Ben S. Bernankes Blog
Das sollte man lesen.
Er beschreibt ein paar einfache Zusammenhänge, die sich aus einfachen volkswirtschaftlichen Überlegungen ableiten. Die wichtigsten: Erstens, Europa versagt bei der makroökonomischen Steuerung. Zweitens, es ist in einem System fester Wechselkurse wie der Europäischen Währungsunion (zumal, wenn sie so wenig wächst) ein großes Problem, wenn ein Land (ein großes wie Deutschland vor allem) Leistungsbilanzüberschüsse anhäuft.
Wenn das so ist, so Bernanke, dann kann es nur eine Umkehr geben, wenn dieses Überschussland mehr konsumiert, sich höhere Löhne gönnt und wenn der Staat mehr ausgibt, damit die Importe steigen.
http://www.brookings.edu/blogs/ben-bernanke/posts/2015/07/17-greece-and…
Komisch nur das solche Beiträge niemals in den Mainsstreammedien veröffentlicht werden.
Widersprechen Sie doch der aktuellen Europapolitik unserer Wirtschaftselite im Bundestag.
vor Bretton Woods gabs auch fixierte Wechselkurse; solange bis Frankreich "sehen" sagte bei der GoldEinlöseVerpflichtung. Danach hats den USD zerrissen. Fixe Wechselkurs prolongieren Probleme solange bis die jeweilige Notenbank nicht mehr stützen kann. Allerdings kann die fixe Anbindung an ein ökonomisch erfolgreiches Land auch positive Wirkungen entfalten. Österreich oder mit Einschränkungen die Ex-DDR sind Beispiele. Das dachte man wohl auch bei Griechenland... allerdings setzt das permanten Reformen und Anpassungen voraus. mit Irland könnte das hingegen klappen, meint SPOMI
Die Site des Brookings Thinktank im Allgemeinen und der Blog von Bernanke im Speziellen sind m. E. sehr gute, lohnenswerte Informationsquellen. Ich habe Brookings auch als bookmark gesetzt. In Bernankes früheren Blogbeiträgen weist er auch auf einige sehr wichtige, bekannte Zusammenhänge im Rahmen der zu erwartenden Fed-Zinserhöhung hin. Diese Aspekte sind sicher Argumente gegen Franjo's These einer ausbleibenden oder nur minimalen kommenden Zinserhöhung, mit der er sich wieder zurückgemeldet hat. Nebenbei, auch ich habe mich gefreut wieder von Franjo zu lesen. Was ich aber jetzt eigentlich antworten wollte ist, dass Deine bzw. Bernanke's Meinung doch nicht ganz korrekt ist. In Deutschland nimmt in den letzten Monaten der Konsum zu. Infrastrukturprojekte werden (zumindest gefühlt) in größerem Umfange jetzt in Angriff genommen. Und wenn man sich die Tarifabschlüsse der letzten Zeit ansieht, so liegen auch diese deutlich über der Inflationsrate.