Bund Future Mrz 2015 159.76
Kann mir das mal einer erklären? Nicht die 159,76
sondern das es Knock Out Produkte gibt welche auf der Putseite
eine Basis von über 160 anbieten.
Dachte immer der Bund ist bei 160 gedeckelt.
Ich verstehs nicht wie man dann einen 160.50 er anbieten kann.
Hat da einer eine logische Erklärung dafür.
Emmitenten können doch auflegen, was sie möchten, oder?!
Die eigentlich Frage ist wohl, warum sie das tun. Wahrscheinlich muß Nachfrage nach Puts auf den Bund von über 160 Punkten vorhanden sein.
D.h., der Markt geht von Kursen im Bund Future von über 160 aus.
Warum jedoch sollte der Bund so hoch steigen?!
Die logische Antwort kann nur sein, der Markt geht von (kommenden) Negativzinsen aus.
In diesem Falle geht die Logik, bei 160 Punkten (also einer Verzinsung von Null) ist Schluß, nicht mehr auf.
Ergo, bei negativen Zinsen steigt der Bund Future über 160, somit würde dann auch Absicherungsbedarf, höher als bei 160 Punkten, entstehen.
Daher werden solche Produkte nun angeboten.
So zumindest meine Logik.
scorpion
Ja klar können Sie anbieten was sie wollen, nur hat dies was Sie tun meist einen tieferen Sinn welcher sich mir nicht erschliesst.
An Minuszinsen habe ich auch schon gedacht, aber bei einer Restlaufzeit von 3 handeltagen einen 161.60 anzubeiten, na ja, ich weis nicht.
Aktuell sind wir bei 159.96 Mrz.
Juno notiert bei 157.68
Es wird also scheinbar Absicherungsbedarf über die 160 hinweg geben, warum auch immer.
Kurse über 160 sind schon logisch in dieser verrückten Zeit. Da wäre zu erst die Sache mit dem Konvertierungsfaktor. Es gibt ja keine synthetisch Anlehe. Der Jun-Future liegt z.B. 2,2 tiefer. Dann haben wir noch den Draghi und die konservativen Rentenfonds. Der Draghi befiehlt den kauf von 16 Mrd. Euro-Dt.Staatsanleihen im Monat. Von einem Preislimit war keine Rede. Deutschland macht keine neuen Schulden und Rentenfonds legen ihr Geld nur in besten Bonds an. Sie können nicht verkaufen! Etwa September gibt es keine Bonds mehr unter 165 zu kaufen oder die Rentenfond ändern ihre Statuten oder Draghi wird vernünftig. Am warscheinlisten sind Kurse über 165. Ich halte es auch für möglich, das die Rentenfonds bald auch wieder Aktien kaufen dürfen. Das Draghi vernünftig wird halte ich für unwahrscheinlich.
tantan
Dragi kauft nicht für 16 sondern 60 Mrd im Monat. im Zeitraum Mrz2015 bis Ende Sept 2016.
Dragi kauft die Anleihen am Sekundärmarkt und schreibt den Erlös auf den Bankreserven der, Fonds bei der ezb usw. gut. Genaugenommen ist es ein Assetswap. Diese Bankreserven bei der EZB sind wie das Girokonto des kleinen Mannes bei seiner Hausbank. Darüber werden die Transaktionen zwischen den einzelnen Banken abgewickelt.
Staatsanleihen im Besitz des Privatsektors werden somit gegen zusätzliche Bankreserven eingetauscht und wechseln so den Besitzer, sie gehören jetzt der Notenbank Wichtig ist, dass durch diese Aktion das Nettogeldvermögen des Privatsektors lediglich umstrukturiert wird, seine Höhe aber unverändert bleibt. Es gelangt kein zusätzliches Geldvermögen in das System.
Sinn und Zweck sollte darin bestehen das die Banken die freigewordenen Mittel auch in die Realwirtschaft einfliessen lassen. Nur das tun Sie nicht.
Dragi selbst startet ein Aufkaufprogramm in einer Phase der ökonomischen Rezession in Europa und tut damit eigentlich genau das Richtige, er steuert gegen den Trend.
Die Banken scheren sich allerdings einen Dreck darum die freigewordenen Mittel auch in die Realwirtschaft einfliessen zu lassen. Man kauft lieber Aktien und neue Bundesanleihen dafür. Die mit QE eingentliche Bekämpfung der Deflation wird verhindert.
Inflation und das ist empirsch Nachweisbar kommt nur zustande über Löhne, sprich höhere Lohnstückkosten, und genau das ist auch das Problem der Eurozone und der mangelnden Wettbewerbsfähigkeit der Südlichen Länder.
Sie sind noch viel zu teuer und Deutschland viel viel zu billig. Dafür hat Harz4 gesorgt, Lohndumping, Werkverträge usw.
Die deutsche Wirtschaft brummt, klar, auf Kosten der Südländer, aber das endlich mal zu verstehen weigern sich die Verantwortlichen in unserem Lande.
benedikt54
Der Anteil der dt. Bundesanleihen beträgt über 16 Mrd. im Monat.
Sekundärmarkt ist die Börse (!?!)
Erlös können nur die Verkäufer haben! Die bestimmen wohin es geht!
Verstehst du was du da schreibst? Ergibt das einen Sinn? Schreibst du etwa bei Draghi ab?
.
scorpion
Was ist das für ein Kommentar? Was meinst Du?
tantan
Sorry, der Haftungsanteil liegt bei knapp 28 Prozent und somit sind das natürlich 16 Mrd. Sorry, da habe ich zu schnell gelesen.
Sekundärmakrt ist Börse, ja, ich glaube nicht was anderes geschrieben zu haben, wenn es anders rübergekommen ist dann war dies nicht die Absicht.
Erlös können nur Verkäufer haben. Den Satz verstehe ich im obigen Zusammenhang nicht.
tantan
Der Erlös den der Verkauf von Staatsanleihen bringt wird der Bank auf dem Konto bei der EZB (Reservekonto) gutgeschrieben. Reservekonten dienen allerdings nur dem Zahlungsverkehr innerhalb der Banken.
Letztendlich kommt kein weiteres Geld in das System und es wird schon gar nicht wie behauptet die Gelddruckmaschine angeworfen.
Ich habe eher das Gefühl das es eine falsche Interpretation von QE und deren Auswirkungen auf die Märkte gibt.
Nach dem Motto, die EZB druckt Geld, Sie kauft damit die Anleihen, die Bank kauft für das frische Geld Aktien usw. und es entsteht massive Inflation da es ja dadurch mehr Geld gibt. Wer das glaubt irrt sich leider.
Allein die QE Programme in Japan und in den USA haben doch mitnichten zu Inflation geführt, oder?
Allein Japan hat seit dem neuen Jahrtausend die Deflation über Jahre nicht verlassen, trotzt massiver QE Programme.
QE führt eben nicht zur Ausweitung der Geldmenge.
Antwort auf tantan von benedikt54
Der Sinn von QE ist die Bekämpfung der Deflation. Also eine Verstärkung der Inflation.
Geld ist kompatibel und kann getausch oder verschoben werden.
Es ist mir nicht bekannt, das nur Banken die Anleihen abgekauft werden.
Es ist nur die Sprache der Banker die kompliziert ist. Damit lassen sich Fehler besser verschleiern. Gekocht wird trotzdem nur mit Wasser. Wenn ich falsch liege, dann erkläre es mir bitte so, das es allgemeinverständlich ist. Also ohne Schnörkel und Wendungen.
Antwort auf tantan von benedikt54
[quote=benedikt54]
tantan
Der Erlös den der Verkauf von Staatsanleihen bringt wird der Bank auf dem Konto bei der EZB (Reservekonto) gutgeschrieben. Reservekonten dienen allerdings nur dem Zahlungsverkehr innerhalb der Banken.
Letztendlich kommt kein weiteres Geld in das System und es wird schon gar nicht wie behauptet die Gelddruckmaschine angeworfen.
Ich habe eher das Gefühl das es eine falsche Interpretation von QE und deren Auswirkungen auf die Märkte gibt.
Nach dem Motto, die EZB druckt Geld, Sie kauft damit die Anleihen, die Bank kauft für das frische Geld Aktien usw. und es entsteht massive Inflation da es ja dadurch mehr Geld gibt. Wer das glaubt irrt sich leider.
Allein die QE Programme in Japan und in den USA haben doch mitnichten zu Inflation geführt, oder?
Allein Japan hat seit dem neuen Jahrtausend die Deflation über Jahre nicht verlassen, trotzt massiver QE Programme.
QE führt eben nicht zur Ausweitung der Geldmenge.
[/quote]
@benedikt54
Da mir der Begriff "Bankreserven" in diesem Zusammenhang nicht geläufig war, habe ich mal gegoogelt was darunter zu verstehen ist.
Hierzu habe ich folgende Erlärung gefunden:
Antwort auf benedikt54 schrieb: von tomxy
QE hat nicht zur Inflation geführt.
Der Hintergrund liegt in der veränderten Einstellung zu Schulden. Bis 2008 wurde die Geldmenge über Schulden geregelt. Die Nachteile wurden Jahrzehnte verdrängt. Nun sind Schulden unpopulär geworden und die Geldmenge schrumpft rapide. Damit verbunden ist eine nachlassende Wirtschaft. Unvorsichtige Schuldner kommen in Bedrängniss (Wachstum war Vorraussetzung um Schulden stemmen zu können). Die Hauptproblemschuldner sind die Staaten. Die versuchen alles um Geldmenge und Wachstum wieder in Gang zu bekommen. Harmonisches Wachstum kann es aber nicht mehr geben, bis die Altlasten abgetragen sind. Schulden sind Gift das sehr langsam wirkt. Einige haben das verstanden, Andere sind nicht bereit ihre Irrtum (Abhängigkeit) einzugestehen.
Tantan
Wer schreibt das Schulden Gift ist, muss auch sagen das Sparen Gift ist. Kein Sparen ohne Schulden, oder wer soll die Zinsen erwirtschaften welche die Bank zahl? Es bedarf Schuldner die bereit sind zu investieren und das Geld der Bank in die Realwirtschaft einfliessen zu lassen.
Die Hauptproblemschuldner sind die Staaten, das stimmt, da diese für die mangelnde Investionstätigkeit einspringen mussten oder müssen.
Wenn ich spare brauche ich Schuldner, nur wer verschuldet sich noch bzw. welcher Schuldner hat Qualität?
Früher wurde das Geld in die heimische Wirtschaft investiert und das sorgte für Wachstum. Heute sind die Schulner nur noch der Staat und das Ausland. Seit mehr als 10 Jahren kommt unser Wachstum durch die Verschuldung des Auslands zustande. Für 2015 hat Schäuble 210 Mrd. Neuverschuldung des Auslands in Rechnung gestellt um das erwartete BIP Wachstum zu erzielen.
Wenn Du mit der Abhängigkeit dieses Segment meinst hast Du Recht, vollkommen Recht. Diese Problemmatig wird seit Jahren unter den Teppich gekehrt, wird uns früher oder später um die Ohren fliegen.
Die Unternehmen verdienen sich eine goldenen Nase und zahlen in vielen Fällen kaum Steuern, Steuern welche unser Staat aber braucht um seinen verpflichtugen der Allgemeinheit nachzukommen.
So sind wir wieder beim alten Thema.
Seit 30 Jahren immer wieder die gleiche dumme Laier.
Der Staat ist schlecht, gut ist nur was privatisiert ist.
Schulden sind schlecht.
Schulden sind aber für die Wirtschaft unerlässlich, was allerdings schlecht ist das an der erzielten Wertschöfpung immer weniger Menschen beteiligt werden, die dürfen dann nur für die Verluse aufkommen welche die Nutzniesser dieser Politik regelmässig an den Tag legen.
Vor etlichen Jahren habe ich mal eine Dissertation zum Thema Wachstum gelesen (den genauen Titel weiß ich nicht mehr) untersucht wurden darin viele verschiedene Länder in langen Zeiträumen. Fazit war, Wachstum ist zwar mit allen möglichen Faktoren (Zinsniveau, Wechselkursentwicklung, wirtschaftliche Rahmenbedingungen) korreliert, eigentlicher Treiber des Wachstums ist jedoch die Bevölkerungsentwicklung, insbesondere die Entwicklung der Bevölkerung im arbeitsfähigem Alter.
Ich sehe das genauso. Ob man es wahrhaben will oder nicht. Durch die Überalterung der Bevölkerung wird selbsttragendes wirtschaftliches Wachstum quasi unmöglich gemacht. Es stehen nicht nur weniger Personen zur Verfügung (Bevölkerung im erwerbsfähigem Alter), die etwas erwirtschaften können, auch die Konsumgewohnheiten ändern sich im Alter. Japan war das erste Land, wo man es beobachten konnte. Europa folgt auf den Tritt.
Versucht wird natürlich über die Verlängerung der Lebensarbeitszeit und Einwanderung gegenzusteuern. Das wird den Effekt aber nur marginal verringern, nicht kompensieren. Mitarbeiter über 55 sind am Arbeitsmarkt wenig gefragt. Man benötigt vielleicht einige erfahrene Mitarbeiter, die machen aber nicht die Masse der Nachfrage aus. Gleiches gilt für schlecht qualifizierte Einwanderer mit fehlenden Sprachkenntnissen. Zumal bei den Hochqualifizierten in allen Ländern Bedarf besteht und man somit im Wettbewerb mit Ländern steht, die attraktivere Arbeitsbedingungen bieten.
Wachstum über Konsumentenkredite ist etwas kurz gedacht. Dies mag kurzfristig die Wachstumsraten anheben, führt jedoch mittel- und langfristig zum genauen Gegenteil. Durch die Zinszahlungen steht weniger Nachfrage zur Verfügung. Kredite solcher Art sind auf lange Sicht eher schädlich für die Volkswirtschaft.
Still und Leise und ohne grossen Medienrummel
Bund juno 159.96
Das ist nicht zu glauben
Das ist echt irre. Ich halte mich von den Finanzkontrakten fern. da braut sich was zusammen, nur keiner weiss wann die Blase platzt. Aber das wird arg werden, und viel Blut und Tränen werden fliessen. Sobald alle erkennen , das QE und ZIRP nicht wirklich was bringen gehts los. ich rechne mit dem Auslöser CHINA, weil dort die ärgste Michmädchenhausse seit Jahren läuft. Tradergruss SPOMI
Da wird so schnell nichts platzten. Draghi kontrolliert den Markt. Freie Kräfte wirken auf die Zinsen nicht mehr. Die FED wird die Zinsen, wenn überhaupt, nur sehr langsam und wenig anheben. Staatsanleihen bediehnen zukünftig die Notenbanken selber. Frühestens in ein paar Jahren könnte es problematisch werden. Dann wird die Geldmenge auch ohne Umlaufgeschwindingkeit zu hoch werden. Dann werden die Politiker und Notenbanker die Märkte in ein anderes Korsett zwängen. Marktwirtschaft war ein mal!
16.04.2015 10:50:49
ROUNDUP/Deutschland: Zehnjahreszins nähert sich rasant der Nulllinie
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Ansturm auf deutsche Bundesanleihen setzt sich ungebremst fort. Am Donnerstag fiel die Rendite zehnjähriger Bundesanleihen, die für die Marktentwicklung als richtungsweisend gelten, erstmals unter die Marke von 0,1 Prozent. Am Vormittag sank der Zehnjahreszins bis auf 0,085 Prozent. Das ist ein Rekordtief.
Die Anleihekurse, die ein Spiegelbild der Rendite sind, steigen im Gegenzug auf immer neue Rekordhöhen. Der Euro-Bund-Future- ein Finanzkontrakt, der die Kursentwicklung am Anleihemarkt abbildet - war bereits am Mittwochabend erstmals über 160 Punkte gestiegen. Am Donnerstag erreichte er einen Rekordstand von 160,23 Punkten.
EZB DRÜCKT MARKTZINSEN
Hauptgründe für den Run auf Bundesanleihen sind die Niedrigzinspolitik und die neue Geldschwemme der Europäischen Zentralbank (EZB). Beides befeuert die ohnehin hohe Nachfrage nach deutschen Staatspapieren. Die immer weiter steigenden Kurse vermindern allerdings die Rendite der Anleihen, weil Anleger beim Kauf der Papiere mehr bezahlen müssen.
Die EZB hatte Anfang März mit dem Kauf von Wertpapieren wie Staatsanleihen begonnen. Pro Monat will sie Anleihen im Wert von 60 Milliarden Euro vom Markt nehmen. Die Käufe sollen bis mindestens September 2016 durchgeführt werden und mehr als eine Billion Euro in die Finanzmärkte leiten. Die Notenbank erhofft sich davon, die schwache Inflation anzuheben und das Wachstum zu beflügeln.
MINUSZINS WOHL NUR FRAGE DER ZEIT
Viele Marktbeobachter rechnen mit weiter steigenden Kursen und dementsprechend sinkenden Marktzinsen. Ein Fall der Zehnjahresrendite unter null Prozent gilt unter vielen Experten lediglich als eine Frage der Zeit.
Schon jetzt rentieren viele deutsche Staatsanleihen im Minus. Waren es bisher Bundesschuldtitel mit Laufzeiten von bis zu acht Jahren, kamen am Donnerstag Papiere mit einer Laufzeit von neun Jahren hinzu. In der Schweiz, deren Staatsanleihen als besonders sichere Anlage gelten, liegt der zehnjährige Zins schon länger unter der Nullmarke./bgf/jkr/stb
Nicht zu glauben
160.30
Bin bei 160.11 long stop 160.11
so zur gaudi, wie wir in bayern sagen
Stop=Einstiegskurs?!
scorpion
Ja, Konnte nicht zeitgleich einstellen, kurs war schon ein wenig gelaufen, deshalb gegen Einstieg.
Ist ja auch nur eine Witzposition, eigentlich um mich nicht laufend zu ärgern. Was soll man denn noch auf der Longseite erwarten können?
Tja, das ist eben so. Trader sehen das so.
scorpio
Und nun sagt man sich, verdammt , warum habe ich nicht mehr gekauft als die zwei Kontrakte.