° Zinsen: Der Kampf der Zentralbanken gegen die Deflation
Deflation prägt das große Bild an den Märkten – Der Kampf der Zentralbanken beginnt und führt zu wesentlich niedrigeren Zinsen
(05.05.2003) Wer an den Märkten auf Dauer Erfolg haben will, muss die Umstände zu ergründen suchen, die das langfristige Bild bestimmen. Dies gilt für kommerzielle Akteure ebenso wie für Anleger oder Spekulanten.
Wesentlicher Baustein des großen Bildes dieser Zeit sind die deflationären Einflüsse, die in einigen asiatischen Ländern bereits seit langem in voller Blüte stehen und von dort in den Rest der Welt "exportiert" werden.
Wesentlicher Bestandteil dieses Bausteins sind Überkapazitäten, deren Schaffung mit Schulden erkauft wurde.
Kurz und knapp: Da die Kapazitäten nicht wie geplant genutzt werden können, weil es an angemessener Nachfrage mangelt, sinken die Preise für die erzeugten Produkte und mit ihnen auch die Ertragsmargen der Produzenten. Mehr und mehr sind sie daher nicht mehr in der Lage, ihren Schuldendienst zu leisten. Ob unter Zwang der Banken oder freiwillig, es müssen Vermögenswerte (Aktiva) verkauft werden. Doch selbst wenn sie Käufer finden, geht dies meist nur zu sinkenden Preisen.
Deflation entsteht auch dadurch, dass Länder wie China mit sehr niedrigen Lohnkosten in der Wertschöpfungskette immer weiter vorrücken und die traditionellen "westlichen" Produzenten unterbieten können. Dies wirkt auf letztere deflationär.
Nicht zuletzt können Abwertungen in einem Klima wie dem jetzt herrschenden deflationäre Folgen haben.
In der westlichen Hemisphäre ist die amerikanische Notenbank (Fed) die einzige Zentralbank, die es wagt, offen von Deflationsgefahr zu sprechen. Die Europäische Zentralbank (EZB) ziert sich hingegen, als handelte es sich um ein höchst obszönes Wort. Doch wenn sie ihre Hemmungen nicht bald ablegt, wird sie ihre ohnehin angekratzte Unschuld völlig verlieren.
Die Fed, die sich trotz Jonglierens mit enormen Risiken ein recht hohes Maß an Glaubwürdigkeit erarbeitet hat, beginnt nun diese Glaubwürdigkeit auch im Kampf gegen die Deflationsgefahren aufzubauen. Wenn sie dies, was wahrscheinlich ist, mit einer verbalen Kampagne einleitet, wird auch die EZB zur öffentlichen Auseinandersetzung mit der das große Bild prägenden Deflation gezwungen.
Das große Bild sagt uns unter diesen Bedingungen, dass jeder Gedanke an nachhaltig steigende Zinsen unsinnig ist. Vielmehr wird die Fed wohl noch im Sommer vormachen, wie man steigenden Kapitalmarktzinsen begegnet und die Sätze drückt. Mit der konventionellen Geldpolitik kann sie zwar allenfalls auf die Kapitalmarktzinsen Einfluss nehmen, doch deshalb wird sie genau zu dem schreiten, was als "unkonventionelle" Geldpolitik bezeichnet wird. Und die EZB wird gezwungen sein, der Fed zu folgen. Und zwar eher früher als später.
(Quelle: Arnd Hildebrandt, Taurosweb)
Euribor ist der Zinssatz für Ausleihungen unter Banken mit einer Laufzeit von 3 Monaten. Ein Kurs von 97.70 entspricht einem Zins von (100 minus 97.70) = 2.30 %.
Wie weit kann der Zins noch fallen?
Wie weit die Zinsen fallen können, zeigt Japan: Der Euroyen-Future notiert über 99,90 - das sind jährlich Zinsen unterhalb von 0,10 Prozent - und dennoch erholen sich weder die Konjunktur noch die Aktienkurse:
Hallo Herr Ebert,
können Sie bitte erkären was genau der Euroyen und der Eurodollar ist?
Gibt es auch einen Euroeuro?
Danke
Das 'Euro' in Euroyen, Euroswiss, Euromark oder Eurodollar bezog sich ursprünglich nicht auf die Euro-Währung, sondern auf die Zinsen für im Euroraum frei und unabhängig von Notenbanken unter Banken handelbaren Währungen.
Euroyen ist der Zins des Londoner Euromarkts für dreimonatige Termingelder im Umfang von 100 Millionen Yen.
Eurodollar ist der Zins für Dreimonatseinlagen in amerikanischer Währung am Euromarkt im Umfang von 1 Million US-Dollar.
Einen Euroeuro gibt es auch. Der nennt sich Euribor und ist der Zins führender Banken der Europäischen Union für Dreimonatsgelder im Umfang von 1 Million Euro.
Meine Empfehlung ist, sich eines der letzten Exemplare des Terminmarkt Jahrbuchs 2002/03 zu sichern (48. Auflage, Juli 2002, ca. 240 Seiten, 60 Euro) mit den Spezifikationen der wichtigsten 100 Futures und 86 Seiten Langzeitcharts bis 30 Jahre zurück.
Das Terminmarkt Jahrbuch wird künftig nicht mehr erscheinen!
Siehe http://www.TerminmarktWelt.de/Jahrbuch
Es sollte verständlicher Weise erklärt werden, dass sich diese Kontrakte auf den Geldmarkt beziehen.
@ Herrn Ebert
Danke für Ihre Erklärung.
Können Sie bitte noch das Kursniveau erklären, auf dem der Euroyen-Future notiert? Dem Chart entsprechend, den Sie in das Forum eingestellt haben, müßte der Zinssatz für unter Banken im Euroraum vergebenen Yen-Krediten über 99% betragen. Das ergibt keinen Sinn.
Ist das Underlying des Euroyen-Futures eine fiktive Anleihe, sowie beim FGBL?
Wenn ich mich richtig erinnere, habe ich irgendwo gelesen, daß der Eurodollar-Future nicht über 100 steigen kann. Ist das richtig und wenn ja woraus ergibt sich diese Beschränkung?
@ ert
Der Zins des Euroyen ergibt sich aus der Formel 100 minus Kurs = Zins, aktuell 100 minus 99,925 = 0,075 % Zinsen pro Jahr.
Trotz dieser Zinsen hat sich weder die Konjunktur noch die Börse in Japan erholt.
Ein Kurs über 100 für Euroyen war in früheren Jahren nicht möglich. Wenn ich mich richtig erinnere, hat eine der Börsen, an denen Euroyen Futures gehandelt werden, die Beschränkung inzwischen aufgehoben.
Jeder Kurs oberhalb von 100 bedeutet, dass die Bank, die ihr Geld verleiht, nicht nur keine Zinsen erhält, sondern noch Zinsen zahlen muss.
Bitte lesen Sie nochmal meinen Text vom 6.5., 21.15 Uhr und die Ergänzung von lion.
Just for info, in CHF wurden vor Jahren schon einmal Minuszinsen quotiert.
Es wird immer von einer "drohenden" Inflation gesprochen. Aber wenn man an die Definition (Inflation) denkt, muss ich zwangsläufig an dieser These momentan zweifeln. Warum soll sich denn die Geldmenge erhöhen? Notenbanken drucken nicht wirklich mehr Geld. Löhne steigen nicht. Rohstoffe steigen/stiegen? Diese entziehen den Unternehmen und den privaten Haushalten Kapital (steigende Kosten). Wenn man sich die Bonds anschaut, sehen wir ja bald die "Deflationsbondkurse" wie in Japan! Sind das Erkennungsmerkmale in den Bondkursen, oder ist dieses Kapital (teilweise) wirklich mit den "falschen" Ansichten investiert wurden? Wenn nicht, haben wir noch lange niedrige Zinsen und keine Spur von Inflation. Es drückt/naht/kommt zwangsläufig nun doch die Deflation. Von einer Inflation sind wir meilenweit entfernt.
Gruß select
Ich sehe die langfristige Inflations-/Deflationsdiskussion unter etwas anderen Gesichtspunkten.
Für mich stellt sich die Frage, ob z.B. Japan, USA und Deutschland jemals in der Lage sein werden, ihre Schuldenberge abzubauen.
Meine Meinung dazu: nein.
Sollte sich bei den Kapitalgebern eines schönen Jahres Zweifel an der Zahlungsfähigkeit des Schuldners ergeben, ist die Auswirkung auf die Zinsen ja unbestritten, die würden explodieren.
Ich habe allerdings keinerlei Vorstellung, in welchem zeitlichen Rahmen diese Hyperinflation kommt. Aber ich denke, irgendwann muß es soweit kommen.
Gruß SJJ
@SJJ
Keines der Industrieländer wird jemals willens und in der Lage sein, die ausufernden Schulden zurückzuzahlen, da bin ich ganz Ihrer Meinung. Deshalb wollen uns auch die Notenbanker einreden, dass ihr Papier so gut wie Gold ist. Ob die Inflation durch steigende Löhne oder steigende Staatsverschuldung ausgelöst wird, ist letztlich egal: in nicht allzu ferner Zukunft werden die Löhne schon deshalb steigen müssen, damit der Staat nicht pleite geht.
Also: alles übrige Papiergeld in kleine, feine Realwerte umtauschen und diese >vergraben<.
Gruss Alfred
@bellamona
Mich wundert nur, dass die Kapitalmärkte den Notenbankern dies glauben.
Warum gehen 30jährige Staatsanleihen mit einer Verzinsung von 4 oder 5 % weg wie warme Semmeln, wenn die realistische Gefahr besteht, dass die USA bis dahin zahlungsunfähig ist?
Ich kapiere so vieles nicht. Aber deswegen bin ich ja hier zum Lernen :-)
Aber was die "real assets" angeht, haben wir genau die gleiche Meinung. Ich versteh leider von Kunst nix, aber es gibt ja noch Krügerrand.
Gruß SJJ
Tatsächlich besteht in Europa die Gefahr eines deflationären Umfeldes. Nicht unbedingt offensichtlich da steigende, inflationsfördernde Rohstoffpreise darüber hinwegtäuschen. Was die Frage der Schulden betrifft, muss man wohl davon ausgehen, dass schon allein aufgrund der Altersstruktur der Gesellschaft Realzinsen und Realrenditen weiter trendartig fallen müssten. Geld kostet weniger (Zinsen) - Arbeit mehr (Inflation). Somit erledigt sich das mit den Schulden natürlich auch von allein bzw. führt nicht zum Supergau. Was die Langzeitrenditen betrifft, spiegelt sich das eingepreiste Risiko wieder. Der Markt schätzt die Gefahr ... zu glauben, man kann es besser schätzen ist in einem effizienten Markt gefährlich.
@SJJ
Die Kapitalmärkte haben nichts zu verlieren...eine Lebensversicherung z.B., die dem Versicherten nur einen Geldwert schuldet, ist der Realwert des Geldes, das sie am Ende auszahlt, egal.
Insofern sind die großen Kapitalsammelstellen wie Versicherungen, Fonds etc. Teil des Systems (und werden von der Politik nach Kräften gefördert). Dabei leiht der Sparer dem Staat in ganz anderen Größenordnungen Geld, wie wenn er ein paar Schatzbriefe kauft.
Ich werde weiter für mich selbst vorsorgen, gut gestreut und nicht reproduzierbar.
Gruss Alfred
@bellamona
So gibt es allerdings mehr Sinn. Die Doofen sind wieder mal die Bürger, welche sich auf Blüm, Riester & Co. verlassen haben.
@autokor
Habe ich nicht ganz kapiert, die Zinsen sinken, die Inflation steigt und somit erledigt sich das Schuldenproblem???
Ich sehe nur eine Geldentwertung als "Ausweg" aus der Staatsverschuldung. Auch hier ist der Bürger mit dem Bankkonto und den Staatsanleihen der Dumme, siehe oben.
Gruß SJJ
Fallende Zinsen und steigende Inflation ist ja nichts anderes als Geldentwertung zumindest tendenziell. Allerdings ist das natürlich für wenige gut auch nicht für Versicherungen die über einem Garantiezins Renditen erwirtschaften müssen. Irgendwann wird es vom Eigenkapital der Versicherungen genommen.
und den Garantiezins ggf.nach unten anpassen (dürfen). Wie es geht, wenn der Staat in der Schuldenfalle steckt, haben uns die Argentinier vor nicht so langer Zeit vorgemacht...
Gruss Alfred
"und den Garantiezins ggf.nach unten anpassen (dürfen)"
Die Überschüsse wie auch die Garantieverzinsungen fallen ja schon Jahre. Auch das sind nicht gerade Vorboten von einem neuen Inflationszyklus.
"Lebensversicherer wollen Zinsgarantien auf Rentenversicherungen aufweichen
FRANKFURT (dpa-AFX) - Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) will die Zinsgarantien auf Rentenversicherungsverträge aufweichen. 'Ich bin für die Konstruktion eines Adjustierungsmechanismus, der eine Anpassung ermöglicht', sagte GDV-Präsident Bernhard Schareck der 'Financial Times Deutschland' (Montagausgabe). Bislang müssen die Lebensversicherer bis zum Vertragsablauf einen bestimmten Zins festschreiben. Schareck fordert, die Versicherer sollten die Möglichkeit haben, die Prämien anzupassen oder ihre Zahlungen zu senken. Er wolle jetzt die Diskussion mit der Politik und der Finanzaufsicht BaFin starten. 'Das aktuell größte Problem der Lebensversicherer sind die niedrigen Zinsen, vor allem, wenn sie noch länger so bleiben', sagte Schareck. Das könnten die Gesellschaften aber mit Hilfe von Absicherungsinstrumenten wie etwa Derivaten in den Griff bekommen. Der GDV-Präsident will die Zinsgarantien zwar ändern, komplett abschaffen will er sie aber nicht. Sie seien der Kern der Lebensversicherung. 'Wenn wir die Garantien abschaffen, schaffen wir unser Geschäftsmodell ab', sagte Schareck./sb/skQuelle: DPA AFX"
Gruß
Bondstrategie: Gross sieht zehnj„hrige US-Renditen drei Prozent
2005-05-18 10:14 (New York)
Von Robert Burgess
18. Mai (Bloomberg) - Fondsmanager Bill Gross, der bei der
Allianz-Tochter Pacific Investment Management Co. für die
Investments verantwortlich ist, rechnet damit, dass die Renditen
zehnjähriger US-Staatsanleihen bis auf drei Prozent sinken, weil
die Inflationsrate bis 2010 kaum eine Bedrohung darstelle. Im
Februar hatte der Manager des weltgrößten Anleihefonds noch mit
einer Rendite von nicht unter vier Prozent gerechnet. Am Mittwoch
rentierten zehnjährige Treasuries mit 4,13 Prozent.
"Es ist schwierig, in den USA eine höhere Inflationsrate als
die gegenwärtig drei Prozent zu sehen, selbst wenn die Zinsen
weiter fallen," schrieb Gross in einer Studie. "Das
Inflationspotenzial über die Zinsen ist fast ausgeschöpft."
Seine neue Prognose wäre die niedrigste im Zehnjahresbereich
seit 1956, geht aus Daten der US-Notenbank hervor. In einer
Umfrage von Bloomberg News vom 9. Mai lautete die Konsensprognose
fr die Rendite der zehnjährigen Treasuries auf fünf Prozent zum
Jahresende. Analysten gehen davon aus, dass die Rendite im
dritten Quartal 2006 die Marke von fünf Prozent übersteigen wird.
Pimco prognostiziert dagegen, dass sich die Renditen von
zehnjährigen US-Staatsanleihen in den nächsten drei bis fünf
Jahren "über weite Strecken" zwischen drei Prozent und 4,50
Prozent bewegen werden. In den letzten zehn Jahren schwankten sie
zwischen einem 40-Jahrestief von 3,07 Prozent im Juni 2003 und
6,5 Prozent.
Laut Gross haben die Wertsteigerungen bei Vermögenswerten
wie Eigenheimen und Aktien das US-Wirtschaftswachstum angeheizt.
Diese Wertsteigerungen waren auch das Ergebnis der Fed-Politik,
die inflationsbereinigten Zinsen niedrig zu halten. Der
Zielzinssatz der US-Notenbank von drei Prozent lag 0,1
Prozentpunkte unter der Teuerung der Verbraucherpreise in den
zwölf Monaten bis März.
"Wir haben jedoch drei Viertel des Potenzials der Fed, die
Preise von Vermögenswerten zu stimulieren, ausgeschöpft,"
erläutert Gross. "Wenn die Wertsteigerungen in den letzten fünf
Jahren uns nur eine Inflationsrate von drei Prozent beschert
haben, ist kaum anzunehmen, dass wir mit dem Rest noch mehr
bekommen."
Gruß
Henning
Auzug aus dem Bericht von TraderLux:
"Bill Gross, der bei der Allianz-Tochter Pacific Investment Management Co. für die Investments verantwortlich ist, rechnet damit, dass die Renditen zehnjähriger US-Staatsanleihen bis auf drei Prozent sinken, weil die Inflationsrate bis 2010 kaum eine Bedrohung darstelle."
"Es ist schwierig, in den USA eine höhere Inflationsrate als die gegenwärtig drei Prozent zu sehen, selbst wenn die Zinsen weiter fallen," schrieb Gross in einer Studie. "Das Inflationspotenzial über die Zinsen ist fast ausgeschöpft."
So sehe ich das auch. Auch könnte man hier ableiten, das Rohstoffe wie GLD & Co "noch" keinen gigantischen Bullenmarkt bilden werden. Zumindest würde die Argumentation "Hyperinflation" fehlen. Bei der ABN gibt es natürlich GLD Zertifikate mit Basis 1000. Wenn alle trommeln, wird es meistens nicht eintreten. Naja, wir werden es sehen!
Gruß select
Aus dem Diagramm kann ich entnehmen, dass die Weltproduktion bei 5 vH. 1976, 1984 1988, 200o jeweils am Höhepunkt angelangt war. Dach ging es jeweils abwärts, um das Wort Rezession zu vermeiden.
2004 war diese 5 vH. Marke erneut erreicht. Danach könnte es theoretisch wieder abwärts gehen, wenn das Diagramm rein charttechnisch ohne Fundamentaldaten analysiert wird.
Wenn ich darauf wetten wollte, würde ich spätestens 2006 auf Rezession wetten. Ich halte mich aber aus dem Aktienmarkt besser ganz raus.
Hallo Fluggerät,
bei sinkendem Einkommen in Deutschland für 2006 setze ich auch auf Rezession.
mfg
berrendorf05
Wir betreiben keine Panikmache"
(24.11.05) - EZB-Präsident Jean-Claude Trichet über politischen Druck, die Gründe für eine Zinserhöhung in Europa und die Zukunft des Stabilitätspakts
DIE WELT: Sie haben eine Zinserhöhung für die nächste Sitzung der Europäischen Zentralbank (EZB) am 1. Dezember angekündigt, dabei war wenige Tage zuvor noch von einem "angemessen Zinsniveau" die Rede. Warum ziehen Sie nun die Notbremse?
Trichet: Ich habe bereits während der letzten Pressekonferenz im November darauf hingewiesen, daß wir angesichts gestiegener Risiken die Zinsen jederzeit erhöhen können. Den Beobachtern ist unsere erhöhte Wachsamkeit nicht entgangen.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: Die Welt, http://www.welt.de/data/2005/11/24/807977.html)