CFTC ermittelt gegen Peregrine Financial Group / PFG Best
CFTC Files Complaint Against Peregrine Financial Group
The futures trading industry reeled on Tuesday as federal regulators accused Iowa-based broker PFGBest with misusing over $200 million in customer funds for more than two years, resurrecting the shock of MF Global's collapse.
Da fragt man sich mal wieder, wie das passieren konnte und kann. Anscheinend sind die Hälfte der Kundengelder verschwunden; bis jetzt weiss man nicht, wohin. MF Global und PFG sind Unternehmen, denen ich das am wenigsten zugetraut hätte. Anscheinend muß man bei 10 Brokerfirmen Konten führen, um das Risiko zu minimieren.
@ ladowa [#2]
:)
Ich glaube fast, die machen das so ähnlich wie die Banken mit der Geldschöpfung.
Wenn die meisten Trader ihr Konto sowieso plätten, dann kann man mit deren Kohle auch selber zocken und den Kunden eine Scheintätigkeit an der Börse vorgaukeln. Dumm nur wenn der Broker nicht besser ist als der Kunde. Spannend ist, dass das erst nach 2 Jahren auffällt. Die Großen sollte man vielleicht öfter kontrollieren.
Wenn die die Kundengelder vom Firmenvermögen getrennt halten müssen, dann sollte eine kurze Überschlagsrechnung alle paar Wochen doch nicht zu schwer fallen.
Ich finde es sollten auch in den Prüfungsinstanzen ein paar Köpfe rollen. Da muss doch geschlampt und bestochen werden dass es nur so rauscht. Wie kann man sich das sonst erklären?
Der Witz von der alten Dame, die sich in der Bank jede Woche ihr Geld zeigen lässt, um zu sehen ob es noch da ist, ist vielleicht bald kein Witz mehr. Kann man von seinem Broker einen Nachweis verlangen, dass das eigene Geld noch getrennt vom Firmenvermögen aufbewahrt wird? Wär doch mal nachdenkenswert. Jedenfalls muss man die Kontrolle wohl selber in die Hand nehmen. Ich für meinen Teil werde mir in der Richtung definitiv Gedanken machen.
Man redet sich die Köpfe heiß darüber wie man in der Krise sein Geld anlegt, aber beim Broker lässt man es vielleicht gerade vertrauensvoll missbrauchen.
Ich verstehe auch nicht, wie es schon wieder zu so einer Pleite kommen konnte. Es kann doch nicht so schwer sein, zu kontrollieren, ob die Kundengelder ordnungsgemäß gehalten werden.
Gut möglich, so wie Du schreibst, dass (wie bei den Forex-Buden) dieser Broker Kundenaufträge gar nicht weitergeleitet hat, in der Annahme dass die meisten seiner Kunden ohnehin verlieren. PFG hatte ja hauptsächlich Retail-Kunden.
Laut einem Ranking von 2011 ist/war PFG Best der 33 größte Broker der USA, also durchaus keine so kleine Nummer.
Ich habe bei denen ja im Mai ein Konto eröffnet. Interessant war, dass man damals nichtmal einen Adressnachweis von mir verlangt hat. Bei anderen Brokern ist das schon üblich. Vielleicht wollte man so rasch wie möglich an neue Kundengelder.
Aber zum Glück habe ich durch diese angehende Pleite kein Geld verloren. Ich hab es vorher schön brav selbst vernichtet und des Rest vor drei Tagen wieder zu IAB überwiesen :-). Sojabohnen können so böse sein. Macht nichts, es war nicht viel Geld.
@ ladowa [#4]
Richtig so. Wenn das Geld schon weg ist, dann sollte man selber den Spaß gehabt haben.
Lauter Verbrecher! ;-)
http://www.reuters.com/article/2012/07/10/us-broker-pfgbest-document-idUSBRE8691F520120710?feedType=RSS&feedName=businessNews&utm_source=dlvr.it&utm_medium=twitter&dlvrit=56943
@ ladowa [#4]
Aber zum Glück habe ich durch diese angehende Pleite kein Geld verloren. Ich hab es vorher schön brav selbst vernichtet und des Rest vor drei Tagen wieder zu IAB überwiesen :-)
Sowas gefällt mir, echt klasse, das nenn ich Humor.
Sehr schön
sich nicht immer so ernst nehmen dann fällt vieles leichter.
@ benedikt54 [#7]
Naja, wir haben wohl alle schon eine Vielzahl an Verlusttrades gemacht. Da gewöhnt man sich dann automatisch daran. Wenn man nach jedem Verlust tagelang betrübt wäre, hat man sich ohnehin für die falsche Tätigkeit entschieden. Ausser natürlich, es ist DER Verlust. Der das Trading für immer beendet, weil zu groß. Da hätte wohl niemand mehr Humor :-).
@ ladowa [#4]
@ gautama2 [#5]
@ benedikt54 [#7]
Jeder hat mal Verluste. Entscheidend ist, daß das Jahr am Ende positiv ist.
Mir macht Eure Einstellung ein wenig Angst.
@ ladowa [#8]
"Ausser natürlich, es ist DER Verlust. Der das Trading für immer beendet, weil zu groß."
Dann hat man einen Fehler gemacht, weil das gesunde Verhältnis Tradesize/Accountsize überschritten wurde.
@ scorpion260 [#9]
Dann hat man einen Fehler gemacht, weil das gesunde Verhältnis Tradesize/Accountsize überschritten wurde.
Oder es hat ganz einfach der Broker Pleite gemacht :-).
Mir macht Eure Einstellung ein wenig Angst.
Bitte präzisieren, was für eine Einstellung?
@ ladowa [#10]
Mir macht Eure Einstellung ein wenig Angst.
Na ja, das wir über Verluste lachen können bzw. sie nicht so ernst nehmen.
vermutlich ist das gemeint
@ ladowa [#10]
"Oder es hat ganz einfach der Broker Pleite gemacht :-).
"
Das kann auch ein Grund sein, ja.
@ ladowa [#10]
@ benedikt54 [#11]
"Bitte präzisieren, was für eine Einstellung?"
Bei mir wurde der Eindruck erweckt, daß Kontoplätten eine logische Folge von Trading ist.
Sicher habe ich das falsch verstanden.
Wenn dem aber so ist, dann braucht man sich über veruntreute Gelder beim Broker des Vertrauens auch keine Sorgen zu machen*g.
@ scorpion260 [#12]
Bei mir wurde der Eindruck erweckt, daß Kontoplätten eine logische Folge von Trading ist.
So haben wir das sicher nicht gemeint. Sonst würden wir wohl nicht mehr traden, wenn wir wirklich mit dem eigenen Bankrott fix rechnen.
Aber es haben sicher mehr Trader ihr Konto geschrottet als Broker bankrott gegangen sind :-).
http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:roundup-us-boersenmakler-bricht-zusammen-kundengelder-sind-verschwunden/70062091.html
http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/insolvenz-der-peregrine-financial-group-im-namen-des-wanderfalken-1.1410311
http://www.nfa.futures.org/NFA-investor-information/PFG.HTML
Traurige Nachricht letzte Nacht.
Der Broker über den ich meine Geschäfte in USA abwickle hat Konkurs angemeldet und die NFA hat den Laden dicht gemacht. Bei pfgBest ist niemand mehr zu erreichen.
Heute morgen wurde dann ein Teil meiner offenen Posotionen zwangsliquidiert. Ich frage mich warum nicht alle. Komischerweise hat man bei vielen spreadpositionen immer nur ein Bein weggenommen und nicht beide, so dass ich voll im Risiko stehe.
Weiterhin ist schmerzlich, dass mir niemand sagen kann, wie mit meinem Geld, das dort auf nem Konto liegt verfahren wird. Die Baffin hat sich der Sache angenommen.
Hat sonst noch jemand Erfahrungen mit dieser Sache oder schon einmal was ähnliches erlebt. Wie wurde in anderen Fällen gehandelt.
Gruß
Thomas
@ bbw [#16]
Tut mir leid für Dich.
Warum eigentlich Zwangsliquidation? Ohne Margin Call?!
Kann ja nur ohne sein, denn sonst wäre ja alles rausgeflogen.
@ scorpion260 [#17]
Ja, so was tut einem in der Magengegend weh, das stimmt das Geschäft ist ohnehin schon nicht leicht und wenn man dann auch noch mit so was konfrontiert wird ist das dreimal bitter.
@ bbw [#16]
Eine wirklich grausliche Sache sowas. Ich kenne jemanden, der hat bis heute kein Geld aus der Konkursmasse von MF Global. Hoffentlich ist genug Kapital da um wenigstens Teilbeträge zu refundieren. Bald ist es riskanter den richtigen/falschen Broker zu wählen und es sind die Trades nur mehr zweitrangig. Mir zeigt das aktuelle Geschehen einmal mehr, dass die Zeiten und Sitten anders sind als vor 10 oder 20 Jahren. Hr. Ebert kann da sicher auch was dazu schreiben. Der Konkurs von Drexel seinerzeit war da echt harmlos... SPOMI
Neuesten Infomationen nach werden heute meine restlichen Futures geschlossen. Ist schon komisch, wenn am einen Tag nur die Longpositionen und am anderen Tag dann die shorts geschlossen werden.
Lt Meldung aus USA ist PFG letztes Jahr aus dem Einlagensicherungsfonds ausgestiegen. Wenn das stimmt, dann ist von dieser Seite auch nichts mehr zu erwarten.
Jetzt kann ich nur noch hoffen, dass nicht gerade meine Kundengelder veruntreut wurden sonst muss ich wohl einen 6-stelligen Betrag abschreiben.
Thomas
Krumme Geschäfte am Futures-Markt
http://www.wallstreetjournal.de (12.07.12) - [...] PFG Best war vor allem ein Broker. Die Kunden – vielfach Bauern – kauften über die Firma Derivate an den Rohstoff- und Währungsmärkten. Der Vorwurf der CFTC: Wasendorfs Firma soll das Geld der Kunden, mit dem diese ihre Futures absichern, nicht wie gesetzlich vorgeschrieben bei Banken hinterlegt haben. Um das zu vertuschen, soll Wasendorf Bestätigungen der Banken gefälscht haben. So hatte seine Firma etwa angegeben, 200 Millionen Dollar für Kunden bei der U.S. Bank, einer Tochter von U.S. Bancorp, angelegt zu haben – tatsächlich waren es laut der Überwachungsbehörde National Futures Association gerade 5 Millionen.
(Quelle und sehr ausführlich lesen: http://www.wallstreetjournal.de/article/SB10001424052702303740704577522262435775618.html?mod=WSJDE_latestheadlines )
wenigstens kann man sich in den USA sicher sein das der Typ für sehr lange Zeit ins Cafe Viereck einfahren wird !
@ bbw [#20]
@ Richard Ebert [#21]
Ich lese gerade über meinen Reuters-newsstream: CEO arrested after Iowa brokerage fails..
Was auch immer das bedeutet.......
@ ladowa [#4]
"Sojabohnen können so böse sein."
Da musste ich richtig schmunzeln.
Aber Fiatmoney (state-backed currency)kann noch vieeeel böser sein!
@ gautama2 [#3]
"Der Witz von der alten Dame, die sich in der Bank jede Woche ihr Geld zeigen lässt, um zu sehen ob es noch da ist, ist vielleicht bald kein Witz mehr."
Träumt nur weiter Jungs! Das Geld war noch nie da! Hast du's immer noch nicht verstanden? ;) Buch-Giralgeld ist nur Papier und Bits&Bytes uns KEIN gesetzliches Zahlungsmittel.
Irgendwann werdet auch ihr drauf kommen, das eine cryptocurrency das einzig Wahre ist, wo man in einem unsichtbare TrueCrypt Verzeichnis auf dem popeligsten USB Stick Millionen verstecken/aufbewahren kann.
Aber bis ihr euch mit der Technik vertraut gemacht habt, haben die Sojabohnen, der Broker, oder die Zwangsanleihen zugeschlagen. ;)
@ AAA [#24]
Irgendwann werdet auch ihr drauf kommen, das eine cryptocurrency das einzig Wahre ist, wo man in einem unsichtbare TrueCrypt Verzeichnis auf dem popeligsten USB Stick Millionen verstecken/aufbewahren kann.
Wenn also der große Finanzcrash kommt, werden dann somit wohl nur männliche Computerfreaks/Nerds mit ihren Bitcoins überleben. Das bedeutet, die Menschheit wird in einer Generation ausgestorben sein ;-).
Info für alle betreffend Cryptocurrency
http://de.wikipedia.org/wiki/Bitcoin
@ StoxxDude [#22]
Der fährt höchstens noch in die Hölle ein, denn er hat lt. Bericht Selbstmord begangen.
https://wertpapiere.ing-diba.de/DE/showpage.aspx?pageID=9#BHP
Der erste Artikel in den "Top-Nachrichten".
@ scorpion260 [#26]
Hat er nicht. War ein Selbstmordversuch. Er wurde verhaftet, steht in dem Artikel.
@ ladowa [#27]
Da steht "leblos aufgefunden".
Ist wohl eine Frage der Definition*g.
@ scorpion260 [#28]
Wenn ich mir manchmal die Kursentwicklung meiner Investitionen ansehe, bin ich auch ziemlich leblos ;-).
Nein, im Ernst, der Typ dürfte noch am Leben sein. Wenigstens wird man noch einiges darüber erfahren, was er mit den fehlenden 200 Mio. angestellt hat.
@ bbw [#20]
Hast Du schon neue Info's?
@ scorpion260 [#30]
nur bedingt.
Der Chef sitzt wohl inzwischen im Knast und hat somit seinen Selbstmordversuch scheinbar in den Sand gesetzt.
Verbliebene Mitarbeiter von PFG Best versuchen momentan die alten Kunden für neue Dienstherrn zu gewinnen. Leider können diese aber nicht zusichern, dass die Kontobestände mitgenommen werden können. Wäre ja auch zu schön.....
Lange Rede, kurzer Sinn. Mein Ansinnen ist momentan, dass sich die deutschen Kunden zusammenschließen und sich einen amerikanischen Anwalt suchen, der auf Provisionsbasis bezahlt wird. Somit hat dieser einen ordentlichen Anreiz effektiv zu arbeiten.Ob es etwas hilft, keine Ahnung.
Ich informiere sobald neue Erkenntnisse auftauchen.
Thomas