Crash mit Ansage
Dies stammt vom Juni 2008
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Crash mit Ansage? - RBS warnt Kunden
Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat einem Zeitungsbericht zufolge ihren Kunden geraten, sich in den kommenden drei Monaten auf einen "veritablen Crash" an den weltweiten Aktien- und Rentenmärkten vorzubereiten.
Aufgrund der geldpolitischen Lähmung der bedeutenden Notenbanken könne der S&P-500-Index bis September um mehr als 300 Punkte auf rund 1.050 Punkte nachgeben, zitiert der "Daily Telegraph" aus einem Research-Papier des Kreditinstituts. Dies werde sich auch auf die Aktienmärkte in Europa und den Schwellenländern auswirken und sich zu einem der schlimmsten Bärenmärkte der vergangenen 100 Jahre auswachsen.
Die Aussagen der RBS zu einem möglichen Crash an den Aktienmärkten drückte am Mittwoch merklich auf die Stimmung im deutschen Handel. Zwar habe es selten einen "Crash auf Ansage" gegeben, so ein Marktteilnehmer mit Blick auf die Aussagen. Andererseits wachse aber die Gefahr von Rückschlägen bei weiter steigenden Zinsen.
"Crash-Szenario wenig wahrscheinlich"
Die technischen Index-Analysten der Commerzbank halten das "Crash-Szenario" für wenig wahrscheinlich. Andererseits sei der Dax im Bärenmarkt. Die Marktbreite habe sich zuletzt wieder eingetrübt, und die Umfeldfaktoren wie der hohe Älpreis oder die Zinsentwicklung seien negativ. Von daher seien Tests der März-Tiefs möglich, bei einem Unterschreiten würde sich eine zweite Abwärtswelle etablieren, die aber erfahrungsgemäß weniger dynamisch wäre als die erste Welle.
Schwächstes Glied in der Kette sei derzeit der Euro-Stoxx-50, der sich den März-Tiefs nähere, so die Analysten weiter. Der S&P-500 liege dagegen in der Mitte der Seitwärts-Range und sehe vergleichsweise stabil aus.
Unter der Robrik "Geschischten zur Finanzkrise" habe ich das Buch von G.Soros "Das Ende der Finanmärkte - und deren Zukunft."
Der Crash wurde schon sehr lange erwartet. So lange, das viele Shortys richtig Geld verloren haben, und schließlich resigniert haben.
@ tantan [#2]
Crashszenarien und Weltuntergangsszenarien gibt es schon seit es die Börse gibt.
Das bemerkenswerte aber daran liegt meineserachtens in der Tatsache das dies von einer Bank stammt und das sie auch noch richtig war und vor allendingen zeitlich perfekt.
@ benedikt54 [#3]
"allendingen zeitlich perfekt."
Bleibt die Frage, wie viele solcher Prognosen für "beide Richtungen" der Analysten an Kunden und Öffentlichkeit versendet werden.
Immerhin sind das "kostenlose" Marketinginstrumente. Der nun staunende Investor/Anleger wird bestimmt gleich ein Depot bei diesem Institut eröffnen, da diese Bänker zum helfen da sind:-)
Die Royal Bank of Scotland ist schon teilverstaaticht. Hatte also so etwas wie Insiderwissen.
@ select [#4]
Was ist denn schon so schlimm daran, wenn man mal die Arbeit positiv anerkennt.
Klar gibt die Bank auch andere Analysen aus, das ist deren täglich Brot, aber in dem speziellen einen Fall war dies zeitlich und sachlich richtig.
Ich kann mich in den vielen vielen Jahren wo ich an der Börse tätig bin und auch während meiner Bankerzeit nicht daran erinnern jemals eine Crashwarnung einer Bank gelesen zu haben.
Das macht die Sache so besonders. Meineserachtens.
@ benedikt54 [#6]
"Das macht die Sache so besonders. Meineserachtens."
Das stimmt, nur können wir das nicht im eigenen Handeln umsetzen. Zumindest ich nicht.
@ select [#7]
das verstehe ich nicht, denn Du bist bei Dax 7000 ausgestiegen.
Ende Juli 2007 war ich bei einer Investmentbank in F zum Vorstellungsgespräch für Commodity Trading. Auf dem Weg nach F habe ich mir die Frage gestellt, ob es opportun ist, in der entsprechenden Aktie short zu gehen. 5 Tage später fing das Hedgefondsterben am Markt an und ich wußte, dass ich mir "5 vor 12" bei diesem Verein eine Kündigung erspart habe. Auf "Ansage" ist diese Bank in 2008 verschwunden.
Seit 2006 habe ich übrigens allen Bekannten abgeraten, Aktien zu kaufen. Das war the same procedure wie Anfang 2000.
Gruss deriva
@ deriva [#8]
"Das war the same procedure wie Anfang 2000."
Stimmt und nun ist die "inverse" Situation zum kaufen da:-)
@ select [#9]
da bin ich mir nicht so sicher, denn wir können eine Situation wie Ende 2002 haben. Damals ging es in einer Bearmarktrallye aufwärts und danach bis Mitte März 2003 zu neuen Tiefs.
Erst wenn demnächst weitere Swinghochs überwunden werden, sollte das Abwärtspotential gering sein.
Gruss deriva
Wenn Bearmarketrally... dann solte man keine Aktien kaufen.
Herr Bernecker gestern kaufen.
SIcher man kann manche Leute leicht veräppeln.
Ich habe gerade gekuaft BN8zxa um 9,15 €.
255 Stück.
Sollte ich verlieren ...
Oder doch kaufen wenn Hr. Bernecker sagt.
Hr. Bernecker sagt: "Aktien jetzt ausbilligen. Hr. Bernecker großer Fondsmanager. Der große Bernecker"
Ich Ali du Helmut
@ Mr_Aegon [#12]
"Guten Tag, meine Damen und Herren,
der Kollaps ist erledigt. Die Liquidität der Banken ist garantiert, womit die Erholung der Märkte sicher ist." (13.10.2008)
das hat Bernecker also vorgestern gesagt, https://www.bernecker.info/
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und am 01.10 hatta gesagt:
+ Mut fassen und zuschlagen, günstige Gelegenheiten gibt es jetzt überall
+ Spitzenwerte aus der Technologiebranche:
Impreglon und Nanofocus
+ Auch mit dem Altwerden kann man spekulieren - eine Demographie-Anlage: Stratec Biomedical
+ Porsche, VW und die Mitbestimmung
+ Happy End mit neuen Regeln
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Nunjaundwasnun?
@ Kobban [#13]
Der "junge" B. war im Fernsehen u. nicht der "alte" B.
@ Mr_Aegon [#14]
Oh Gott, die vermehren auch sich selbst und nicht nur ihre Ansagen?
Wenn die RBS zu treffsichere Ansagen macht - wieso ist die Bank dann so stark in Bedrängnis geraten?
@ Von Klopfenstein [#16]
Vielleicht gilt der Prophet im eigenen Land nix oder es war eine Ausnahme :)
@ benedikt54 [#1]
Grüß Gott,
"Crash mit Ansage".
Das läuft also auf die Frage hinaus, ob sich die Geschichte wiederholt.
Natürlich wiederholt sie sich im nicht 1:1, es gab nur einen 11. September 2001.
Aber sicher wiederholen sich historische Muster, die auf Archetypen menschlicher Verhaltensweisen, wie Hysterie zurückzuführen sind.
Wie war das nochmal 2001 ? Die Hysterie nach den Anschlägen schlug direkt auf die Aktienkurse durch und es dauerte Wochen, bis sich diese Angst wieder legte, zu sehen an dem Sekundärtrend im Herbst 2001. Anschließend entwickelten sich die Kurse analog der wirtschaftlichen Situation weiter im Abwärtstrend.
Interessant sind die Parallelen zwischen 2001 und heute im Hinblick auf Hysterie und Kursentwicklung schon.
Wird sich die weitere Entwicklung analog zu 2001 fortsetzen ?
Vielleicht gibt es doch einige Unterschiede:
-Andere Indices liegen z.B. bereits wesentlich näher an den Tiefpunkten von 2002/2003 ?
-Wahlen in den USA und nächstes Jahr in Deutschland ?
-Schnellere Einigung auf Konjunkturprogramme ?
Was denkt man im Forum ?
Gruß
peterg
Eine neue interessante Methode der Crashvorhersage -analyse wird hier dargelegt.
http://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/0,1518,666614,00.html
Gruß
YingYang
Das erinnert mich an Asimovs "Psycho-History" aus den Foundation-Büchern. Vielleicht war die Idee prophetischer, als ich bisher dachte ...
Aber es scheint sehr glaubhaft, daß Menschen in Massen sehr viel vorhersagbarer sind als Einzelne.
Vorhersage von Crash’s
durch Professor Didier Sornette
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/forschak/1418078/
mit Google gefunden
http://www.tagesanzeiger.ch/wirtschaft/konjunktur/Schweizer-FinanzblasenExperiment-gelingt/story/16308401
@ YingYang [#21]
ich konnte leider nicht die von ihm verschlüsselten Prognosen finden, hast Du einen Link?
ich würde das gern mal überprüfen :-)
im Juli 2009 wurde ein Crahs in China vorhergesagt. Außer einer normalen Korrektur konnte ich nichts crashartiges erkennen.
http://www.fondsprofessionell.de/redsys/newsText.php?sid=165507&nlc=DE
xtrade [#22],
versuchs mal damit:
http://arxiv.org/PS_cache/arxiv/pdf/1003/1003.5926v2.pdf
Sixer
@ Sixer [#23]
Danke :) ich gucks mir mal an.
Allerdings glaube ich, dass die Ergebnisse sehr schön geredet werden.
bzw äußerst schwer handelbar ;-)
Ich wette, in Phasen wie 2000 würde man damit sein Konto in den Sand setzen ;)
Hier mal ein Chart und den betreffenden Text dazu.
http://www.ethlife.ethz.ch/archive_articles/100503_prognosenexperiment_nsn/index
Prognose: Vom 19.10.2009 bis 17.12.2009 liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Regime-shift bei 95%, vom 27.10.2009 bis 29.11.2010 bei 60%.
Resultat: Der Regime-shift beginnt innerhalb des Vorhersagefensters. Innerhalb dieses Fensters fällt der Anteil der «guten Tage» ausgehend von einem Spitzenwert deutlich ab; ebenfalls innerhalb dieses Fensters bricht die Wachstumsrate des Preises ein. Ein starker Preiseinbruch von 11% innerhalb von 30 Tagen findet ungefähr zwei Wochen nach dem Ende des Vorhersagefensters statt.
.. noch übler wäre sein Goldtrade verlaufen, der is noch nicht mal einen einzigen Punkt in Gewinn gekommen.
Hier der Text seiner Vorhersage und der Chart dazu.
Den Mann als Professor zu bezeichnen halte ich für sehr gewagt.
Da will einer nur mit seinem angeblichen Wissen dummen Leuten etwas verkaufen.
Von Wahrscheinlichkeiten und Märkten hat er weder eine Gefühl noch eine Ahnung.
Psychologisch allerdings sehr gut erklärbar. Diesen Effekten unterliegen viele Trader.
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Gold
Prognose: Vom 13.10.2009 bis 7.9.2010 liegt die Wahrscheinlichkeit für einen Regime-shift bei 95%, vom 5.11.2009 bis 25.2.2010 bei 60%.
Resultat: Der Regime-shift findet innerhalb des Vorhersagefensters statt: der Preis fällt um 11 % innerhalb von 20 Tagen und insgesamt um 13% während 68 Tagen. Die anderen Indikatoren bestätigen dies.
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Kömmt Ihr in dem Papier, dass Sixer in [#23] verlinkt hat, nachvollziehen, wie der "rebound alarm index" errechnet wird?
Dreifacher Schock:
S&P spielt Schreckenszenario für Märkte durch
Was passiert mit den Märkten, wenn die europäische Wirtschaft zusammenbrechen und die Anleihemärkte kollabieren würden? Die Ratingagentur Standard & Poor’s hat dieses Horrorszenario durchgespielt.
http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-maerkte/anleihen/sundp-spielt-schreckenszenario-fuer-maerkte-durch/3980242.html