benedikt54
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12 Jahre 9 Monate

Bankberatung: Rentensparvertrag fällig im Alter von 159 Jahren

Gestern bei Hart aber Fair.

Beispiel über die Beratungsqualtität der Citibank. Einer 91 Jahre alten Dame wird ein Rentensparvertrag verkauft.

Bei Fälligkeit dieses Vertrages wäre die Dame dann 159 Jahre.

Die Dame meinte Sie können nicht gut sehen und da es sich ja um einen Beamten (gemeint Bankbeamten) handelt habe sie ihm voll vertraut.

Nachdem die Dame am nächsten Tag wohl mit Ihren Augengläsern ausgestattet gesehen hat was sie Unterschrieben hat, wollte sie eine Auflösung des Vertrages.

Anstatt diese Peinlichkeit schnell aus der Welt zu schaffen hat die Citibank auch noch ein Schreiben erstellt indem man ihr zur grossartigen Entscheidung gratuliert hat.

Auf jeden Fall hat man sehr schnell in der Runde auf den Berater eingedroschen, aber kein Wort davon, warum er zu solchen Methoden gegriffen hat.

Man fragt sich echt, welche Leute in der Citibank das Sagen haben.

Geschrieben von benedikt54 am
sbendel
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

68 Jahre ansparende Renterverträge gibt es? Sollen die bei der Geburt angeschlossen werden?

Marzell
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

wenn Risiko Todesfall mit eingeschlossen ist wäre es schon ein Geschäft. Vielleicht hat die Dame dies für die Enkelin gemacht und der Berater hat nicht genau hingeguckt. ?

rodeonrwdeo
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

es mag ja so sein wie hier dargestellt. Aber kann man sicher sein, dass es so war? bekamen in dem Beitrag auch die "angschwärzten" die Chance die sachlage aus ihrer Sicht darzustellen?

AAA
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ benedikt54 [#1]
Man fragt sich echt, welche Leute in der Citibank das Sagen haben.

Schick deine Kinder hier zu Studium hin, dann wird alles besser. ;)
http://www.wirtschaft-neu-denken.de/cgi-bin/alanus.pl

F
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Bevor jemandem "Renten- oder Sparverträge" mit solch einer Laufzeit angeboten werden, sollte man sich einmal bewusst machen, was 68 Jahre überhaupt sind.

Zur Verdeutlichung anbei eine Abbildung der Howaldtswerke AG Schuldverschreibung von 1943 -seit deren Emission sind nun 66 Jahre vergangen-.

Wie die Welt im Jahre 2075 aussieht weiss ich nicht, aber irgendwie glaube ich, dass die monatlichen Beiträge für solche Verträge genausogut in der Mülltonne aufgehoben wären.

F
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Der Mensch ist eingebunden in den seit Schöpfung der Welt und auf ewig bestehenden Wechsel der Jahreszeiten.

Am besten kann man diesen regelmässigen Wechsel mit der folgenden Abbildung darstellen.

Wenn es gut kommt sind 80 - 100 solcher jährlicher Wechsel von Frühling, Sommer, Herbst und Winter erlebbar und zwar von jeder Generation.

Also sollte man das Beste daraus machen und sich nicht von irgendwelchen provisionshungrigen Dummschwätzern irgendeinen Müll aufschwatzen lassen.

Eine verkaufte Lebensversicherung, die innerhalb der ersten 3 - 5 Jahre nicht durch den Inhaber gekündigt wird, bringt dem Verkäufer eine Provision von 1 % der Versicherungssumme (!). Ich glaube jetzt ist auch klar, warum so viel Wert darauf gelegt wird, den Kunden zu "betreuen".

Ein Kunde will Sicherheit, er will gar nichts riskieren und er möchte bei Bedarf schnell an sein Geld ? Ein guter Ratschlag von mir.

Er soll zu einer Sparkasse, Volks- oder Raiffeisenbank gehen und dort ein Tagesgeldkonto oder Sparbuch eröffnen.

Damit hat er keine Sorgen und kann sein hart erarbeitetes Geld geniessen.

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#7]

Absolut richtig und zwar betrifft das die Kunden die auch schon eine gewisse Lebenserfahrung auf dem Buckel haben.

rodeonrwdeo
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

"Eine verkaufte Lebensversicherung, die innerhalb der ersten 3 - 5 Jahre nicht durch den Inhaber gekündigt wird, bringt dem Verkäufer eine Provision von 1 % der Versicherungssumme (!)"

was soll den das Ausrufezeichen? soll der Vertreter umsonst arbeiten? es wird doch keiner gezwungen solche Verträge zu unterschreiben. Sind denn hier nur unmündige Bürger auf diesen Seiten?

Archie
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ rodeonrwdeo [#9]
"es wird doch keiner gezwungen solche Verträge zu unterschreiben."
Mit dieser Mentalität fliegender Teppichhändler und Hütchenspieler kann man alles verkaufen, ohne jemals in die Verlegenheit eines schlechten Gewissens zu kommen.

rodeonrwdeo
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Warum sollte man ein schlechtes Gewissen haben wenn freie Menschen freiwillig einen Vertrag abschliessen?
Hier geht es ja zu wie auf verdi und Konsorten Seiten.

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Archie [#10]

Mit dieser Mentalität fliegender Teppichhändler und Hütchenspieler kann man alles verkaufen, ohne jemals in die Verlegenheit eines schlechten Gewissens zu kommen.

Dies ist ein Börsenforum. Hier geht es darum, wie man Gewinn macht und Verluste vermeidet. Hier geht es nicht darum, selbst zu betrügen, aber man sollte schon lernen, sich selbst vor Schaden zu schützen, auch und vor allem in Bereichen, wo BGB, AGBs, SEC und BAFIN dies nicht tun. Moralische Bewertungen helfen dabei nicht.

@ rodeonrwdeo [#11]

Hier geht es ja zu wie auf verdi und Konsorten Seiten.

Die sollen nur kommen. Das gäbe ein Schlachtfest.

F
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Ich bin gelernter Bankkaufmann und ich gehe davon aus, dass cirka 90 % der allgemeinen Bankkundschaft Gehaltsempfänger aus den unterschiedlichsten Berufsgruppen sind und keinen direkten Bezug zu -für sie durchaus komplexen- Bankprodukten haben.

Jetzt kommen wir einmal zum Begriff der Mündigkeit. Sicher ist die Mehrzahl der Leute mündig und voll Geschäftsfähig. Kann man aber diese Mündigkeit als Freifahrtschein dafür nehmen, diesen mündigen Leuten Produkte als interessant anzubieten, für deren Verständnis eine langwierige Ausbildung nötig ist ?

Ein verantwortungsbewusster Bankberater schätzt seinen Kunden anhand seiner Risikoneigung ein. Wer als Bankberater einem Rentnerehepaar -trotz deren Bedenken- empfiehlt -wie übrigens schon geschehen- beispielsweise ihre Spareinlagen umzuschichten und dafür riskante Zertifikate eines heute bereits nicht mehr aktiven Bankhauses zu kaufen, handelt grob fahrlässig.

Der allgemeine Bankkunde vertraut der Kompetenz seines Bankberaters. Er weiss nicht, dass es durchaus Finanzprodukte gibt, die so riskant wie ein Einsatz am Roulette-Tisch sind.

Sicher, der Kunde unterschreibt letztendlich Ellenlage Risikoerklärungen, in denen er in Mikroschrift auf alle möglichen Verlustrisiken hingewiesen wird. Aber -es hört sich im Endeffekt hart an- er versteht es im Grunde genommen gar nicht.

Er wurde von seinem Bankberater angesprochen und ihm wurde von seinem Bankberater eine Empfehlung gemacht. Also "vertraut er dieser" Empfehlung.

Genauso wie er auch seinem Arzt vertraut, wenn ihm dieser Medikamente verschreibt oder eine Diagnose erstellt.

Der "allgemeine" Bankkunde, weiss weder etwas von Geschäftspolitik des entsprechenden Hauses, noch von globaler Vernetzung etc. Sein Blick ist gerichtet auf seine am Ort ansässige Filiale mit seinem bekannten Berater.

Und letztendlich muss man von Tragödien sprechen, wenn Leute durch deren Gutgläubigkeit teilweise ihr ganzes Vermögen verloren haben, weil sie in Produkte investierten, die sie -wenn man sie ihnen gut erklärt hätte- womöglich niemals angerührt hätten.

Hier muss eine Änderung stattfinden. Banken sollten nicht mehr ihre komplette Produktpalette frei über die gewöhnlichen Bankberater anbieten. Hat der entsprechende Kunde tatsächlich solche spezielleren Anlagewünsche müssen diese mit einem speziell dafür ausgebildeten Privatkundenbetreuer besprochen und in diesem Gespräch explizit alle möglichen Verlustrisiken aufgezeigt werden.

Wenn nach einem solch klärenden Beratungsgespräch dann immer noch ein Anlagewunsch seitens des Kunden bestehen sollte, kann man zumindest davon ausgehen, dass der Kunde sich des Risikos seiner Investition bewusst ist.

Noch ein schönes Wochenende.

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ rodeonrwdeo [#9]

Genau. Das ist ein Tausender für ne 100.000 Euro Versicherung.
Man stelle sich mal folgendes vor:
Wie groß ist die Menge der Kontakte bis ein Termin zustande kommt.
Wieviel Termine ergeben letztendlich den Verkauf einer solchen Versicherung.
Wie oft ist man dafür losgefahren, dann hat der Interessent den Termin vergessen und kann jetzt leider nicht.
Wie oft muss man sich bei zustande gekommenen Verkaufsgesprächen den Mund fusselig reden, bis dann endlich mal einer denkt er braucht das etc.

Das ist hart verdiente Kohle. Ich hab da jedenfalls nach ein paar Jahren in meiner Sturm und Drang Zeit keinen Bock mehr drauf gehabt.

@ Paljusevic, Franjo [#13]

"Ein verantwortungsbewusster Bankberater schätzt seinen Kunden anhand seiner Risikoneigung ein. Wer als Bankberater einem Rentnerehepaar -trotz deren Bedenken- empfiehlt -wie übrigens schon geschehen- beispielsweise ihre Spareinlagen umzuschichten und dafür riskante Zertifikate eines heute bereits nicht mehr aktiven Bankhauses zu kaufen, handelt grob fahrlässig."

Ich kenne mehrere in meinem Bekanntenkreis, die hätten ihren Job schon lange nicht mehr, wenn sie so handeln würden, wie Du es da in Deinem heile Welt Epos hervor hebst. Ich kenne auch jemand hier im Forum, der hat sich lieber der Altersteilzeit verschrieben, weil er u.a. das widerliche Geschwätz, das in den Besprechungen in den höheren Etagen über die Kunden etc abgelassen wurde, nicht mehr ertragen hat.

Gruß

Archie
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#13]
Bravo! Sie haben die Sache auf den Punkt gebracht.
Es geht hier nicht um Fehler oder Verfehlungen kleiner Angestellten oder Vertreter, sondern um die Geschäftsführungen der Unternehmen.

Die meisten Banken und Finanzdienstleister müssen wieder ganz neu lernen und begreifen, dass im Umgang mit dem Kunden und im Geschäftsgebahren gerade jetzt Begriffe wie "Anstand", "Seriosität", "Treu und Glauben" gefragt sind.

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Archie [#15]

Ja, es ist ja nicht so, dass der Bankberater das nicht so tun möchte, er darf es schlichtweg nicht.
Der Sohn in der Nachbarschaft hat seine Banklehre beendet und dann nicht weiter in diesem Metier arbeiten wollen.
Er hatte bereits als Azubi seine Verkaufsvorgaben für die Kundschaft am Schalter, die eigentlich nur eine Einzahlung oder Überweisung machen wollte.
Das ist extremes "Drückertum" und vor allem unglaublich kompetent, wenn der Azubi jedem garantiert älteren und erfahreneren Kunden innerhalb von Minuten etwas Passendes empfehlen soll.

So wird tatsächlich an jeder Ecke dieser Unternehmen sichtbar, dass der Kunde der Letzte ist, der finanziell in diesem Spiel gewinnen soll.

Archie
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ gautama2 [#16]
Bitte genau lesen: Es fällt in die Verantwortung der Geschäftsführung.

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ Archie [#17]

Hatte ich das betritten?

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