chubbyblues
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BaFin verbietet Leerverkäufe in Deutschland
Quelle: http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,579375,00.html
Auch in USA und GB erfolgt Verbot.
Gruss Mike
Geschrieben von chubbyblues
am
Mit einer rigiden Maßnahme reagiert die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht auf die Börsenkrise. Die Behörde hat vorübergehend sogenannte Leerverkäufe in Deutschland untersagt. Die Sperre soll bis zum Jahresende und für bestimmte Unternehmen gelten.
@ gautama2 [#2]
Wie jetzt, shorting wird verboten?
Atmen darf ich aber noch, oder? Oder wird das auch verboten, da ja der CO²-Anteil in der Luft weiter steigt?
Hast Du eine Liste der betroffenen Unternehmen?
Von dem Verbot in Deutschland betroffen sind die Aktien folgender Unternehmen:
Aareal Bank
Allianz SE
AMB Generali Holding
Commerzbank
Deutsche Bank
Deutsche Börse
Deutsche Postbank
Hannover Rückversicherung
Hypo Real Estate Holding
MLP
Münchener Rückversicherungsgesellschaft
Quelle wie in #1
@ scorpion260 [#4]
AHA, das ist also die offizielle BAFIN Liste der Institute die kurz vor der Kippe stehen
Vielen Dank Herr Sanio
@ limitup [#5]
Montag verkauf ich dann also Allianz?
Ich wollte noch ein wenig warten.
Deutsche Bank, Hannover Rück bin ich schon vor Monaten los geworden.
Heute back ich morgen brau ich.... :)
Systemvertrauen
Die Verwendung von Geld impliziert ein Opfer an Freiheit und Dispositionsgewissheit, das einer besonderen Absicherung bedarf, die in einer genauen Planung und Voraussicht der Investitionsfolgen einerseits und in der Bewahrung einer genau kalkulierten Restliquidität andererseits gefunden werden kann. (Das gilt auch für Banken)
Damit gewinnt zudem die Möglichkeit, Liquidität zu opfern und doch zu behalten, z.B. Geld in verkäuflichen Papieren anzulegen, sowohl für dem einzelnen als auch für das Wirtschaftssystem DIE relevante SCHLÜSSELSTELLUNG. Dieses logische Superwunder des gleichzeitigen Opferns und Behaltens von Liquidität wird durch eine STEIGERUNG DES GELDVOLUMENS erreicht - dieses logische Superwunder impliziert also eine STEIGERUNG und damit eine wachsende GEFÄHRDUNG von SystemVERTRAUEN.
Man bekommt den Eindruck, dass es fast nur um Systemvertrauen geht, wenn sich's um Stabilitäten rund ums Geld dreht. Und wenn (befristete) Leerverkaufsverbote auf welche Wege und Weisen auch immer das Systemvertrauen verbessern - und sei's in Form von Self-Fulfulling-Prophecies - ist doch nix dagegen einzuwenden.
Hauptsache bleibt doch, das Geldvertrauen wird nicht generell erschüttert und die "Flucht in Sachwerte" so überstrapaziert, dass die Liquidität des Geldmarktes selbst gelähmt wird. Geldpolitik ist nunmal sehr, sehr schwierig, da sie von VERTRAUENSfragen vom Gesamtsystem abhängt - und zwar kennzeichnenderweise um so mehr, je rationaler die Einzelentscheidung kalkuliert wird.
Was ich sagen will, ist, dass der Geldmechnismus für seine Funktionsfähigkeit voraussetzt, dass das Geld selbst Vertrauen genießt: Ein rationales Streben nach Vorteilen über Umwege, Genußverzichte, Vertagungen, welches Vorleistungen impliziert, ist nur motivierbar, wenn die störende Interferenz des freien, unberechenbaren Handelns anderer durch VVEERRTTRRAAUUEENN ausgeschaltet werden kann. Die Frage ist, wie solches Vertrauen, das GANZ UNABHÄNGIG ist von dem materiellen Wert der Substrate/Grundlagen/Substanzen des Geldsymbols, aufgebaut und erhalten werden kann.
@ Kobban [#7]
(Bin mit den beiden ersten Absätzen inhaltlich nicht einverstanden. Aber, zu einer Erwiderung wäre ein thread "Das Geld" besser. Hier geht es ums Thema Leerverkäufe)
"Man bekommt den Eindruck, dass es fast nur um Systemvertrauen geht, wenn sich's um Stabilitäten rund ums Geld dreht. Und wenn (befristete) Leerverkaufsverbote auf welche Wege und Weisen auch immer das Systemvertrauen verbessern - und sei's in Form von Self-Fulfulling-Prophecies - ist doch nix dagegen einzuwenden"
Die Frage, ob ich oder du oder sonstwer dagegen etwas einzuwenden hätte, stellt sich m.E. garnicht.
Ein Subjekt der Geschichte müssen wir noch einführen! In unserem Fall "Der Staat"
Komme aber ansosten zu dem gleichen Schluß, dass er ein "(temporäres) Leerverkaufsverbot" erläßt, weil ihm das, als eins unter vielen Werkzeugen nützlich erscheint.
Ob das zu Vertrauensaufabau, Vertrauenserhaltung, Vertrauenswiederaufbau dienen soll, um Vertrauen geht es immer! (Da sind wir wieder einer Meinung, ohne Vertrauen ist die Note etwas für den Kamin)
Und ob einzelne Maßnahmen die gewünschte Wirkung zeigen, dass zeigt immer erst die Zukunft.
Aber was mit dem Verbot sofort mal zum Ausdruck gebracht wird:
Wenn short-seller zu stören anfangen, wird ihnen erstmal das Handwerk gelegt.
Der anderen Seite übrigens auch! Es wird einfach ein bisschen Luft abgelassen aus dem Finanzmarktballon!
Leerverkäufe verleiten zum Missbrauch
Boerse.ARD.de (22.09.08) - Short-Seller haben das Funktionieren des Marktes gefährdet, ist Rechtsanwalt Klaus Nieding überzeugt. Im Gespräch mit boerse.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_312808)
Von allen Mißständen, die es aus Politik, Verwaltung und Regierung gab, hat mich seit 2003 nichts mehr so sehr frustriert wie die aktuelle Anordnung der Bafin. Nicht weil ich vom Verkaufsverbot betroffen wäre, sondern weil die Verfilzung von Geld und Macht hier so unverschämt unverblümt ausgelebt wird.
"Die" machen sich nicht mal die Mühe, "uns" eine anständige Lügengeschichte aufzutischen, sondern behaupten einfach frech, das Funktionieren der Märkte sei gefährdet, oder durch Shortselling würden Unternehmen in den Untergang getrieben.
Mit der gleichen Argumentation könnte man auch demokratische Wahlen abschaffen, weil die ja ebenfalls die politische Stabilität gefährden. Oder man könnte Aldi verbieten, weil durch ihn Lidl in den Untergang getrieben werden könnte.
@ Livetour [#10]
Es geht beim BaFin Verbot "nur" um naked shorts.
@ dansmo [#11]
Das stimmt nicht: Ich habe versucht bei verschieden Brokern eine Leihe in DBK und CBK zu bekommen...Nichts.... Es dürfen keine Aktien geshortet werde war die Aussage, auch nicht mit Leihe. Einer der Brokerbank war u.a. HSBC
@ Livetour [#10]
Und was würds bringen zum hunderttausendstenmale eine gesellschaftliche Utopie zu formulieren, z.B. diesmal als Gesellschaftszustand nicht ohne Geld aber ohne Staat? Die tatsächlichen Entwicklungen nehmen ja doch andere Wege. Sie bauen Momente des Utopischen ins am Staat orientierte Politiksystem selbst ein - zur Überbrückung der eingebauten Differenzen zwischen Partei/Parteien und Staat.
So hält sich Politik für alle Anliegen und Probleme für kompetent (= fähig + zuständig), die anderswo nicht zufriedenstellend oder gar nicht gelöst werden können. Das zwingt Politik dazu, Gesellschaftsplanung zu versprechen, aber zugleich in Aussicht zu stellen, dass das ohne Beeinträchtigung der individuellen Bürger zu geschehen habe. So greifen in der Absicht, bessere Resultate zu erzielen, Reformen und Scheinreformen in vorhandene Routinen ein.
Auf kurze Sicht wird das Beabsichtigte zwar oft erreicht, doch genausooft, wenn nicht zumeist werden die eigentlichen Ziele verfehlt. Diese dienen vielmehr der Selbstbeglaubigung des Reform-Vorhabens oder auch der Auslösung weiterer Reformen - sei's mit denselben, sei's mit ganz anderen, korrigierenden und korrigierten Zielen.
Die Globalinternationalisierung der Finanzmärkte und die rapide Entwicklung immer wieder neuer derivativer Finanzinstrumente lassen die Hoffnung auf eine staatliche Steuerung ohnehin zerrinnen. Und auch die Wirtschaft selbst kann auf sich selbst nur im nachhinein reagieren, muß immer von der selbstgeschaffenen Situation ausgehen, in die sie durch eigene Operationen geraten ist.
Als Folge der Volatilität von Finanzanlagen fällt z.B. das Interesse am Vermögenserhaltung/-vermehrung und das Interesse an Unternehmenserhaltung stark auseinander. Auf diese Differenz kann der Staat selbstverständlich reagieren - aber eben nur reagieren - und alle Planung ähnelt mehr dem Versuch, die Memoiren solcher Versuche zu schreiben, und dabei rasch genug zu vergessen, woran sie gescheitert sind.
@ limitup [#12]
ich habe das gerade mal aus Spaß bei IAB probiert, also einfach per "SMART" 1 Aktie Market SHORT geordert und wurde per FWB gefiilt auf "-1"... Wieder 1 gekauft Market, da war ich wieder auf "0". Laut Tradereport 2x 6Eur Kommission, das wars. Zumindest bei IAB kann man noch in deutschen Aktien SHORT gehen.
@ limitup [#12]
Les dir bitte die FAQ auf der Seite der Bafin durch. Frage 1.
http://www.bafin.de/cln_116/nn_722758/SharedDocs/Veroeffentlichungen/DE/Service/Auslegungsentscheidungen/Wertpapieraufsicht/ae__080922__faq__leerv.html
@ dansmo [#15]
Das heißt im Umkehrschluss, naked shorts sind in allen anderen Aktien, die nicht in der Bafin-Allgemeinverfügung aufgeführt sind, erlaubt. Na Super! Das ist ja wohl die Selbstblamage der Bafin total. Das muss man sich richtig fremdschämen für die deutsche Finanzmarktregulierung.
@ dansmo [#11]
Es geht beim BaFin Verbot "nur" um naked shorts.
Ich weiß. Es geht auch "nur" um ein Dutzend Aktien. Es geht auch "nur" um eine befristete Anordnung. Dadurch wird die Angelegenheit aber nicht besser.
@ Kobban [#13]
eine gesellschaftliche Utopie zu formulieren
Hatte ich auch nicht vor.
@ dansmo [#15]
Dann werde morgen nochmal versuchen eine Leihe zu bekommen
@ Global_2 [#16]
" Das ist ja wohl die Selbstblamage der Bafin total. Das muss man sich richtig fremdschämen für die deutsche Finanzmarktregulierung."
Nun mal langsam mit der "ätzenden" Kritik.
Dein ganzer vergangener Erfolg/Mißerfolg beruht nur auf Verläßlichkeit der Kontrollinstanzen. Du bist überhaupt nur im Spiel, weil da irgendjemand etwas geregelt hat.
Die Betrachtungsweise, dass da irgendjemand was regelt, was du besser geregelt hättest, mach sich lächerlich daran, dass der regeln kann, und eben Global 2 nicht.
Dann fundamental: Gehst irgendetwas short oder long, weil sich deiner Meinung nach Bafin blamiert hat? Müßte ja irgendwo in einem chart sich niederschlagen, die Blamage!
Allg. Wie großartig ist die Erkenntnis "shorten haben sie eigentlich verboten, aber ich habe trotzdem einen Weg gefunden" , wenn dann das Falsche geshortet zu Verlusten führt. Ist doch kein free lunch, zu shorten obwohl nicht erlaubt.
@ Livetour [#17]
Ich finde es genauso peinlich wie du.
@ Global_2 [#16]
Und? Wo ist das Problem?
In Deutschland muss man den CCP mit Valuta +2 beliefern, nach 5 Tagen folgt in der Regel die Androhung eines Buy-in. Jeder, der also naked shorts eingeht weiß Bescheid und kennt die Gefahren.
@ dhp05 [#19]
kurz und knapp halte ich die deutsche Regulierung und Kapitalmarktgesetzgebung für schlecht, und das schon seit Jahren. Die Problematik von naked Short-Selling ist für mich dabei kaum der Hauptkritikpunkt. Es betrifft vielmehr verschiedene andere Punkte wie z.B. das Fehlen wichtiger Angaben in den Jahres-/Quartalsberichten der börsennotierten Unternehmen (im Vergleich erscheint der Pflichtinhalt der SEC-Filings in US deutlich besser geregelt) oder auch die Strafen im Fall von Verstößen bzw. Betrug. Man beklagt oftmals die in Deutschland noch unterentwickelte Kapitalmarktkultur und die geringe Aktionärszahl, tut aber wenig daran, die Rahmenbedingungen wirklich zu verbessern.
@ dansmo [#21]
Ja ich weiß: hier in D haben wir T+2 Settlement. In US T+3. Was passiert, wenn es am Tag T+2 bei einem naked-short zu einem Failure-to-Deliver (FTD) kommt? Über das FTD-Problem liest man nur was bezogen auf den US-Markt, aber nie bezogen auf den deutschen Markt.
@ Global_2 [#16]
Ich glaube es geht nur darum ein Vertrauen in den Markt wieder herzustellen.
Was dann als Sündenbock herhalten muss ist letztendliich wurscht, Hauptsache die Masse denkt es ist jetzt alles in Butter. Staatliche Auffangfonds für Schrott oder Schnappt Shorty sind dann eben die Maßnahmen, die es bringen sollen.
Wichtig ist nicht die Wahrheit, wichtig ist eine akzeptable Wahrheit.
Gruß
@ Global_2 [#22]
ok. Dein Blickwinkel richtet sich aufs WphG.
Mein Blickwinkel richtet sich im Hinblick auf die short-Verbotsliste diverser GB's auf die Bafin-Abteilung Bankenaufsicht.
Die laufende Finanzkrise hat nicht ihre Ursache darin, dass du oder ich das Vertrauen in den Finanzmarkt verloren hätten, sondern dass sich die Geldinstitute wechselseitig das Vertrauen entzogen haben. Das funktioniert praktischerweise indem man den Geldwert der jeweiligen Emissionen und Depositen bestreitet und sie somit Richtung Süden schickt. Mit all den Konsequenzen, die es nun zu "bestaunen" gilt.
Die short-Verbotsliste ist da ein Mittel staatlicher Fürsorge, die so manchem Institut nun zuteil wird. Weniger um das ein odere andere Institut zu retten, sondern einen ganzen Sektor, dessen Dienste noch gebraucht werden, aus der Gefahrenzone zu bringen.
@ dhp05 [#24]
"Die laufende Finanzkrise hat nicht ihre Ursache darin, dass du oder ich das Vertrauen in den Finanzmarkt verloren hätten, sondern dass sich die Geldinstitute wechselseitig das Vertrauen entzogen haben. Das funktioniert praktischerweise indem man den Geldwert der jeweiligen Emissionen und Depositen bestreitet und sie somit Richtung Süden schickt. Mit all den Konsequenzen, die es nun zu "bestaunen" gilt."
Kobbanino kanns nicht lassen:
Vertrauen bezieht sich stets auf eine kritische Alternative, in der der Schaden bei Vertrauenszusammenbruch größer sein kann als die Vorteile, die aus Vertrauenserweisen gezogen werden. Die Vertrauenden machen sich also an der Möglichkeit übergroßen Schadens die Selektivitäten des Handelns und der Mißgeschicke der anderen bewußt und stellen sich ihr. Demgegenüber hat vor der Finanzkrise der "nur" Hoffende trotz Unsicherheit einfach Zuversicht gefaßt. Vertrauen reflektiert demnach Andersmöglichkeit - Hoffnung eliminiert Andersmöglichkeit.
Anderreseits kann nicht vorausgesetzt werden, dass das Risiko und der Grund des Vertrauens vor dem Verhalten rational abgewogen wird. Vertrauen wird auch unbedacht, leichtsinnig, fahrlässig, routinemäßig erwiesen und erfordert besonders dann keinen "unnötigen?" Bewußtseinsaufwand, wenn die Erwartungen fast sicher sind.
Wer sich unbewaffnet unter die Mitmenschen tummelt, vertraut ihnen, ohne ernsthaft die Alternative zu erwägen, z.B. ein Schwert oder eine Ritterrüstung mit sich herumzuschleppen.
Fälle von "echtem" Vertrauen liegen allerdings nur dann vor, wenn vertrauensvolle Erwartungen bei der Entscheidung jeweils den Ausschlag geben - andernfalls gehts um bloße Hoffnungen.
Ja, ja - das ist für einen gestandenen dhp05 ("hoffentlich!") sowieso unbestritten!
@ Kobban [#25]
über die Absätze 2-5 morgen.
Vertrauen der Banken untereinander ermöglicht den problemlosen Zahlungsverkehr.
Gestörtes Vertrauen untereinander stört diesen. Das ist für die Realwirtschaft eine hoch explosive Angelegenheit.
Ich erinnere, dass du sagtest, dein Papa war Banker! Frag den auch mal, was der Realwirschaft passiert, wenn die Geldwirtschaft ihrem Dienst nicht mehr nachkommen kann.
Da ist Ende mit feinen Sätzen, die uns aus der Feder fließen.
@ dhp05 [#26]
"dein Papa war Banker!"
Mein Papa ist schon lange tot. Vor über 15 Jahren habe ich ein (letztes?) TV-Interview mit Max Frisch gesehen (Frisch und mein Papa sind im selben Jahr gestorben; 1991). Man fragte ihn, was er für das Schlimmste am Tod hält. Er antwortete: "Man kann nicht mehr fragen!". Heute verstehe ich Frischs Antwort voll und ganz.
Und nochwas: mein Papa ist im selben Haus und in demselben Zimmer geboren, in dem er dann gestorben ist. Und gezeugt ist er dort allerhöchtwahrscheinlich auch, weil das ja das Schlafzimmer meiner Großeltern war. Ich wohne nun wieder in unserm "Familiensammmsitz". Aber ich selbst bin im Krankenhaus - 15km entfernt geboren - so dass es nix bringt, dort zu sterben.
@ Kobban [#27]
Wir trifften "off topic" dann wieder ins richtige Leben ab.
Hab beim schreiben schon überlegt, ob das richtig ist, nach deinem Papa zu fragen.
Müßen dann Mischung finden; über Frisch weiterreden (den Namen aktivieren, dafür alleine lohnt ja schon das TMW) und gleichzeitig nicht die Spur des threads verlassen.
Leerverkaufsverbot für deutsche Finanztitel nun bis Ende März
fondsweb.de (19.12.08) - Das Verbot von Leerverkäufen für elf deutsche Finanzaktien ist auf Ende März verlängert worden. "Die zum Erlasszeitpunkt der Verfügungen vom 19. und 21. September 2008 bestehenden Missstände, welche die ordnungsgemäße Durchführung des Wertpapierhandels und die Stabilität des Finanzsystems gefährden, bestehen weiter", wie die Bundesanstalt für Finanzdienstleitungsaufsicht (BaFin) in ihrer Allgemeinverfügung vom 17. Dezember mitteilte.
Die BaFin hatte Leerverkäufe auf die Aktien der Aareal Bank, Allianz, AMB Generali Holding, Deutsche Bank, Deutsche Börse, Deutsche Postbank, Hannover Rückversicherung, Hypo Real Estate, MLP, Münchener Rückversicherungsgesellschaft im September für einen befristeten Zeitraum untersagt. Das Verbot sollte ursprünglich bis Ende 2008 gelten.
Die BaFin begründete ihre Entscheidung damit, dass weiterhin eine außergewöhnliche Volatilität bei Aktien von Kreditinstituten, Börsenbetreibern, Versicherungsunternehmen und weiteren Unternehmen der Finanzbranche bestehe. Short-Selling könnte die Stabilität des Finanzsystems gefährden. Eine mögliche Folge sei, dass Liquiditätsengpässe verschäft würden.
Nach Angaben des Bundesverbandes Alternative Investments (BAI) berät die internationale Organisation der Wertpapieraufsichtsbehörden IOSCO über Leerverkäufe. Sie habe für Anfang nächsten Jahres einen Bericht über die Beratungsergebnisse geplant. Wie der BAI weiter mitteilte, wird es möglicherweise dann auch zu einer internationalen Regulierung von Short-Selling kommen.
Leerverkäufe zur Absicherung bestehender Positionen hat die BaFin trotz ihres Verbotes weiterhin erlaubt. Das gelte auch für Geschäfte von Personen, die sich verpflichtet haben, verbindliche Kauf- oder Verkaufgebote zu stellen. Dazu gehörten Market Maker. Generell ist eine Kontrolle von Short-Selling schwierig, da es keine Meldepflicht für Leerverkäufe gibt. Die Verstöße können erst im Nachhinein festgestellt werden.
http://www.fondsweb.de/fondsnews/12705-Leerverkaufsverbot-fuer-deutsche-Finanztitel-nun-bis-Ende-Maerz