° Kaffee auf dem Weg in den Abgrund
Am Kaffeemarkt kapitulieren die Haussiers – Technisch begibt er sich auf den Weg in den Abgrund
(30.10.2003) Am Kaffeemarkt tritt jetzt allem Anschein nach das ein, was wir am 10. Oktober dargelegt haben. Nur unter etwas anderen Bedingungen.
Anstelle der professionellen Spekulation ("Kulisse") sind es die Fonds selbst, die sich mit einem Übermaß an Kaufengagements in die Falle manövriert haben. Jetzt versuchen sie mit den verbliebenen Kaufposition diesen engen Markt alle auf einmal zu verlassen und, wie es ihnen ihre technischen Signale befehlen, sogar auf die Baisse-Seite überzuwechseln.
Der eigentliche Anlass für den "Ausverkauf" vom Mittwoch waren beharrliche Verkäufe der Produzenten, unter denen Vietnam wegen seiner jetzt hereinkommenden neuen Robusta-Ernte eine immer bedeutendere Rolle einnimmt. Die Produzenten wissen sehr wohl, dass sie jeden nennenswerten Preisanstieg wenigstens zu Sicherungsverkäufen nutzen müssen, um sich finanziell einigermaßen über Wasser halten zu können.
Handfeste Neuigkeiten gibt es nicht. Über die Lage in den brasilianischen Erzeugerbieten kursieren unterschiedliche Darstellungen. Die einen sprechen von ausreichender Feuchtigkeit, die anderen von unzureichenden Niederschlägen. Es muss vermutet werden, dass die meisten publizierten Berichte von Interessen geprägt sind. Eine neue Prognose zur Ernte 2004/05 dort lautet auf 40 bis 45 Millionen Sack. Zuvor war ein Ertrag von 50 Millionen Sack und mehr angekündigt worden.
Ein eindeutiges Unterschreiten der charttechnischen Stützung in London und New York kann einen wahren Wasserfall in Gang bringen.
(Quelle: Arnd Hildebrandt, Taurosweb)