Dax in 2009: Das Jahr der Kaufgelegenheiten ? (Fundamentalanalyse)
[i]Ein Börsenjahr wie 2008 haben die meisten Börsianer noch nicht gesehen. In Deutschland gab der Dax in allen vier Quartalen nach und halbierte sich gegenüber den Höchstkursen in 2008.
Sind jetzt die meisten negativen Informationen und Meinungen 'eingepreist' oder wird es in 2009 zu einem Zusammenbruch des Wachstums mit vielen Firmenpleiten, Massenarbeitslosigkeit und Deflation kommen ?
Wird das Tief im Dax bei 4.000, 3.000 oder 2.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_327588)
"Der Dax könnte sich nochmals halbieren"
Boerse.ARD.de (25.06.09) - Die Hamburger Vermögensverwaltung Mack & Weise ist mit ihren Fonds bisher gut durch die Krise gekommen. boerse.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_359584&go=analyse)
Die letzten Beiträge aus diesem Thema, welches für fundamentale Analyse vorgesehen war, wurden nach hier verschoben:
Dax in 2009: Aus technischer, zyklischer und Wellen-Sicht
http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=144938&CP=0&F=47#newmsg
Bitte HIER nur zur fundamentalen Analyse weiter schreiben.
@ Richard Ebert
Zur technischen Sicht und zu Wellen kann ich nichts sagen. Aber fundamental sieht es nach dem, was ich so mitbekomme, ziemlich düster aus. (Sorry, daß ich immer noch den Pessimisten gebe.)
a) Die Amerikaner haben die Bilanzen ihrer Banken aufgeräumt, die Europäer haben das nicht getan. Das wird uns noch weh tun, so oder so.
b) Der weltweite Verbrauch von Produkten und Services wird sich dauerhaft, d.h. mittelfristig, auf einem niedrigeren Niveau als aus den letzten Jahren einpendeln. Das ist noch nicht passiert, vielmehr hoffen alle, daß das derzeitige Niveau sich wieder "normalisiert", wir also zu der Art zu wirtschaften wie vor der Krise zurückkehren. Wer das denkt, hat nicht verstanden, was passiert ist. Nämlich daß die gesamte schöne Wirtschaftswelt der letzten Jahre auf Sand (sprich: zu viel und zu billigen Kredit) gebaut war, und nicht zurück kommen wird. Es muß dauerhaft Kapazität abgebaut werden, da führt kein Weg daran vorbei. Das läßt sich weder mit Staatsgarantien noch mit Kurzarbeit verhindern.
Ich erwarte, daß die Krise keineswegs vorbei ist, und daß wir in den kommenden Monaten gerade in Europa noch Schlimmes sehen werden.
Mein Tipp zum Jahresende: 4200.
[Aus dem Thema Dax technische Analyse verschoben]
@ für Asamat [#64]
Die Suche nach dem X
Ein Stichwort zur Beschreibung der gegenwärtigen Weltlage lautet: Krisenkultur.
Wir haben es nicht nur mit einer Krise zu tun, wir pflegen sie auch, wir vergleichen sie mit anderen Krisen und wir fragen uns, wie es sich im Umgang mit einer Kultur gehört, ob wir wohl mit derselben Identität aus der Krise herauskommen, wie wir glauben, hineingegangen zu sein.
Die ganze Welt steht zur Diskussion, und mit ihr die politischen und wirtschaftlichen Gewichte zwischen erster, zweiter und dritter Welt, zwischen Industrie, Dienstleistung und Finanzierung, zwischen Produktion, Konsum und Spekulation. Welche Spiele spielen wir? Auf welche Zukunft setzen wir? Auf wen kann man sich noch verlassen? Welche Ereignisse zählen? Wie können wir sie ordnen? Was sollten wir besser austauschen?
Die Diagnose der Situation kann nicht für sich stehen, sondern erfordert Entscheidungen. Die Krise, das ist die Gesellschaft!
Die gegenwärtige Krise des Weltwirtschaftssystems ist ja so etwas wie eine gigantische Werbeveranstaltung für systemisches Denken. Jetzt weiß auch der letzte Anhänger geradlinig kausaler Modelle, der Main-Stream-Wirtschaftswissenschaften oder von Kontroll-Ideen, dass die Welt und mit ihr die Wirtschaft nur sehr begrenzt berechenbar ist.
Die alten Management-Tools sind allesamt auf dem Müll gelandet (wo sie schon früher hingehörten), und mit ihnen die Metaphern der Planung und Steuerung, die ihnen zugrunde lagen. Wo es früher Wirtschaftskapitäne gab und Lotsen, die sich mit den Untiefen der Gewässer auskannten, den Kurs festlegten und hielten, auch wenn das Klima rau war und die See unruhig, muss heute gesurft werden nicht nur im Internet.
Wir navigieren nicht mehr in Gewässern, die mal mehr, mal weniger ruhig sind, sondern wir befinden uns immer irgendwie auf dem Kamm einer Welle, die jeden Moment über uns zusammen schlagen kann. Die Krise zu reiten ist riskant, aber es kann offensichtlich auch richtig Spaß machen (wenn man es kann, eine gute Kondition und den hinreichenden Sportsgeist besitzt).
Wir sind gerade Zeugen des Zusammenbruchs einer kollektiven Illusion, beruhend auf einem als ökonomische Rationalität getarnten magischen Denken. Im Finanzsektor war es normal, Renditen zwischen 20-30 % und mehr zu erwarten. Die Ertragschancen in der sogenannten Realwirtschaft, irgendwie im einstelligen Bereich herumkrebsend, wurden von den wirklich schlauen Akteuren auf den Finanz- und Kapitalmärkten lange Zeit nur milde belächelt. Das globale Pyramidenspiel hat ein abruptes Ende gefunden. Für die allermeisten kam dieses Ende überraschend, einige wenige haben es kommen gesehen.
Die Ertragserwartungen des Investmentbankings und der Kapitalmärkte wurzelten in einer magischen Vorstellungswelt, deren Realitätsferne solange unsichtbar bleiben konnte, als es gelang, die eingebauten Risiken in einem gigantischen, weltweiten Netz an sich wechselseitig beobachtenden und in ihre Anlagebereitschaft ständig stimulierenden Investoren zu verstecken.
Faszinierend und zugleich beängstigend ist, wie die Institutionen der Aufsicht und die Wirtschaftswissenschaften diese kollektive Magie einer schier grenzenlosen Bereicherung im selbstreferentiellen Zirkel der Finanzwirtschaft miterzeugt und gestützt haben.
Mit den Folgen dieses Rausches werden wir über Jahre zu kämpfen haben. Wird dies zu nachhaltigeren Formen des Wirtschaftens, des Ressourcenverbrauchs, des Energie- und Rohstoffeinsatzes, zu einem achtsameren Balancieren der gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen führen?
Die bisherigen Erfahrungen geben wenig Anlass zum Optimismus. Wir werden uns Schritt für Schritt aus den gegenwärtigen Schwierigkeiten herauswinden, sowie nach dem Platzen der New Economy-Blase auch, und auf die nächste Krise noch unbekannten Ausmaßes zusteuern.
Recht frei nach: http://x-organisationen.mz-witten.de/frontend/index-flash.php
Wie hoch steigt der Dax-Ballon ?
Von Bettina Seidl
Boerse.ARD.de (02.08.09) - Noch ein Stückchen höher - zumindest ist das die Prognose der Experten aus den Bankhäusern für die neue Woche. Begründet wird das vor allem mit: Torschlusspanik.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_368912)
Die ersten 50 % Anstieg hat der Dax geschafft
Zehn dürre Jahre für Aktien
Von Patrick Bernau
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (04.08.09) - Die Kurse spurten derzeit regelrecht nach oben: Schon wieder hat der Deutsche Aktienindex Dax ein neues Jahreshoch erreicht, und die Wall Street hat gar den besten Juli seit 20 Jahren hinter sich. Kein Wunder: In der Wirtschaft zeigen sich die ersten Lichtblicke nach einer langen, dunklen Phase. Da ist es ganz natürlich, dass es die Anleger an den Aktienmarkt zieht, wo die Aussicht auf schnelles Geld lockt. Doch es könnte passieren, dass es gar nicht so schnell wieder so hell wird, wie die Kurse es hoffen lassen. Einiges spricht dafür, dass es noch länger eher düster bleibt. Und die Kurse noch arg hin und her taumeln.
"Derzeit bin ich für Aktien noch zuversichtlich, denn die Daten der nächsten drei bis sechs Monate werden Hoffnung machen", sagt der Chefvolkswirt der Commerzbank, Jörg Krämer. "Aber ich gehe davon aus, dass Aktien in den nächsten zehn Jahren deutlich weniger Rendite bringen als in den vergangenen 20 bis 30 Jahren."
Wirtschaftswachstum bleibt mau
Ein Blick in die Geschichte lässt Krämers Sorgen plausibel erscheinen: Nach großen Banken- und Finanzkrisen haben sich die Aktienmärkte in vielen Ländern über Jahre hinweg nur noch zur Seite bewegt. Das geschah zwar oft mit großen Auf- und Abwärtsbewegungen, so dass die Kurs-Charts am Ende aussahen wie Sägezähne. Aber Anleger, die rechtzeitig kauften und verkauften, konnten trotzdem gut Geld verdienen. Im Großen und Ganzen ging es jedoch trotzdem seitwärts - und wer dabei die falschen Zeitpunkte erwischte, musste Verluste hinnehmen.
Die Aktienkurse bilden das ab, was auch in der restlichen Wirtschaft passiert: Die unmittelbare Rezession ist zwar irgendwann vorbei, in Deutschland vermutlich noch in diesem Jahr, aber das Wirtschaftswachstum bleibt mau. Nach kurzen Rezessionen wächst die Wirtschaft zwar oft besonders schnell und holt die Verluste bald wieder auf. Doch je länger die Rezession andauert, umso kleiner werden die Wachstumsaussichten für die Jahre danach - und die aktuelle Rezession hält schon sehr lange an.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: -> http://www.faz.net/s/RubF3F7C1F630AE4F8D8326AC2A80BDBBDE/Doc~E1276F5EC2B3D4803B4AC8059C4CB9206~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
Interview mit Hans Redeker: „Die Rally wird mit einem Schock enden“
Von Ralf Drescher
Handelsblatt (06.08.09) - Anleger trauen sich wieder etwas. Rohstoffe und Schwellenmärkte profitieren davon, der Dollar leidet. Die Stimmung dürfte aber bald drehen, erwartet Hans-Günter Redeker. Im Gespräch mit Handelsblatt.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/devisen/die-rally-wird-mit-einem-schock-enden;2441398;0)
Exporte legen im Vergleich zum Juni zu - Deutscher Außenhandel auf dem Weg der Genesung
Tagesschau.de (07.08.09) - Die deutschen Exporte sind im Juni überraschend stark um sieben Prozent gegenüber dem Vormonat gestiegen. Ein so kräftiges Plus gab es zuletzt im September 2006 (7,3 Prozent), wie das Statistische Bundesamt berichtete. Im Vergleich zum Juni 2008 gab es wegen der weltweiten Rezession allerdings immer noch ein Minus von 22,3 Prozent.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.tagesschau.de/wirtschaft/exportbilanz100.html)
Börsenhausse in der Krise
Von Daniel Mohr
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (08.08.09) - [Auszug] -
Gier und Panik
Deshalb steht diese Hausse aber nicht auf tönernen Füßen. Rund um den Globus sind die Anleger zu den riskanteren Anlageklassen zurückgekehrt - nicht nur in Aktien, auch in Rohstoffe und Unternehmensanleihen. Dafür gab es zunächst eine wesentliche Triebfeder, dann aber auch zwei gute Begründungen. Die Triebfeder für die Rückkehr in die riskanteren Anlageklassen war ein Anlagenotstand.
Die steten Begleiter eines Anlegers an den Kapitalmärkten sind Gier und Panik. Bis zum Einsetzen der Finanzkrise hatte die Gier nach immer höheren Renditen das Sagen. Auf dem Abwärtsweg waren Angst und gelegentliche Panikattacken die Gesellen des Anlegers. Der Höhepunkt der Panik war im vergangenen Oktober erreicht, als viele Anleger ohne Rücksicht auf Verluste in die sicheren Anlageklassen geflohen waren. Der Dollar gewann an Wert, der Goldpreis stieg, und insbesondere amerikanische Staatsanleihen waren begehrt wie nie.
Die Rendite solcher Anlagen sank oft nahe null, zumal parallel die Zentralbanken ihre Leitzinsen auf historische Tiefs senkten. Immerhin konnten die Anleger mit dieser Strategie ihre Verluste begrenzen. Lange ist ein Anleger jedoch mit einer Nullrendite nicht zufrieden. Und um eine Vermehrung ihre Kapitals zu erreichen, wagten sich seit März einige Anleger wieder ins Risiko und schoben dadurch die Aktienkurse an.
Doch eine allein durch Anlagenotstand getriebene Hausse hält nicht lange. Die aktuelle Hausse ist deshalb auch keine rein liquiditätsgetriebene Kurserholung, die sich wegen einer Umschichtung aus Geldmarktkonten, Tagesgeldkonten und Staatsanleihen in riskante Anlageklassen vollzieht. Sie ist fundamental gut begründet, geradezu lehrbuchhaft und idealtypisch.
Erste Lichtblicke kamen aus jener Region, die am Kopfende des großen Handelssaals in Frankfurt über der Dax-Tafel zu sehen ist. Dort befindet sich schemenhaft die Abbildung der Asienkarte. Aus China kamen die ersten Anzeichen einer konjunkturellen Belebung. Börsianer ziehen dafür gerne Frühindikatoren wie die Stimmung unter den Verbrauchern, Einkaufsmanagern oder Unternehmern zu Rate. Alle diese Parameter verbesserten sich zunächst in China, bald darauf aber auch in den Vereinigten Staaten und Europa deutlich. Dies geschah zwar von historisch tiefen Niveaus aus. Für die Börsianer ist jedoch stets die Dynamik einer Kursentwicklung das Spannendste, nicht so sehr das Niveau, von dem aus Entwicklungen stattfinden oder ihr Ausmaß.
(Quelle und ausführlich lesen: -> http://www.faz.net/s/RubEC1ACFE1EE274C81BCD3621EF555C83C/Doc~E273756A84B794790806338DABC66D3AE~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
Folgt der Börsen-Hausse der Aufschwung ?
Von Ulf Sommer
Handelsblatt, Düsseldorf (10.08.09) - Geht es nach den Aktienmärkten, scheint eine schnelle und kräftige Erholung der Konjunktur ausgemachte Sache zu sein. Nach seinem tiefen Absturz signalisiert der gewöhnlich zuverlässige Frühindikator Börse nun ebenso rasche Belebung. Doch stehen die boomenden Aktienkurse tatsächlich für den nachhaltigen Aufschwung?
Die amerikanische Börse erlebt inmitten der schwersten Rezession der Nachkriegsgeschichte derzeit sogar ihre steilste Hausse seit einem Dreivierteljahrhundert. Doch prophezeien die boomenden Aktienkurse wirklich einen kraftvollen Aufschwung? An ihrer zuverlässigen Vorhersage-Funktion gibt es wenig Zweifel.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/folgt-der-boersen-hausse-der-aufschwung;2442783;0)
@ Richard Ebert [#71]
"... Denn solange die einst so ausgabefreudigen Verbraucher ihr Geld zurückhalten, solange dürfte auch die größte Volkswirtschaft kaum anspringen ..."
Das ist das, was ich meine, wenn ich im anderen Thread sage: es haben viele noch nicht realisiert, daß "diesmal wirklich etwas anders ist". Zumindest anders als in den letzten 25 Jahren. Der Konsum der US-Verbraucher wird nicht auf das Niveau von 2007 zurückkehren. Nicht in den kommenden zehn Jahren jedenfalls, das ist so gut wie sicher.
Joachim Goldberg im Interview: „Viele Investoren sind unter Zugzwang“
Von Jörg Hackhausen
Handelsblatt (13.08.09) - Joachim Goldberg gilt als einer der bekanntesten "Börsenpsychologen" Deutschlands. Im Interview mit dem Handelsblatt erklärt er, warum er die Rally an den Börsen für übertrieben hält. Für Anleger hat Goldberg einen praktischen Rat.
Handelsblatt: An der Börse rechnet man fest mit dem Aufschwung.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/viele-investoren-sind-unter-zugzwang;2444503)
Joachim Goldberg ist Experte für Behavioral Finance und Geschäftsführer der Beratungsgesellschaft Cognitrend. Er gilt als einer der bekanntesten "Börsenpsychologen" Deutschlands
@ Richard Ebert [#73]
http://www.boerse-frankfurt.de/DE/index.aspx?pageID=44&NewsID=4039
Er gesteht dem Dax 8-10% in nächster Zeit nach oben zu.
Vom Sentiment her besteht durchaus die Möglichkeit.
Ich habe heute weit aus dem Geld liegende Calls mit Laufzeit Dec und Strike 6650 gekauft.
Gegen alle Regeln: noch noch 3 ½ Jahre Aufschwung!
Von Bernd Niquet
instock.de (14.08.09) - Überall ist derzeit zu lesen, der Optimismus an den Aktienmärkten wäre mittlerweile zu groß geworden, so dass ein heftiger Rückschlag bevorstünde. Ich glaube das mit dem Optimismus nicht, denn selbst die Nachrichten, die den Optimismus verkünden, sind von tiefstem Pessimismus durchzogen.
Möglicherweise ist meine Wahrnehmung selektiv, doch von einer wirklichen Zuversicht sehe ich nirgendwo etwas.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.instock.de/index.php?aid=8212)
Anlegerpsychologie / Börse: Alles reine Nervensache
Von Jörg Hackhausen
Handelsblatt, Frankfurt (13.08.09) - Die Psychologie spielt an den Börsen in diesen Tagen eine entscheidende Rolle. Mehr als Unternehmenszahlen und Konjunkturdaten ist es die Hoffnung, die die Rally antreibt. Warum die Psyche die Kurse bestimmt - und Anleger in die Falle treiben kann.
Es war fast wie im Rausch.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/boerse-alles-reine-nervensache;2444366;0)
Dax eilt weiter von Jahreshoch zu Jahreshoch
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (16.09.09) - In der Hoffnung auf eine stärkere Belebung der Weltwirtschaft haben Anleger am Mittwoch am europäischen Aktienmarkt zugegriffen. Ihr Optimismus speist sich unter anderem aus dem als überraschend stark interpretierten Anstieg der amerikanischen Industrieproduktion.
Der Dax markierte im Tagesverlauf mehrfach neue Jahreshochs und stieg auf bis zu 5713 Punkte. Den Xetra-Handel beendete er 1,3 Prozent im Plus bei 5700 Zählern. Der Eurostoxx 50 der größten Börsenwerte aus der Euro-Zone zog ebenfalls um 1,3 Prozent auf 2878 Stellen an. Für den MDax der mittelgroßen Werte ging es um 1,8 Prozent auf 7335 Punkte nach oben, der Technologiewerte-Index TecDax stieg um 0,9 Prozent auf 76q Zähler. Auch diese beiden Indizes kletterten im Tagesverlauf auf ihr jeweiliges Jahreshoch.
Alles besser als gedacht
„Die Konjunkturdaten bestärken die Anleger in ihrer Einschätzung, dass die Wirtschaft schneller wächst als bislang gedacht“, sagte ein Börsianer. „Bis zum großen Verfall am Freitag ist ein Dax-Anstieg auf bis zu 5800 Punkte möglich.“ Amerikas Notenbankchef Ben Bernanke hatte am Vorabend gesagt, dass die Rezession voraussichtlich vorüber sei. Die Erholung werde aber nur langsam vorankommen.
Die amerikanische Industrieproduktion stieg im August um 0,8 Prozent. Analysten hatten im Schnitt nur mit einem Plus von 0,6 Prozent gerechnet. Zu dem zweiten Anstieg in Folge trug die Automobilproduktion bei, die nach einer massiven Erhöhung um gut 20 Prozent nochmals um 5,5 Prozent zugelegt habe, sagt Fabienne Riefer von der Postbank. Aber auch ohne diese durch die Abwrackprämie angekurbelte Erhöhung könne sich der Zuwachs von 0,6 Prozent sehen lassen.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: -> http://www.faz.net/s/RubF3F7C1F630AE4F8D8326AC2A80BDBBDE/Doc~E37F20BE9F86E43A3A722A79E57B4E338~ATpl~Ecommon~Sspezial.html)
Deutsche-Bank-Chefökonom Norbert Walter sieht DAX abstürzen
Fondsprofessionell.de / dnu (21.09.09) - Wahrlich eine Hiobsbotschaft für die Aktienmärkte: Deutsche-Bank-Chefvolkswirt Norbert Walter warnt vor einem Rückschlag des Dax. Die Rezession sei noch lange nicht vorbei, wird der Ökonom Walter auf spiegel.de zitiert.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.fondsprofessionell.de/redsys/newsText.php?sid=556010&limit_offset=)
@ select [#58]
Hier das Update von Juni 2009. Immer noch Anschlag für die "200 GD-Bullen".
@ scorpion260 [#74]
Letztes Jahr hast Du Aktien auf Kredit gekauft. Die Aktien sind nun stark im Plus. Solange Du aber nicht verkaufst, bleiben die Gewinne virtuell. Die Kreditzinsen hingegen sind real. Wie sieht nun Deine weitere Planung aus: Legst Du jetzt Stop-Loss-Marken fest? Denkst Du an einen (Teil-) Verkauf? Oder fährst Du die Rallye erst mal kreditfinanziert bis 8000 rauf? :)
@ Livetour [#80]
Hallo livetour,
das ist keine Ja/Nein-Frage.
Generell besteht meine Strategie seit vielen Jahren aus "Kreditunterstützung". Primäres Ziel ist, daß die Kapitalkosten verdient werden. Dies ist mehr als der Fall;-).
Ich habe kein Problem mit Buchgewinnen, natürlich sind die Kreditkosten evident und müssen regelmäßig bezahlt werden.
Dies gäbe schon der cashflow aus Dividenden her. Nach der fetten Performance seit März ist der FK-Anteil wieder auf ca 30% geschrumpft, ungefähr. Wie schon gesagt, hatte ich Anfang des Jahres nochmal nachgelangt, mittels FK, was sich nun im Nachhinein als goldrichtig erwies.
Bei einer ungefähren Rendite von 3-4% aus Div. , und 6-7% Zinsen für FK und 30% des GK kein Problem.
Wie sieht der Plan nun weiter aus?
Unabhängig von der Performance der Märkte, habe ich nicht unbedingt die Absicht, Investitionen oder insbesondere FK herunterzufahren.
Ich arbeite nahezu seit jeher mit FK, und solange ich auch einen starken cashflow aus normaler Arbeit für Zinsen, Neuinvestitionen und auch ein wenig Tilgung habe, sehe ich keinen Grund.
Die Zinssenkungen haben sich auch positiv auf meine Zinszahlungen ausgewirkt.
Mehr FK erhöht Deinen Hebel.
Zur Einschätzung der Märkte:
Jeder mag da selbst denken was er möchte.
Ich denke es geht noch ein wenig weiter hoch. Das Sentiment paßt einfach. Scheinbar ist auch genug Liqui da.
Don't fight the trend.
Dax 8000, keine Ahnung. Klingt irgendwie komisch. Warum nicht Dax 9000?;-).
Vielleicht gibts wieder ne Plateauphase, oder nochmal eine Korrektur, die aber nicht mehr als 500 Punkte gehen würde, denke ich, denn dafür ist das Sentiment zu schlecht. Was ja wiederum gut ist.
Langfristig wird aber in diesem Jahr der Weg nach oben geebnet.
Das Tollste ist, niemand will es wahrhaben, niemand sieht es so. Gut so, weiter so. Eine echte Hausse klimmt an einer Mauer der Angst und Skepsis empor.
Grüße
@ scorpion260 [#81]
Danke für Deine Antwort. Zur Sache selbst kann ich leider nichts sagen, weil ich keine schlechte Stimmung heraufbeschwören möchte. :)
@ Livetour [#82]
Warum schlechte Stimmung? Du kannst doch Deine Meinung dazu sagen.
Machst Du doch sowieso immer;-).
Ich habe mit deiner Meinung oder Einstellung zu Märkten und dergleichen kein Problem.-).
Oder eben zu fremdfinanzierten Investments.
Ich weiß daß die meisten davon nicht begeistert sind.
@ scorpion260 [#83]
Ich schreibe das folgende vorsichtshalber nicht über Scorpion260, sondern über Krebs250.
Wenn ich das damals aus der Distanz richtig mitgekriegt habe, hat Krebs den Abschwung von 8000 auf unter 4000 voll mitgenommen, weil er sich nicht von seinen Aktien trennen wollte. Und nun sieht es so aus, als würde er dieses Verhaltensmuster munter wiederholen.
Dax verliert 500 Punkte. Krebs: Keine Panik, ist eine gesunde Korrektur.
Dax verliert 1000 Punkte. Krebs: Aber das Sentiment ist negativ, also ein bullisches Zeichen.
Dax verliert 1500 Punkte. Krebs: Ist der Markt bescheuert? Die Unternehmensgewinne sprudeln doch noch! Alles Memmen.
Dax verliert 2000 Punkte. Krebs: Jetzt sind die Verluste schon so groß, daß sich ein Glattstellen auch nicht mehr lohnt. Ich sitze es aus.
Dax verliert 3000 Punkte. Krebs: Ich glaube, ich werde mal wieder etwas Fremdkapital aufnehmen, um mich für die nächste Rallye zu wappnen.
@ Livetour [#84]
Die Frage ist, ob bei scorpions Tun unterm Strich etwas herauskommen kann.
Ich denke, da kann unterm Strich etwas herauskommen. Es ist nicht zwingend, dass man mit der Vorgehensweise von scorpion scheitern muß.
(in europa die Woche mit den amis beginnen und mit den Asiaten beenden, heißt jetzt erstmal: Schönes Wochenende allen)
Ich würde Scorpions Vorgehen auch nicht so kritisch bewerten. Im Endeffekt macht er eben ein gehebeltes BUY and Hold. Und das ist ja allein aufgrund der Risikoprämie kein schlechter Ansatz.
Ansonsten war halt das übliche psychische Muster zu beobachten wie wohl bei jedem. Anfangs Glück (bzw. extremer Glaube an die eigenen Fähigkeiten) danach Pech (bzw. Vermutung alle anderen sind schwachsinnig)
Jetzt wieder durch Glück bisschen was aufgeholt und stolz es allen gezeigt zu haben. Na ja das Übliche halt.
Im Endeffekt glaube ich dass Scorpi mit seinem Vorgehen bessere Chancen hat erfolgreich zu sein als viele "Trader" aber das hat nichts mit überdurchschnittlichen Fähigkeiten zu tun sondern lediglich mit dem Umstand dass Eigenkapital Fremdkapital outperformen muss .
Gruesse
@ dhp05 [#85]
Ich denke, da kann unterm Strich etwas herauskommen.
Wenn man sich nie von seinen Aktien trennt, kann auch nichts dabei herauskommen. Meine Kritik bezieht sich also nicht auf den Fremdkapital-, sondern auf den Hold-Aspekt.
Ich weiß allerdings nicht, ob das auf Scorpion überhaupt so zutrifft. Möglicherweise hat er zwischendurch ja doch mal irgendwann Gewinne realisiert.
@ Livetour [#84]
Mein Vater ist vom Sternzeichen zwar weder Krebs noch Skorpion, macht es aber auch so, wie du beschreibst.
Nur auf mein Drängen und weil ich ihm Frühling 2007 mal so einen Chart gezeigt habe, hat er dann damals bei ~8000 ein paar Stücke verkauft...
Aber ansonsten voll am aussitzen... wie damals 2000, da hat er auch so gemacht.
Wer auf Schadensminimierung abstellt, nachdem der Schaden eingetreten ist, blendet leicht(er) gegenwärtig brisante Risikoprobleme aus.
Fast alle Zukunft hängt von gegenwärtiger Entscheidung und Nichtentscheidung ab und oft erst "Altersweisheit" macht einem vollbewußt, dass stets gegenwärtig über künftige Gegenwart entschieden wird, obgleich man Zukünfte nicht kennen kann. Mir fehlte (i. Konj. u. Verg.) der Mut für Kreditspekulationen - vielleicht schon deshalb, dass wenns 2/3mal geklappt hätte, ich darin ein beherrschbar funktionierendes Muster sehen würde. Wer traut sich denn schon selbst 100%ig übern Weg?! Ich glaub, ich leide unter einer riskanten Risikoaversion - muß mal in den Gelben Seiten nachschaun, obs dafürn Spezialfacharzt gibt.
@ Livetour [#87]
"Ich weiß allerdings nicht, ob das auf Scorpion überhaupt so zutrifft. Möglicherweise hat er zwischendurch ja doch mal irgendwann Gewinne realisiert."
Jo. Er kann sich auch selbst noch einmal äußern.
Ich lese bei scorpion zwischen den Zeilen, dass er den EK-FK-Hebel variiert. Das sollte beim temporären Runterfahren des Hebels über (Teil)Verkäufe passieren.
@ dhp05 [#90]
"Jo. Er kann sich auch selbst noch einmal äußern."
Das wird er auch.
Der Scorpion hat einen grippalen Infekt, welcher sich schlimmer anfühlt als Vogelgrippe und Schweinegrippe zusammen.
Ich bin in den nächsten Tagen wieder hier.
Hoffentlich...