Der Bundespräsident tritt zurück
Kommt seit kurzem aus diversen Quellen:
Bundespräsident Köhler ist zurückgetreten, weil jüngste Kritik an ihm den notwendigen Respekt vor dem höchsten Staatsamt habe vermissen lassen.
Das ist in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland ein einzigartiger Vorgang und m.E. nach dem Rücktritt des hessischen Ministerpräsidenten Roland Koch ein weiterer schwerer Schlag für die Bundeskanzlerin. Gut möglich, daß diese Vorgänge einen weiteren Linksruck (noch mehr Regulierung der Finanzmärkte, höhere statt niedrigere Steuern) in Gang bringt.
Ich habe schon vor einigen Wochen gepostet, daß wir in dieser Krise froh sein können, wenn die Spitzenpolitiker unter dem ungeheuren Druck nicht resignieren und zusammenklappen. Man muß derzeit mit allem rechnen...
jetzt verlassen so langsam alle das sinkende Schiff
@ Doringo [#2]
"jetzt verlassen so langsam alle das sinkende Schiff"
Warum, ich bin doch noch da...
na dafür hat man für die vielen Milliarden Lena gwinnen lassen
dafür ist Deutschland jetzt aber in einer besonderen Pflicht gegenüber Europa
Ein komischer Heiliger, unser Ex-Präsident.
Ohne Not tapert er in vermintes Gelände und beschwert sich mit gespielter Empörung, wenn ihm plötzlich jede Menge scharfer Splitter um die Ohren fliegen.
@ Doringo [#4]
Yep, 2 Punkte von Griechenland *g*
Ich kann voll verstehen, dass Herr Köhler nicht mehr im Kasperle Theater mitspielen möchte.
@ Steelskin [#7]
Die Umstände und die Art des Abgangs sind nicht gerade ein Ausweis von Stärke und Souveränität. Da Köhler in der politischen Szene immer als "Finanzmann" galt, wird sein beleidigtes Hinschmeissen die ohnehin schon schlechte Meinung der Politiker über die "Finanzmänner" noch weiter nach unten drücken. Die Finanzmänner als wehleidige und mit politischen Aufgaben in Krisenzeiten überforderte Weicheier, die Politiker als die harten Macher - so ein Stereotyp könnte sich herausbilden. Dies kann die Machtbalance zwischen Staat und Wirtschaft durchaus ungünstig beeinflussen. Ein weiteres Mosaiksteinchen auf dem Weg in die Staatswirtschaft?
@ Ronin [#8]
Die Finanzmänner als wehleidige und mit politischen Aufgaben in Krisenzeiten überforderte Weicheier, die Politiker als die harten Macher
Der war gut, hab selten so gelacht. :)
Vielleich steht er generell nicht mehr hinter den politischen Entscheidungen. Da brauch er auch keinen besonderen Anlass.
@ tantan [#10]
Die Vermutung hatte ich auch schon. Dann wäre es aber besser gewesen, wenn er bei entsprechenden Gesetzen einfach die Unterschrift verweigern würde.
Die Regierung hätte ihn dann vor dem Bundesverfassungsgericht anklagen müssen um ihn des Amtes zu entheben, aber dazu benötigt es eine Zweidrittel Mehrheit im Bundestag oder im Bundesrat.
Ich finde es wird mal Zeit, das ein Bundespräsident sowas durchzieht, wenn er mit einem Gesetz nicht einverstanden ist. Sowas schaft dann sofort ein ganz anderes Ansehen des Amtes.
@ tantan [#10]
Oder will sich einfach irgendwie mal verändern, bischen Tapetenwechsel, mal in `ne andere Branche schnuppern oder den Herrgott `n guten Mann sein lassen, mit Roland Koch `ne neue BRD aufmachen...
Hat doch jeder mal so Phasen...
Ich fand`s infantil.
@ Ronin [#1]
Heute morgen:
Auch Japans Regierungschef Hatoyama schmeißt hin, nachdem er den größten Haushalt der Nachkriegszeit auflegte und trotzdem Wahlversprechen nicht halten konnte.
Wie gesagt, der Druck auf die Spitzenpolitiker...
Who´s next?
Ich hoffe nur, dass diese Meldung stimmt...
Suche nach Köhler-Nachfolger
Von der Leyen aus dem Rennen
http://www.tagesschau.de/inland/koehlernachfolge104.html
Denn die laienhafte Zensursula mit ihrer ausgeprägten Profilneurose ist für jedes hohe Staatsamt vollkommen ungeeignet.
Die Leute werden nicht vergessen, dass es Zensursula war, die bei Kinderpornographie im Internet nicht schnellstmöglich eine Beweissicherung und Löschung durchführen wollte. Sondern sie wollte unbedingt wirkungslose Sperrmaßnahmen durchboxen und hat damit sexuell missbrauchte Kinder auch noch populistisch missbraucht.