Dax in 2009: Das Jahr der Kaufgelegenheiten ? (Fundamentalanalyse)
[i]Ein Börsenjahr wie 2008 haben die meisten Börsianer noch nicht gesehen. In Deutschland gab der Dax in allen vier Quartalen nach und halbierte sich gegenüber den Höchstkursen in 2008.
Sind jetzt die meisten negativen Informationen und Meinungen 'eingepreist' oder wird es in 2009 zu einem Zusammenbruch des Wachstums mit vielen Firmenpleiten, Massenarbeitslosigkeit und Deflation kommen ?
Wird das Tief im Dax bei 4.000, 3.000 oder 2.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_327588)
@ Richard Ebert [#1]
"Wir wissen es alle nicht, sicher ist jedoch, das Jahr wird spannend für alle Berufs- und Freizeitbörsianer.
Viel Erfolg im nächsten Börsenjahr !"
Danke! Wünsche ich Ihnen ebenso.
Heute habe ich am Nachmittag meine Anlage in i-shares DAX (Zertifikaten) nochmals um 20 Prozent erhöht.
Die genaue Abrechnung in Dax-Punkten des heutigen Kaufes (etwa 4.700) und den Durchschnittswert aller 6 Käufe dieses Jahres (etwa 5.700) werde ich nachreichen. Als Anlagezeitraum sind 5 Jahre geplant bei einem Ausstieg über 10.000. Stopps zur Begrenzung von Verlusten gibt es bei mir nicht.
@ [#3]
Mein Kauf erfolgte am 29.12. bei ca. 4.710 (iShares Dax Kurs 44.56), daraus ergibt sich für alle 6 Käufe ein durchschnittlicher Dax-Einstand bei exakt 5.700 = minus 16 %.
Die Alt-Käufe bei Dax 2.600, zur Hälfte bei 8.028 verkauft, liegen noch immer im Depot.
Hermann Kutzer: Ausblick 2009
Teleboerse.de (30.12.08) - Wie wird die Börse im neuen Jahr? Der Ausklang 2008 ist ja versöhnlich. Schauen wird nun auf die Prognosen, die von der Wirtschaftspresse in diesen Tagen gesammelt und dann gebündelt veröffentlicht werden. Auch wenn es ziemlich sinnlos ist, das Kursniveau von Aktien, Anleihen oder Währungen stichtagsbezogen - also zum Ende 2009 - konkret vorher zu sagen, es sind halt Orientierungspunkte, deren Höhe im Verlauf erfahrungsgemäß mehrfach verändert wird.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.teleboerse.de/1077674.html)
Hervorhebung durch die Redaktion TerminmarktWelt.
@ Richard Ebert [#1]
Rezessionsjahre sind grundsätzlich gute Aktienjahre.
Zeiten, in denen anstelle der Hochs die Tiefs des lfd. Jahres (Y+0) diskutiert werden sind gute Aktienjahre. Den Gegenbeweis hat 2008 erbracht, an dessen Anfang sich 7 % der Befragten einen DAX unter 7.000 vorstellen konnten.
Ergo: 2009 wird ein gutes Aktienjahr - diesmal auf der longseite.
Gruss deriva
Eine große Umfrage unter Analysten hat ergeben: Auch wenn der Startschuss für die Trendwende noch etwas dauert, kann der Deutsche Aktienindex in diesem Jahr wohl mehr als zehn Prozent zulegen. Der Euro wird an Stärke verlieren. Und auch für andere Indikatoren haben die Experten interessante Prognosen.
[IMG]http://www.terminmarktwelt.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.morgenpost.de/wirtschaft/article1008141/So_entwickeln_sich_die_Aktien_in_diesem_Jahr.html)
@ Kobban [#7] und alle anderen
"Es ist noch viel zu früh ein Ende der aktuellen Abwärtsbewegung vorherzusagen"
"Auch wenn der Startschuss für die Trendwende noch etwas dauert, ..."
Der Dax ist in 6 Wochen um 25 % gestiegen und dennoch wird allgemein fast nur von Verlusten gesprochen und geschrieben.
Da stellt sich mir Frage 'was ist eine Trendwende' ?
@ Richard Ebert [#8]
Ihnen und allen anderen Lesern von TMW wünsche ich einen schönen guten Tag im neuen Jahr 2009. Eine neue Hausse kann ich noch nicht ausmachen aber dennoch zumindest einen bisher "kleinen" Wendepunkt. Die ersten Käufe die ich im "neuen" Jahr ausgemacht habe scheinen das Bild zu erwecken das sich ein neuer "Anlegerkreis" an die Börsen wagt - nämlich derer die innerhalb der BRD von der 25% Abgeltungssteuer profitieren - ob das so ist - und mit welchen Zielen - kann ich derzeit nicht begründen.
Viele Grüße Roland Strohschein
@ Richard Ebert [#8]
Wenn wir schon mit solchen Zahlen spielen: In den sechs Wochen hat der Dax "nur" 20% gewonnen, nicht 25%. Unmittelbar davor erlebte er aber einen noch größeren Einbruch, und das in weniger als der Hälfte der Zeit. Und unmittelbar davor in noch kürzerer Zeit einen etwa gleich großen Anstieg. Und unmittelbar davor wiederum einen etwa gleich großen Einbruch.
In den letzten sechs Wochen sieht man nur, daß die Volatilität etwas zurückgeht, d. h. an Geschwindigkeit verliert. Damit könnte zwar eine Trendwende eingeläutet werden, oder auch nicht.
Da stellt sich mir Frage 'was ist eine Trendwende' ?
Eine Trendwende ist ein "perfekter Mord": Man weiß es erst hinterher.
In der Tagespresse wurde gestern häufig davon gesprochen, dass die Trendwende noch bis zur zweiten Jahreshälfte auf sich warten lassen wird. Ich kann mich an keinen einzigen Artikel erinnern, in dem zum sofortigen Einstieg geblasen wurde.
Meine Meinung: Es ist höchste Zeit, um den Zug nicht zu verpassen. Natürlich immer unter Vorsicht und mit der Option seine Meinung, falls erforderlich, zu revidieren.
Es fällt mir auch nicht schwer den Grund für diese Einschätzung zu nennen. Die FED hat im November angekündigt US-Hypotheken in nicht unwesentlichen Umfang aufzukaufen. Dies legte (m.E.) den Grundstein für die Bodenbildung. Diese Aussage ist jetzt noch einmal konkretisiert worden. Man plant einen Ankauf von US-Hypothekenpapieren im Umfang von 500 Mrd. US$ im Zeitraum Anfang Januar bis Mitte des Jahres 2009.
Der Stoff, aus dem die Kurse sind, ist letztlich Liquidität. Da diese aktuell geschaffen wird, rechne ich mit einer mindestens 6 Monate dauernden Aufwärtsbewegung. Wie es danach weitergeht vermag ich nicht zu sagen.
Um mich noch weiter aus dem Fenster zu lehnen. Als Kursziel würde ich in etwa die Mitte zwischen dem vorherigen Hoch und dem Tief in Dax, seit Kursverfall annehmen. Also ca. 6.000 Punkte im Dax. Wobei sich jetzt allerdings die Frage stellt, ob man auf den Dax oder auf den S&P 500 oder auf andere Indizes oder Einzelwerte setzen sollte. Das wäre vielleicht ein Thema für einen anderen Thread. Wenn ich denn Recht hätte......
Viele Grüße
tomxy
@ tomxy [#11]
Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt. Mit Sicherheit wird nicht das eintreffen, was die Mehrheit denkt. Meine Meinung: Die heutige Zeit ist im Vergleich zur Zeit vor noch 50 Jahren: Volatiler, schnell-lebiger, schneller, kürzer, extremer und innovativer. Zudem sensationslüsterner, globaler und vernetzter.
Nun nehmen die Ökonomen die wirklich erschreckenden Indikatoren betreffend dem Güterstrom und ziehen daraus die logische Schlussfolgerung, dass wir 2009 keine Rezession, sondern eine Weltwirtschaftskrise erleben werden. Aber wer weiss schon, was passiert. Genauso wie man die Abwärtsbewegung unterschätzt hat, unterschätzt man vielleicht auch die nächste Aufwärtsbewegung betreffend: Tempo, Kürze, Intensität....
Liebe Grüsse und ein erfolgreiches Jahr 2009, von Klopfenstein.
@ Von Klopfenstein [#12]
Die heutige Zeit ist im Vergleich zur Zeit vor noch 50 Jahren: Volatiler, schnell-lebiger, schneller, kürzer, extremer und innovativer.
das ist eine sehr gute Beobachtung, und was könnte der Grund für die zunehmende Vola sein? Ein Punkt ist m.E. vor allem der elektronische Handel.
Zudem sensationslüsterner, globaler und vernetzter.
Auch das ist zutreffend. Ein wesentlicher Einflussfaktor dürfte die Nutzung des Internets sein, die es ermöglicht, problemlos und zeitnah Nachrichten zu geographisch sonst entfernten Ländern zu verfolgen. Zudem ist die Weltwirtschaft inzwischen stark vernetzt.
PS: Jahr der Kaufgelegenheiten. War das nicht eigentlich 2008, so um den 20.November herum. Da war die Stimmung immens negativ und es sah technisch so aus, als ob alles noch weiter nach unten durchbrechen würde. Viele Aktien waren zu dem Zeitpunkt aber endlich mal auf attraktiven Niveaus. Inzwischen haben sich viele Kurse bereits wieder deutlich erholt. Auf den Charts sieht diese Erholung nicht nach viel aus, aber es gibt diverse Bluechips, bei denen sie zwischen 30-60% beträgt.
@ Richard Ebert [#8]
der Dax war vom Sommertief 2002 (ca. 2500) bis Herbsthoch 2002 (ca. 3.400) um ca. 35 % gestiegen. Bekanntlich war das seinerzeit eine gefühlte "Trendwende", denn Anfang 2003 ging es vom Januar-Hoch um 30 % bergab.
"Trendwenden" könen nur ex-post als solche verifiziert werden. Für mich relevant ist das Überschreiten des 200'er GD.
Gruss deriva
@ Livetour [#10]
Der Dax lag Intraday am Freitag vor 6 Wochen knapp über 4.000 und am Freitag letzter Woche bei L+S knapp über 5.000, das sind bei mir rund 25 %. Um ein paar Prozente mehr oder weniger es nicht.
Es geht eher darum, dass viele Anleger erst die Bestätigung eines Aufwärtstrends abwarten wollen, um dann auf einem 40 % höheren Niveau zu kaufen. Für mich bedeutet dies nicht mehr Sicherheit, sondern ein höheres Risiko.
Hier der Dax mit 200 Tage Durchschnitt:
Der folgende Artikel aus dem BILDungsblatt ist interessant. Und nein, ich bin nicht short, sondern in verschiedene Titel investiert (auch Chemie, aber nicht BASF).
http://www.bild.de/BILD/news/wirtschaft/2009/01/03/basf-chef-juergen-hambrecht/wirtschaftskrise-schweiss-und-traenen.html
BASF-Chef warnt vor Brutal-Rezession „Es wird Schweiß und Tränen geben“
Hambrecht: Bürger haben Härte des Abschwungs nicht realisiert
Die Wirtschaftskrise – wird sie schlimmer als wir uns vorstellen können? In der „Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung“ warnt BASF-Chef Jürgen Hambrecht (62) vor einem schmerzhaften wirtschaftlichen Einbruch.
„Wir sind in einer tiefen Rezession. In einer Rezession, wie sie wenige vorher je erlebt haben, wie wir sie uns in ihrem Ausmaß bisher kaum vorstellen konnten.“
In vergangenen Schwächephasen habe der Rest der Welt regionale Wirtschaftsflauten ausgleichen können. „Jetzt haben wir eine synchrone Rezession. Das ist neu.“
Was bedeutet das für die Menschen?
Hambrecht zufolge haben viele Bürger die Härte des Abschwungs noch nicht realisiert: „Es wird Schweiß und Tränen geben. Der Bürger ist abhängig. Er kann nur reagieren, kaum agieren. Er kann sich zumindest darauf einstellen, dass er flexibler sein muss.“
Einen Generalverzicht von Großkonzernen auf Entlassungen lehnt Hambrecht ab: „In solch einem Umbruch kann es industrieweit keine Garantie auf den Verzicht betriebsbedingter Kündigungen geben.“
Für das erste Quartal des neuen Jahres rechne er in der deutschen Industrie „mit relativ schlechten Zahlen auf breiter Front“. Die Nachfrage in der Autoindustrie breche zum Teil um bis zu 50 Prozent ein, bei Lastwagen in Extremfällen sogar um bis zu 100 Prozent.
Um die Krise zu lindern, fordert der BASF-Chef unter anderem Steuersenkungen und rasche staatliche Investitionen.
Erneut rügte er die Banken. „Es gibt eine Kreditklemme, weltweit.“ Wenn Bank-Vorstände wie Josef Ackermann dies leugneten, habe er dafür kein Verständnis.
Mit Blick auf die 500-Milliarden-Euro-Hilfe vom Staat sagte Hambrecht: „Jetzt sanieren sich die Banken erst mal selbst, zulasten der Kunden.“
@ Global_2 [#16]
"BASF-Chef warnt vor Brutal-Rezession „Es wird Schweiß und Tränen geben“
Hambrecht: Bürger haben Härte des Abschwungs nicht realisiert"
Ich will nicht behaupten, ich wüsste es besser. Aber eines doch interessant: Erinnern wir uns an 2006. Damals hiess es, die vorhandenen Risiken würden sich auf die Welt verteilen. Die Finanzwelt sei so vernetzt und global und stabil, dass die höheren Risiken keine "echten" Risiken darstellen.
1. Ich finde es nun interessant, dass die gleichen Leute, welche die jetzige Rezession oder Krise entweder gar nicht haben kommen sehen und/oder nicht in diesem Ausmass haben kommen sehen, nun einen "Wettlauf" um die schlechtesten Prognosen bestreiten.
2. Inzwischen ist "man" ja nicht "sachkundig", wenn man keine Horrormeldungen mehr macht. Wer jetzt noch optimistisch ist, versteht die Situation nicht.
3. In der Vergangenheit war keine volkswirtschaftliche Theorie in der Lage, eine Krise vorauszusagen - weder deren Anfang, Ausmass, noch deren Ende. Tatsache ist doch, dass die Situation so vernetzt ist und so viele unbekannte Komponenten vorkommen, dass man selbst im Nachhinein die Situation nur mit vereinfachten Modellen erklären kann. Ansonsten wären alle Ökonomen und Volkswirte steinreich.... Tatsache ist aber, dass sehr viele andere Berufsgruppen oftmals mehr verdienen.
Wir werden sehen....
"BASF-Chef warnt vor Brutal-Rezession „Es wird Schweiß und Tränen geben“
Um die Krise zu lindern, fordert der BASF-Chef unter anderem Steuersenkungen und rasche staatliche Investitionen."
Purer Lobbyismus mehr nicht.
"Der Bürger ist abhängig. Er kann nur reagieren, kaum agieren. Er kann sich zumindest darauf einstellen, dass er flexibler sein muss.“
Hat er da statt des Bürgers nicht eher den Arbeitnehmer gemeint, der auf Gehaltsbestandteile verzichten soll?
"Mit Blick auf die 500-Milliarden-Euro-Hilfe vom Staat sagte Hambrecht: „Jetzt sanieren sich die Banken erst mal selbst, zulasten der Kunden.“"
Wie will man sich mit Bürgschaften sanieren? Zumal diese Bürgschaften nur gegeben wurden, da niemand damit rechnet, dass sie auch nur ansatzweise in Anspruch genommen werden. Falls doch gehen die Lichter aus. Die Summe entspricht einem Drittel der Geldmenge und könnte niemals auf normalen Wege beschafft werden. Da bliebe wirklich nur die bereits diskutierte Möglichkeit einer Zwangsanleihe, bei der man sich dann aber auch nicht nur auf die großen Vermögen beschränken könnte. Aber der Durchschnittsleser dieses Artikels wird diesen Unterschied gar nicht bemerken....womit der Zweck erfüllt ist.
Anlagestrategie: Kleinanleger sind verdächtig optimistisch
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ / cri (02.01.09) - Nach den Turbulenzen der vergangenen Monate hat sich die Lage an den internationalen Börsen in den vergangenen Tagen beruhigt. Gerade im dünnen Handel über die Feiertage hat sich der allgemeine Optimismus durchgesetzt und sich auch ins frühe Jahr 2009 übertragen.
Die Börsen starten im nach wie vor dünnen Handel mit deutlichen Kursgewinnen ins neue Jahr. In Asien legte der Hangseng-Index am ersten Handelstag satte 4,55 Prozent zu, in Singapur ging der Straits Times Index um 3,87 Prozent nach oben und der südkoreanische Kospi konnte einen Kursgewinn von 2,93 Prozent verbuchen.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub48D1CBFB8D984684AF5F46CE28AC585D/Doc~E35C6CD7FF7874A24A6C6947B2AB97504~ATpl~Ecommon~Sspezial.html)
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Das vorige schreibt also die Frankfurter Allgemeine Zeitung.
Ein Sparguthaben von 15.000 Euro bringt bei einem durchschnittlichen Tagesgeldzins von 4,00 % Zinsen von 600 Euro pro Jahr.
Sämtliche Notenbanken unterstützen mit gigantischen "ungedeckten" Geldsummen die jeweiligen Volkswirtschaften.
Aus der Speisekarte eines griechischen Restaurants:
Grillplatte 1 Person:
mit Schweinelendensteak, Roastbeef, Lammkotelett
und Lammfilet, mit Beilagen und Salat - 15,10 Euro
Cola/Fanta/Wasser 0,4 l - € 2,20 / diverse Biere 0,5 l - € 2,80
Aus der Speisekarte eines gutbürgerlichen deutschen Lokals:
1 Person
Jägerschnitzel mit Pommes Frites, gemischter Salat - € 10,90
Cola/Fanta/Wasser 0,4 l - € 2,20 / diverse Biere 0,5 l - € 2,80
Aus der Speisekarte einer italienischen Pizzeria
1 Person
Pizza mit Tomatensauce, Käse, Formvorderschinken, Salami, Pilzen, Artischocken, Paprika und Oliven - € 10,20
Cola/Fanta/Wasser 0,2 l - € 1,50 / diverse Biere 0,3 l - € 2,20 *** 0,5 l - € 3,20
Einige ausgewählte Aktien aus dem heutigen DAX (Stände ca. 12 h) - Preis pro Aktie
Siemens - € 56,-
e.on - € 30,-
Telekom - € 11,-
RWE - € 67,50
Allianz - € 76,40
SAP - € 26,30
Daimler - € 27,-
BASF - € 27,60
Deutsche Bank - € 28,50
Bayer - € 43,-
Man muss überhaupt nicht im Kaffeesatz herumstochern. Die Fakten sprechen für sich:
1. Rohstoffe sind auf breiter Front erheblich eingebrochen.
2. Aktien ebenso.
3. Anleihen sind extrem angestiegen und notieren auf ATH.
Das sind die typischen Zeichen für ausgeprägten Konjunktur-Pessimismus und einsetzende Rezession.
Solange die Rohstoffe nicht wieder deutlich anziehen, rechne ich nicht mit einer nachhaltige Erholung am Aktienmarkt.
Börsen-Baisse: „Auf die Krise folgt der Kollaps“
Von Ingo Narat
Handelsblatt (14.01.09) - Dem katastrophalen Aktienjahr 2008 wird ein ruhigeres 2009 folgen. Das zumindest erwarten die meisten Bankenexperten. Doch nicht alle Experten teilen den vorsichtigen Optimismus. Eine Gruppe von Querdenkern sagt den Märkten noch viel turbulentere Zeiten voraus.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/auf-die-krise-folgt-der-kollaps;2126067;0)
Im Gespräch: Felix Zulauf
Warten auf das historische Tief
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (13.02.09) - Die Stimmung an den Börsen hat sich in den vergangenen Tagen etwas verbessert. Die Kurse sind zumindest in der vergangenen Woche in der optimistischen Hoffnung auf die positive Wirkung von Stabilisierungs- und Stimulationsmaßnahmen gestiegen.
Das sollte man allerdings nicht überbewerten, erklärt Felix Zulauf. Der Hedge-Fondsmanager betrachtet die wirtschaftliche Entwicklung weltweit kritisch. Er rechnet über längere Zeit mit unterdurchschnittlichem Wachstum.
Anleger sollten in nächster Zeit vor allem auf den Kapitalerhalt achten. Die Börsen dürften noch tiefer gehen, danach komme für langfristig orientierte Anleger eine „historische Kauf- und Investitionsgelegenheit“. Noch sei es aber nicht soweit.
[...]
Wann kann man wieder Aktien kaufen?
Ich denke, wir werden in den kommenden zwei bis drei Jahren - wann genau lässt sich im Moment nicht sagen, es kann schon Ende diesen Jahres oder erst in zwei Jahren sein - Aktienkurse haben, die deutlich tiefer sind. Die Papiere werden schließlich so günstig in der Bewertung werden, dass man als langfristiger Anleger ein historisches Tief erkennen muss und kaufen kann. Nach dem Trauma der vergangenen Monate, das sich vorerst noch weiter fortsetzen wird, werden die Aktien neu bewertet werden. Sie werden wegen der wieder deutlich gewordenen Risiken mehr Rendite bringen müssen als Unternehmensanleihen. Eine ähnliche Neubewertung konnten wir nach dem Ende der wirtschaftlichen Depression in den 30er-Jahren des vergangenen Jahrhunderst beobachten. Damals hatten sich phantastische Kauf- und Investitionschancen eröffnet für den langfristig orientierten Anleger. Diese werden wieder kommen, aber sie sind noch nicht da.
Was heißt das konkret?
Wir werden in den kommenden Jahren günstig Aktien von Unternehmen kaufen können, die die wirtschaftlich schwierigen Zeiten überlebt haben. Ihre Kurs-Gewinnverhältnisse können unter der Dividendenrendite liegen, während die Kurse unter dem Buchwert notieren werden.
Sie gehen also davon aus, dass die Börsen noch fallen können?
Ja, das geht allerdings nicht linear. Die deflationären Prozesse in der Vergangenheit haben gezeigt, dass die Börsen in diesen Phasen der Konjunktur nicht mehr um sechs oder neun Monate vorweg laufen, sondern sie laufen gleich. Da die klassische monetäre Politik nicht mehr greift, gehen die Kurse erst dann wieder nach oben, wenn sich schließlich auch die Konjunktur tatsächlich erholt.
Die Kursgewinne der vergangenen Woche sollte man also nicht überbewerten?
Nein, die Anleger sind nach den Erfahrungen der vergangenen Jahre darauf konditioniert, leichte Verbesserungen in den Frühindikatoren gleich für den Beginn einer neuen Hausse zu betrachten. Das sind in meinen Augen falsche Rallys, die schnell wieder absterben werden. Die Märkte laufen seit vier Monaten im Trend seitwärts. Ich gehe davon aus, dass sie in nächster Zeit nach unten aus dieser Formation ausbrechen werden.
Aus welchen Gründen?
Erstens wird das amerikanische Konjunkturprogramm kaum die Hoffnungen der Anleger erfüllen können. Zweitens ist das Bankenproblem noch nicht gelöst. In den Vereinigten Staaten liegt der unbewältigte Abschreibungsbedarf zwischen 2 und 4 Billionen Dollar. Das Eigenkapital der Banken beträgt jedoch nur 1,5 Billionen Dollar.
Die Kapitalausstattung der europäischen Banken ist noch viel schwächer. In Europa verhält sich zudem die Zentralbank zögerlich. Kann der Abschwung alleine schon aus diesem Grund stärker ausfallen als in Amerika, so kommen Strukturprobleme dazu. Der Knoblauchgürtel - Griechenland, Italien, Spanien, Portugal und vielleicht noch Irland - fährt selbst in guten Zeiten große Ertragsbilanzdefizite ein. In der Krise lassen sie sich nun nicht mehr finanzieren. Deswegen wären Anpassungen notwendig, um die Wettbewerbsfähigkeit wieder herzustellen. Abwertungen der Währungen sind nicht mehr möglich. Aus diesem Grund müssen sie über die Realwirtschaft laufen. Aber weder Transferzahlungen noch Lohnkürzungen scheinen realistisch zu sein. Umso stärker dürften die Konjunktureinbrüche ausfallen und umso größer der entsprechende Abschreibungsbedarf bei den lokalen Banken. Ähnlich kritisch sieht die Lage in Osteuropa - mit Ausnahme Russlands - aus. Einzelne Staaten erhöhten mit Blick auf die angestrebte Euroeinführung sogar in den Abschwung hinein die Zinsen, als ihre Währungen attackiert wurden. Ein Doppelschlag. Ich gehe davon aus, dass die Konjunktur in der Region dramatisch einbrechen wird und dass die osteuropäischen Währungen um 20, 30 oder gar 40 Prozent abwerten werden.
[...]
(Quelle und komplett lesen: -> http://www.faz.net/s/Rub48D1CBFB8D984684AF5F46CE28AC585D/Doc~EE402F307FF9F462C806356E1CB1D109D~ATpl~Ecommon~Sspezial.html
"Die Lage ist keineswegs dramatisch, sie wird nur dramatisiert, vor allem durch interessierte Kreise. "
Im Gespräch: Stefan Homburg
http://www.faz.net/s/Rub58241E4DF1B149538ABC24D0E82A6266/Doc~ED28DA1C7A4CE4EDF8487262C30695EFA~ATpl~Ecommon~Scontent.html
Konjunktur-Experten sehen bald Talsohle erreicht
Boerse.ARD.de / nb (17.02.09) - Die Finanzexperten blicken wieder etwas optimistischer in die Zukunft und rechnen offenbar mit einer baldigen Erholung der Konjunktur. Im Februar hat sich das ZEW-Stimmungsbarometer unerwartet deutlich aufgehellt.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_335204)
Was weiß der Dax von der Krise?
Von Dyrk Scherff und Patrick Bernau
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (01.03.09) - 4-0-0-0: Vier Ziffern standen für die Hoffnung, dass der Dax nun den schlimmsten Kurssturz hinter sich hat. Seit Oktober hielt diese Hoffnung, denn seitdem stoppte der Index in jeder Schwächephase knapp über der Schwelle von 4000 Punkten. Jetzt ist die Zuversicht zerstört. Der Dax ist weit unter diese Marke gerutscht und notierte zeitweise auf unter 3800 Punkten.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/RubBD6B20C3D01A48D58DA92331B0A80BC3/Doc~E6E3223EF522F4A9298CC7875B455A093~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
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Dirk Müller im Gespräch: Mr. Dax: „Ich habe leider keine Kristallkugel“
Von Tanja Könemann
Handelsblatt (02.03.09) - Dirk Müller gilt als das Gesicht des Dax. Doch von Aktien rät der Börsenmakler schon lange ab. Im Interview spricht Müller über eine mysteriöse Finanzhydra, die größte Einstiegschance seit 80 Jahren und seine Friseurmeisterin.
Herr Müller, Sie sind in einer 7000-Seelen-Gemeinde in Baden-Württemberg aufgewachsen. Wie kommt man dort darauf, Börsenmakler zu werden?
Ich kann mich nicht genau erinnern, woher das Interesse stammt. Entweder war es der Film "Wall Street" oder die Börsenberichterstattung der 80er-Jahre mit wild gestikulierenden Händlern, die Sachen brüllten wie "Kauft Daimler!" Jedenfalls stieg meine Begeisterung, je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigte. Das kam ziemlich häufig vor: Sogar in der Schule las ich heimlich unter dem Tisch Börsennachrichten.
Wie haben Sie den Einstieg geschafft?
Mir war ziemlich schnell klar, dass ich nur über Beziehungen an die Börse kommen konnte. Also bewarb ich mich bei der Deutschen Bank in Mannheim für eine Lehre als Bankkaufmann und erzählte gleich im Einstellungsgespräch, dass für mich nur die Börse in Frankfurt in Frage kommt.
Und wie war die Reaktion?
Der Personalchef gab mir das Gefühl, mich ernst zu nehmen. Ob er sich nach dem Gespräch kaputtgelacht hat, weiß ich nicht. Den Ausbildungsplatz habe ich jedenfalls bekommen.
Wie kamen Sie von dort an die Börse?
Kennen Sie die Szene aus dem Film "Wall Street", in der Gordon Gecko zu Bud Fox sagt: ,Das Leben entscheidet sich in wenigen Augenblicken - und dieser ist einer davon'? So war das auch bei mir.
Was geschah in diesem Augenblick?
Ich saß kurz vor Ende meiner Ausbildung am Händlertisch. Dort, wo ich hin wollte, aber es gab damals einen Einstellungsstopp. Ein Händler sagte plötzlich: ,Ich wäre Geld für ein Paar Mohrenköpfe.' Übersetzt bedeutete das, dass er gerade Appetit auf Mohrenköpfe hatte und gerne ein paar kaufen würde. Ich nahm all meinen Mut zusammen und sagte: ,Valuta Dienstag wäre ich 25 Brief für 50.' Damit bot ich ihm 50 Mohrenköpfe zum Stückpreis von 25 Pfennig an.
Und was passierte dann?
Es herrschte Schweigen und mein Herz rutschte mir in die Hose. Es war vollkommen neu, dass ein Azubi das Wort ergriff. Aber Sekunden später stieg der ganze Tisch ein und eine halbe Stunde lang wurden nur Mohrenköpfe gehandelt - bis ich schließlich Hunderte verkauft hatte. Ich kannte aus meiner Bundeswehrzeit einen Fabrikhandel, wo ich sie günstig besorgen konnte und schloss das Geschäft mit einem kleinen Gewinn für mich ab.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: -> http://www.handelsblatt.com/unternehmen/koepfe/mr-dax-ich-habe-leider-keine-kristallkugel;2177602)
Börsenpanik im März ?
Von Detlev Landmesser
Boerse.ARD.de (04.03.09) - Vor der Rally kommt der Ausverkauf: Obwohl die Börsenstimmung schon ziemlich düster ist, geben Sentimentanalysten noch keine Entwarnung. Sie setzen auf einen von Panik begleiteten "Sell-Out", bevor sich die Kurse wieder erholen.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_337972)
@ [#26]
Darum ist der Dax auch nicht der beste Konjunkturindikator... Die Geschäftserwartungen der Unternehmen, die das Münchener Ifo-Institut abfragt, sind genauer – der Dax ist allerdings auch ganz gut.
Es besteht stets eine gute Korrelation zwischen DAX und Ifo-Index, auch wenn beide selten zeitlich genau synchron laufen.
Ich halte mich an die Regel:
Jede größere Wende und jeder längere Trend im Dax wird durch den Ifo-Index bestätigt.
Umkehrschluss: Eine Wende im DAX ist verdächtig, wenn die Bestätigung durch den Ifo ausbleibt.
"2009 wird desaströs"
Boerse.ARD.de (20.03.09) - Christian Jasperneite von M.M.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_341556)
@ Richard Ebert [#28]
Dafür sprächen die bereits geringen Investitionsquoten, die den Verkaufsdruck begrenzen würden.
Wie meint Herr Hübner dies?
Die Investitionsquoten sind immer 100%. Es werden keine Aktien im Regal zwischen gelagert. Oder meint er die sogenannten schwachen Hände ?
Grüsse
Marzell