scorpion260
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Banken in Deutschland

ausgegliedert aus dem Thema "Gold: Steigt der Goldpreis oder crasht er auf 500 Dollar ?"

@ Berlinerredux

Solange man sich immer wieder über die Refinanzierung einig wird, wird sich auch nichts ändern.
Insofern bist Du also schon mehr Pessimist als Realist*g.
Ich sags nochmal, die PIGS stellen von den Zahlunsgströmen her keine nennenswerte Größe dar.
Die paar Hundert Milliarden schafft man locker zu finanzieren.
Somit schlüpfen die Weichwährungsstaaten unter den Bonitätsschirm der Hartwährungsgründerstaaten.

Und wenn mal ein IWF-Chef querschlägt, wird er eben mundtot gemacht*g.

Ich bin ganz ehrlich, so sehr gegen die europ. Politik bin ich nicht.
Das ganze Gerede gegen diese Hilfsmaßnahmen finde ich nichts weiter als nationalistisches Gehabe. Wem schadet es denn wirklich effektiv?
Es sind keine großen Summen.
Und was hat man denn erwartet? Es war doch klar daß diese Staaten irgendwann Hilfen benötigen würden, welche die großen EU-Staaten locker aufbringen können.
Aber es bringt den europäischen Gedanken voran.
Wenn sich jeder Staat nur auf sich selbst besinnt, wird jeder selbiger international an Bedeutung verlieren.

Warum ich eigentlich antworte:

@ Richard Ebert

Über die Jahre gelesn, hat Franjo eigentlich mit fast allem Recht gehabt, was er so geschrieben hat.

Sie unterstellen, er hat keinerlei praktische Vorschläge unterbreitet.
Haben Sie es denn? Hat es irgendjemand sonst hier?

Und mal ganz allgemein gefragt, welche praktischen Vorschläge erwarten Sie denn?
Welchen möglichen Profit kann man denn aus der Nullzinspolitik der FED überhaupt ziehen?
Also außer Gold long, Dollar short.
Aber darauf hat er ja mehr als genug hingewiesen.
So sehr Franjo manchmal sehr pragmatisch zu scheinen wirkt, aber diesen Punkt hat er sich verdient, das Tor ist gut, kein Abseits*g.

Ich weiß daß das jetzt alles off topic ist, aber ich wollte direkt antworten.

Fazit: Mir ist ebenfalls klar, daß alle diese Vorgänge derzeit ( in den letzten Jahren) massive Unsicherheit bewirken, und das soiegelt auch der Goldpreis wider, aber welche realistischen Gefahren gibt es denn?
(ernstgemeinte Frage)

In der EU wird man kein Land fallen lassen, und selbst wenn es einen haircut gibt, wird man die Banken nicht fallenlassen, und die USA werden einen Teufel tun und Zahlungsunfähigkeit erklären, man wird wie immer die Schuldenobergrenze anheben.

Wovor habt ihr Angst? Also außer vor der Unsicherheit.

Geschrieben von scorpion260 am
sbendel
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@ scorpion260 [#1]

>In der EU wird man kein Land fallen lassen, und selbst wenn es einen haircut gibt, wird man die Banken nicht fallenlassen, und die USA werden einen Teufel tun und Zahlungsunfähigkeit erklären, man wird wie immer die Schuldenobergrenze anheben.
>Wovor habt ihr Angst? Also außer vor der Unsicherheit.

Irland wollte die Banken retten, ist dann aber daran erstickt. Der Fisch war doch zu gross zum Schlucken. Und auch Deutschland geht auf die 80% Verschuldung zu. Es gibt einen Grund, warum damals die 60% in den Vertrag aufgenommen wurde. Das ist nämlich historisch die Grösse, bei der der Point of no return erreicht ist. Und ähnlich wie bei einem schwarzen Loch, merkt man nicht unbedingt gleich, dass man ihn passiert hat. Es kann noch eine Zeit gut gehen, aber nur weil es nicht sein darf, heisst das nicht, dass es nicht passieren wird. Zumal ja auch historisch der Zusammenbruch eher die Regel ist (Island, Osteuropa,Argentinien,...). Nur wir jungen Zentraleuropäer kennen das halt nicht aus der eigenen Erfahrung.

scorpion260
Mitglied seit
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@ sbendel [#2]

Ok.
Und ich halte dagegen.
Von den Zahlungsströmen her ist es Spielgeld.
Irland wurde doch, inclusive Banken, gerettet.
Was sind schon 80% Verschuldung. Die meisten Staaten, und auch die USA, sind mit weit über 100% ihres nominalen BIP verschuldet.
Deutschland wächst ordentlich in seiner Wirtschaftleistung.

Ich will Dir Deine Argumentation glauben.
Nur will ich keine emotionalen Thesen hören, sondern Argumente.
Daß es junge Zentraleuropäer nicht aus eigener Erfahrung kennen ist kein Argument....

Und ich sage ja auch nicht, daß es für immer gutgehen wird.
Sondern eben genau daß es noch für einige Zeit gutgehen wird.

Denn wenn es nichtso ist, d.h. einige Staaten innerhalb der EU den haircut oder schlimmer den Default erklären müssen, oder gar die USA dies tun müßten, wäre das viel schlimmer.
Somit wird man sich vielmehr auf jegliche Refinanzierungsmaßnahmen einigen, die dies verhindern.

Natürlich hat dies Auswirkungen auf die weltweite Inflation.
fiat money wird weltweit ein Begriff werden.

Zumindest in diesem Punkt wird Franjo Recht behalten.
Und davor kann man sich nur vor einer Investition in Gold, Grundstücken, Immobilien, Aktien, schützen.
Was danach kommt, weiß ich nicht einzuschätzen.

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Berlinerredux

Yo, ich bin ein Pessimist! (Oder sollte ich sagen, Realist)?

Berliner,

Optimismus ist stets ein Mangel an Information.

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ scorpion260 [#3]

Lt. der von IFO veröffentlichen neuesten Zahlen liegt das Risiko der BRD bei 400 MRD Euro.

2 Billionen Schulden hat Vater Staat derzeit, dann kommen noch einmal 400 Mrd. dazu.

Die 400 Mrd. stellen das 1.5 Fache des Bundeshaushaltes dar.

Wurden in der gesamten Laufzeit der BRD jemals Schulden getilgt? Nein, es hat doch nicht einmal zur Tilgung der Schulden gereicht.

Es ist doch schon Irrsinn das die Verantwortlichen von einem ausgeglichenen Haushalt sprechen, wenn es keine Netto-Neuverschuldung gibt.

sbendel
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ scorpion260 [#3]

>Was sind schon 80% Verschuldung. Die meisten Staaten, und auch die USA, sind mit weit über 100% ihres nominalen BIP verschuldet.

Es gab da in Japan mal Immobilien, die man nur über Generationen bei einem Nullzins abzahlen konnte. Oder Bruchbuden für die Arbeitslose in den USA eine halbe Million Kredit ohne Sicherheiten bekommen haben, oder ...

Als das schien normal zu der Zeit, obwohl eigentlich klar sein konnte (und einigen auch war), dass es nicht passt. Ich finde da jetzt keinen Unterschied zu jetzigen Situation. Sicher kann es noch lange gut gehen, aber wenn es plötzlich bricht, dann war es das. So ähnlich wie bei Griechenland geschehen. Der Markt komtm spät, dann aber gewaltig...
Ist ja auch kein wirklicher Weltuntergang, nur ein Wohlstandsverlust. Nämlich das was jetzt durch Neuverschuldung (die die die Gegenpostion der Staatsschulden bilden, fühlen sich momentan wohlhabends, sind am Ende aber vielleicht nur die Dummen) kommt, bliebt dann weg. Das ist bei weitem weniger schlimm als die Erdbebenkatastrophe in Japan für die dort betroffenen, und auch das ist passiert. Dinge passieren halt...

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ benedikt54 [#5]

Warum redest Du es Dir zurecht?
Das ma. Risiko, im Falle eines kompletten defaults, also nicht ein haircut würde heirfür reichen, aller kreditnehmenden Weichwährungsstaaten.

Und die kommen jetzt also einfach so dazu, zu den 2 Billionen, ja?
Kommen die dazu, oder könnten die dazukommen?
Sie könnten, ja.

Natürlich ist ein Haushalt buchhalterisch ausgeglichen, wenn keine Nettoneuverachuldung erforderlich ist.

Es ist nicht das Ziel eines Staate, und dies soll es auch nicht sein, Schulden zu tilgen wenn man sie, wegen AAA, so billig refinanziert bekommt, und sonst auch keine Probleme am Horizont auftauchen.
Das Thema hatten wir schon mal.

@ sbendel [#6]

Was genau sprichst DU jetzt an?
Einen haircut?
Der ist erstens längst eingepreist, und zweitens, würden auch nur wieder die Banken gestützt werden, somit ist es gleich, ob man weiter den Staat stützt, oder die Banken, welche die Anleihen desselben gekauft haben.
Es gäbe also, dann man so oder so als STaat zahlt, nur den Vorteil für die gebenden Staaten, weiteren EInfluß per Zwangsbeteiligung am Bankensystem zu bekommen.
Private Anleihegläubiger und Fonds hätten natürlich das Nachsehen, das ist korrekt.
Aus das Thema hatten wir schon.

Was also soll einbrechen? Wovon geht ihr aus.
Ihr glaubt also an eine neue Krise, an einen neuen Crash, sehe ich das richtig?

benedikt54
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@ scorpion260 [#7]

Ich Rede mir nicht zurecht, sondern Du wolltest Fakten und die Zahlen sind Fakten.

Man spricht immer von einem Worst-Case Szenario. Sorry, aber Monetär ist das doch schon längst da. Das Geld ist doch schon weg, oder glaubst Du allen Ernstes das von den Geldern noch was da ist?

Wenn dem so wäre, warum werden dann stets neue Mittel benötigt?

Was die Verschuldung des Staates angeht gibt es ein Grundgesetz, nämlich Art. 115. Den lies Dir mal durch anstatt so wilde Thesen aufzustellen das es nicht die Aufgabe des Staates ist Schulden zu tilgen.

Es gibt nur einen Worst Case, nämlich den das die Politik zugeben muss das ihr Vorhaben gescheitert ist, und zwar kläglich. Das werden Sie aber freiwillig nie tun.

Europa ist und war von Anfang an eine Wunschvorstellung welche auf Lug und Selbstbetrug aufgebaut war.

Gefälschte Bilanzen bei Eintritt von Griechenland
Verschuldung von max 3% welche im Maastrichvertrag vereinbart waren wurden einfach ignoriert weils halt nicht in den Kram gepasst hat.

Weiterhin wurde ausdrücklich verboten das ein Land dem anderen hilft.
Auch das wurde ignoriert.

Es war nie vorgesehen das die EZB Schrottanleihen aufkauft.

Es ist nie Aufgabe des IWF gewesen den verschuldeten Ländern Kredit zu gewähren. Der IWF hat die Aufgabe die einzelnen EZB der Länder mit Kredit zu versorgen.

Welche geistige Haltung unsere Finanzpolitiker im Parlament haben zeigt ja die jüngste Aussage von Steffel CDU. Der Euro stehe bei 1.40 und das zeigt das der Euro fest ist.

Der gute vergisst dabei das der Euro das Wechselkursverhältnis eines Scheintoten gegenüber einem Kollapsgefährdeten (EURO) darstellt.

Würde er einen Blick auf YEN und SFR werfen würde die Sache ganz anders aussehen, aber soweit gehts bei denen nicht.

scorpion260
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12 Jahre 6 Monate

@ benedikt54 [#8]

War doch klar, daß alle diese Dingwe nur aufgestellt wurden, um die EWU überhaupt öffentlich aschmackhaft machen zu können damals.

Das sind doch alles Bedingungen, bei denen von vornherein klar war, daß sie nie erfüllt werden können.

Warum sich jetzt darüber ereifern, wenn das schon immer Bewußte eintritt?
Nämlich daß die von DIr genannten Punkte nicht erfüllbar sind.

Ist eben so. Was schon immer so.
Nur deswegen gleich die Währung totzusagen.

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ scorpion260 [#9]

Warum sich jetzt darüber ereifern

Ich ereifere mich nicht jetzt darüber, sondern schon seit der Einführung dieser Witzwährung.

Eben, weil klar war das die Bedingungen nie eingehalten werden können war es unerträglich von vielen Klugscheissern als ewig gestriger und verhinderer des Fortschritts bezeichnet zu werden.

Der Euro, so wie er im Moment gespielt wird ist eine Sackgasse.

Aus einer Sackgasse kommt man nur rückwärts wieder raus und niemals vorwärts.

Euro Ja, aber nur im Verbund ökonomisch gleichlaufender Wirtschaften.
Das ist der richtige weg.

Privatbanken sind nicht Systemrelevant und können ruhig Pleite gehen.
Der Staat hat die Einlagen der Bürger zu schützen. Aus Amen.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ benedikt54 [#10]

"Privatbanken sind nicht Systemrelevant und können ruhig Pleite gehen."

Wenn Du es nicht wärst, würde ich mich fragen was Du heut morgen eingenommen hast*g.

Dir ist sicher klar, was passiert, wenn sämtliche Unternehmen nicht mehr über ihre Liquidität, seien es Kreditlinien, oder Bareinlagen, bei den "nicht-systemrelevanten" Banken, die pleitegehen können, verfügen können.

Dein Staat besteht aus den Bürgern, die dann weder Einkommen, noch Güter haben, die sie dann mit ihrem fehlenden Einkommen nicht mehr erwerben können.
Dann fangen wir bei Null an, nicht war?
Leihst Du mir dann Deinen Spaten und eine Keule?*g.
Man wird nichts Anderes tun können als immer wieder alles zu refinanzieren, denn es gibt keine Alternative.
Wir reden hier nicht über ein kleines Kackland wie Argentinien oder so.
Wir reden hier über den Fortbestand der Eurozone, dem größten Wirtschaftsraum auf diesem Planeten, der sich eben auch durch Wachstum, und sei es mithilfe weicher Staaten, gegen andere Wirtschaftsräume durchsetzen muß.

Das ist jetzt VWL-Anfängersemester, was wir hier machen.

Woher kommt Deine Meinung?
Was ist der Hintergrund? Eigene schlechte Erfahrungen?

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zorrie
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ scorpion260 [#9]
War schon immer so.

Beim Blick auf die letzten Jahrzehnte stimmt das.
Man baut auf seinen eigenen Erfahrungen auf. In denen kommen aber keine Weltwirtschaftskrisen vor, es sei denn man ist mindestens 90 Jahre alt.

Beim Blick auf die Geschichte der Wirtschaft sieht man, das es regelmäßig schwere Krisen gegeben hat, zuletzt 1873 und 1929.
Zugegebenermaßen wundere ich mich seit den Achtzigern darüber, wie locker die Aktien- und Rentenmärkte die wachsenden Verschuldungen in den grossen Industriestaaten wegstecken. Insofern zählt meine Meinung nichts. Aber seit letzem Jahr reagiert der Finanzmarkt (und auch die Medien). Er wird nicht mehr locker lassen.

Der Reset, das grosse Abschreiben von Schulden, das Zusammenführen der Schere zwischen Arm und Reich. Das hat es über die Jahrhunderte immer wieder gegeben. Und in naher Zukunft ist es wieder so weit.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ zorrie [#12]

"Der Reset, das grosse Abschreiben von Schulden, das Zusammenführen der Schere zwischen Arm und Reich. Das hat es über die Jahrhunderte immer wieder gegeben. Und in naher Zukunft ist es wieder so weit.
"

Ich bin ehrlich. Ich habe davor Angst. Und ich muß auch ehrlich sagen, ich habe seit einiger Zeit auch ein flaues Gefühl im Bauch.

Nur kann ich diese ganze Situation nicht komplett einschätzen.
Aber ich will mehr hören als benedikt's pauschale "Urteile", sprich nicht nur Argumente in eine Richtung.

Dieses Zusammenführen der Schere, diesen Reset, genau diese Angst geistert in meinem Kopf umher.
Denn ich weiß nicht, wie man sich davor schützen kann.
Mit physischem Gold?! Ich denke nicht.
Wäre es so, würde ich alles an Vermögen in Gold tauschen. Aber es ist nicht so.
So zumindest meine Meinung.

zorrie, wie siehst Du dieses Scenario eines Systemresets?
Was passiert danach?

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ scorpion260 [#11]

Das Bankensystem ist in Deutschland auf drei Säulen aufgebaut.

Private Banken (Deutsche Bank, Commerzbank)
Genossenschaftliche Banken
Sparkassen

Weiterhin wird der Zahlungsverkehr durch die Zentralbanken gesichert.

Das die Privatbanken Systemrelevant sind sind doch Ammenmärchen und Drohgebahren an Leute die das Glauben sollen damit Sie Geld vom Staat erhalten. Dein Beispiel von der Rückkehr zur Keule zeigt mir das die
gezielten Desinformationen ihre Wirkung nicht verfehlt haben.

Den gleichen Schwachsinn haben Sie doch damals bei Lehmann verbreitet. Das Haus ist Systemrelevant usw. Und? Am nächsten Tag ging das Geschäft weiter und die Sparten wurden von anderen übernommen.

Wie ich schon oben geschrieben habe. Die Forderungen der Kunden sind durch den Staat zu schützen. Klar das kostet Geld, aber bei weiten nicht soviel wie das künstliche am Leben halten.

Abgesehen davon geht eine Deutsche Bank nicht Pleite wenn Sie etliche Milliarden verkraften muss.

Die Commerzbank was durch die Lehmannpleite ja bereits so gut wie Konkurs. Wenn dieser eingetreten wäre, wäre dann am nähsten Tag die Wirtschaft eingebrochen?

Privatbanken erfüllen doch schon seit mehr als 20 Jahren kaum noch für die Wirtschaft sinnvolle aufgaben. In den letzten 20 Jahren sind über 80% der Einnahmen nicht duch die Vergabe von Krediten entstanden, sondern durch Spekulationen an den Finanzmärkten.

Diese Häuser sind vom eigentlichen Sinn und Zweck einer Bank schon lange abgewichen und zur Zockerbude verkommen.

Zum Glück haben Raiffeisenbanken und Sparkassen aufgrund Ihrer Statuen diesen Irrsinn nicht mitgemacht, und deshalb sind nur solche Institute Systemrelevant.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ benedikt54 [#14]

Ich habe eine andere Meinung.
Ersten sind Raiffeisenbanken und auch Sparkassen wohl größtenteils ebenfalls Privatbanken.

Und zweitens kann ich mich och erinnern, Anfang 2008, ging Tagesgeld mit rund 4,8 im Interbankenhandel um, weil eben dieser fast am Austrocknen war.
Nicht umsonst hat man sich weltweit über Nacht zu konzertierten Aktionen unter den führenden Notenbanken entschieden, um die Apokalypse abzuwenden.
Oder glaubst DU, den Notenbankern war nachts einfach langweilig?
Was machen wir denn heute?
Hm, gute Frage, laß mal Welt retten. Ok*g.

Deine Argumentation hinkt.
Und trotzdem freue ich mich über die Argumentation mit Dir:-).
Und ich bin nicht unbedingt gegen Deine These, nur mag ich sie besser begründet haben.
Zu den Gründen, siehe mein letztes Posting.
Auch mir schwebt ein irgendwann möglicher Reset im Kopf, bzw im Magen.

Grüße

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zorrie
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ scorpion260 [#13]
wie siehst Du dieses Scenario eines Systemresets?

Ohne Schmerzen wird das nicht gehen. Die dazu führenden Entscheidungen werden wie immer nur auf Druck von außen gefällt werden, leider nicht aus weiser Voraussicht.
Wie dieser Druck aussieht? Einbrechende Börsenkurse, Aufstände, Kriege? Hoffentlich nicht, aber wissen tuts keiner. Und dauern wird der Umbruch sicherlich einige Jahre.

Mit Blick auf die Vermögen wird es wohl darum gehen, möglichst wenig abzugeben. Sachwerte sind da ganz oben. Gold, um mal auf die Threadüberschrift zurückzukommen, ist bestimmt nicht die schlechteste Wahl. Aktien auch nicht, die sind m.E. allerdings jetzt sehr teuer. Oder Farmer werden in Norwegen.

benedikt54
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@ scorpion260 [#15]

Ersten sind Raiffeisenbanken und auch Sparkassen wohl größtenteils ebenfalls Privatbanken

Sparkassen sind öffentlich rechtliche Einrichtungen.

Raiffeisenbank und Volksbanken sind genossenschaftliche Einrichtungen.

Kurz zur Erläuterung:

Was ist denn der Interbankenhandel?

Banken leihen sich gegenseitig Geld und zwar ohne jegliche gesetzliche Regelung und das ausserhalb der Landesgrenzen.

Würde Sie innerhalb agieren würde das KWG greifen.

Gerade eben weil keine Bank der anderen mehr getraut hat, musste die EZB eingreifen und den Markt mit Liquidität fluten.

Hätten sich die Banken an die geltenden KWG-Richtlinen gehalten, dann hätte es wohl die Krise nicht gegeben.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ benedikt54 [#17]

Ich kann Dir eins sagen, wenn Due die privaten banken als nicht systemrekevant bezeichnest, sind es sämtliche Sparkassen und Volksbanken, von ihrer Bilanzsumme her, auch nicht;).

"Gerade eben weil keine Bank der anderen mehr getraut hat, musste die EZB eingreifen und den Markt mit Liquidität fluten."

Das ist doch genau das, was ich gesagt hatte. Deine erwähnten systemrelevanten Privatbanken mußten gestützt werden.

Ich frag nochmals: Woher kommt Deine emotional behaftete Meinung?

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ scorpion260 [#18]

Der Begriff musste ist eher falsch, sondern ist durch das Wort "hat" zu ersetzen.

Ich frag nochmals: Woher kommt Deine emotional behaftete Meinung?

Was ist an der bisherigen Argumantation und auch Fakten emotional?

Vielmehr sind es doch Deine Aussagen die durch keinerlei Fakten belegt sind, sondern eher wohl dem Mainstream der Politik entsprechen. Eine gezielte Lüge oder Desinformation die hundertmal und überall wiederholt wird glauben die Leute eher als der Wahrheit. Was ist das für eine Argumentation zu das war ja schon immer so und das war ja allen klar.

Zuerst kommt immer das was man hört, dann was man glauben will und dann die Wahrheit.

Es ist gibt für alle Sachvorgänge, insbsondere in der Ökonomie gibt es immer ein Motiv. Dieses Motiv ist zu hinterfragen und man kommt auf den Nutzniesser.

Der volkswirtschaftliche Nutzen einer Bank oder LZB besteht nicht darin Spekulationsgeschäfte zu tätigen, sondern einen ordentliche und soliden Ablauf der Bankgeschäfte und zwar im Sinne des KWG zu gewährleisten.

Aus welchen Grund wurde denn das KWG geschaffen? Um die Einlagen der Kunden zu schützen und nicht der Willkür einiger grössenwahnsinnigen Zocker auszusetzen.

Globalisierung, Interbankenhandel , usw. sind doch alles künstlich herbeigeführte Segmente um die Kontrolle ausser Kraft zu setzen.

Wir brauchen wieder ein Bankensystem das der Volkswirtschaft wieder dient und nützlich ist.

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zorrie
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ benedikt54 [#19]

Ich stimme vollkommen zu.

Ohne Turbulenzen wird ein Übergang vom jetzigem in ein von uns gewünschtes Banksystem jedoch nicht abgehen. Selbst wenn man nicht wartet, bis Turbolenzen diesen Systemwechsel erzwingen.

Das Schrumpfen der Banken auf ihre eingentlichen Kernfunktionen wird die Märkte und die Menschen durcheinanderschütteln.
Aber das kommt so oder so.

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ zorrie [#20]

Kernfunktionen wird die Märkte und die Menschen durcheinanderschütteln.

Wieso denn?

Man nehme das Beispiel Lehmann Brothers. Mit die älteste Bank der USA. 1850 gegründet. 30000 Mitarbeiter, Jahresumsatz 58.000 Mrd. US-Dollar noch im Jahre 2007.

Am nächsten Tag. Buisness as usual.

Das ist doch wieder so ein Ammenmärchen für Naive, denen wird gesagt Morgen bricht die Welt zusammen wenn es ein Bankhaus nicht mehr gibt.

Keine Automanten mehr, Kein Geld mehr, Schlangen vor den Läden, Aufruhr in den Strassen usw.

Kleine Kinder erschreckt man mit dem Bösen Wolf und grosse Kinder mit dem Märchen die Wirtschaftszusammenbruch.

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ benedikt54 [#21]

Hier noch der Untergang von Lehman.

Man beachte Mr. Bush. Da sieht man was das für ein Propfen war, ähnlich unserer Politiker.

http://www.youtube.com/watch?v=5ClXfQLIigg

DEerredux
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ benedikt54 [#21]

Die Bankkredite für die Welt-Realwirtschaft beliefen sich vor der Lehman-Krise auf 10 Billionen EUR. Die gegenseitigen Kredite der Banken untereinander beliefen sich auf 300 Billionen EUR, d.i. aus dem Nichts geschaffene zusätzliche Bilanzsummen. Warum soll ein Wirtschaftszusammenbruch durch Bankenausfall per Dominoeffekt ein Märchen sein?

http://de.wikipedia.org/wiki/Weltwirtschaftskrise

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Berlinerredux [#23]

Eben, genauso ist es. Der wirkliche Nutzen für die Wirtschaft ist ja kaum noch Messbar. Die Billionen vagabundieren um den Globus um in Spekualationen jeder Art investiert zu werden.

Die Billionen verschwinden in den Löchern der Bilanzen. Geht das Vertrauen nun verloren gehen die Banken die Zocken vielleicht Pleite.

Wenn nun der Staat die Einlagen der Kunden rettet, kommt das billiger, als die ganze Bank zu retten und den Spekulationswahnsinn weiter anzutreiben.

Wichtig ist, das

1) Die Einlagen der Kunden gesichert und garantiert bleiben
2) Das der normale Zahlungsverkehr und Geldverkehr aufrecht erhalten bleibt.
Dafür garantieren die Banken wie Genossenschaftsbank und Sparkassen und die Zentralbanken.

DEerredux
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ benedikt54 [#24]

Danke für die Zustimmung, ich bezog mich eher auf diesen Satz; "Das ist doch wieder so ein Ammenmärchen für Naive, denen wird gesagt Morgen bricht die Welt zusammen wenn es ein Bankhaus nicht mehr gibt"

Ich glaube nicht, dass es ungefährlich ist die Kreditbanken fallen zu lassen.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@benedikt

Ich kann Dich, früher, unter anderem Namen, mal anders, emotional unbehafteter.
Ich gehe bewußt nicht auf Deine Argumentation ein.
Es sei denn Du wünscht es.

Ich habe eine Bitte an alle.
Laßt uns den Dialog über den angesprochenen Systemreset aufrechterhalten.
Das ist das einzige Scenario, welches mich unsicher macht.

Ich bni ehrlich, ich kann es ncht einschätzen.
Ich bítte um zahlreiche kontroverse Meinungen.

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