Derivate zum Hedgen von Forex Spotmarkt Positionen gesucht
Hallo an Jeden,
ich suche Beratung für ein Geschäft mit Derivaten wie Turbozertifikate, Optionsscheine usw, in erster Linie auf Devisen.
Mein Anliegen beruht darauf das ich hier und da zwischen den Zeilen immer öfter mit laß das man sich die Möglichkeit errechnen könnte mit Derivaten Finanzinstrumenten offene Devisen Spotmarkt Positionen, welche man bei einem Brokern geöffnet hat, zu hedgen im Verhältniß von 1:1, sodass jeder Pip Bewegung beim inline Forex Broker durch das andere Finanzprodukt mit Hebel gedeckt wird.
Leider ist es für mich als absoluter Anfäger zum Thema Derivate für dieses Geschäft jetzt nicht möglich soetwas zu berechnen, bisher habe ich mich seit 2 Jahren nur mit dem normalen Forex Spotmarkt und der Handelsmöglichkeit über online Broker informiert und mit der Programmierung von Handelssystemen beschäftigt.
Daher frage ich auf Empfehlung eines Freundes jetzt hier im Forum nach mit der Hoffnung jemand an zu sprechen der weis wie es geht und es mir unverbindlich beibringen kann.
Ich bin auch bereit ein Aufgeld für die Beratung zu bezahlen :-) oder könnte meine Programmierkentnisse für Handelssysteme als Gegenleistung anbieten.
Also ich würd mich freuen wenn sich jemand meldet.
Schöner Gruß
Namenloser
Grüss Dich.
Im Prinzip kannst Du offene FX-Spot Positionen (short oder long) mit der Spot Position engegengesetzten FX-Optionsscheinen bzw. Optionen abdecken. In der Regel bezieht sich ein Optionsschein auf 100 Einheiten. Zum Beispiel: Du bist Spot 500.000 Euro long gegen US-$ = 5 lots, jetzt benötigst Du 5000 Euro-$ Puts (5000 x 100 = 500.000), um Deine Position gegen eine mögliche Euro-Schwäche abzusichern. Kostet je nach Laufzeit und Basispreis natürlich die entsprechende Optionsprämie.
Viele Grüsse
Franjo
@ Namenloser [#1]
"1 zu 1"
Ein sogenannter Delta1-Hedge. Also dass du auf dem einen Produkt immer genauso viel verlierst wie im anderen gewinnst kannst du am besten darstellen wenn du Produkt 1 glattstellst.
Grüsse
@ Namenloser [#1]
Es ist so wie autokor beschrieben hat. Eine hundertprozentige Absicherung entspricht gleich einer Glattstellung der Position.
Das Wort absichern ist an der Börse sowieso ein Widerspruch in Sich. Sichere ich eine Position ab erreiche ich damit automatisch eine Begrenzung des Gewinnpotentials.
Aber um etwas konkreter auf die Frage einzugehen.
Es gibt da nur 3 Möglichkeiten.
Punkt 1: Aufbau einer Gegenpsoition über einen Future , z.b. über Globex
Kontraktgrösse 125000 euro.
Es gibt hier auch sogenannte Minis welche 62500 Euro umfassen.
Hier erscheint mir der angestrebte Hedge noch am sichersten erreichbar zu sein. Das ganze unter Berücksichtung von Edge und Gebühren.
Punkt 2: Hebelzertifikate.
Hier wird es dann schon schwerer ein Delta von 1 zu erreichen, da es hier immense Gebühren, sprich Edge gibt. Weiterhin stellt auch die Knockout-Schwelle einen Stop dar, der dazu führt das man bei erreichen des Stops die Position neu aufbauen muss.
Punkt 3: Optionsscheine. Hier wirds dann richtig kompliziert das Faktoren wie Zeitwertverfall, Vola usw. mit einspielen.
Jede Option hat ein Delta.
Kaufoptionen haben ein positives und Verkaufsoptionen ein negatives Delta.
Was heisst. Steigt das Underlying um 1 Punkt steigt auch die Option um 1 Punkt.Das heisst die Option hat ein Delta von 1.
Steigt das underlying um 1 punkt und die option um 0,5 hat die Option ein Delta von 0,5.
Alles etwas vereinfacht dargestellt. In der Realität ist es noch viel komplizierter.
Aber um das anvisierte Ziel in #1 umzusetzen halte ich den Future am angebrachtesten.
Hallo an Jeden,
zuerst bedanke ich mich bei jedem für seine Hilfestellung und ich glaube ich werde dann einige persöhnlich ansprechen für weitere Fragen und hoffe das niemand etwas dagegen haben wird.
Viele Grüße
Namenloser
@ Namenloser [#5]
was willst du noch persönliche Ansprache. Mit #3 ist doch alles gesagt!
Grüsse Euch.
So wie ich Namenloser verstanden habe, hat er noch nicht so lange Erfahrung mit Finanzderivaten und mit Fachbegriffen wie Delta-1-Hedges dürfte er wenig anfangen können. Bendedikts Ausführungen sind empfehlenswert und Namenloser, Du dürftest mit den Punkten 2 und 3 das finden wonach Du suchst. Im übrigen wirst Du ohne einen gewissen Risikoanteil, den Du selbst wählen kannst keinen Profit machen können. Was sollte Dir eine 100 %ige Absicherung daher bringen. Du könntes daher genauso gut am Spotmarkt eine gleichzeitige Short- und Long-Position eingehen. Das Ergebnis wäre Null.
Viel Erfolg
Franjo
Hallo noch mal,
also meine Idee ging daraufhin das ich mir ein Hedging bauen wollte, mit dem ich Zins kassiere vom Forexbroker und mich gegen Verluste absichere in Gegenrichtung.
Nur wenn ich die Gegenrichtung beim Forexbroker direkt aufmachen würde, dann würde ich immer mehr Zins zahlen als ich von ihm kassiere, deswegen war ich jetzt auf der Suche nach einem Umweg.
Ich denke nun ist das ganze etwas verständlicher für jeden und vielleicht kann mir jemand dann sagen ob und wie es am besten an zu stellenist.
Schöner Gruß
Namenloser
@ Namenloser [#8]
Leider geht das nicht da natürlich auch bei jedem Derivat die Zinsdifferenz als sogenannter Cost of Carry eingepreist ist. Und anders als bei den FX Brokern werden da die tatsächlichen Kosten anstatt die Zinsen abzüglich einer Marge für den Broker verrechnet. Das heisst man verliert so auf alle Fälle Geld anstatt zu verdienen.
Grüsse
@ Namenloser [#8]
Zur Scharia "konvertieren" und Scharia-konforme Produkte nehmen... ;)
http://de.wikipedia.org/wiki/Islamic_Banking#Zinsverbot
.....im 5. Buch Mose (Kapitel 23 - Vers 20) nur unter Brüdern verboten. Von Fremden darf man sie nehmen.
http://www.bibel-online.net/buch/05.5-mose/23.html#23,20
@ Paljusevic, Franjo [#11]
Für mich ist die Bibel nichts anderes als die Niederschrift von Verhaltensregeln. Ein Buch von Widersprüchen und Fehlern.
Allein schon der Passus über das Reinhalten des Kriegslagers sind doch mehr von Menschne verfasste Regeln als das Wort Gottes.
Letztendlich erhalten die Regeln doch mehr Gewicht beim gemeinen Volk wenn man es als das Wort Gottes verkauft, als das Wort Moses.
@ AAA [#10]
... zum hedgen... ;) Soweit die Theorie.
@ AAA [#13]
lol...sei brav, verrate mich nicht ;-)
@ autokor [#9]
"Und anders als bei den FX Brokern werden da die tatsächlichen Kosten anstatt die Zinsen abzüglich einer Marge für den Broker verrechnet."
Hmm! dein tatsächl. Kosten vs Zinsen.
es gibt überhaupt keine anderen +-Kosten als den Zinsertrag/aufwand ,weder beim Future noch spot. (Transaktionskosten außen vor)
@ dhp05 [#14]
Ich wollte damit sagen dass der Zinsertrag/Aufwand vom Spot Broker jeweils mit seiner Gewinnmarge korrigiert wird . Nachdem dies bei dem Gegengeschäft im Future nicht der Fall ist bleibt also ein sicherer Verlust durch die Gewinn marge des Brokers
Grüsse
Ein Islamic Swap free Account nützt da auch nichts, ich habe schon Sachen gehört wo dann einfach etwas nachverlangt wurde.
Nun ich weis es jetzt auch nicht da ich nicht gut genug im Rechnen bin.
Auch bei Spread Betting auf Währungen werden die Zinsen berechnet. Naja vielleicht ist wenigstens die Zinsdiefferenz bei verschiedenen Anbietern groß genug das man sich so ein Zinsgeldruckmaschine bauen könnte.
Ich kenne z.b. eine Arbitragemöglichkeit wo man das Spreadbetting für benutzen muss indem man long geht in einem Spreadbetting Kontrakt und gleichzeitig short im gleichen Währungspaar beim Broker, dazu muss aber der Kurs sich um ca. 1000 Pips bewegen und man verdient gerade mal ca. 700 Euro und das ist insgesamt alles etwas zu wenig und dauert zu lange und das eingesetze Geld muss auch eine größere Menge sein und dann komme da nur so wenig Profite bei raus, sonst wäre das schon eine sehr schöne Sache gewesen.
Nur dachte ich mir die Turbo Knoch Out Zertifikate haben doch auch eine gleiche Eigenschaft wie die Spread Betting Angebote, wo sich der Hebel nicht mehr ändert und konstant bleibt, also müssten sich deswegen doch möglichkeiten bieten.
Was ist den nun mit dem Delta1 hedging das ihr ansprachet, jetzt doch nicht mehr möglich?
@ Namenloser [#16]
"Ich kenne z.b. eine Arbitragemöglichkeit wo man das Spreadbetting für benutzen muss indem man long geht in einem Spreadbetting Kontrakt und gleichzeitig short im gleichen Währungspaar beim Broker, dazu muss aber der Kurs sich um ca. 1000 Pips bewegen und man verdient gerade mal ca. 700 Euro und das ist insgesamt alles etwas zu wenig und dauert zu lange und das eingesetzte Geld muss auch eine größere Menge sein und dann komme da nur so wenig Profite bei raus, sonst wäre das schon eine sehr schöne Sache gewesen."
Frage dazu: Wieviel Geld müssen Sie für welchen Zeitraum einsetzen, um die sicheren ca. 700 Euro zu verdienen ?
Wäre es möglich, das 100-fache einzusetzen, um damit sichere ca. 70.000 Euro zu verdienen ?
@ Herrn Ebert
Unter folgendem Link nachzulesen:
http://www.forexfactory.com/showthread.php?t=51606
mfg
@ ameier1984 [#18]
Vielen Dank, aber mich interessiert die Stellungnahme des 'Namenlosen'.
Grüsse Euch.
Wenn ihr unbedingt solche Strategien durchspielen wollt, eignet sich doch Oanda ganz gut dafür. Kleine Spreads zu normalen Zeiten, Roll-Over Vergütungen und noch dazu die Box-Optionen für die "derivative Absicherung". Alles bei einer Adresse. Aber noch zum Schluss eine Feststellung. Ohne das Eingehen eines Risikos wird niemand einen Profit machen. Es gibt definitiv kein Perpetuum Mobile.
Viele Grüsse
Franjo
Dazu kommt noch, dass Oanda sekündliche Zinsgutschriften bzw. -belastungen für die in der betreffenden Position verbrachte Zeit verbucht. Also nicht mal bis zum nächtlichen Roll-Over Termin gewartet werden muss.