]
Du meinst DCF model, nicht CDF.
Discounted Cash Flow.
Buffets Lieblingsmethode. Der "wahrscheinlich" in der Zukunft zu erzielende diskontierte Geldfluß.
@ scorpion260 [#9]
ich wollte ihn eben gerade fragen, was er mit CDF meint.
Hatte im Web gesucht, aber was ganz anderes gefunden:
Club für DalmatinerFreunde e.V. (CDF)
Ich habe eine Frage zum Buchwert:
Ist der verwendete Buchwert so aktuell wie der Kurs?
Du meinst auf dieser Website:
http://de.moneycentral.msn.com/investor/invsub/results/compare.asp?Page=PriceRatios&Symbol=DE%3a750000
Ja, Plus/Minus 1 Tag.
Rechne einfach mal nach..
@ rodeonrwdeo [#11]
@ harmonicdrive [#12]
"Ist der verwendete Buchwert so aktuell wie der Kurs?"
das kann er gar nicht, weil er auf Basis der letzten publizierten Bilanz des Unternehmens berechnet wird (Book value = shareholders' equity / shares outstanding).
@ harmonicdrive [#1]
Dieser Thread soll dazu gedacht sein,Aktien die unter Buchwert stehen,zu analysieren
Hier das Ergebnis meiner Analyse:
a) Für die Börsenperformance sind Buchwerte irrelevant.
b) "Value investing" ist ein Mythos.
Ausnahme für Regel a) : Wenn die AG vor einer Übernahme steht.
Ausnahme für Regel b) : Wenn man so große Summen investiert, daß man Sitze im Vorstand erhält.
PS. Merkwürdig, daß man von Sitzen im Vorstand spricht...
@ Livetour [#15]
Für die Börsenperformance sind Buchwerte irrelevant.
Jetzt denke ich haben Sie aber sein Börsenweltbild zerstört.
Egal, glauben wird er es Ihnen sowieso nicht, wo er doch schon soviel Arbeit investiert hat.
@ Livetour [#15]
Die Zauberformel ist (Global_2 Kreation), rein als weitere Vergleichsmetrik
nicht book value für sich allein betrachten, sondern
Global_2 yield := return on equity / (price/book)
Beispiel: Amgen (AMGN), war in letzter Zeit die einzige Long-Position des vom TRADERS' Magazin vermarkteten Börsenbriefs MomentumStrategie, Empfehlungsdatum 03.11.2008 auf Basis Kurs 47 EUR in Frankfurt)
Price/Book (mrq): 2.93
Return on Equity (ttm): 22.16%
Global_2 yield: 7.56%
Beispiel Lukoil (hier invers gerechnet):
Price/Book (Book value 2008/06/30 57 USD/Aktie, Kurs $27.80): 0.48
um die gleiche Wertschöpfung wie AMGN für die Aktionäre zu generieren, reicht return on Equity von 3,68% raus. Ohne Dividendenausschüttungen ist dazu nur ein Gewinn von $1,789Mrd. USD notwendig. (genauer: Einbuchung eines solchen Gewinns unter "Retained Earnings" in die Bilanz)
Was zeigt der Vergleich? AMGN operativ super Company, aber hohe Erwartungshaltung muss von aktuellen Käufern bezahlt werden. Sofern AMGN den Return on Equity nicht deutlich steigern kann, haben die Aktionäre auf aktuellem Niveau besser eine bescheidene Renditeerwartung.
Beispiel: Graftech (NYSE: GTI)
Price: $4.46
Price/Book (mrq): 1.04
Book Value Per Share (mrq): 4.289
Zum Erreichen einer Global_2 yield von 7.56% sind Earnings per share (EPS) von $0.337 pro Jahr notwendig.
==> Der Unternehmensgewinn bzw. die bisherige Profitablität darf extrem einbrechen, die Erwartungshaltung im bezahlten Kurs ist aktuell niedrig.
@ Global_2 [#18]
Würdest Du mir das auch für die SGL Carbon ausrechnen?
@ scorpion260 [#19]
Was ist da der aktuelle Sharecount? Ich habe SGL Carbon zwar auch im Blickfeld, aber eigentlich ist das eher eine Aktie aus dem alten IngoM-Universum.
Ich habe als Sharecount: 63.900.405 Shares (31.12.2007)
Shareholders’ equity (2008/09/30): 813,7 Mio €
==>
Book Value per Share (BPS, mrq): 12,73 €
Price Book (15,20€): 1,194
Für die gleiche jährliche Wertschöpfung wie AMGN (Global_2 yield 7,56%) ist auf Basis eines Aktienkurses von 15,20€ notwendig:
Return on Equity: 9%
Net Income: 73,17 Mio EUR
EPS: 1,145
Laut Yahoo ist die niedrigste Schätzung für 2009 derzeit EPS von 1,62.
Wenn eine Dividende ausgeschüttet wird, wird ein höherer Gewinn benötigt, da der ausgeschüttete Gewinn natürlich nicht in die Kapitalrücklage geht und damit nicht den Buchwert steigert. Das gilt für alle Companies. Wenn der Aktionär jedoch eine Dividende bekommt, ist eine geringere Eigenkapitalverzinzung (Return on Equity) akzeptabel. Man muß insofern die gesamte Wertschöpfung betrachten: den ausgeschütteten Teil (Dividende) + den einbehaltenen Teil (retained earnings).
aus Wikipedia:
Buchwert (englisch: book value) ist ein Wertansatz im Rahmen der Bewertung von Unternehmen oder einzelnen Wirtschaftsgütern.
Handels- und steuerrechtlich bezeichnet der Buchwert die Anschaffungskosten eines einzelnen Wirtschaftsgutes. Angesetzt werden in der Regel die Anschaffungskosten abzüglich der (handelsrechtlichen) Abschreibungen bzw. der (steuerrechtlichen) AfA. Dieser Ansatz ist weitgehend willkürlich bzw. rechtlich vorgegeben und weicht vom "tatsächlichen" Wert (der im Steuerrecht als Teilwert bzw. gemeiner Wert bezeichnet wird) eines Wirtschaftsgutes daher in aller Regel ab. Im Umwandlungssteuergesetz ist der Buchwert der niedrigstmögliche Wertansatz, daneben sind Teilwert und Zwischenwert zulässig.
Mit Blick auf ein gesamtes Unternehmen bezeichnet der Buchwert den Wert des auf die Unternehmenseigener entfallenden Eigenkapitals. Hierzu erfolgt die Verminderung aller Aktiva um die Verbindlichkeiten und Sonderposten, im Konzernverbund auch um konzernfremde Anteile. In einem alternativen Verfahren werden auch die immateriellen Wirtschaftsgüter zusätzlich abgezogen.
Anwendung in der Unternehmensbewertung [Bearbeiten]Die Unternehmenskennziffer Buchwert/Aktie gibt die Höhe des auf die Aktionäre entfallenden Eigenkapitals pro Aktie an.
Der Buchwert berücksichtigt nur den bilanziell ausgewiesenen Wert der Aktiva, nicht jedoch mögliche stille Reserven oder stille Lasten. Auch das verwendete Rechnungslegungssystem (zum Beispiel HGB, US-GAAP oder IFRS) führt zu unterschiedlichen bilanziellen Wertansätzen, so dass die ausgewiesenen Buchwerte - teilweise erheblich - differieren können.
Eine für die Unternehmensbewertung aussagekräftigere Zahl, die sich am Markt- oder Wiederbeschaffungswert der Aktiva orientiert, ist der Substanzwert. Dieser ist aber nicht durch Rechnungslegungssysteme definiert und daher vom Buchwertbegriff deutlich abzugrenzen.
Ende Zitat und Ende Betrag
Grüsse
Marzell
@ harmonicdrive [#12]
wenn @ Global_2 [#14]
mit seiner Aussage recht hat,
"das kann er gar nicht, weil er auf Basis der letzten publizierten Bilanz des Unternehmens berechnet wird (Book value = shareholders' equity / shares outstanding)."
was ich für nicht ganz unwahrscheinlich halte, was hat dann dann ein KUB für einen Nährwert?
@ Global_2 [#14]
Das trifft auf alle Aktien zu,egal in welchem Index.
Ich versuche mich aber nach Albert Einsetin zu richten:
Alles sollte so einfach wie möglich gehalten werden.. aber nicht einfacher..
Bedeutet andersrum speziell das wir das auch nicht komplizierter machen sollten als unbedingt notwendig!
Wenn ich einen Buchwert per Handarbeit ermittel dann geschieht das immer anhand des Quartalbericht.
Der wird per US-GAAP alle drei Monate gestellt.
Es gibt keine Quelle die solche Updates,die viel Geld kosten,täglich liefern.
Deshalb verschaffe ich mir über diesen,kostenlosen Datenversand einen Überblick:
http://de.moneycentral.msn.com/investor/invsub/results/compare.asp?Symbol=DE%3a878149
Dieser erste DAX Überblick darf gerne ergänzt werden.
Ich habe ja bislang erst einmal Kurs-Buchwert/-Kurs-Gewinnverhältnis/Kurs-Umsatzverhältnis drin.
Ich nehme noch das Kurs-Cashflow Verhältnis als Kriterium dazu.
Banken führen,wie wir jetzt feststellen Negativ Posten außerhalb der Bilanz.
Das soll ja jetzt geändert werden.
Die Citigrup hat sie wieder rein genommen und nimmt jetzt staatliche Hilfe an.
Dabei geht es sich um Bürgschaften von 300 Milliarden USD für faule ungedeckte Kredite die keinen Markt mehr haben.
In Deutschland/ich denke in Europa kann eine Bank ein Investment nach Einkaufswert bilanzieren.
Das ist geändert worden.Die Deutsche Bank hat das angewendet.
D.h es gibt darauf keine Aschreibungen weil das zu Einkaufswert bilanziert wird.
Klar,wenn man in die Tiefe geht darf man nur Statistiken vertrauen die man selber gefälscht hat.
Jörg
@ Global_2 [#17]
Wertschöpfung (...) für die Aktionäre zu generieren
Die Wertschöpfung, wie Du sie beschreibst, gibt es für Aktionäre so nicht. Der Unternehmenswert (oder Buchwert oder Substanzwert oder...) ist via Aktie nicht abschöpfbar. Eine Aktie hat keinen realisierbaren Substanzwert.
Und wenn sie einen solchen Substanzwert hätte, würde ihr Kurs nicht unter diesen Wert sinken. Vergleiche beispielsweise mit einem ITM-Call, der durchaus einen inneren Wert besitzt, und dessen Kurs niemals unter diesen Wert abrutscht.
@ Livetour [#25]
Jeder Aktionär sollte daran interessiert sein, dass die Company, an der er Anteilseigner ist, das Eigenkapital vermehrt. Denn genau dieses Eigenkapital ist es, an dem der Aktionär beteiligt ist.
Eine Vermehrung (Verzinsung) des Eigenkapitals sehe ich als Wertschöpfung an, auch wenn man sicher eine bessere Terminologie finden kann. Dem Gedanken tut das aber keinen Abbruch.
Nun gibt es Companies, die sehr hohes Return on Equity generieren, z.B. über 20% wie im Fall Amgen (gibt viele weitere Companies mit ROE in dieser Größenordnung). Aber oftmals ist der Aktienkurs so hoch, dass ein Käufer ein Vielfaches des Eigenkapitals pro Aktie bezahlt. Darum ist es sinnvoll, wie in [#17] den ROE-Wert um dieses Vielfache (das Price/Book Multiple) zu normieren. Normiert kommt dann beisp. nur noch 7.5% raus. Dieses Ergebnis zeigt die Größenordnung der Wertschöpfung/Jahr, von der der Aktionär profitiert. Sie ist eine Orientierung für das Kurssteigerungspotential, vorausgesetzt wir lassen die Eigenkapitalkosten und das Price/Book Multiple unverändert. Über lange Zeiträume sind Kurssteigerungen nur in derselben Größenordnung gerechtfertigt, in der die Company auch das Vermögen der Aktionäre vermehrt.
@ Global_2 [#26]
In der Theorie alles schön und gut, nur in der Praxis leider vollkommen irrelevant. Preisfindungen in Aktien erfolgen durch Hoffnungen und Erwartungen und nicht nach Eigenkapital.
Es sind ja nicht nur die Operativen Bereiche eines Unternehmens die für den Aktienkurs verantwortlich sind, sondern auch politische und geopolitische Ereignisse ecta. ecta.
Livetour hat es schon richtig beschrieben. Sinn würden die Übelegungen machen wenn das Unternehmen aufgekauft würde, zersplittet und die einzelnen Segmente an den meistbietenden verkauft würden.
Ansonsten kann man sich am Werkzaun aufstellen, mit seinen Anteilen winken und darauf verweisen das man am Eigenkapital beteiligt ist. Vermutlich würde es nicht lange dauern bis die Herren mit den weissen Turnschuhen vorstellig werden. Ok. kleiner Scherz, aber es ist klar was damit gemeint ist. Die rechte sind Null.
zitat
Über lange Zeiträume sind Kurssteigerungen nur in derselben Größenordnung gerechtfertigt, in der die Company auch das Vermögen der Aktionäre vermehrt.
Das ist dermassen theoretisch und ralitätsfern, das ich auch nicht nur ansatzweise erkennen kann wie man obige Theorie praktisch und ertragreich an der Börse umsetzen will.
@ benedikt54 [#27]
Das ist dermassen theoretisch und ralitätsfern, das ich auch nicht nur ansatzweise erkennen kann wie man obige Theorie praktisch und ertragreich an der Börse umsetzen will.
Umsetzung ist doch einfach, das Beispiel AMGN wurde doch hinreichend betrachtet.
Was heißt das denn für die Praxis? Es heißt, dass AMGN nur dann ein Kauf ist, wenn man darauf spekulieren möchte, dass sie irgendwelchen neuen Blockbuster oder irgendwas vom Geschäftspotential nennenswertes in der Pipeline haben (keine Ahnung, inwieweit das Fall ist, Biotech/Pharma interessiert mich nicht und AMGN eigentlich auch nicht).
Sofern AMGN die Wertschöpfung hingegen NICHT signifikant steigern kann, geht eine Spekulation auf _deutlich_ steigende Kurse dagegen eher in Richtung Greater Fool Play. Oder man sollte sich mit nur moderater Rendite(*) zufrieden geben, was für die Momentum-Spekulanten, die AMGN rein aufgrund relativer Stärke gekauft haben aber nur eingeschränkt zutreffen dürfte (es sind ja keine echten Investoren, sondern eben Momentum-Spekulanten).
(*) auch 7,5% jährliche Rendite im Jahresschnitt wäre super, entspräche auf 10 Jahre einer Verdopplung des Kapitals.
Als Eigenkapitalgeber tritt man rechtlich als Gläubiger der AG auf. Nach dieser theoretischen Betrachtung werden die Vorteile sehr dünn. Der Aktionär hat seinen Kredit ohne Fristigkeit der AG verbrieft. Die Rechtsausstattungen (Stamm, Vorzugsaktien usw.) helfen bei einer Abwicklung der AG nicht wirklich.
Somit ist es sinnvoll die Emission und den nachfolgenden Handel der Anteilsscheine klar zu differenzieren. Die AG verbucht gegen die Ausgabe von Anteilen den Kredit und "dann habe fertig".
Die Gläubiger haben kein Umtauschrecht, Ihre Anteile gegen Barausgleich bei Ihrem Schuldner einzutauschen. Was bleibt also übrig? Sie müssen über Erwartungen und Geschichten eine Preisbildung am freien Markt erzeugen. Der Schuldner unterstützt hier natürlich gern. Muss aber nicht, wie es viele Beispiele zeigen.
Auf der anderen Seite erwirbt der Aktionär Anteile und diese werden auf "Endfälligkeit"(grundsätzlich kein geplanter Verkauf vorgesehen) gehalten und vereinnahmt die hoffentlich bezahlten, jährlichen Dividenden. Und nur diese beinhalten den Verlauf der persönlichen G/V. Nach dem Faktor X (Anzahl Jahre [Richtwert/Bedeutung KGV] erhalte ich meine Einlage zurück und beginne einen Gewinn zu erleben. Das Reininvestieren der Ausschüttungen sollte nur bedingt erfolgen, solange wie die Einlage nicht aus der Unternehmung vereinnahmt wurde.
@ benedikt54 [#27]
anders ausgedrückt;
Wenn ich für mein Kapital 7.5% Eigenkapitalkosten ansetze und davon ausgehe, dass das Geschäft (ROE) bei AGMN stabil bleibt (die Company erscheint ja sehr gut positioniert), dann könnte ich unter letzterer Prämisse eine Halteposition rechtfertigen.
Deutliche Luft nach oben hätte ich dann aber nicht, oder ich müsste geringe Eigenkapitalkosten für mein Kapital akzeptieren.
Becton, Dickinson and Company (BDX)
Medizintechnik (Insulinnadeln, Katheter etc.)
Return on Equity (ttm): 23.91%
Price/Book (mrq): 3.01
adjustiert: 7,94%
Erscheint vor dem Hintergrund des stabilen Geschäfts ebenfalls ok. Rund 8% ist bezeichnenderweise grob der Prozentsatz, um den die Aktienmärkte im langfristigen Schnitt pro Jahr steigen.
Also augenscheinlich faires Niveau, aber ohne signifikante Verbesserung im Geschäft (Cash Flow, Earnings) auch keine deutliche Luft nach oben gerechtfertigt.