Dax in 2009: Das Jahr der Kaufgelegenheiten ? (Fundamentalanalyse)
[i]Ein Börsenjahr wie 2008 haben die meisten Börsianer noch nicht gesehen. In Deutschland gab der Dax in allen vier Quartalen nach und halbierte sich gegenüber den Höchstkursen in 2008.
Sind jetzt die meisten negativen Informationen und Meinungen 'eingepreist' oder wird es in 2009 zu einem Zusammenbruch des Wachstums mit vielen Firmenpleiten, Massenarbeitslosigkeit und Deflation kommen ?
Wird das Tief im Dax bei 4.000, 3.000 oder 2.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_327588)
@ Marzell [#31]
Ich denke er meint: welcher Anteil des Kapitals von Fonds (oder allgemeiner: Investoren) investiert ist. Je mehr Kapital anteilig bereits investiert ist, um so weniger steht für (weiter kurstreibende) Käufe zur Verfügung. Je mehr Kapital flüssig ist, um so mehr steht für Käufe zur Verfügung.
Gruß,
Asamat
@ Asamat [#38]
Ergänzung:
Herr Hübner von Senitx macht wöchentliche Umfragen bei Institutionellen und Privaten. Darin wird auch die Investitionsquote des teilnehmenden Investors abgefragt (für Aktien und Renten).
@ Richard Ebert [#30]
Worst Case Szenario
Ich finde, man sollte von Seiten der „Finanzindustire“ den Anlegern keinen Sand in die Augen streuen und sie in aller Deutlichkeit auf die möglichen Szenarien hinweisen.
Falls die „Eine-Billion-Vitaminspritze“ der US-Notenbank nicht wirkt, besteht die Gefahr, dass der DAX bis 2012 unter 2000 Punkte fällt (siehe Chart). Und spätestens dann werden all diejenigen den Tag im Jahr 2009 verfluchen, an dem sie in der Hoffnung auf die nächste Hausse (zu früh) in den Aktienmarkt eingestiegen sind. Die Trader werden sich aber freuen, da immer wieder mal bei einzelnen Aktien 50-100 % zwischendurch möglich sind (siehe z.B. Deutsche Bank). Aber noch sind wir nicht soweit. Wie gesagt, dies ist nur das Worst Case Szenario. Aber selbst wenn dieses nicht eintritt, kann es leicht sein, dass die Nullzinspolitik zu japanischen Verhältnissen führt, was nichts anderes bedeutet, als dass wir die nächsten ca. 15 Jahre die 8000 im DAX nur von unten anschauen.
@ zorrie [#33]
Der Investitionsgrad! Da war ich echt begriffsstutzig. ;-(
Grüsse
Marzell
Der Dax und die Konjunktur
Boerse.ARD.de / lg (25.03.09) - Selten hat es im Dax so viele Wechsel gegeben wie in den vergangenen Monaten. Allein im letzten halben Jahr wurden nicht weniger als acht Unternehmen ausgetauscht.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_342466)
Pro Dax: Frühjahrsrally ist erst der Anfang !
Von Angela Göpfert
Seit seinem März-Tief hat der Dax in der Spitze knapp 30 Prozent zulegen können. Damit erfüllt er die technische Voraussetzung für einen neuen Bullenmarkt. Das ist nicht das einzige Argument, das für nachhaltig steigende Aktienkurse spricht.
Für so manchen Charttechniker ist die seit Anfang März zu beobachtende Aufwärtsbewegung an den Aktienmärkten ein Fall wie aus dem Lehrbuch: Zunächst erfolgte der von vielen vorhergesagte Ausverkauf bis an die Marke von 3.600 Punkten heran.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_347548)
Rote Charts kann ich nicht sehen. Aber RE ist wahrscheinlich natürlich auch "nur" ein 60%-Hellseher. Das reicht für eine positive Kontokurve. Trotzdem wären rote Charts interessant.
Bin ganz erleichtert, daß ich heute Abend meine DAX-shorts im Plus eindecken konnte. Über 3% Risiko im Depot sind laut Ikone Seykota u.a. sträflich. Amateure wie hw schaffen es in manchen Situationen nicht, den Verlust einzusehen und sitzen es aus. Es ist zwar nervig, aber ich glaube der Unterschied liegt hier:
Die Großen bewegen zig Mios und damit zig-faches ihres Einkommens. Wir kleine bewegen kleine Summen, die im Vergleich zum Monatseinkommen zwar beträchtlich sind, aber nicht ein Vielfaches davon bedeuten. Deshalb, und weil man kein Fremdkapital verwaltet, kann man sich auch mal einen Regelverstoß erlauben. Er muß halt mindestens so moderat sein, daß keinesfalls ein margin call in Betracht kommt. Sonst ist Aufholen mit gleichen Posi-Größen nicht mehr möglich.
MfG
hw
Contra Dax: Der Ausverkauf kommt noch !
Von Angela Göpfert
Ungläubig und argwöhnisch haben Pessimisten die derzeitige Rally beäugt und nach dem Haar in der Suppe gesucht. Gefunden haben sie gleich ganze Haarbüschel. Ein Ende der Bärenmarkt-Rally ist wohl nur noch eine Frage der Zeit.
Kritiker der jüngsten Börsenrally beunruhigt vor allem, dass diese in besonders großem Maße auf einer Kursexplosion bei Finanztiteln beruht und auf dementsprechend tönernen Füßen steht. Denn die überraschend guten Quartalszahlen von US-Finanzinstituten wie Citigroup, Bank of America & Co.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?go=meldung&key=dokument_347552)
"Denn genau das fehlt den Märkten bislang: ein finaler Ausverkauf,"
Den Abverkauf im Dow bis auf 6700 sowie im Dax auf ca. 3500 habe ich eigentlich mit dem Begriff "Sell-Off" in Verbindung gebracht. Man muß sich nur mal vergewissern wo viele schwergewichtige Einzelwerte Ihre Tiefkurse ausgebildet haben. Auch der dort herrschende Pessimissmus hat meiner Ansicht nach gut in diese Situation gepasst.
Laut einer Definition von Kostolany setzt nach der dritten und letzten Phase der Abwärtsbewegung eine starke Kurserholung ein, die diese übertriebene Reaktion korrigiert und die Märkte in eine Phase der "Begleitung" führt (Vgl. 2003).
@ hardworker [#38]
Die können die roten Charts nutzen, wenn Sie sich auf Chartbuch.de anmelden, für alle Mitglieder im Terminmarkt Club kostenfrei.
So wird sich der Dax Dezember Future entwickeln, wenn er sich entsprechend dem Durchschnitt der Terminkurse der letzten 10 Jahre verhält:
Sie können die Zahl der gerechneten Jahre auch ändern, z.B. auf 5 oder 20 Jahre oder für Chicago Weizen auf 50 oder mehr Jahre.
@ Richard Ebert [#41]
Was bedeuten würde, daß wir in der Kasse noch einmal nahe an die Dax-Tiefstände von Anfang des Jahres herankommen würden.
@ Richard Ebert [#41]
Im Übrigen möchte ich meine Kündigung sämtlicher Mitgliedschaften auf Ihren Seiten zurückziehen.
Ich möchte Sie höflichst bitten, dem zu entsprechen und rückgängig zu machen.
@ scorpion260 [#42]
Die rote Grafik sagt nur aus, dass es in der Vergangenheit durchschnittlich steile Abwärtsentwicklungen im Dax mit Tief im Oktober gegeben hat.
Einen Rückgang bis zum Jahrestief halte ich für unwahrscheinlich ebenso wie eine weitere bedeutende Aufwärtsbewegung in den nächsten 3 Monaten, wobei ich mehr die von mir wahrgenommene (gefühlte) Stimmung in der Öffentlichkeit (Fernsehen, Presse) zu Hilfe ziehe.
@ scorpion260 [#43]
Prima. Freut mich.
Wer ist dabei - wer ist auf der Seitenlinie? Derzeit ist mit vollen Hosen gut stinken - geht der Dax wieder unter 4.000 kann ich immer noch sagen ich weis von nix ;O)
Die Rally, an die keiner glaubt
Von Frank Wiebe
Handelsblatt (19.05.09) - Natürlich wird es in absehbarer Zeit noch einmal Rückschläge an den Börsen geben, da haben die Analysten, die warnen, schon Recht. Aber ungewöhnlich ist es nicht, dass die Leute Aktien kaufen, obwohl sie nicht wirklich an die Rally glauben. Ist das irrational? Kaumt darauf an, was man darunter versteht. Wahrscheinlich glauben alle, dass die Rally eigentlich zu früh und zu stark eingesetzt hat.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/marktmonitor/die-rally-an-die-keiner-glaubt;2283233)
Hier noch ein sehr treffender Kommentar von Gottfried Heller:
Börsen haben gerade jetzt noch Luft nach oben
von Dr. Gottfried Heller, Gastautor
08.05.2009 - 16.51 Uhr
Ein Blick in die Geschichte beweist: In wirtschaftlich schwierigen Zeiten setzen die Märkte zum Höhenflug an. Hier einige Faustregeln für den Börsenzyklus.
Die Börsen sind seit März rasant gestiegen. Neben dem Dax gewannen in dieser Zeit auch der Euro Stoxx, der Standard & Poor’s 500 und der Nikkei unisono um über 30 Prozent. Die Börsen der Schwellenländer schnitten noch besser ab. Brasilien legte um 55, China um 43 und Russland gar um 76 Prozent zu.
Aber schon macht sich Unsicherheit breit. Eine Investmentbank kommentierte jüngst ratlos: „Entweder die Börsen befinden sich in einem neuen Bullenmarkt oder in einer langen Bärenmarktrallye oder aber in einer kleineren Bärenmarktrallye, die jetzt ausläuft. Dann sollten Investoren verkaufen.“ Frei nach Goethe kann man da nur sagen: „Da steh ich nun ich armer Tor und bin so klug als wie zuvor.“
Die Börse reagiert in jeder Krise gleich
Angesichts der herrschenden Ratlosigkeit habe ich die Verlaufsmuster der Baissen und Haussen, die ich in meinen 40 Jahren als Vermögensverwalter – 30 Jahre davon mit meinem Partner André Kostolany – erlebt habe, untersucht. Neben der aktuellen Krise gab es vier besonders gravierende Börsenepisoden: 1973 bis 1975, 1982 bis 1984, 1993 bis 1996 und 2000 bis 2004. Die Ursachen der Rezessionen und Baissen waren verschieden, aber die Reaktion der Börsen war immer die gleiche.
Ein besonders treffendes Beispiel dafür liefert die Rezession und die Baisse in der Amtszeit von US-Präsident Reagan 1981 bis 1983. Es herrschte tiefer Pessimismus, wie heute. Die Inflation betrug 14 Prozent, die 30-jährigen Staatsanleihen rentierten sagenhafte 16 Prozent und die Leitzinsen waren mit 20 Prozent – einmalig in der US-Geschichte – astronomisch hoch. Kein Wunder, dass die Wirtschaft in die Knie ging und um drei Prozent schrumpfte.
Doch im August 1982 hob die Börse plötzlich ab. Wir waren damals in Aktien nicht voll investiert und dachten, die drehen durch. Wir hatten vor, bei einem Rückschlag Aktien kräftig zuzukaufen. Aber die Gelegenheit kam nicht, die Börse stieg unaufhörlich weiter. Mittlerweile rutschte die Wirtschaft weiter ab. Als die Rezession sechs Monate später endete, war der Dow Jones um 40 Prozent gestiegen.
Die Phasen des Börsenverlaufs
Charakteristisch für die Börsenverläufe bei den genannten vier Episoden ist, dass die Börse steil ansteigt, so ähnlich, wie beim Start eines Flugzeugs. Erst nachdem eine gewisse Höhe erreicht ist, werden die Motoren gedrosselt und der Anstiegswinkel wird flacher.
Das Ergebnis der untersuchten Börsenbaissen, gemessen am US-Index Standard & Poor’s 500, war frappierend: Die erste Phase des Börsenaufschwungs war einheitlich, in allen Fällen steil und betrug zwischen 45 und 65 Prozent. Die Dauer des Anstiegs betrug sechs bis 13 Monate. Wenn wir diese Ergebnisse auf die aktuelle Börsensituation übertragen, hätte der jetzige Aufschwung noch 17 Prozent Luft nach oben und eine Dauer von mindestens vier Monaten bis August. Generell lässt sich eine Hausse in drei Phasen unterteilen.
Die erste Phase ist von der Markttechnik getrieben. Salopp gesagt ist sie die Korrektur der Übertreibung nach unten. Die zweite Phase ist die Begleitphase. Sie wird hauptsächlich bestimmt durch Fakten, nämlich die fundamentale Bewertung und die Gewinnentwicklung. Die dritte Phase schließlich wird vorwiegend von Stimmungsfaktoren aufgeheizt, in der Schlussphase von Euphorie, und endet in einer maßlosen Übertreibung. Und dann beginnt der Zyklus von neuem.
Deflation lässt sich leichter bekämpfen als Inflation
Als Faustregel gilt, dass es in einem vierjährigen Zyklus eine Baisse von etwa zwölf Monaten gibt. So gesehen läge die Dauer der jetzigen Baisse, die in Oktober 2007 begonnen hat, mit 17 Monaten deutlich über dem Durchschnitt. Dass die Hausse in März begonnen hat, legt nahe, dass noch dieses Jahr mit dem Beginn einer langsamen Erholung der Wirtschaft zu rechnen ist, an erster Stelle in den USA. Aber klar ist, wenn das Schlimmste der Krise vorbei ist, wird die Welt nicht einfach zum Status quo zurückkehren. Der Schock wird auf Jahre hinaus das Verhalten von Banken, Unternehmen und Konsumenten prägen.
Die Sparquote wird steigen, die gigantische Verschuldung wird abgebaut, die „Enthebelung“ (Deleveraging) wird das globale Wachstum bremsen. Noch immer schreckt das Wort „Deflation“ die Anleger: Das ist Unsinn. Eine Deflation ist leichter zu bekämpfen als eine Inflation, denn es bedeutet, einfach mehr Geld in die Wirtschaft zu pumpen. Salopp gesagt: Deflation heißt, zu viele Waren, zu wenig Geld – Inflation heißt, zu wenig Waren, zu viel Geld.
Geld kann man schneller drucken, als man fehlende Waren produzieren kann. Die Notenbanken haben gehandelt: Noch nie in der Geschichte haben sie so viel Liquidität in die Märkte gepumpt. Letztlich wird dies zu Inflation führen.
Was bedeutet dies für den Anleger? In Sachwerten anlegen, das heißt Aktien und Immobilien. Auch Rohstoffaktien sind gefragt, denn nicht nur die jetzt aufgelegten Konjunkturprogramme der Regierungen zielen auf Infrastrukturinvestitionen mit hohem Rohstoffbedarf, sondern die langfristige Nachfrage der Entwicklungsländer.
Anleihen sind in diesem Umfeld völlig uninteressant, besonders bei den heutigen Renditen.
http://debatte.welt.de/kolumnen/71/finanzkolumne/128555/boersen+haben+gerade+jetzt+noch+luft+nach+oben
Bekommt dem Dax die Höhenluft ?
Boerse.ARD.de / bs (20.05.09) - Wer hätte das gedacht? Der Dax wieder über 5.000! Und das noch im Mai? Niemand.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_353470)
Dax bald bei 6000 ?
Von Nikolai Tietze
Teleboerse.de (20.05.09) - Es scheint wie ein Kampf der Titanen. Der DAX steuert in diesem Monat bereits zum wiederholten Mal die 5000 Punkte Marke an. Dies ist umso wichtiger, als das derzeitige Jahreshoch im deutschen Leitindex nur marginal über dieser Tausender-Marke bei 5026 Punkten liegt, die der DAX bereits am 6.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.teleboerse.de/1158033.html)
Wer mal die Zeit sowie Muse hat vergleiche doch bitte den EUR/USD ab 03/2009 zu den Rohstoff- und Aktienkursen ab 03/2009. Ja ab ende März hat alles Angezogen - woran lag es? Ich schätze somit die Käuferschicht eher aus dem US Dollar Raum ein. Damit bleibt völlig offen ab wann aus dem EU Binnenmarkt breit gestreute Käufe einsetzen.
Somit kann als "eine" Idee nur die 5.000 Dax Schwelle gelten. In kurzen Worten der SP 500 pendelt um die 1.000 Marke - wird diese gerissen gehts auch in "Good old Europ" bergauf. Für mich besteht weiterhin kein Handlungszwang ich bleib auf 5-10 Jahresbasis long.
Viel Glück!
Jawohl das Jahr deer Kaufgelegenheiten-
Ich empfehle Münchner Rück u. BMW.
@ pullPUSH [#50]
Ich halte die Wahrscheinlichkeit, dass es in einem Rutsch aufwärts geht für geringer als, dass in den nächsten Wochen oder Monaten nochmals eine deutliche Korrektur kommt.
Darauf bin ich bereit einen Teil der Rendite aus meinem ETF-Depot zu wetten.
Deshalb habe ich jetzt einen Teil meiner 2008 gekauften ETF´s mit DAX Short Zertifikaten abgesichert.
@ peterg [#52]
Das wir Dax 12.000 nicht nächstes Halbjahr sehen wird allen klar sein. Ich bleib dabei wie geschrieben. Sollten wir wieder die 3.600 sehen nehme ich eine weitere Position dazu.
Torschlusspanik an der Börse
Boerse.ARD.de (31.05.09) - Die Angst geht um an Börsen: die Angst, was verpasst zu haben. So mancher hat auf einen Rücksetzer an den Märkten spekuliert, und wurde enttäuscht. Jetzt wächst die Sorge, den Aufwärtstrend zu verpassen. Ein Aufwärtssignal, meinen Experten, aber nicht das einzige.
Am deutschen Aktienmarkt deutet sich eine Erholung an. Zum einen wächst der Anlagedruck unter den Investoren, begründet Analyst Markus Reinwald von der Helaba seine Zuversicht. Denn viele Anleger sind in Aktien unterinvestiert. Sie hatten einen Rücksetzer an den Märkten erwartet. Doch der blieb aus - und damit die ersehnten günstigen Einstiegskurse. Daher wollen einige nun auf den fahrenden Zug aufspringen, bevor die Kurse noch weiter zulegen. Dieser latente Nachfragesog dürfte nicht nur vor größeren Rückschlägen schützen, sondern sogar für weitere ansehnliche Kurssteigerungen sorgen, schätzt Reinwald.
Neben der Marktpsychologie gebe es auch aus fundamentaler Sicht Anlass zu Zuversicht. So würden immer mehr relevante Frühindikatoren Wendesignale senden und damit für die zweite Jahreshälfte eine Stabilisierung der Wirtschaft in Aussicht stellen. Das Szenario einer konjunkturellen Erholung durch den jüngsten Kursanstieg noch nicht vollständig eingepreist sei.
Hiobsbotschaften von Unternehmensseite
Die DZ Bank ist ein wenig skeptischer. Die verbesserten Frühindikatoren gäben zwar Anlass zur Hoffnung, dass die Konjunkturdaten im zweiten Halbjahr nicht mehr so katastrophal ausfallen werden wie in der ersten Jahreshälfte. Doch dürften Unternehmensmeldungen zu Umsatz- und Ergebniseinbrüchen, Stellenabbaumaßnahmen und Bilanzkorrekturen auch in den nächsten Wochen dominieren.
Überdies könnten nach Toshiba Danone und Rhön-Klinikum weitere Firmen das im Vergleich zum Jahresbeginn verbesserte Kursniveau und Marktumfeld für Kapitalerhöhungen nutzen.
Wie viel Risiko verträgt der Anleger noch?
Auch Andreas Hürkamp von der Commerzbank ist nur verhalten optimistisch. "Die Aktienbaisse ist vorbei", schrieb der Analyst in einer aktuellen Studie. Die sich stabilisierende Frühindikatoren hätten zuletzt den Risikoappetit an den Aktienmärkten deutlich erhöht. Doch die Aussichten für die Unternehmensgewinne blieben trübe, daher habe er seine Gewinnprognosen für 2010 noch einmal gesenkt.
Recht pessimistisch äußerten sich die Experten der Landesbank Berlin. "Insgesamt bleibt die Lage weiterhin labil", lautet ihr Fazit. Die sich verbessernden Stimmungsindikatoren deuteten bislang lediglich auf eine Abschwächung des Schrumpfungsprozesses im zweiten Halbjahr hin – und selbst dies sei unverändert mit hohen Risiken behaftet.
5.000 ist nicht zu halten
Unschlüssig pendelte der Dax in der zurückliegenden Woche um die 5.000. Das wird wohl auch nach Pfingsten so bleiben, Tobias Basse von der NordLB erwartet jedenfalls eine "Seitwärtsbewegung bei hoher Volatilität". Dabei bleibt der Markt ganz im Bann der US-Konjunktur.
Michael Köhler von der LBBW schätzt. "Wenn aus den USA kein Rückenwind kommen, werden auch die 5.000 Punkte nicht zu halten sein." Ein dynamischer Durchbruch zeichne sich jedenfalls nicht ab. "Die Luft wird dünner." Der Stuttgarter Aktienstratege sagt der größten Volkswirtschaft der Welt eine "blutleere Erholung" voraus, und diese rechtfertige die Kurse an den Aktienmärkten kaum.
Was die Woche bringt …
Ob und wann es mit der Wirtschaft bergauf geht, darüber könnten die Konjunkturdaten der kommenden Woche Aufschluss geben. So am Montag und Mittwoch die Einkaufsmanager-Indizes, vor allem aber der monatliche Arbeitsmarktbericht am Freitag. Laut Angaben von Reuters wird ein Anstieg der Arbeitslosigkeit auf 9,2 Prozent erwartet von 8,9 Prozent im Vormonat.
Zwei wichtige Termine stehen am Donnerstag an: die Zinsentscheide der Europäischen Zentralbank und der Bank of England. Analysten erwarten, dass die Währungshüter die entsprechenden Leitzinsen unverändert lassen. Auch die US-Kollegen könnten die Märkte bewegen: US-Notenbankchef Ben Bernanke wird vor dem US-Kongress sprechen. Anleger versprechen sich Auskünfte über die Flut neuer Staatanleihen.
(Auszug, Quelle: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_355328)
Dax: 43 % Indexanstieg in drei Monaten
Nur eine Bärenmarktrally ?
Von Angela Göpfert
Boerse.ARD.de (02.06.09) - Je höher die Kurse steigen, desto lauter melden sich die Bullen wieder zu Wort: Die Krise sei beendet, eine neue Hausse habe begonnen. Pessimisten sprechen dagegen von einer Bärenmarktrally – doch was ist das eigentlich?
"Das ist nicht mehr als eine typische Bärenmarktrally!" Mit diesen Worten nehmen wahlweise Analysten, Marktbeobachter oder Journalisten den Bullen, also denjenigen, die auf steigende Kurse setzen, gerne den Wind aus den Segeln.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?go=analyse&key=dokument_355568)
Dax: 5.300, ich komme !?
Von Angela Göpfert
Boerse.ARD.de (02.06.09) - Der Dax hat ein neues Jahreshoch markiert und damit ein weiteres technisches Kaufsignal generiert.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_355530&go=analyse)
„Katastrophenhausse“ / Börse: Die wundersame Geldvermehrung
Von Jörg Hackhausen und Christian Panster
Handelsblatt, Frankfurt (03.06.09) - Der Weltuntergang ist verschoben. Jetzt wollen die Investoren wieder Geld verdienen. Aber wie lange geht das noch so weiter? Wenn eine Theorie stimmt, die vor allem in der Abgeschiedenheit von Internetforen und Börsenbriefen gedeiht, dann steht der nächste, große Crash bevor.
Die Börse legen seit Wochen zu, der dax steht wieder über 5 000 Punkten.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/boerse-inside/boerse-die-wundersame-geldvermehrung;2322316;0)
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Viel wird von einer Erwartungsrally gesprochen, welche nun bald auslaufen wird. Denn es kommen weitere schlechte Wirtschaftsnachrichten.
Und über den 200 Tagesdurchschnitt wird ebenfalls aktuell viel geschrieben. Denn ein Überschreiten der 200 GD soll in der technischen Analyse als langfristiges Kaufsignal gedeutet werden. Nun habe ich mir die Mühe gemacht und einen Indicator programmiert, welcher mir von aktuell ausgewählten 36 Welt-Aktienindizes ein über- oder unterschreiten der 200 GD darstellt. Im Indicator "InidzesWelt-200GD" {graue Linie} stellt dar, dass 72% der 36 Weltindizes über ihrem 200 Tagesdurchschnitt notieren.
den Indicator habe ich noch über den Lookback 30Tage geglättet (magenta). Ein Unter- oder Überschreiten wird als Paintbar im Dax30Index farblich gekennzeichnet.
So scheint es nun, dass wir uns bis jetzt in einem stabilen Aufwärtstrend befinden. Wie immer gibt es genügend Argumente, um seinen eigenen Standpunkt zu begründen.
Und dann die Vergleiche mit 2003. Hier das Chart von damals:
@ select [#58]
Hast gut gemacht;-).
War bestimmt viel Arbeit.
@ select [#58]
Aber das Wichtigste nicht vergessen, die Bestätigung:
Der SMA200 muss noch drehen und zu steigen beginnen!