Anleihen: Haben wir eine Rentenblase ?
Rentenmarkt vor dem Infarkt?
Boerse.ARD.de / AB (06.02.09) - Die "sichere Zuflucht" Staatsanleihen dürfte zwar auch in Zukunft relativ risikolos sein. Doch mit hohen realen Renditen können Anleger wohl nicht rechnen.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_333760)
"Inflationieren oder Untergehen"
Boerse.ARD.de (06.02.09) - Nach der Technologieblase, der Blase am amerikanischen Immobilienmarkt und der bei Rohstoffen nähern wir uns nun einer Blase am Rentenmarkt, meint Eberhardt Unger, Chefvolkswirt bei Fairesearch. Und die könnte schon bald platzen.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_333766)
Unger: Eine riesige Flutwelle an Neuemissionen von festverzinslichen Wertpapieren rollt auf die Märkte zu. Sie stellt alles in Schatten, was wir jemals erlebt haben. Und wer soll das alles kaufen bei solch niedrigen Zinsen, die die langfristigen Inflationsrisiken überhaupt nicht abdecken.
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"Chefvolkswirt" Unger kann sich auch nicht vorstellen, dass auf der Käuferseite "eventuell" die Notenbanken auftreten ? Unglaublich. Es ist so offensichtlich.
Stehen Staats- oder Unternehmensanleihen vor einer Preisblase ?
Fondsprofessionell.de (29.04.09) - Aktuell wird unter Anlegern häufig diskutiert, ob sich aufgrund der derzeitigen Marktlage und der Trends der vergangenen Monate auf dem Anleihemarkt Preisblasen bilden. Um die Frage zu beantworten, kann man laut Jamie Stuttard, Head of European and UK Fixed Income bei Schroders, fünf wichtige Anzeichen einer Blasenbildung heranziehen. Preisüberhöhungen in einer Anlageklasse drohen bei:
• einer mehrjährigen Phase steigender Preise
• einem plötzlichen, die Rallye beschleunigenden Preisaufschwung,
• im Vergleich zu früheren Zyklen teuer wirkenden Bewertungen,
• der Wahrnehmung eines strukturellen Wandels, der zu einer unumkehrbar höheren Nachfrage führt,
• einer von allen Anlegergruppen getragenen, mehrjährigen Phase anhaltender Mittelzuflüsse
„Bei früheren Preisblasen wie etwa dem Technologieboom zur Jahrtausendwende, dem 2007 beendeten US-Immobilienboom oder dem Höhenflug der Energiepreise bis zum vergangenen Sommer waren alle fünf Merkmale sichtbar“, so Stuttard.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.fondsprofessionell.de/redsys/newsText.php?sid=265442&nlc=DE)
Renditefreies Risiko
Von Bernd Mikosch
Financial Times Deutschland, FTD (03.05.09) - In Krisenzeiten galten Staatsanleihen als sicherer Hafen. Doch das könnte sich ändern: Experten warnen vor einer Blase. Mittlerweile sollten Anleger Papiere längerer Laufzeit meiden.
Staatsanleihen bester Qualität - etwas anderes blieb Anlegern kaum übrig, wenn sie ungeschoren durch das vergangene Jahr kommen wollten.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.ftd.de/boersen_maerkte/investmentfonds/:Gefahrenpotenzial-von-Staatsanleihen-Renditefreies-Risiko/508570.html)
Flucht aus Anleihen - Die nächste Billionenblase droht zu platzen
Der Spiegel (21.07.09) - Rohstoff- und Aktienkurse sind merklich gestiegen - denn Anleger ziehen ihr Geld aus US-Staatsanleihen ab und pumpen es in andere Märkte. Das aber könnte verheerende Folgen haben, kommentiert der Börsenexperte Dirk Müller.
In den vergangenen Wochen wurden rund um den Globus eine Reihe positiver Konjunkturdaten veröffentlicht. Schon hoffen Börsianer, auf das Ende der Weltrezession - und darauf, dass durch die anziehende Konjunktur auch die Finanzkrise bald vorbei ist.
Auch auf den Finanzmärkten gibt es eine Reihe von Aufschwungsindikatoren. Nach einer kurzen Hängepartie hat der Dax am Montag erneut die 5000-Punkte-Marke nach oben durchbrochen. Zuvor waren die Aktienkurse über Wochen gestiegen. Auch die Rohstoffpreise ziehen an, der Ölpreis Chart zeigen hat seit Jahresbeginn gut 50 Prozent an Wert gewonnen.
Doch die positiven Werte täuschen. Auf eine Erholung der Finanzmärkte deuten sie nicht hin. Das sieht man schon daran, dass der Goldpreis Chart zeigen noch immer extrem hoch ist, und Gold gilt derzeit als reines Kriseninvestment. Gingen die Investoren von einem baldigen Ende der Krise aus, würden sie ihre Sicherheitspositionen in Gold abbauen.
Dass sie das nicht tun, legt einen anderen Schluss nahe: Was aussieht wie der lang ersehnte Aufschwung, könnte in Wirklichkeit eine sich anbahnende Anlegerflucht sein: eine Flucht raus aus den US-Staatsanleihen. Diese geraten zusehends unter Druck, schon fürchten erste Anleger, dass die US-Papiere nicht mehr, wie bislang kolportiert, bombensicher sind.
Sie haben für diese Annahme gute Gründe: Die USA haben aktuell die höchste Verschuldung aller Zeiten - sie stehen mit mehr als 11,5 Billionen Dollar in der Kreide. Gleichzeitig stecken sie in den größten wirtschaftlichen Schwierigkeiten seit 80 Jahren. Wie der Staat die Schulden zurückzahlen will, die er derzeit bei den Anlegern macht, weiß niemand. Manche Investoren fürchten, der Staat könnte durch Inflation oder Währungsreform seine Schulden verringern - und seine Gläubiger um einen Teil ihrer Investitionen prellen.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: -> http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,637086,00.html)
Ich bin sehr stark pro Deutsche Staatsanleihen. In meinem Depot steht ein 8% Anteil Dezember-Call-Optionen auf den Bund-Future. Sehr riskant, aber solche Depot-Schwankungen muss und kann ich aushalten.
Gründe für das Investment:
- Die allgemeine Stimmung ist nicht gerade pro Staatsanleihen. Begriffe wie "Rentenblase" werden gerne verwendet. Die (Hyper-)Inflation soll ja bald loslegen.
- Der langfristige Trend ist aber trotz der letzten schwachen Monate noch in Ordnung.
- Sentix (machen Umfragen zum Stimmungsbild) sagt: Die Investitionsgrade sind gering. Steigende Zinsen würden derzeit zu viele "Gewinner" produzieren.
- Saisonal geht es im August/September klar nach oben.
- Die Optionen sind relativ billig, implizierte Vola nur ca. 5,6%
- Der Bundfuture produziert derzeit hohe Rollgewinne. Von Septemer auf Dezember über 100 Basispunkte.
Wollte nur mal darauf hingewiesen haben. Nicht das es hinterher heisst: "Warum haste nicht Bescheid gesagt"
Dieses ganze Gelaber von platzender Rentenblase geht nun schon Monatelang so.
Das Problem, dass die meisten Bond-Bären haben sind ihre Scheuklappen.
Sie sind aus welchen Gründen auch immer nicht fähig zu begreifen, dass schon aus dem einfachen Grunde der Staatsfinanzierung und Stabilisierung der durch die "Krise" gebeutelten Wirtschaft, die Zinsen dauerhaft niedrig bleiben müssen.
Sie sind auch nicht fähig dazu, sich von ihren Lehrbuchmethoden zu trennen. Ihnen sei gesagt: Das globale System steckt in einer tiefen Krise. Ihm ist nämlich das Geld ausgegangen. 60 Jahre lief es ganz gut, aber nun scheint es an seine Grenzen zu gelangen.
Viel Erfolg zorrie.
@ zorrie [#7]
Wäre interessant, Deine Basispreise und die bezahlten Optionskurse zu erfahren.
Seit wann hast Du die Dinger schon?
Damit hast Du ja goldrichtig gelegen.
An Franjo invincibile:
Schau Dir die ersten charts mit 126 an, ich habe leider meine Verkaufslimits auf 130 gesetzt undbin nie zum Zug gekommen. Man konnte gut verdienen und jetzt nach einem 50% Rückschuß auf 122, bzw inzwischen schon wieder tiefer, kann man ja nochmal mitreiten.
Habe leider im juli mit DAX-short mein Konto geschmälert, bin aber noch einigermaßen akzeptabel raus und seit gestern wieder short im Nikkei und Dow.
MfG
hw
Keineswegs invincibile.
Ich betrachte das Ganze aber nicht kurzfristig, falls Du das auf meine Postings beziehst. Sicherlich gibt es kurzfristig immer wieder Gewinnmitnahmen und Glückwunsch, wenn man dabei richtig liegt.
Das wird aber meines Erachtens nichts daran ändern, dass es Aufgrund des aktiven Zutuns diverser Notenbanken zu keinem Renten-Crash kommen kann.
Und diese Tatsache mittel- bis langfristig vorweggenommen dürfte die dann entstehenden Profite recht ansehnlich werden lassen.
Weiterhin viel Erfolg.
@ hardworker [#9]
Wäre interessant, Deine Basispreise und die bezahlten Optionskurse zu erfahren.
Seit wann hast Du die Dinger schon?
Dezember 2009 Call Basis 120, Kaufpreis knapp unter 2 EUR, entspricht dem aktuellen Niveau, Kauf vor wenigen Tagen.
Damit hast Du ja goldrichtig gelegen.
How, den Satz Anfang Dezember hier, das wäre was! Aber das Leben ist ja bekanntlich kein Wunschkonzert :-)
@ zorrie [#11]
Fast 2000 Euro Einsatz pro GBL-Kontrakt. du mußt ein großes Depot verwalten.
Wo liegt Dein Kursziel?
MfG
hw
@ Paljusevic, Franjo [#3]
Hallo Franjo,
ich finde Deinen Beitrag von gestern nicht mehr, in Sachen heutige Veröffentlichung einer wichtigen Sache. Ich konnte mir den komplizierten Namen auch nicht so lange merken.
Was ist daraus geworden?
Good or bad news?
Wie war die Reaktion der Märkte?
MfG
hw
@ zorrie [#7]
8% in Optionen!?! Entweder du hast einen super guten Cash Flow oder du fährst ein sehr hohen Hebel. Beständigkeit ist das Ziehl eines Traders. Deshalb sollte man nur aus dem Cash Flow pushen.
Basis 120 ist schon sehr heiss. Aber trotzdem viel Glück.
Hardworker, mein Beitrag wurde warscheinlich von Herrn Ebert in den Daytrading Thread verschoben, den ich aber nicht anklicken werde, da mir die Ladezeit zu lange ist und ich meinen PC nicht 1/4 Stunde blockieren möchte :o)
Eine Verkleinerung des Threads wäre sinnvoll.
Ich glaube nicht, dass die TBAC Minutes einen grossen Einfluss auf das Tagesgeschehen hatten. Der Informationsgehalt dieser Protokolle -wie auch die Verschuldungsproblematik allgemein- wird meiner Meinung nach stark unterschätzt. Es bleibt halt jedem selbst überlassen, welche Schlüsse er daraus zieht.
@ Paljusevic, Franjo [#15]
Klicke "Meine Terminmarktwelt"-> "Meine Einstellungen"
Dort stellst Du "max. Anzahl Beiträge bei langen Themen (0 = alles anzeigen) :" auf z.B. 10.
Viele Grüße
Super. Vielen Dank für Deinen Tip.
Durch einfaches Anklicken des Threads gerät mein PC nämlich an die Grenzen seiner Leistungsfähigkeit :o)
@ hardworker [#12]
In diesem Fall hatte ich kein Kursziel. Aber das scheint sich ja sowieso von selbst zu erledigen, die Optionen haben sich fast schon halbiert.
Aussteigen tue ich vorerst nicht. Um mir das leisten zu können, habe ich Optionen und keine Futures gekauft.
Rätsel am Rentenmarkt?
Von Bernd Niquet
instock.de (05.09.09) - Es ist schon wirklich eine bemerkenswerte Performance, die der Rentenmarkt in den vergangenen Wochen hingelegt hat. Die Risikozuschläge auf Industrieanleihen und diejenigen der Länder mit zweifelhafter Bonität haben sich dramatisch ermäßigt, so dass die Kurse hier regelrecht explodiert sind. Wenn ich mir mein Depot anschaue, traue ich meinen Augen kaum:
Meine General Electric-Anleihe ist von 82,65 zu Jahresbeginn auf jetzige 99,80 gestiegen, die Ukraine-Anleihe, im Oktober 2008 zu 49 gekauft, sogar von 38 auf 75.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.instock.de/index.php?aid=8570)
Meine GBL-Calls sind inzwischen in den März "gerollt".
Das ist nicht mein erstes Investment dieser Art. Aber an ein solches Hin und Her kann ich mich nicht erinnern. Diverse Male bereits 50% im Minus, dann wieder 50% im Plus, aktuell gut über Einstand.
Die in [#7] genannten Gründe gelten immer noch. Nur die Saisonalität ist neutral geworden.
Die Rollgewinne in den Futures waren/sind:
Sep -> Dez ca. 100 Basispunkte
Dez -> Mar ca. 35 Bp
Mar -> Jun ca. 120 Bp
Weiss jemand, warum es da so grosse Unterschiede gibt? Es sollte doch hauptsächlich die Differenz der kurzen zu langen Zinsen eine Rolle spielen. Die ändert sich doch nicht so schnell so stark.
@ zorrie [#20]
Unter http://www.eurexchange.com/market/clearing/deliverable_bonds_de.html findest du die Konvertierungsfaktoren der lieferbaren Anlehen zum Futures. Daraus kann man den fairen Wert des Futuresspread errechnen. Zur Zeit sind die Unterschiede schon sehr groß, aber relativ fair.
@ tantan [#21]
Vielen Dank für die Aufklärung. Die Unterschiede der Bewertung einzelner Kontrake (Dez, Mar, ...) hängt also auch daran, dass verschiedene Anleihen geliefert werden.
@ zorrie [#7]
Alle Ausgangsbedingungen, bis auf die Saisonalität, gelten noch.
Die Optonen sind in den Juni, wieder Basis 122, gerollt.
Im Moment sieht es recht gut aus. Das ursprüngliche Risiko konnte ich schon etwas reduzieren, obwohl die Position heute grösser ist, als zu Beginn.
Aber es bleibt dabei, der Bund-Future geht eher seitwärts-aufwärts als richtig aufwärts. Schon Ende nächster Woche kann alles schon wieder im Minus sein, ohne dass etwas Spektakuläres passieren müsste.
GBL längerfristig long heißt, Ihr setzt auf Deflation? Andernfalls wäre doch das Rückschlagspotential recht erheblich, oder?
@ Asamat [#24]
Thoughts from the Frontline Weekly Newsletter
The Multiplication of Money
by John Mauldin
February 26, 2010
...
And that is what has happened. And all those mortgage bonds and other assets the Federal Reserve has purchased? They have been put right back into the Fed by the banks. There has been no money multiplier. In fact, the money multiplier, as measured by the ratio of MO to M1 growth is at its lowest level ever. Look at the graph below:
What this graph shows, astonishingly, is that a dollar added to the monetary base now has a NEGATIVE multiplier effect. Without showing yet another chart, bank lending has fallen percentagewise the most in 67 years. The actual amount of bank loans is falling each and every quarter, with no signs of a bottom. Consumers are reducing their debt and leverage. Bank loans are being written off at staggering rates. Over 700 banks (I think that is the figure I saw) are officially on watch by the FDIC, with more banks being closed each week.
There is at least $300-400 billion in losses on commercial real estate waiting to be written down. Housing foreclosures are rising and hundreds of billions have yet to be written off. As more families fall into unemployment or underemployment, there will be more writedowns. Is it any wonder that banks are having to shore up their balance sheets and make fewer loans?
With capacity utilization just off all-time lows, why should we expect businesses to borrow to increase capacity? Inventory levels are much lower than two years ago. Businesses no longer need to finance as much inventory. They simply need less.
@ schalke04 [#25]
Ja, lese ich auch gerne. Wobei man schon aufpassen muß, sich von der Ulta-Bearischen Sichtweise Mauldins nicht anstecken zu lassen. Er predigt seinen "muddle-through bear market" bereits seit mehr als einem oder zwei Jahren. Wer darauf gehört hat, hat einerseits die ganze Rally in den Aktien verpaßt. Andererseits lag Mauldin bisher nicht schlecht mit seine Vorhersage.
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Unabhängig davon sehe ich bei den langfristigen Bonds immer mehr eine Art Hopp-oder-Topp-Situation. Entweder gibt es eine große Deflation, dann sind langfristige Bonds auf Jahre hinaus die absoluten Winner, oder es gibt keine und stattdessen Inflation, dann werden sie fürchterlich abschmieren. Und die Frage ist, ob Helikopter-Ben sich nicht letztendlich doch durchsetzt. Genau diese Situation hat er ja in seinem berühmten Zitat beschrieben (übrigens bevor er ahnen konnte, daß es jemals dazu kommen würde!), und genau so hat er sich seitdem konsequent verhalten.
Zwar sind Deflationen schlecht verstanden und man weiß nicht viel darüber, wie das Beispiel Japans schon lange zeigt. Trotzdem ist schwer zu sehen, wie es bei einer Deflation bleiben soll, wenn er notfalls "Geld vom Hubschrauber aus abwirft". Mein Gefühl sagt mir, wenn er genug Geld wirft, muß es Inflation geben, egal was das Bild von der Umlaufgeschwindigkeit sagt und egal, was sonst passiert. Ohne es gut zu finden, denke ich, er recht hat mit seinem Zitat. Ob er es knallhart durchzieht, ist die andere Frage.
@ Asamat [#27]
Die Inflation ist doch längst seit der Reagonomics Area fest installiert, nur eben nicht in der Real-Wirtschaft, sondern mehr oder minder ausschließlich in den Finanzmärkten, Asset Inflation.
Hingegen gibt es stagnierende / schrumpfende Kaufkraft bei den abhängig Beschäftigten in den alten Industrieländern seit Caterpilar diese Lawine losgetreten hat.
Meine Meinung zur Lage im August 2007 http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=33355&page=11#M267 passte damals und die 1,5 Jahre haben auch ungefähr gepasst.
Das Inflationieren ist nicht so simpel (Japan) in einer Welt mit via Internet verfügbaren Preisinformationen für Waren und Dienstleistungen jeder Art.
Ich habe bis heute noch keine dedizierte Vorstellung davon entwickeln können, wie die hemmungslose Vermehrung des bedruckten Papiers sich auswirken wird - wenn durch quantitative easing die nominellen Zinsen niedrig gehalten werden, dann ist es eben so - man möge einmal die Konsequenzen von inflation-indexed bonds mit festgestellten 6-8 % statt gut 2 Prozent für die Staatshaushalte sich ausmalen - Rohstoffe und Edelmetalle sind m. E. auch nur bedingt krisentauglich.
Der AMuldinsche Beitrag erhellte ein wenig das Schicksal des Geldes in den USA, daher fand ich es kommunizierenswert.
Insofern werden die Staaten / Notenbanken weiterhin für (irrational ??) niedrige Zinsen sorgen müssen und die Bond Shorties nur temporär richtig liegen (wenn ich hiermit richtig liegen sollte).
Kenneth Rogoff: "Lang laufende Staatsanleihen stellen wahrscheinlich die aktuell größte Blase an den Kapitalmärkten dar". Herr Rogoff hat die Wirtschftskrisen der vergangenen Jahrhunderte in einem viel beachteten Buch "This time is different" analysiert.
Paul Krugman zu amerikanischen Staatsanleihen im Zusammenhang mit dem Handelsbeziehungen zu China: "Der Handel mit China ist fair: Sie liefern uns vergiftetes Spielzeug, wir liefern toxische Papiere. ["They send us poisoned toys and tainted seafood and we send them toxic securities".] Der Mann blickt durch, er hat 2008 den Wirtschaftsnobelpreis bekommen.
Bill Gross zu britischen Staatsanleihen: "Gilts ruhen auf einem Fundament aus Nitroglycerin". Herr Gross spricht grosse Worte gelassen aus, während er den größten Anleihefonds der Welt verwaltet.
Die Aussagen, die wuelle zu Bonds zitiert, sind richtig, wenn es wirklich starke Inflation gibt. Wenn es Deflation gibt, ist es hingegen berechtigt, daß Bonds steigen und steigen. Hopp oder Topp.
@ wuelle [#29]
"Sie liefern uns vergiftetes Spielzeug"
mittlerweile auch I-Phones usw.
Hat Herr Krugman soviel wie Herr Obama für seinen Preis getan?