Das Geld fließt aus Anleihen in Aktien
"das Geld fließt in Aktien ... aus Anleihen in Cash ... in Gold ... aus xy in yz"
kann man immer wieder lesen, ist absoluter Usus in der Finanzbranche.
Und es ist Mumpitz.
Wenn 1 Mio Euro "in Aktien fließt", also für 1 Mio Aktien gekauft werden, dann geht das nur, wenn einer oder mehrere anderere für diese Aktien für 1 Mio verkaufen. Diese Verkäufer haben dann den Cash auf dem Konto, den zuvor die Käufer auf dem Konto hatten.
Renten, Rohstoffe und Kunst - dasselbe.
Futures und Optionen sind ein Nullsummenspiel, der eine verliert was der andere gewinnt.
Das gilt für Aktien et al nicht. Die werden bewertet, steigt oder fällt die Bewertung, steigt bzw. fällt der Wert für alle Eigentümer.
Nicht einmal bei Neuemissionen fließt tatsächlich Cash in eine Anlageklasse. Denn dieser Cash liegt z.B. bei Aktienemissionen anschließend bei der Aktiengesellschaft oder den vorherigen Anteilseignern auf dem Konto.
Was es gibt, ist das Geld innerhalb einer Assetklasse von der einen Gruppe zur anderen fließt, also z.B. aus den Fonds zu den Privatanlegern. Die Anlageklasse selber wird davon aber erst mal weder kleiner noch größer.
Was meint man denn jetzt, wenn es heißt, das Geld flösse von A in B? Es soll heißen, die Wertschätzung für A steigt, diejenige für B wird geringer.
zorrie
Die Finanzwelt ist voll Mythen und Legenden.
Mythen und Legenden können sich nur durch Unwissenheit am Leben erhalten, und davon ist bei den Menschen was Finanzen angeht eine Menge vorhanden.
Anstatt sich zu bilden setzen viele Anleger einfach auf Optimismus.
Optimusmus ist aber nichts anderes als ein Mangel in Information.
Ich hatte etwas anderes gemeint.
Es ging mir um die Salden.
Egal, Wochenende.
Ich stelle die Frage erneut, korrigiert, am Montag.