Bund Future: Rein theoretisch kann er noch 1500 BP steigen

Was macht der Markt ?

Er verkauft Anleihen, wenn er der Meinung ist, dass die Zinsen zukünftig steigen werden und er kauft Anleihen, wenn er der Meinung ist, dass die Zinsen zukünftig fallen werden.

Und meine Meinung ?

Jede 100 BP die der Bund-Future steigt oder fällt stehen für 0,1 % in der 10-jährigen Zinsstruktur. Sprich - wenn wir derzeit von 2,5 % reden, so haben wir noch gute 1,5 % Luft bis zum Zielzins 1 % - was beim Bund-Future noch 1500 BP ausmachen würde bzw. einen maximalen Kurs von 147.

Jeder Monat und jedes Jahr in dem sich nichts an den Leitzinsen verändert, lässt auch die Renditen für Staatsanleihen fallen.

Nichts anderes sehen wir in den letzten Monaten.

Es scheint scheinbar sehr schwer zu sein, endlich zu begreifen, dass tatsächlich die Finanzierung des Staates durch die Notenbanken begonnen hat.

Und es wird rein Verschuldungstechnisch betrachtet keinen Weg mehr zurück geben.

Geschrieben von F am
Richard Ebert
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zorrie
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Der langfristige Trend heißt für die 10-jährigen Bonds immer noch "aufwärts".

Das Sentiment ist jedoch stark in Richtung fallende Kurse, siehe diverse Jahresausblicke (gelesen in FAZ, FtD, Sentix, Zwermann, Wellenreiter) oder auch in einer aktuellen Bloomberg-Umfrage
http://media.bloomberg.com/bb/avfile/rv_TLKsI_zGc

Der Spread 10j - 3m -Rendite ist nicht am Anschlag, aber dennoch sehr hoch, d.h. die Renditekurve recht steil.

Die Optionspreise sind nicht sehr billig, aber unterdurchschnittlich, - z.B. beträgt die impizierte Vola für Bund-Future Optionen 6,8%

Rollgewinne warten auf Long-Spekulanten. Im Juni 140 und im September noch mal 30 Basispunkte im BF. Bei den 10y-TreasuryNotes beträgt das jeweils ca. 100 Basispunkte.

Der Bund-Future hat jetzt in knapp 5 Monaten 1100 Basispunkte nachgegeben. Das ist zu viel und eine gute Kaufgelegenheit. Ich kaufe jetzt wieder Bund-Future- und 10y-TreasuryNote- Optionen.

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SPOMI
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@ zorrie [#153]

ich denke nach dem steilen Anstieg der Renditen in USA und D ist jetzt mal eine Konsolidierung angesagt. die Prämien in den nahen Tbond options sind historisch betrachtet eher hoch. beim tägliche Handel spürt man oft die Unsicherheit des Marktes sich auf eine Richtung festzulegen. dies geschieht jetzt immer häufiger im Tagesverlauf und nicht mehr nach Wirtschaftsdaten. auch kann eine Dollarschwäche oder ein starker Indexrückgang schnell mal die Bonds nach oben ziehen. die Konsolidierungsphase kann somit bald wieder beendet sein, möglicherweise nach oben, womit Franjo s Thesen bestättigt wären. never fight the FED rät SPOMI

Richard Ebert
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Kursvergleich T-Notes / Bund Futures:

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wuelle
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@ zorrie [#153]

Bobl- und Schatz-Future haben ihr Dezembertief bereits deutlich unterschritten, der Bund-Future arbeitet gerade daran. Eine Rendite von 3.4 Prozent bei den 10-jährigen halte ich für erreichbar. Der Bund-Future kann also noch mehr als 100 Punkte nach unten abrutschen.

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pullPUSH
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@ wuelle [#156]

Mit dem Inflationsszenario das durch die Presse "gedrückt" wird rechne ich auch das der Bund weiter fällt.

@ pullPUSH [#135] wieder mal guter Ansatz, nichts daraus gemacht.

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zorrie
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@ zorrie [#153]
... Ich kaufe jetzt wieder Bund-Future- und 10y-TreasuryNote- Optionen.

Na, noch jemand mit dabei?
Wirkt hoffentlich nicht so strunzig, aber gegen die Marktmeinung, gegen fast jeden Zeitungsartikel über dieses Thema zu gehen und doch Recht zu bekommen tut doppelt gut.
Eine Spekulation ist gerade unter solchen Bedingungen erfolgversprechend!

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SPOMI
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@ zorrie [#158]

nichts scheint den Trend zu stoppen-schon seltsam diese Diskrepanz meint SPOMI

wuelle
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@ SPOMI [#159]

Welche Optionen hast Du denn damals gekauft, so dass die Positionen, trotz Zeitwertverlust von 4 Monaten, im Gewinn sind?

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zorrie
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@ wuelle [#160]

Du meinst sicher mich.

Meistens Optionen am oder etwas im Geld. Gerne würde ich Laufzeiten von einem Jahr kaufen, die gibts aber beim Bund nicht (aber beim ZN). Schade, dass das Interesse da so gering ist. Ich zocke ja schon, aber was machen die anderen denn dann!?

März-Optionen musste ich tatsächlich mit Verlust abgeben. Ich versuche aber immer möglichst früh in den längsten Kontrakt zu gehen. Das wäre ab heute z.B. der Dezember. Leider findet man so früh im Leben dieses neuen Kontraktes keinen Gegenpart zu angemessenen Preisen. Deswegen muss man noch ca. 2 - 4 Wochen warten.

Der Zeitwertverlust wird zu einem grossen Teil wegen der Rollgewinne im Futures abgefangen. Der Settlement-Preis des 125er Dez liegt mit 2,02 EUR nur wenig über dem Sep mit 1,81 EUR

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SPOMI
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@ wuelle [#160]

Bond options habe ich schon seit langem nicht mehr gekauft. Der generelle Trend nach oben ist für mich als Daytrader in USbond Futures relevant. Wenn du N0.154 ansprichst, war die Erwähnung der Optionsprämie im Jänner 2011 nur ein Indikator für aufkommende Nervosität in den Anleihefutures. Grüsse SPOMI

Richard Ebert
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Bund Futures als Charts:

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zorrie
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12 Jahre 7 Monate

@pullPUSH aus dem Daytrading-Thread[4339]

Hier eine Statistik, die ich hier früher schon mal gebracht habe. Jetzt aktualisiert.

Bund Future Abstand zum 12-Monats-Durchschnitt

Eine Möglichkeit nachzuprüfen, ob der Bund-Future "heiß gelaufen" ist: der Vergleich des aktuellen Abstandes des Kurses zu seinem 12-Monats-Durchschnitt mit den historischen Abstands-Werten.

Berechnung unter den Prämissen
- Ergebnisse in Basispunkten,
- am Bildschirm per Kästchenzählen durchgeführt und deswegen nicht 100%ig genau
- nur Extremwerte über 500
- jeweils lokale Hochs des Abstand-Wertes

1990 -1180
1993 +600
1994 -770
1996 +600
1997 +510
1998 +510
1998 +750
1999 +660
1999 -880
2000 -700
2006 -570
2007 -650
2009 +1050
2010 +1000
2011 -710
2011 970??? (12m Avg bei 126,6, Höchst Bund bei 136,26)

Wie weit könnte eine Korrektur gehen? Hierzu die historischen Korrekturen der beiden folgenden Monatskerzen.
Spalte 1 + 2: wie oben
Spalte 3: das Maximum der Korrektur, vom absoluten Hoch (bzw. Tief bei Korrekturen Richtung Norden) bis zum absoluten Tief (bzw. Hoch) der beiden Folgekerzen
Spalte 4: die Korrektur nach zwei Monaten, vom absoluten Hoch (bzw. Tief) bis zum Schlusskurs der zweiten Kerze
Nur die sehr grossen Abstände größer 600 Bp wurden betrachtet.

1990 -1180 500 200
1994 -770 400 350
1998 +750 450 200
1999 +660 500 350
1999 -880 530 120
2000 -700 400 350
2007 -650 450 400
2009 +1050 500 220
2010 +1000 600 580
2011 -710 600 550
2011 970???

Ein Korrektur von 400 bis 600 Bp wäre also zu erwarten.

Die große Frage ist, ob die 970 das letzte Wort sind. Oder ob es am Ende doch deutlich mehr werden. Wahrscheinlich nicht, siehe das Ausmaß der anderen Entfernungen.

Die Hälfte meiner Bund-Calls werden am Montag glattgestellt. Die andere Hälfte wird mit manuellem Trailing-Stop gehalten. Eine Short-Spekulation kommt nur nach der Trendwende und dann nur kurzlaufend in Frage. Der langfristige Trend ist und bleibt aufwärts, auch wegen der großen allgemeinen Skepsis gegenüber Bundesanleihen.

F
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12 Jahre 7 Monate

Es scheint scheinbar sehr schwer zu sein, endlich zu begreifen, dass tatsächlich die Finanzierung des Staates durch die Notenbanken begonnen hat.

Und es wird rein Verschuldungstechnisch betrachtet keinen Weg mehr zurück geben.

select
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12 Jahre 7 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#165]

Dies würde in der Konsequenz bedeuten, dass die Zinsen, Renditen so lange niedrig bleiben, bis die Staaten die Schulden (teilweise) abgetragen haben oder ein Schuldenschnitt durchgeführt wurde. Ist aber eine Inflation gewünscht, würde das bedeuten, dass wir noch Jahre negative Realzinsen haben werden. Oder was meinst Du mit "keinen Weg mehr zurück"?

benedikt54
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12 Jahre 7 Monate

@ select [#166]

Das Szenario ist nicht Inflation, sondern Deflation.

Es kommt bald die Phase wo die Leute Geld brauchen um Schulden zu zahlen und alles kommt auf den Markt.

benedikt54
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12 Jahre 7 Monate

@ select [#166]

Zum Bund ( 138,60) fällt mir nur ein Satz ein.

Leck mich am Arsch.

select
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12 Jahre 7 Monate

@ benedikt54 [#168]

"Zum Bund ( 138,60) fällt mir nur ein Satz ein."

Immerhin ist er bald am Anschlag.

F
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12 Jahre 7 Monate

@ select [#166]

Die Staaten werden ihre Schulden nicht abtragen.

Die Zinsen bleiben dauerhaft niedrig um die Staaten weiterhin mit billigem Geld zu versorgen.

Steigende Zinsen würden die ohnehin schon angespannten Haushalte sprengen

- 1 % Mehrzins bei:

- USA: 14 Billionen $ Gesamtschuld = 140 Milliarden $ Mehrzinsen
- Deutschland: 2 Billionen € Gesamtschuld = 20 Milliarden € Mehrzinsen.

Mein Fazit: "Die ganze Sache ist reiner Zeitgewinn auf Kosten des Geldwertes und Kaufkraftverlust ist keine Deflation."

select
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12 Jahre 7 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#170]

"Mein Fazit: "Die ganze Sache ist reiner Zeitgewinn auf Kosten des Geldwertes und Kaufkraftverlust ist keine Deflation."

Es muss aber die Geldmenge steigen und die steigt erst, wenn im Tausch für das Notenbankgeld die Notenbanken ihre erworbenen Wertpapiere abschreiben müssen. Oder nicht?

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#170]

Ok, und was machst Du wenn die Eurobonds kommen, dann passen sich die Zinsen in Europa an und dann gute Nacht.

F
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

@ benedikt54 [#172]

Ich glaube nicht, dass die EZB tatenlos zusehen würde, wenn sich die Marktrenditen erheblich von den tatsächlichen Leitzinsen entfernen würden.

Kaufen bis es passt - à la Federal Reserve - dort kommen noch QE3, QE4 etc.

Was reden wir eigentlich um den heissen Brei.

Auf gut Deutsch ist doch bezogen auf den Geldwert ziemlich viel im Arsch.....

Alle Welt kauft in Deutschland ein, hier ackern sie wie die Blöden und das dann auch noch die nächsten zehn Jahren mit den aktuellen mickerigen Löhnen ?

Ich bitte Euch.....

Die Inflation wird kommen, da kann man aufstauen soviel man will.

Tja, man freut sich hierzulande darüber nur noch ein Haushaltsdefizit von weniger als 1 % des BSP zu haben. Wieviel dürfte man eigentlich ?

Ach, ja es waren um die 3 %.

Also, alle Welt hält nichts vom Sparen. nur hier wird das knallhart durchgezogen. Anstatt das Limit voll auszuschöpfen und diese rund 50 Milliarden € die man bis zum Limit von 3 % disponibel hätte nun auch stimulativ auszugeben. 50 Milliarden für die Binnenwirtschaft !

Wird´s hier nicht gemacht, macht man es anderswo in Europa.

hektor
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12 Jahre 7 Monate

Ist der Bid beim März Kontrakt nicht zu hoch?

Sep 138,69 - Dez 137,11 - März 137,13

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zorrie
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

@ hektor [#174]

Hat alles seine Ordnung.
Das hat, neben der Zinstrukturkurve, mit den zu liefernden Anleihen zu tun. Die scheinen im Dez nicht so werthaltig zu sein wie im Sep und im März.

hektor
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12 Jahre 7 Monate

@ zorrie [#175]

Laut Eurex sind es aber im Sep und Dez die selben 5
http://www.eurexchange.com/trading/products/INT/FIX/FGBL_de.html?mode=deliverable_bonds

tantan
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

@ hektor [#176]

Die Anleihen sind die selben, aber der Konvertierungsfaktor ist ein anderer.

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#173]

"Die Inflation wird kommen, da kann man aufstauen soviel man will."

Aber hör mal, so schlimm ist es nicht. Es ist sicher auch dann wieder alles nur gefühlt.

Gefühlte Inflation, gefühlter Hunger, gefühlte Armut.

Ich werf meine ganzen Gewinne abzgl. Notvorräte und Haubitzen derzeit in Immobilien (Instandhaltung, Erneuerung etc.).

F
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

@ gautama2 [#178]

Ich werf meine ganzen Gewinne abzgl. Notvorräte und Haubitzen derzeit in Immobilien (Instandhaltung, Erneuerung etc.).

Dort ist Kapital auch am besten aufgehoben - eigene Immobilien und Familie.

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zorrie
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

@ tomxy

Die von Dir in [#25] hergeleiteten 160 habe ich mir als Maximum für den Kurs des Bund-Future gemerkt.

Heute sind wir noch schlauer. Bundesanleihen im kürzeren Laufzeitbereich werden mit negativer Rendite verkauft.
Das heißt für den Bund-Future, dass er auch über die 160 steigen kann.

tomxy
Mitglied seit
12 Jahre 7 Monate

@ zorrie [#180]

Yep, theoretisch kann er das. Das wären dann aber paradiesische Zustände für den Staat. Der könnte sich dann durch die Ausgabe von Anleihen direkt entschulden...

Momentan steigt einfach alles. Dax und Bund seit zwei Tagen im Gleichklang.

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