Bayer, BASF etc.
Ich weiss, dass Aktien hier niemanden grossartig interessieren (ausser mir).
In den letzten Tagen habe ich begonnen, bei den grossen Aktienpositionen langsam Bestände in den Markt zu geben.
BASF habe ich schon komplett abgebaut, bei der Bayer erst teilweise begonnen.
Geplant ist eine weitere Reduzierung des Aktienbestands im Portfolio, vor allem im Bereich Chemie/Pharmazie, weil dieser Bereich in den letzten Jahren am Besten mit gelaufen ist.
Darüber hinaus denke ich darüber nach, sogar den grösseren Teil aller Bestände immer gegen neue Hochs in den Markt zu geben, da mir die Luft nach oben immer dünner erscheint.
Und nach rund 13 Jahren Haltedauer bei den grossen Altpositionen, mit mehreren Hundert Prozent Gewinn, ist es wohl langsam an der Zeit, den Sack zuzumachen.
Ziel ist eine Reduzierung des AKtienanteil am Gesamtvermögen auf deutlich unter 30% (aktuell noch immer rund 90%). Was ich danach mit den Barbeständen mache, ist noch nicht sicher.
Neue vielversprechende Anlagemöglichkeiten in entsprechenden Grössenordnungen sehe ich derzeit nicht.
Wahrscheinlich wird es auf benedikt's Vorschlag hinauslaufen: Cashbestände verteilt auf mehrere Banken und mehrere Cashkonten aufteilen, und eventuell noch in 1-2 anderen Währungen, neben Euro, halten.
Vorschweben tun mir NOR, CAD, eventuell SFR, neben den bestehenden Konten in EUR.
Für bessere Vorschläge bin ich immer zu haben.
Halte ebenfalls ein größeres Aktiendepot.
Beabsichtige aber die Positionen im Wesentlichen sehr langfristig zu behalten und im Falle ernsthafter Rücksetzer das Depot durch Futures oder Optionen auf Futures teilweise oder ganz zu hedgen.
Sehe kurzfristig keinen ernsthaften Rücksetzer. Minus 10 % sind naturgemäß immer möglich, schrecken mich aber nicht. Halte daher keine Hedge-Positionen.
Mit besten Grüßen, Myrrdin
Die große Frage ist, was machen mit der Knete ...
Finde das, wie Myrrdin das macht, ganz gut. Aktien behalten, aber über Futures absichern.Im Falle eines Bankenkrachs ist man so auf der sicheren Seite.
zorrie
Ich weis nicht wie das gehen soll. Absichern kostet Geld und Kosten verringern die Rendite.
In der Theorie hört sich das alles passabel an, aber wie konkret setzt man das um, die sogenannte Absicherung.
@ benedikt
Ist auch meine Meinung. Bei einer Absicherung nahe dem ATH hat man den Trend gegen sich und verliert mit der Absicherung Geld. Hat es schon einen Rückgang gegeben und beginnt dann, abzusichern, könnte es sein, dass es nur eine kurze Korrektur ist und man verliert wieder Geld... Absichern klingt in der Theorie fantastisch aber wie das in der Realität funktionieren soll ist auch mir schleierhaft.
Welche Möglichkeiten gibt es, sein konservatives und langfristig angelegtes Depot durch stürmische Zeiten zu bringen ?
Zunächst einmal die von mir präferierte Methode, ganz oder teilweise mit Futures zu hedgen. Natürlich - man wird den Hedge nie perfekt erwischen. Ein zu früher oder ein zu später Einstieg kosten Geld. Dafür sind die Kosten für den Trade selbst marginal.
Man kann das gleiche mit Put-Optionen machen. hier erleidet man allerdings zusätzlich einen Zeitwertverlust.
Auch der vollständige oder teilweise Verkauf der Aktien ist eine Möglichkeit. Allerdings besteht das gleiche Problem wie beim Hedgen mit Futures, den richtigen Zeitpüunkt zu erwischen. Ein weiterer Nachteil dieser Methode: Davon ausgehend, dass wir unsere Aktien sorgfältig ausgewählt haben, wird der Verlust dieser Aktien geringer sein als der Verlust der Durchschnittsaktie. Daher kann man entweder partiell mit Futures hedgen oder beim Hedge einen Profit mitnehmen.
Schließlich kann man auch einfach gar nichts machen und durchtauchen. Sehr langfristig gesehen hat auch das - entsprechende Auswahl der Aktien vorausgesetzt - immer funktioniert. Inwiefern die oben beschriebenen Methoden günstiger sind, hängt davon ab, wie gut man den Zeitpunkt für Eingehen bzw. Auflösen des Hedges erwischt.
Mit besten Grüßen, Myrrdin
myrrdin
Es ist doch gar nicht die Frage wie man einen Hedge macht, sondern die entscheidende Frage ist doch wann man ihn plaziert.
Wann erkennt man denn das die Märkte in schweres Wasser kommen?
Wenn man das weis kann man ja durchaus Netto massiv short gehen.
Darum geht es, nicht darum welche Instrumente man verwendet.
Nehmen wir doch mal den aktuellen Status. Sichert man sich hier ab im Dax? , oder geht er auf 14130 oder noch weiter?
Wenn ich eine klare Meinung zu irgendwas habe, dann kann ich mich auch entsprechend positionieren.
Der Future wird vom Markt bewertet ausgehend vom DAX-Index, korrigiert um Zinserträge/-verluste und Dividenden. Da der DAX ein Performance-Index ist, sind die Dividenden darin enthalten.
Warum sollte der Future Händler die Short sind (oder auch Händler die Long sind) benachteiligen?
Hab's nachgerechnet.
Nehmen wir an, man hätte am 22.06.2015 um 10:00 Uhr sein Aktiendepot, welches den Dax nachbildet, absichern wollen.
Dax-Index 11.384,64 --- Short September15-FDAX 11.391
Bis heute, 15:00 Uhr.
Dax-Index 12.706,41 --- Eindecken Long Juni17-FDAX 12.703,5
Macht im Index +1322 Punkte
Im Future -1312,50
Plus Rollgewinne (Rollen immer am vorletzten Handelstag um 22:00) +43,00 macht das ein Minus von 1269,50
Macht eine Differenz von 52 Punkten, also 0,46 Prozent auf den Ausgangswert. Die Absicherung hat seinen Dienst voll erfüllt.
Klar, ein Dax-Depot nahe 100% nachzubilden ist nur für große Anlagevermögen möglich. Aber sollten Skorpions Aktien den Dax outperformen ... um so besser!
Stimmt - die wesentliche Frage ist diejenige, wann und in welchem Umfang ich einen Hedge platziere. Falls hier jemand von Euch Chart-Experten einen Vorschlag hat, bin ich für ein Post dankbar.
Aber die Frage, wie ich gegebenenfalls hedge, muss ich vorab klären.
Mit besten Grüßen, Myrrdin
Morgen ladowa;-).
zorrie hat's gut ausgerechnet.
Allerdings hat benedikt ebenfalls Recht.
Letztendlich ist Absicherung auch nichts weiter als netto anteilig long oder short.
Mit dem Rechenbeispiel hat man nichts verloren, aber auch nichts gewonnen, das stimmt schon.
Bi einem 100%igen Hedge kann man theorethisch auch verkaufen, und dann short gehen, wenn man sich sicher ist, dass es kracht.
Ich habe es daher immer so gemacht, nur in lange Aufwärtstrend zu investieren, bei drohenden Rücksetzern nur mit Long Put abzusichern, möglichst weit OTM. Dann kracht es mal, und mal kracht es nicht.
Wenns nicht kracht, ist fast nix verloren, wenns kracht, explodieren solche Puts förmlich, und man kann weiter unten gut Aktien nachkaufen.
Aber nun, und das war ja meine ursprüngliche Frage, "fühle" ich nicht mehr viel Luft nach oben, daher stosse ich sukzessive ab.
Die Frage ist eben, was danach tun?
Ich sehe als einzige Option nur, alles auf verschiedene Konten zu verteilen, sinnvolle Märkte, in die man langfristig investieren kann, erscheinen bei mir nicht auf dem Radar.
Und genau da entstehen zwei Probleme:
1.) Das Kapital vermehrt sich nicht mehr, da fast Null Zinsen
2.) Dann langweile ich mich noch mehr, da es dann noch weniger zu verwalten gibt
Gut es bleibt ja noch Daytrading, aber das allein reicht auch nicht zur Beschäftigung, wenn wieder mal ewig nix los ist.
Und alle paar Wochen damit mal Ein- oder Zweitausend zu machen, das reicht zum Leben und zum Sterben nicht
(Irgendwie ist das nicht mehr wie früher, diese Stetigkeit an Profit erreiche ich nicht mehr).
Ich will natürlich kein Kapital verbrauchen, sondern weiter aus der Verzinsung und von Kurssteigerungen leben.
Da ich aber das Ende der Fahnenstange als erreicht ansehe, die grosse Frage, was nun?!
Spätestens nun bin ich am Ende der Weisheit angelangt.....
Es bleibt auch - das Depot behalten, absichern und so versuchen Alpha zu generieren.
Hat den Vorteil, im Falle eines Bankenkraches steht kein Geld im Feuer.
Oder absichern über Puts ... so billig wie lange nicht mehr
Grafik: Preis des 97-93 Put Spreads. Nehme an das heißt Kauf eines Puts, Basispreis bei 97% des aktuellen Kurses, und gleichzeitiger Verkauf eines Puts, Basispreis bei 93%. Laufzeit ?
Ist zwar kein Katastrophschutz. Zeigt aber, wie billig z.Zt. eine Absicherung ist.
als Alternative zur Index-absicherung kann man sich auch long Vola futures oder long Vola calls zulegen. der starke contango arbeitet freilich dagegen, aber DOOM calls sind doch sehr billig im hist. Vergleich. bei echten crashs dreht aber die contango Lage schnell in backwardation. kann bei längeren Abwärtsbewegungen wie 2011 zum weiteren Vorteil werden. Die hedge ratio ist allerdings eine Kunst und math. nicht einfach.
long 30y t bond future wäre als proxy hedge ebenfalls zu überlegen, da die Flucht in den sicheren Hafen US bonds noch immer gilt . Vorteil: t bond futures immer in backwardation, kein Zeitverfall. Literatur zum optimalen Portfolio (Index/bonds) gibts im Netz genug. das war mein Weg raus aus Aktien in 2008, sagt SPOMI.
@SPOMI
Was ist der Vorteil des Kaufs von T-Bonds im Vergleich zum Verkauf von Index-Futures ? Ich vermute die Korrelation der Index-Futures ist direkter, was ich als Vorteil sehe.
Mit besten Grüßen, Myrrdin
Langfristige Positionen sollte man nicht gegen kurzfristige Schwangkungen absichern. Man kann sie aber aufwerten. Ich akkumuliere Aktien nicht durch Käufe und reduziere nicht durch Verkäufe! Ich positioniere Stillhalterpositionen so, das Positionsgröße und Kurs, durch die Ausführung der Optionen, harmonisieren. Die Prämieneinnahmen sind stabiler als die Absicherungen, im günstigesten Fall, langfristig, sein können.
@tantan
Ich halte ebenfalls Stillhalterpositionen als leichten Hedge und als zusätzliche Einnahmequelle. In meinem Fall sind das OTM Calls mit einer Restlaufzeit von 100 - 120 Tagen auf die Futures der Indices.
Im Falls eines Absturzes der Indices verlieren diese aber rasch ihre hedgende Wirkung.
Welche Optionen verwendest Du ?
Mit besten Grüßen, Myrrdin
ad myyrddin:
es kommt auf die Strategie und die Portfolio-Mischung long index/long bond an!
sieh dir mal auf godotfinance div. Artikel und tests an. nix revolutionäres aber ganz brauchbar und akademisch gut abgehandelt. Auch im Mühl/Waldviertel wird mit futures gehandelt! :-) SPOMI
@Myrrdin
Du verwendest Calls auf die Futures der Indices als Hedge?!
D.h. Du schreibst die Calls? Klar hast Du da die Prämie als Einnahmequelle, aber weshalb sollte das ein Hedge gegen Kursverfall sein?
Antwort auf @tantan von Myrrdin
@Myrrdin
Die Lösung von deinem Problem liegt in der Difinition bzw. in deiner Betrachtungsweise.
Eine langfristige Absicherung soll langfristig funktionieren. Sie funktioniert nicht lückenlos. Ein durchschnittlicher Mehrwert von 1,5% pA wiegt, langfristig, extrem viel Risiko auf. Kurzfristig gesehen interessiert es doch nur, wenn die Liquidität zu eng bemessen wurde.
Der Optionspreis und die Laufzeit hängt davon ab, was man als fairen Preis des Basiswertes ansieht und wo man bereit wäre zu nehmen oder zu geben.
@scorpion260
Ich sehe das nicht als Hedge, sondern als zusätzliche Einnahmequelle. Die Wirkung als Hedge ist minimal. In Beitrag #6 habe ich beschrieben, was ich als Hedge verwende.
Mit besten Grüßen, Myrrdin
@Myrrdin
Ok, ich dachte, weil Du in #20 geschrieben hattest, dass Du sie als leichten Hedge verwendest. Also leichter Hedge nur im Sinne der zusätzlichen Prämieneinnahmen.
Somit kein wirklicher Hedge.
scorpion,
Das ganze Absicherungsgerede kommt mir irgendwie vor wie die Argumentation, kaufe billig, verkaufe teuer.
Ich würde gern mal so ein Depot sehen das mit den hier immer avisierten Absicherungsgeschäften betreut wird.
Das wäre doch ein wirklich sinnvoller Beitrag hier im Forum. Einfach ein entsprechendes Depot abbilden und gleichzeitig immer wieder mit den entsprechenden Strategien kommentieren. Das kann durchaus auf Jahre ausgelegt sein, wäre doch kein Thema.
Ich versuche mir nur vorzustellen wie eine Absicherung praxisorientiert umgesetzt wird. Geht man davon aus das der Markt immer weiter steigt und steigt ?
Was macht man wenn der Markt über Monate und vielleicht auch mal Jahre fällt oder seitwärts geht.
Was macht man mit der Absicherung wenn der Markt fällt, wo stellt man glatt, was wenn er wieder nach oben läuft usw. usw.
Das hört sich mit der Absicherung immer so toll und professionell an, aber wie stellt es sich eben in der Realität dar?
Der Teufel liegt ja bekanntlich im Detail.
Absicherung kostet Geld und Kosten verringern die Rendite, das sind einfach die Fakten.
ich finde leider die Tabellen mit den Auswertungen nicht mehr, aber die Kernaussage war:
1% des Portfolios in DOOM VIX calls schmälert kaum die Rendite senkt den max. DD aber gewaltig. 3% knabbern bereits zu viel an der Rendite. Berechnung lief 2004 bis incl.2008 - ein Börsenzyklus. Gruss SPOMI
"1% des Portfolios in DOOM VIX Calls schmälert kaum die Rendite senkt den max. DD aber gewaltig"
Interessant. Sollte zu Zeiten wie in den letzten Monaten/Jahren einen Teil der Rendite kosten, aber über die Jahre, insbesondere die großen Abwärtsbewegungen wie 2008 oder 2011, besser hinweghelfen.
Die letzte große Abwärtsbewegung ist jetzt länger her. Es könnte also wieder die Zeit der 1%-DOOM-VIX-Calls angebrochen sein.
1% scheint mir aber viel zu sein. Die muss man ja laufend erneuern, weil sie meistens wertlos verfallen. Wenn man vierteljährliche kauft, dannn sind das 4% pro Jahr "Kosten", wenn die Märkte nicht stark fallen.
http://svrn.co/blog/2017/5/14/waiting-for-the-market-to-crash-is-a-terr…
Ich finde das nicht viel.
Lineare Absicherungen machen für mich, trotz Hebel, nicht viel Sinn.
Wenn man Doom Calls auf die Vola nimmt, zahlt man nicht viel, ich selbst nehme lieber Doom Puts auf die Indices dafür, anteilig je nach Zusammensetzung des Aktienportfolios.
Wenn die Kosten 1% ausmachen, und man die 3-4 mal im Jahr erneuern muss, dann sind das Kosten von 3-4% p.a.
Das entspricht ungefähr, nicht ganz der durchschnittlichen Dividendenrendite meines Aktienportfolios.
D.h. die Absicherung kostet fast gar nichts, wenn nicht passiert.
Wenns doch kracht, springen solche Optionen extrem stark, was die Abstürze im zugrundeliegenden Aktienportfolio sehr stark, oder je nachdem, sogar grösstenteils ausgleicht, ausgleichen kann.
Mit der Summe kann man dann nach Glattstellung, und wenn der Markt wieder nach oben dreht, gut Aktien billiger wieder nachkaufen.
Eine recht einfache Strategie im Vergleich zu vielen anderen, aber sie funktioniert.
Frage eines einfachen Commodity Traders: Was ist ein "Doom Call" oder "Doom Put" ?
Mit besten Grüßen, Myrrdin
@Myrrdin
Doom Calls oder Puts, einfach Call oder Put, jeweils long, mit kurzer Restlaufzeit, und weit OTM.
Sind dadurch spottbillig (da Null inneren Wert, und fast keinen Zeitwert mehr). Wenns nicht kracht, hat man ganz wenig Geld in den Sand gesetzt.
Wenns kracht, steigen sie stark exponentiell im Zeitwert, und können, bei einem richtigen Rutsch, sogar noch inneren Wert generieren.