dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Der ultimative BuFu-Shorteinstieg....

war wahrscheinlich schon, doch da hatte ich noch Pause. 

Erst Heute entdeckt, dass das gute alte Terminmarktwelt-Forum wieder frei zugaenglich ist. Sozusagen auch hier den Umkehreinstieg verpasst.

Ich war die letzten Jahre aus dem Geschaeft, und vieles was da nun an Kleinspielgeraet am Markt ist gab es zu meiner Zeit noch nicht in dieser Fuelle.

Ich will auch nicht mehr wirklich tagtaeglich mich damit beschaeftigen muessen, was ich aber dieses Jahr noch will ist eine laengerfristige Short- Position im Bund aufbauen.

Was ich vom geneigten Forumspublikum nun gerne wissen moechte, ist es ratsam  mit den ganzen neuen Ableitungspapierchen sich  zu beschaftigen oder ist, wie ich es eigentlich annehme, der Bund-Future fuer meine Wette auf 4-6Jahre weiterhin die erste und einzige Wahl. 

Gruss in die Runde

Geschrieben von dhp05 am
benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Irgendwie komme ichmit der Frage nicht ganz klar. 

Meinst Du alternativ den Handel mit Hebelzertifikate, Optionen usw?

Hebelzerti ermöglichen neben der klaren Stopgrenze auch kleinere Positionen aufzubauen und ich finde Sie gar nicht so schlecht.

Letztendlich ist und bleibt der Future allerdings das Mass aller Dinge.

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zorrie
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12 Jahre 9 Monate

Alternativen zum Bund-Future werden nicht besser rentieren, als der Bund-Future selber. Ansonsten gäbe es Arbitrage-Möglichkeiten.

Du investierst mit Gegenwind. Beim Rollen vom März in den Juni verliert man als langfristiger Shortie 190 Basispunkte. Juni in September noch einmal über 100. Das macht z.Zt. über einen halben Prozentpunkt in der Rendite pro Jahr. Erst darüber hinaus wird mit Shorts verdient!

Ein Contrarian-Investment sieht anders aus. Ganz anders. Steigende Zinsen werden nicht mehr in Frage gestellt, wenn man die Presse liest. Viele Kommentare enthalten Sätze wie "Weil die Zinsen steigen werden ist der/die/das ...".

Und es ist ein Investment gegen den lang- und kurzfristigen Trend. Wer Geld abzugeben hat, bitte schön ...

dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Dank euch beiden erstmal fuer die Antworten.

Meine Frage geht schon dahin, ob es kostenmaessig etwas guenstigeres gibt als den bund fuer eine Wette auf steigende Zinsen zu nehmen.

Zorrie, du schreibst " ein contrarian-Investment sieht anders aus. Ganz anders."

Vielleicht kannst du mir mal ein Bild machen, wie die Strategie bei dir aussehen wuerde.

Ich bin uebrigens aufs Thema wieder gekommen, da ich im letzten und diesem Quartal zwei Immo-finanzierungen starten lies, und mich der Gedanke beschaeftigte, wie ich die heutige Zinssituation fuer zukuenftiges Finazierungsgeschaeft festhalten koennte. Da war dann schon der erste Gedanke "mit dem Bund short(?)" 

Im chart sehe ich den Bund in der letzen Mittelfrist seitwaerts nach einem langen up. der kurzfristige up-Trend darf ihn gerne nochmal zu 146 fuehren.

Gruss

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

zorrie

Man switcht vom Mrz in den Juni. Das sind zwei paar Stiefel da der Juno mit andern Anleihen ausgestattet ist als der Mrz.  Man verliert kein Geld.

Ich wüsste jetzt im Moment nicht wie man den Bund langfristig shorten kann.

Über Hebelzerti kann man den Juno 2014 shorten was dem Future Juno 2014 gleich kommt.

Kobban
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Antwort auf von benedikt54

malne blöde "Bund-Anfänger" Frage:

was spricht außer Kosten prinzipiell gegen entsprechnenden ETF?

nur maln Beispiel:  http://www.comdirect.de/inf/etfs/detail/uebersicht.html?ID_NOTATION=395…

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Nichts, wenn Sie das Produkt verstanden haben.

Ansonsten sehe ich keinen Vorteil gegenüber dem direkten Handel im Bund Future, ausser eben der Tatsache das man das erwähnte ETF in kleinen Stückelungen handeln kann. Ansonsten fällt mir noch ein das man sein Geld verlieren kann wenn der EMMI pleite geht. Klar, ist eher gering, aber das war bei Lehman auch gering, bis zu dem Tag, wo es nicht mehr gering war.

Kobban
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Antwort auf von benedikt54

tausenddank

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zorrie
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12 Jahre 9 Monate

Antwort auf von benedikt54

Annahme, ich gehe im Bufu heute short. Während einem Jahr bleibt die Zinsstrukturkurve unverändert, das Zinsniveau ist um gut ein halbes Prozent gestiegen. Dann bin ich erst auf Einstand. Erst, wenn die Zinsen in einem Jahr deutlich über ein halbes Prozent steigen, fängt der Gewinn an. Das ist der Gegenwind.

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zorrie
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Antwort auf von dhp05

Ich investiere in BundFuture Calls. Die mit Laufzeit über den nächstfälligen Kontrakt hinaus sind leider nur schwer bzw. mit Aufpreis zu bekommen.

tomxy
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Antwort auf von zorrie

[quote=zorrie]

Ich investiere in BundFuture Calls. Die mit Laufzeit über den nächstfälligen Kontrakt hinaus sind leider nur schwer bzw. mit Aufpreis zu bekommen.

[/quote]

Dann hast du ja mit dhp05 einen potentiellen Vertragspartner gefunden ;-)

Short Call wäre ggf. die richtige Wahl, wenn man davon ausgeht, dass der Markt tendenziell erst einmal seitwärts, mittelfristig aber abwärts geht.

@dhp05

Wie sind denn die Konditionen für ein Forward Darlehen derzeit - da es dir ja in erster Linie um die Sicherung des Zinsniveaus geht?

dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

gm

Forward Darlehen werden momentan mit nem Zinsaufschlag von 0,68 - 0,71% (Auszahlung 2019 Lz 5y) angeboten. Ich will aber die vertragliche Bindung nicht und zum anderen nach dem guenstigsten Weg schauen.

Zur Ursprungsfrage zurueck.

Wenn ich mit der Prognose "In den naechsten 5 Jahren wird der Bund auch wieder mal bei 120 notieren" in 2014 ein paar Bund short gehe in der range 144 -146 und es tritt ein,,was Prognose war, die 120 tauchen auf, dann  sind die 24 - 26 bp mein Ertrag. Kosten der Haltezeit sind alle im Kurs eingepreist? 

(Dass ich nicht tatenlos zusehe, wenn mit nem einstand von -145 der kurs sich richtung 155 entwickeln wuerde, ist jetzt mal vorausgesetzt)

schoenes Wochenende in die Runde

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pullPUSH
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

@ all,

ich muss staunen - schön wieder so viele "alte" Schreiber zu lesen. Hätte ich nicht gedacht das ihr alle nochmal die Flinte auspackt. Gute Trade und gute Zeit wünscht pullPUSH

@ dhp05,

auf deine Frage - mit der gleichen Frage habe ich mich auch beschäftigt. Letzten Endes habe ich die Idee für meine persönliche Anwendung (Hedge Immodarlehen) verworfen da der Rollverlust wie bereits bemerkt inakzeptabel hohe Verluste bringt. Evtl. kannst du jedoch mit einen short Future + einen short Put (umgedrehter Covered Call) nutzen um den Rollverlust über den Zeitwertgewinn aus dem Put zu decken. Ob es Sinnvoll ist immer die Laufzeit auf 3 Monate oder auf 1 Monat des Puts zu wählen muss man sich halt mal die Prämie anschauen. Denke der Ansatz ist tauglich. Könnte mich damit auch wieder anfreunden - nachdem die FED die Anleihekäufe senkt.

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zorrie
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Antwort auf von dhp05

Shorties verlieren pro Jahr ungefähr (!) 400 Basispunkte. Das veringert sich erst, wenn die sich die kurzfristigen und die 10-jährigen Zinsen einander annähern.

Auf fünf Jahre wären das 2000 Basispunkte, und damit sind fast die gesamten Kursgewinne aus dem Weg runter zu 120 aufgefuttert.

An der Eurex wird auch der auf kurzfristige Zinsen gerichtete Euribor-Future gehandelt. Kurs Dezember 2018 gut 98

http://www.eurexchange.com/action/exchange-en/4790-14684/14686/quotesSi…

Es wird ein Anstieg von derzeit 0,25% auf 2,00% eingepreist. Rechnest Du mit mehr, kannst Du short gehen. Die Umsätze sind gering, also den Einstieg mit Limit versuchen.

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