Chaostheorie
Hi,
hat schon mal jemand versucht, wiederkehrende Muster aufzuspüren. Stichwort HURST???
Ich habe mir von einem Programmierer ein Tool zur Berechnung des Hurst-FAktors schreiben lassen.
Jemand da draussen, der das auch schon mal versucht hat??
Gibt es Erfahrungen??
Danke
harald
@ Harald111 [#1]
Mandelbrot beschreibt es hier ja ein wenig:
http://www.amazon.de/Fraktale-Finanzen-M%C3%A4rkte-zwischen-Rendite/dp/3492248616/ref=sr_1_2?ie=UTF8&s=books&qid=1281016286&sr=8-2
Ein pensionierter kanadischer Matheprof hat sich auch dazu ausgelassen (allerdings betreibt er die Website nicht mehr aktiv):
http://www.gummy-stuff.org/hurst.htm
Und schliesslich haben auch ThirdPartyTool-Hersteller (u.a. für Metastock, Tradestation) damit herumgespielt ("Fractional Dimension Index"):
http://www.fractalfinance.com/fracdimin.html
Meine eigenen Erfahrungen für die Praxis-Tauglichkeit des Hurst Exponents sind eher dürftig...vielleicht hast Du ja mehr Erkenntnisse.
ciao,
zentrader
@ zentrader
ja, habe ich alles gelesen .... und noch mehr.
Es gibt ja einige Trends (zur Seite, rauf runter :-))
Der Faktor ist mir auf klar, nur die Zykluslänge ... das ist mein Problem. Da finde ich keine Lösung. Vielleicht hat das hier irgendjemand schon mal versucht zu programmieren??
ich bin der Meinung, wenn man schon Regelmässigkeiten sucht dann kommts darauf an, in welche Richtung spekuliert wird. ich habe mir angewöhnt -da ich nur long gehe- Aktien, deren Charts abwärtsgerichtet sind zu ignorieren. Ganz egal, was geschrieben wird oder was andere denken. Ich denke, dass sich dann ein Kursmuster -nach unten ausgebildet hat. Wäre etwas für Shorter. Nicht für mich.
Und das dann kombinieren mit einem hohen Hurst-Faktor !!! Jetzt känme die zykluslänge (wo ist der Anfang und damit das Ende) ins Spiel.
Da komme ich nicht weiter, da muss ein Mathematiker her.
Da ich das Ganze allerdings kombiniere mit einigen anderen Indikatoren habe ich eine sehr hohe Trefferquote (nahe 100%).
Aber das führt hier jetzt zu weit, dazu muesste ich deutlich mehr Ausführungen machen.
in das Thema habe ich insgesamt Monate an Zeit investiert, ich würde das gerne fortsetzen.
Gruss
harald
@ Harald111 [#3]
Nahe 100% Trefferquote ist schwer zu topen. Bei der Zykluslänge versuch es mal mit Fibonacci!
@ Harald111 [#3]
nachfolgend ein aus meiner Sicht guter Link mit viel Inhalt zum Thema:
http://www.philso.uni-augsburg.de/dgksnd/400_420.pdf
..."dazu muesste ich deutlich mehr Ausführungen machen.
in das Thema habe ich insgesamt Monate an Zeit investiert, ich würde das gerne fortsetzen."...
Suche hier mal nach ich glaube "robert17", der war/ist auch gut in Zyklen, scheiterte hart ausgedrückt hier aber mangelnder Kommunikationskompetenz. Er glaubte auch immer "zuviel" zu sagen und hatte große Angst das andere von seinem Wissen mehr profitieren als er selbst.
Sorry, für diese meine direkte Meinung und Schlußfolgerung:
Du könntest mathematisch, programmiertechnisch und datentechnisch Unterstützung gebrauchen und hast im Rahmen deiner (Test)Möglichkeiten Quoten nahe 100% erreicht...
Variante 1: Wenn du Angst hast öffentlich "zuviel" zu sagen und selbst von deiner Methode voll überzeugt bist, dann "kaufe" dir die fehlende Kompetenz. Die Vertrags-/Geheimhaltungsbedingungen kannst du dann selbst festlegen, weil du ja dafür zahlst.
Variante 2: Du stellst ein paar deiner Ergebnisse vor und wenn du Glück hast interessiert sich jemand im "Austausch" so sehr dafür, das er dir als Gegenleistung die Lösung programmiert und an allen möglichen Daten für dich austestet
Variante 3: Du versuchst im freien Dialog häppchenweise allgemeines Wissen/Daten zu sammeln und kombinierst dann alles, um deinen Ansatz selbst alleine weiter zu entwickeln(ist auch ok, nur wäre dann die Wiederholung einiger deiner Worte zukünftig taktisch sehr unklug)
Hi an unbekannt,
nein, ich habe keine Probleme, davon zu berichten. Nur ich schreibe mir dann die Finger blutig und müsste einige Seiten füllen, um das auch nur in Ansätzen zu beschreiben. Hinzu kommt nach meinen Erfahrungen, dass jeder seine eigene Methode hat, an der er lange gearbeitet hat und an die er glaubt, und sich nur schwer auf eine andere Methode einstellen kann.
Ich habe keine Angst, dass ich zu viel sage, sondern ich weiss, dass meine "Methode" simpel ist, viel Geduld verlangt und dabei ganz weit weg von den mir bekannten üblichen Methoden liegt. Das "rüber zu bringen", das ist das Problem.
An alle: Sollte jemand näheres Interesse haben bitte Mail schicken. Und bitte Tel.-Nummer angeben. Ich rufe dann zurück.
Bis März 2010 habe ich das Ergebnis in Worte gefasst, das kann ich gerne mailen. Danach habe ich aufgegeben, Dritte für meine Sache weiter zu interessieren.
Wie gesagt, wenn jemand Interesse hat.
Ansonsten danke für die Antwort, die Info und die offenen Worte.
viele grüße
harald
@ Harald111 [#1]
In diesem Zusammenhang ...
Tobias Preis, Wolfgang Paul, and Johannes J. Schneider,
Fluctuation patterns in high-frequency financial asset returns,
Europhysics Letters 82, 68005 (2008)
http://www.tobiaspreis.de/publications/pps_epl_2008.pdf
@ Harald111 [#6]
"An alle: Sollte jemand näheres Interesse haben bitte Mail schicken."
Hallo Harald,
mail mir doch mal, was Du aufgeschrieben hast. Ich hab' Daten, und etwas Mathe und Programmieren kann ich auch. Ich hab' keine Mail-Adresse gefunden, um Dir zu schreiben.
Ich sage Dir gleich, daß ich - wie TimeTrade - skeptisch bin, wenn ich "Trefferquote nahe 100%" höre, und rein aufgrund der Zahl vermute, daß Du irgendwie keinen sauberen Backtest machst. Aber man muß es anschauen, ich bin immer dafür, Neues zu untersuchen. Also wenn Du willst ...
Gruß,
Asamat
@ asamat,
gerne...mail kommt heute abend.
gruss
harald
Hallo Harald,
bin zwar mäßig in Mathe und weiß nicht mal wie man brogramiren richtig schreibt, würde aber auch gerne Deine mail erhalten. Bitte über die Redaktion von TMW.
Vielen Dank,
hw
@ hardworker,
hi, bin wahrscheinlich ein bisschen doof, aber "Redaktion TMW" sagt mir :-( nichts.
Mache ich aber gerne, bitte um mailadresse.
Sorry und danke
harald
@ hardworker [#10]
weiß nicht mal wie man brogramiren richtig schreibt,
Korrekt schreibt es sich: Bröhgrahmiarn. Aber das 'ö' nur sanft andeuten, es spricht sich eigentlich wie eine unentschlossene Mischung aus 'o' und 'ö'. :-)
@ Harald111 [#11]
Über eine Mail von Dir würde ich mich ebenfalls freuen. Meine Adresse ist hinterlegt. Vielen Dank.
@ Livetour [#12]
Das ist hier keine Deiitingseite! ;)
@ Harald111 [#1]
Vielen Dank für Deine Mail. Zunächst mal zu Hurst, um den es Dir in diesem Thread ja ursprünglich ging. Ich habe mich damit auch schon mal beschäftigt und habe über einen Teil der Ergebnisse hier berichtet:
http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=13412&full=1#M25
Im Ergebnis konnte ich dem Konzept jedoch nichts nutzbringendes abgewinnen. Es gibt Phasen, in denen es funktioniert, genauso wie es Phasen gibt, in denen das Gegenteil funktioniert, und in anderen Phasen funktioniert beides nicht. Das typische Schicksal der meisten Indikatoren halt.
Was Deine Präsentation in dem *.pdf angeht, habe ich den Eindruck, daß Du nicht kritisch genug getestet hast. Nicht nur der Zeitraum ist viel zu gering gewählt, sondern Du hast offenbar auch nur Positivtests durchgeführt, d. h. Du hast nur die Anwendung Deiner Strategie geprüft. Um ein belastbares Ergebnis zu erhalten, solltest Du aber auch das Gegenteil Deiner Strategie testen, und dort eine negative Performance bestätigen.
Des weiteren kann ich auch nicht alle Deine Angaben widerspruchsfrei nachvollziehen. Du hast beispielsweise von einer Trefferquote von nahezu 100% gesprochen. Gleichzeitig benennst Du in Deiner Präsentation aber auch zahlreiche Aktien, mit denen Verluste eingefahren wurden. Daraus würde ich also schließen, daß die Trefferquote nicht in der Nähe von 100% liegen kann.
Du erwähnst auch, Geldzuflüsse und -abflüsse in den Aktien zu berücksichtigen. Ich nehme an, Du wertest hier das Tagesvolumen in Verbindung mit steigenden oder fallenden Schlußkursen aus. Ich habe dies selbst mal anhand jahrzehntelanger Kurshistorien geprüft, und kam zum Ergebnis, daß es nicht funktioniert. Mal ergeben sich erstklassige Signale, und mal versäumt man hervorragende Gelegenheiten.
Du erwähnst auch, daß Du nur Aktien handelst, die sich gerade nicht in einem Abwärtstrend bewegen. Welches Zeitfenster scheint Dir denn da das geeignete zu sein?
Und einen Zusammenhang zu Zyklen, Zykluslänge o. ä. konnte ich gar nicht finden. Zusammengefaßt läßt mich Deine Präsentation also eher etwas ratlos zurück. :-)
@ livetour
eingangs habe ich ja geschrieben, dass es fast unmöglich ist auf schriftlichem Weg alles abschliessend und verständlich zu schreiben.
allerdings dachte ich, dass ich meine intensionen in meiner pdf-Datei deutlich zum Ausdruck brachte. Aber das ist wohl so, wenn man versucht seine Gedanken, die einem schon tausend mal durch den kopf gingen, Dritten "rüber zu bringen". Das wird jetzt lang, aber ich versuchs trotzdem:
Am Anfang stand mein -richtig- Positivtest. zeitraum etwa 1 Jahr. Absolut nicht länger, den langfristig sind wir ja alle tot :-) und ich bin kein Anhänger von buy and hold. Da kommt doch immer etwas dazwischen. Das habe ich alles aufgezeichnet und gewartet, was dabei rauskommt.
Mein absolut oberstes Ziel ist, anhand von zuverlässigen Indikatoren einen "sicheren" Gewinn zu erzielen, auch wenn das nur wenige Tage dauert und auch wenn dieser nur gering ausfällt. ALLE Tests waren fehlerfrei und ein Handeln nach einem Kaufsignal hat/hätte immer zu einem Gewinn geführt, wenn man dann so konsequent war, diesen Gewinn auch zu realisieren. Einen konkreten Verkaufszeitpunkt habe ich bewusst nicht eingeplant, sondern nur -hauptsache- Gewinn, egal wann und wieviel.
Anders ausgedrückt: ich ahbe NICHT gewartet, bis das "System" ein Verkaufssignal gibt, sondern einen Gewinn, wenn er dann da war, reaslisiert. Und dann wieder gewartet und gewartet, bis ein neues Kaufsignal kommt.
Wie es drinsteht: Ziel ist nicht einen grossen oder maximalen Gewinn, sondern , wenn soweit überhaupt möglich, einen sicheren Gewinn. Deshalb die Suche nach einer Struktur.
Beim aufzeichnen stellte sich dann heraus, dass nach -willkürlich gewählten 10 oder spätetens 20 Börsentagen- jede der Position einen Gewinn gebracht hätte (wieder, wie gesagt, auch ein kleiner Gewinn in dieser kurzen zeit ist angestrebt. Beispiel: viermal im jahr 3% netto ist doch was, oder??? Jedenfalls nach meinen Erfahrungen (und ich bin lange dabei :-))
Aber auch die buy & hold Strategie hat sich deutlich besser entwickelt als der Index, oder nicht????
Es ist mir kalr und deutlich bewusst, dass diese Methode ein absolut anderes Denken als üblich voraussetzt.
Dass in der Folgezeit -natürlich- die Kurse auch mal unter den Einstandspreis fallen können ist doch klar.
Aber .... nach 10 bzw. 20 Tagen waren ALLE -ich betone nochmals- ALLE Positionen im Gewinn, vielleicht teilweise dünn, aber was solls?? Vom Gewinn ist noch keiner arm geworden.
Hand aufs herz: kannst Du das von Deinen postionen auch sagen???
Das ist sportlich gefragt.
Das Argument, dass ja "die Börse" gut war, höre ich auch immer wieder. (Das ist eine Betrachtung im nachhinein, da bin ich auch klüger.)
Und wenn?? die Frage bleibt doch: hätte man sich zum gleichen Zeitpunkt -egal für welche Aktie- auch für ein Investment entschieden???
Belastbares Ergebnis: Ich habe ab April 2009 TÄGLICH meine Exceltabellen gepflegt und ALLES, abolut ALLES gespreichert. Das ist wie im richtigen Leben: kaufsignal erhalten, Exceltabelle angelegt, kurs verfolgt, verkauft, fertig. Dazu parallel mit dem index genau so verfahren.
KEINE Betrachtung im nachhinein (Ausnahme der Backtest einer jeden in Frage gekommenen Aktie).
Dazu muss ich sagen, dass ich täglich den Explorer mit meinem primären Suchkriterium über alle Aktien suchen liess. Wenn dann das primäre Kriterium vorlag, wurde -so, wie ich es beschrieben habe- zunächst jede Aktie optisch "gescannt" (Abwärtstrend???) und dann wurde -auf jede Aktie, die positiv visuell "gescannt" wurde-, der Backtest angewandt und nur, aber wirklich nur, wenn dieser Test ein kaufsignal geliefert hat, wurde gekauft und mit der Aufzeichnung begonnen. Ich wusste so natürlich nicht, wie sich der Kurs an de folgenden Tagen entwickelt würde. Das ist/war wie das wirkliche investorenleben.
Nicht vergessen, was ich vorhin sagte: NUR der Einstieg ist definiert, der Ausstieg, die Höhe der Gewinnmitnahme wird NICHT vom System vorgegeben sondern ist sehr individuell und in sehr hohem Maße von der Disziplin geprägt.
Das kennt man doch: der Gewinn ist ein wenig kelin, die Börse läuft gut, man will noch ein wenig warten und einen noch höheren Gewinn einstreichen und dann ..... kommt doch wie oft etwas dazwischen und man ärgert sich, dass man nicht doch etwas früher realisiert hat. Beim nächsten mal wartet man dann wieder, es geht gut und beim nächstem mal wartet amn wieder zu lange.
ist das nicht häufig so????
ich habe da jedenfalls keine lust mehr zu.
Phh, jetzt habe ich blutige Finger. ich weiss, es gibt Fragen und FRagen udn fragen. Das liegt in der natur des schriftlichen.
Gerne gebe ich mehr auskunft. Am telefon geht das aber viel besser und intensiver. meine Telnummer steht ja drauf.
Bin für jeden Hinweis oder kritik oder was auch immer dankbar.
Bin auch -logisch- zu trockenübungen bereit.
Machen wir doch mal eine:
in jüngerer zeit (seit etwa 6 wochen) kam nur ein einziges Kaufsignal: harman international (NYSE/HAR). Das kam auf den Schlusskurs von diesem Donnerstag, 12.8.2010, bei $ 29,82.
Dem folge ich -für mich- aber jetzt nicht, da mir die Börsensituation allgemein zu unsicher ist.
einfach mal beobachten und mit dem Index vergleichen.
Rufe mich doch mal an, kein problem.
(total erschöpft :-))
viele grüsse
harald
@ livetour
habe noch etwas vergessen: Zyklus etc. richtig !!
Deshalb bin ja auf der Suche nach hurst etc. Denn ich würde schon gerne wissen,ob das hilft. Ich würde schon gerne wissen, wo -und ob überhaupt- sich die kaufsignale innerhalb eines zyklus' befinden (am Anfang? am Ende?). Und viellleicht hilft es mir, einen optimalen VERKAUFszeitpunkt zu finden und eben nicht diese Stocherei im nebel (beim Verkauf).
ich weiss nicht, ob es weiterhilft. ABer ich denke schon, dass irgendetwas dran ist.
noch ein Satz: ich war deshalb auch schon in der Uni in Frankfurt bei einem mathe prof. Der wunderte sich, dass die von mir vorgestellten Aktien alle einen so hohen Hurst-Faktor hatten und meinte, dass es vielleicht an meiner (hier bereits etwas beschriebenen) Vorauswahl liegen könnte. Er wusste es nicht.
Im Moment rechnete der PC gerade an Schindler (Schweiz) herum. Das war heute die einzige Aktie (von heute 20 Stück), die die optische Prüfung bestanden hatte (die Formulierung klingt blöde, ich weiss).
Aber kein Kaufsignal.
nochmals viele Grüße
harald
@ livetour
tja, wenn, dann richtig :-)
du hast gelesen, dass ich unbedingt darauf warte, dass -zusäzlich zu allem vorhin Beschriebenem- mehrere OPTIMIERTE indikatoren GLEICHZEITIG, also am selben Tag ein Kaufsignal auslösen müssen??
Solche Situationen gibt sehr selten. Vorhin schrieb ich von Schindler ... da gab es das letzte kaufsignal im/für September letzten jahres. Es gibt in aller Regel maximal 2 oder höchstens 3 pro Jahr.
Und dass mein Volumenindikator keine negative Divergenz im Verhältnis zum Kurs aufweisen sollte??
So, jetzt geniesse ich noch ein wenig die Sonne....freue mich auf unsere Diskussion.
gruss
harald
@ Harald111 [#17]
Wir könnten uns die Finger wund schreiben oder den Mund fusselig reden, aber das ändert nichts daran, daß Du Dein Stockpicking lediglich auf den Aktienmarkt seit April 2009 angewendet hast. Ich glaube, sobald Du auch die vorhergehenden Jahre einbeziehst, werden sich die meisten Deiner Argumente erledigt haben, und Du wirst dann sicher auch nicht mehr Begriffe wie "zuverlässige Indikatoren" oder "sichere Gewinne" verwenden.
Wenn Du eine Börsensoftware hast, könntest Du die Testzeiträume durch simples Ändern zweier Datumswerte anpassen. Ist das vielleicht der Grund für Dein Sträuben: Daß Du das nicht automatisiert durchführen kannst, sondern alles manuell durchrechnen mußt?
@ livetour
Sträuben ??? nein, warum?? denn alles, was mir weiterhilft, kommt mir sehr gelegen. Vielleicht bin ich nur zu sehr in meiner Gedankenwet versunken.
und genau deshalb ist die "diskussion" angenehm.
zeitraum ändern? Natürlich kann ich den Zeitraum in die Vergangenheit ausdehnen. Ds habe ich auch schon gemacht - und ändert nichts daran, dass die Kombination meiner parameter IMMER ohne Fehlsignal blieb.
Das ist ja das Verrückte. ich habe etwa 800 Aktien geladen. Viele sind noch nicht bei solchen Explorationen "in Erscheinung" getreten und von diesen wiederum habe ich bisher nur zwei oder drei Aktien gesehen bei denen die "Tests" ohne ein Ergebnis bleiben.
Ich frage mich, ob mir das grössere "Sicherheit" bringt?? Ich glaube nicht, denn Zeiten und Hintergründe (Nachrichten, Trends und was weiss ich noch alles)ändern sich. Ob ein Test weiter in die Vergangenheit mir für die zukunft grössere "Sicherheit" gibt?
Aber ich kanns ja mal probieren, einfach Beginn und Ende sagen wir für zwei jahre nach hinten zu verschieben.
Aber ... vielleicht kannst du dich mal zur "Philosophie" äussern??
Wäre für mich auch sehr interessant. denn das eine hängt ja mit dem anderen zusammen.
@ Harald111 [#17]
@ Livetour [#18]
... hier geht es mal um Realtionen ("fast 100%") und mal um absolute Zahlen (2..3mal/Jahr bzw. 1Signal/6Wochen...
wie soll man hier entscheiden, ob es sich lohnt weiter nachzudenken?
1. die super Quote auf wieviel Trades in welcher Zeit über einen Pool aus wieviel Aktien mit welcher systematischen Poolkorrealtion?
2. weil noch keine Ausstiegsregel...auch kleine Gewinne werden stets mitgenommen... das riecht nach miessem Risk/Reward? (also wieviel Euro wurden zwischenzeitlich unrealisiert riskiert, um 1Eur zu gewinnen)
3. gab es überhaupt irgendeinen einen "Stop"
Nun wurde schon soviel geschrieben, also kommt es auf den Schreibaufwand für die paar Sachen auch nicht mehr an. Nur ohne wenigstens noch diese Angaben kann ich nichts sinnvolles weiter dazu schreiben.
Also als rein persönliche Meinung zu den Minimalanforderungen an Ergebnisse/Bewertungen/Systemkennzahlen nur noch soviel:
- EOD Systeme sollten über 10Jahre Testdaten und mindestens 100 Trades einen positiven Ertrag haben, damit man mit relativen Prozentangaben/Kennzahlen was anfangen kann (wenn nicht 10Jahre, dann notfalls 10x1 oder 5x2 oder 3x3 Jahre parallel und zeitgleich in verschiedenen möglichst unkorrelierten Märkten)
@ Harald111 [#19]
vielleicht kannst du dich mal zur "Philosophie" äussern??
Gerne, bloß zu welcher? Ich sehe leider mehr offene Fragen und Widersprüche als ein klares Konzept.
Zum Beispiel die Sache mit der Trefferquote. Bei Deinem Ausstieg nach 20 Handelstagen benennst Du insgesamt 25 Gewinner und 7 Verlierer, das ergibt eine Trefferquote von 78%. Dennoch schreibst Du anschließend (Seite 24): "Alle Positionen schließen spätestens nach 20 Börsentagen mit einem Gewinn ab; das ist eine Trefferquote von 100%." Für mich klingt das nach einem Widerspruch.
Ganz allgemein gesprochen: Ich glaube, daß ein technisches Screening auf Einzelaktien bestenfalls intraday erfolgreich sein kann. Sobald die Haltedauer die Eintagesgrenze überschreitet, wird zunehmend der Gesamtmarkt relevant. Ob und wie Du seine Verfassung mißt, hast Du nirgends angedeutet. (Außer, daß Du wegen der Gesamtlage momentan keine Kaufsignale mehr ausführst.)
ich versuche mal, die Tabellen hier hochzuladen.
@ time trade
hi,
1. die super Quote auf wieviel Trades in welcher Zeit über einen Pool aus wieviel Aktien mit welcher systematischen Poolkorrealtion?
........... 33 Trades (16 USA, 11 aus D und 6 aus CH von April bis ende Dezember 2009). Das sind alle Trades, ohne Ausnahme. Korrelationen spielen für mich bei der Auswahl an sich keinerlei Rolle.
Trotzdem die Tabelle:
-Korrelationen-
Einzeltitel S&P500
Nucor 0,14
McDonalds 0,60
Cummins 0,91
FreeportMcMoran 0,97
Patterson-UTI 0,81
Norfolk Southern0,88
Kellogg's 0,90
Cooper Industries0,91
Sara Lee 0,89
Millipore 0,61
Nike 0,80
Sigma Aldrich 0,23
Am Electr. Pwr. 0,75
Hasbro 0,87
Whirlpool 0,71
Marathon Oil 0,79
Pfeiffer 0,65
Salzgitter 0,53
Hochtief 0,13
MTU 0,87
Demag 0,37
Puma 0,75
Wacker 0,85
Linde 0,78
Gea 0,95
Siemens 0,03
Bechtle 0,59
J. Bär 0,60
Sulzer 0,78
Straumann 0,89
Lindt N. -0,45
Holcim 0,85
Baloise 0,37
Korrelationen der Strategien mit … (im Betrachtungszeitraum)
Strategie alle Indizes S&P 500 DAX SMI
Gesamtauswahl b&h 0,9997
US-Werte b&h 0,9994
US-Werte 10 Tage 0,9948
US-Werte 20 Tage 0,9882
D-Werte b&h 0,9997
D-Werte 10 Tage 0,9978
D-Werte 20 Tage 0,9994
CH-Werte b&h 0,9922
CH-Werte 10 Tage 0,9888
CH-Werte 20 Tage 0,9936
Das ist ein Teil aus meiner Aufstellung (besser kriege ich das nicht hin)
an … Tagen
Gesamttage besser
als Index
Nucor 174 53
McDonalds 170 56
Cummins 161 160
FreeportMcMoran 137 121
Patterson-UTI 133 86
Norfolk Southern123 120
Kellogg's 96 65
Cooper Industries92 90
Sara Lee 92 86
Millipore 63 20
Nike 88 70
Sigma Aldrich 83 49
Am Electr. Pwr. 77 27
Hasbro 65 48
Whirlpool 26 26
Marathon Oil 12 1
Pfeiffer 83 49
Salzgitter 82 29
Hochtief 61 30
MTU 44 43
Demag 43 4
Puma 42 39
Wacker 40 38
Linde 40 39
Gea 39 35
Siemens 37 10
Bechtle 21 21
J. Bär 132 99
Sulzer 133 64
Straumann 118 117
Lindt N. 83 53
Holcim 65 44
Baloise 18 2
sorry ..anders kriege ich das nicht hin !!!
Kapitaleinsatz
2. weil noch keine Ausstiegsregel...auch kleine Gewinne werden stets mitgenommen... das riecht nach miessem Risk/Reward? (also wieviel Euro wurden zwischenzeitlich unrealisiert riskiert, um 1Eur zu gewinnen)
...dazu muss ich sagen, dass ich immer jeweils 10000 Einheiten investierte (alternativ auch im zugehörigen Index).
Ohne die genaue Fragestellung zu kennen kann ich antworten, dass der durchschnittliche kapitaleinsatz -im Vergleich zur Buy & Hold -Strategie mit den entsprechenden aktien- etwa ein Viertel bis ein Drittel betrug, der kapitalgewichtete Ertrag war in jeder Strategie durch die Bank immer -teilweise deutlich- höher als das vergleichbare, zeitgleiche Investment im Index.
Ich weiss jetzt nicht, ob ich die Frage beantwortet habe ?????
3. gab es überhaupt irgendeinen einen "Stop"
----nein.
Zum Rest: Ich bin eben nicht auf der Suche (und im Glauben an) "normalverteilten" Aktienkursen/-renditen.
@ livetour
Zum Beispiel die Sache mit der Trefferquote ...... Wenn Du die beiden Tabellen "nach 10 Tagen" und "nach 20 Tagen" vergleichst wirst du sehen, dass die von dir indrekt genannten Aktien, die nach 20 Tagen im Minus waren, bereits nach 10 Tagen im Plus waren.
Anders ausgedrückt waren diese Titel schon nach 10 Tagen im Gewinn und die, die nach 10 Tagen noch im Verlust waren, waren spätestens nach 20 Tagen im Gewinn. (vielleicht hätte ich die Tabellen anders gestalten sollen .... ab er wie gesagt: vielleicht mit den eigenen Gedanken zu sehr behaftet.
Ganz unabhängig davon: Wären nicht selbst 78% ein gutes Ergebnis??
----Sobald die Haltedauer die Eintagesgrenze überschreitet, wird zunehmend der Gesamtmarkt relevant...... Ich glaube nicht, dass man das so sagen kann. Der Gesamtmarkt sollte annähernd normalverteilt sein. Bei (Aktien)Datenreihen von wenigen Tagen kann man von einer normalverteilung m. E. nicht sprechen. Diese tendieren erst nach etwa einem jahr in diese Richtung. Sie, die kurse, sind natürlich in gewissem umfang von der allgemeinen lage und Stimmung abhängig. Es gibt mit wenigen ausnahmen jeden Tag gewinner und verlierer.
Wie dem auch sei, das alles ist und bleibt spannend.
Schönen sonntagabend noch
harald
oh je,
das hat auf meinem bildschirm anders ausgesehen !!!
tut mir leid, ist nicht mehr rückgängig zu machen.
harald
jetzt habe ich den rechner doch nochmal gestartet.
Nur für den Fall, dass ein bestimmter eindruck entsteht oder entstanden ist: Ich möchte hier niemandem irgendetwas etwas verkaufen. Ich suche/suchte hier einen gedankenaustausch zu meinem Gedanken "gibt es aktien mit regelmäsig wiederkehrender Struktur, wie kann ich das entdecken und davon profitieren".
Ich bin seit fast 40 jahren "im Geschäft" und weiss sehr wohl, dass auch eine noch so intensiv geprüfte Vergangenheit absolut keine garantie hergibt.
woran wir wahrscheinlich alle arbeiten ist, die wahrschenlichkeit auf einen erfolgreichen deal ein klein wenig zu erhöhen. mehr können wir nicht tun.
harald
@ Harald111 [#23]
@ Harald111 [#25]
Ich fasse mal kurz zusammen:
- Gesamt 33 Trades in 9 Monaten (04..12/2009)
- 3 Märkte und nur die Einzeltitel der Indizes als Auswahlpool (S&P,DAX,SMI)
- die Strategie schafft es durch passende Auswahl von Einzeltiteln für kurze Zeit ziemlich exakt das Verhalten des jeweiligen Index mit wenigen Titeln zu erreichen (Korrelation Stategieauswahl<->Index nahe +1)
Nochmal zu Risk/Reward? (also wieviel Euro wurden zwischenzeitlich unrealisiert riskiert, um 1Eur zu gewinnen)
Die Frage war ist und bleibt:
- Um wieviel % waren die Werte jeweils maximal im Minus (also z.B. nach 10Tagen wenn dann nach 20Tagen wieder im Plus)?
- was ist also der max. zu erwartende Drawdown einer laufenden Position ?
- was ist die zugehörige derzeit verwendete minimale Gewinnschwelle zum Ausstieg ?
Um den Sinn der Fragen zu verdeutlichen, das folgende Beispiel:
- du betreibst als Moneymanagement derzeit ein zeitlich begrenztes Buy&Hold, also wenn nach 10Tagen "noch" nicht im Gewinn, dann eben weiter "halten" und z.B. nach 20Tagen dann im Gewinn schließen
- du hast keine Stops, weil du deiner Auswahl vertraust und kommst auf wie oben geschrieben auf rund 3% Gewinn je Position
- mehrmals +3% sind langfristig nominal schonmal nicht schlecht, aber wenn du dafür mehrmals z.B. -9% (unrealisiert) hinnimmst, dann ist das zwar weiter ein positives Ergebnis, nur eben real langfristig zu gefährlich
- der Ansatz wäre so schlecht skalierbar, denn ein max. möglicher "Hebel" ohne Stop ist nicht kalkulierbar und unbegrenzter 100% Kapitaleinsatz mach bei der angegeben Rendite eigentlich auch noch keinen Sinn...
Du bist seit 40 Jahren im Geschäft, klasse dann hast du ganz sicher schon mehr Marktänderungen wie ich selbst erlebt. Trotzdem sagen mir meine Erfahrungen das man durch intensive Analyse der Vergangenheit zwar nicht direkt die Zukunft prognostizieren kann, sehr wohl aber die Wahrscheinlichkeit von Reaktionen bei/nach gravierenden Veränderungen.
Mit diesem Wissen verstehe ich dein Ziel, da etwas mit Zyklen zu machen. Aber ich glaube mindestens die gleiche Priorität sollte dein (aktuelles) Risk- & Moneymanagement bekommen.
Im Gegensatz zu dir glaube ich das es besser ist die Wahrscheinlichkeit eines großen Verlustes zu begrenzen. Und das klappt nicht dadurch, das man nur versucht die Wahrscheinlichkeit eines erfolgreichen Deals noch ein wenig zu erhöhen. (Stichwort: schwarzer Schwan)
@ timetrade
berechtigte frage.
zuerst: das mit den erwähnten 3% habe ich beispielhaft erwähnt, den durchschnittsgewinn habe ich nicht ausgerechnet. wohl aber den ertrag nauf das durchschnittlich eingesetzte kapital (bösentäglich). Es gab/gibt ja zeiten, in denen keine position 8also auch kein paraleinvestment im index) gehalten wurde.
Doch zunächst die max. verluste DER JEWEILIGEN Zuammensetzung (je nach Strategie): hoffentlich gut lesbar:
DAX (b&h) 3,25%
DAX-Werte (b&h) 5,03%
DAX 10 Tage 2,75%
DAX-Werte 10 Tg 3,03%
DAX 20 Tage 3,27%
DAX-Werte 20 Tg 7,32%
S&P 500 b&h 3,06%
US-Werte(b&h) 6,19%
S&P 500 - 10 Tage 4,11%
US-Werte 10Tg 9,82%
S&P 500 -20 Tage 3,39%
US-Werte 20 Tg 8,92%
SMI (b&h) 2,16%
SMI-Werte (b&h) 6,27%
SMI 10 Tage 2,15%
SMI-Werte 10 Tg 3,94%
SMI 20 Tage 2,15%
SMI-Werte 20 Tg 4,47%
Die zeile mit "x-Werte" stellt meine auswahl dar, die andere das parallelinvestment in den index.
hier die Standarabweichungen:
alle Indizes (b&h) 1,08%
Auswahl (b&h) 1,71%
DAX (b&h) 1,28%
DAX-Werte (b&h) 1,72%
DAX 10 Tage 0,80%
DAX-Werte 10 Tg 1,41%
DAX 20 Tage 1,22%
DAX-Werte 20 Tg 2,06%
S&P 500 b&h 1,18%
US-Werte(b&h) 1,75%
S&P 500 - 10 Tage 1,08%
US-Werte 10Tg 1,70%
S&P 500 -20 Tage 1,02%
US-Werte 20 Tg 1,64%
SMI (b&h) 0,90%
SMI-Werte (b&h) 1,87%
SMI 10 Tage 0,57%
SMI-Werte 10 Tg 1,31%
SMI 20 Tage 0,65%
SMI-Werte 20 Tg 1,49%
hmmm... wahrscheinlich verschiebt es die "zahlen" wieder unter die "bezeichnung". tut mir leid, ich kriegs nicht anders hin.
ich nehme an, du bist ein wenig statischtisch bewandert, denn dann weisst du, dass eine standardabweichung nicht zwangsläufig auf einen (höheren) verlust hindeutet. Auch bei einer kontinuierlich ausschliesslich positiven entwicklung errechnet sich eine stbw, aber halt eben eine schwankung um einen (immer positiven) durchschnittswert.
gruss
@ Harald111 [#27]
Ja, angewandte Statistik gehört zu meiner Spielwiese und hat oft mit klassischen/theoretischen Statistikregeln nicht mehr viel zu tun;)
Das ich z.B. von Standardabweichung auch nicht viel halte, hatte ich in einem anderen Thema schonmal geschrieben ( http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=194252#M6 )
Hier nähern wir uns ja langsam aber sicher einer realistischen Ergebnisanalyse(wenn auch über "nur 33" Trades), denn die Riskzahlen hätten wir jetzt. Du sagst, die Ergebniswerte hast du bisher (noch) nicht ausgerechnet... dann sage ich dir, du solltest es noch tun!
Wie willst du im Detail den Erfolg deiner weiter Bemühungen zukünftig analysieren (z.B. weniger Risk und/oder anderer Einstieg und/oder anderer Ausstieg...) ?
Das mit den rund -9% bei den Verlusten konnte ich auch selbst noch über die mir bekannten Zahlen für den Zeitraum im US-Markt ganz gut schätzen, aber für deine Erträge kannst das nur du... bitte tue dir und uns den Gefallen und rechne die paar Zahlen noch aus:)
Eine (Gesamt)Kapitalkurve bzw. Aussagen/Zahlen zu Gesamtkapitalentwicklung mit reichen zur Systemanalyse nicht wirklich.
Also:
..."die min. Gewinne DER JEWEILIGEN Zuammensetzung (je nach Strategie)...
@ TimeTrade [#5]
"Suche hier mal nach ich glaube "robert17", der war/ist auch gut in Zyklen, scheiterte hart ausgedrückt hier aber mangelnder Kommunikationskompetenz"
Zu dieser Bemerkung sage ich jetzt lieber nichts. Denn aufgrund meiner offensichtlichen mangelnden Kommunikationskompetenz könnte ich dann Worte wählen, die mir hinterher vielleicht leid tun würden. In diesem Sinne weiterhin Good Trading, TimeTrade!!!
@ robert17 [#29]
schön das du weiter mit liest, du weist das ich fachlich deine Arbeit schätze.
Meine hier "harte" Meinung zum "wie" ist nicht abwertend, sondern beruht einzig auf persönlichem Empfinden. Meinungen sind verschieden und wir können nicht alle echte Freunde sein. Ich kann und muss mit dem Leben was mir mein Gefühl sagt.
Mein EQ ist sicher auch nicht der beste, was soll's... sehn wir uns gegenseitig unsere Schwächen nach und belassen es dabei. In diesem Sinne auch dir weiterhin Good Trading!
@ Harald111 [#23]
Wenn Du die beiden Tabellen "nach 10 Tagen" und "nach 20 Tagen" vergleichst wirst du sehen, dass die von dir indrekt genannten Aktien, die nach 20 Tagen im Minus waren, bereits nach 10 Tagen im Plus waren.
Für die Aktien Am. Electr. Pwr, Demag Cranes und Baloise gilt das nicht!
Nun hast Du also eine Trefferquote zwischen 90% und 100%. Das klingt zwar beeindruckend, aber solche Gewinnserien gibt es selbst im Aktienmarkt immer wieder mal. Also erst mal prüfen, ob sich die Quote auch in anderen Marktphasen realisieren läßt. Des weiteren ist die Frage, ob und wie man dieses System eigentlich handeln kann. Du weißt ja weder, wann der erwartete Kursanstieg kommt noch wie hoch er ausfällt. Es läßt sich schwer auf etwas zielen, das man nicht sehen kann.
Es gab hier mal einen User namens Optrade, der einen ähnlichen Indikator benutzte: Die sog. Maximalauslenkung, bei der die Prognose gestellt wurde, daß sich eine bestimmte Aktie innerhalb einer bestimmten Zeitspanne um mindestens x Punkte bewegen wird. Hier ist also das Wann und das Wieviel bereits halbwegs eingegrenzt. Allerdings konnte diese reine Volatilitätsprognose nicht vorhersagen, ob die erwartete Bewegung nach oben oder nach unten führt.
In dieser Hinsicht wäre Deine Arbeit schon einen riesigen Schritt weiter. Theoretisch könnte man beide Indikatoren miteinander kombinieren und hätte dann alles, was man braucht.
Daß ich vor Begeisterung trotzdem nicht im Quadrat springe, liegt daran, daß ich nicht glaube, daß Dein Ansatz dauerhaft funktioniert. Ein vorübergehend profitables System für den Aktienmarkt zu schreiben, ist nicht das Problem. Das Problem ist, ein solches (kurzlebiges) System zur rechten Zeit zu starten und auch rechtzeitig wieder zu beenden.