Deutsche Bank: Plötzlich kommt es knüppeldick / 4,8 Mrd. Qu.-Verlust
Ackermann im Büßerhemd
Von Nikolas Neuhaus
Teleboerse.de (14.01.09) - Plötzlich kommt es knüppeldick. Nach Monaten des strahlenden Vorzeigelächelns muss Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann gleich zwei Niederlagen an einem Tag einräumen. Das größte deutsche Finanzhaus verzockt im letzten Quartal des Jahres Milliardensummen und rutscht tiefer in die Miesen als befürchtet.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.teleboerse.de/1085385.html)
Für wens denn interessant ist: gestern gabs bei WELT-ONLINE einen recht ausführlichen Artikel
Aus für die Super-Zocker bei der Deutschen Bank
Von Jörg Eigendorf und Sebastian Jost
(15.01.09) - Nach dem gigantischen Verlust der Deutschen Bank kehrt Josef Ackermann um: Zu lange hat der Dax-Konzern wie ein Hedgefonds an den Börsen gezockt. Damit ist Schluss. Der Bank-Chef plant einen Umbau, bei dem Strategien, Beteiligungen und Jobs auf dem Prüfstand stehen. Ackermann selbst führt diese Aufgabe nicht zu Ende.
Die Deutsche Bank sei ein gigantischer Hedgefonds, berichtete das Londoner Wirtschaftsmagazin „Economist“. Da sah sich Josef Ackermann zu einem seiner äußerst seltenen Leserbriefe bemüßigt. „Sie haben die Transformation der Deutschen Bank in erstaunlicher Weise missinterpretiert“, schrieb der entrüstete Vorstandschef. Die Einnahmen der Bank entstünden überwiegend aus Transaktionen im Kundenauftrag. Ackermann wollte zeigen: Mein Haus ist keine Zockerbude, die mit Wetten ....
........
Doch für viele Analysten war es nur eine Frage der Zeit, bis die Deutsche Bank schief liegen würde. Immerhin betrug die Bilanzsumme der Bank in der Spitze rund das 40-Fache des Eigenkapitals. Weil ein riesiger Teil der Geschäfte auf Pump finanziert wurde, war das Haus weit über dem Branchenschnitt verschuldet.
..............
„Der schlimmste Tag meiner Laufbahn“, soll er in der Bank gesagt haben. Aus gutem Grund: Denn eigentlich ist Ackermann extrem risikoscheu. Er konnte sich nicht im Traum vorstellen, dass sein Managementteam um Jain und den erfahrenen Risikomanager Hugo Bänziger derartige Summen verlieren könnte. Da passt es ins Bild, dass Ackermann am Abend nach der Bekanntgabe des Verlusts vorübergehend ins Krankenhaus eingeliefert wurde. Offiziell lässt die Bank verbreiten, ihm sei vom Essen bei einem Neujahrsempfang übel geworden. Ob ihm nicht auch die Hiobsbotschaften des Tages auf den Magen geschlagen haben?
....
Viel zu viel Geld haben die Banker mit anonymem Handel verdient
......
Ackermann wird die neue strategische Epoche wohl nur noch einleiten können. Wiederholt hat er gesagt, er werde im Mai 2010 abtreten. Einzig das Fehlen eines geeigneten Nachfolgers könnte ihn wohl im Amt halten. Denn die Finanzkrise hat die Kandidaten auf den Posten stark dezimiert.
Sein oberster Kapitalmarktspezialist Jain ist erst einmal damit beschäftigt, in seinem Geschäft aufzuräumen. Risikochef Bänziger hat nun auch Flecken in der Bilanz und zudem das Defizit, nie einen Geschäftsbereich geleitet zu haben. Privatkundenchef Rainer Neske scheint zu weit weg vom weiterhin wichtigen Kapitalmarktgeschäft, als dass er allein die Bank führen könnte.
Vieles hängt von einem Mann ab, der bislang in der Öffentlichkeit nur wenig sichtbar ist. Der Aufsichtsratsvorsitzende Clemens Börsig hat das gewichtigste Wort in der Frage, ob Ackermann wirklich abtreten und wer ihm folgen soll. Damit entscheidet er über die Frage mit, welchen Weg die Bank in Zukunft gehen wird.
vollständiger Artikel:
http://www.welt.de/wirtschaft/article3032235/Aus-fuer-die-Super-Zocker-bei-der-Deutschen-Bank.html#reqRSS
"Immerhin betrug die Bilanzsumme der Bank in der Spitze rund das 40-Fache des Eigenkapitals."
Solide und seriös nenne ich das nicht. Auf derart wackeligem Fundament kommt man allzu leicht ins Straucheln.
Ich schlage vor, Ackermanns berühmtes V-Zeichen umzudeuten: V = Grätsche
Gegen wen haben die ganzen Looser eigentlich ihr Geld verloren? Wenn der eine verliert, muß der Kontrahent doch gewonnen haben? Von den Gewinnern hört man nichts?
Wer kann dazu eine Antwort geben?
MfG
red evian hw
Wenn Assetpreise in der Gesamtheit sinken, dann wird auch insgesamt verloren. Und wenn alle Schuldner ausfallen, dann gibt es auch kein Buchgeld mehr.
@ hardworker [#25]
http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?F=47&CP=0&ST=105660&full=1
Deutsche Bank spart: Eigenhandel gekappt
n-tv (18.01.09) - Die Deutsche Bank streicht den unter hohen Verlusten leidenden Eigenhandel deutlich zusammen. Der Handel auf eigene Rechnung mit Kreditpapieren werde komplett eingestellt, sagte ein Sprecher des Instituts und verwies auf entsprechende Äußerungen von Vorstandschef Josef Ackermann Mitte der Woche. Auch der Eigenhandel mit Aktien ist demnach um etwa 80 Prozent nach unten geschraubt worden. Hier sei aber kein kompletter Ausstieg geplant.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.n-tv.de/1087211.html)
@ hardworker [#25]
Die Amis haben gut 20 Jahre in Saus und Braus gelebt. Jetzt prellen sie die Zeche. Da ist das Geld geblieben.
@ tantan [#8]
Und das Schlimme ist, die Konjunkturpakete setzten wieder auf "Konsum auf Pump". Irgendwie hat die ganze Welt ein Pisaproblem.
@ tantan [#8]
Es ist halt "The Land of the Free", frei zu tun was immer ihnen beliebt.
VISA, die Freiheit nehm ich mir.
Es heißt nicht Pisaproblem, es heißt USA Problem :)
Aber Freiheit ist eben nicht umsonst.
Sie beschützen uns und wir zahlen eben dafür.
Hat was von Schutzgeld.
Für mich ist das Bankendesaster keine große Überraschung.
Dass es so enden musste war ja irgendwie klar, nur der Zeitpunkt war halt ungewiss.
Bank"manager"bezahlung mit kostenlosen Aktienoptionen, keine persönliche Haftung für Entscheidungen, Bilanzierung nach Wischiwaschi IAS, Wirtschaftsprüfer und Ratingagenturen, die von den zu prüfenden Unternehmen bezahlt werden (haha, Schildbürger-Geschichte)
Bei solchen Regeln verwandeln sich Banken logischerweise in Kasinos.
Und nun? Jetzt gibbet erstmal eine hübsche Depression.
"Bei solchen Regeln verwandeln sich Banken logischerweise in Kasinos."
Eine Bank die ein Casino ist, hat sich ja ja optimal organisiert.
Nicht umsonst heisst das Casino ja auch Spielbank
Die Bank sollte nur kein Casinospieler sein.
Eigentlich ist das Problem meines Erachtens aber eher im absurden Regulierungsansatz zu suchen . Wenn ich es ermögliche hohe Spreads ( die ja immer auch ein hohes Risiko bedeuten) mit geringer Eigenkapitaldeckung ( aufgrund eines guten Ratings dass nur vermeintlich ein geringes Risiko bedeuted) zu verdienen wäre jeder Bänker verrückt wenn er das Angebot nicht aufnimmt. Wenn er es nicht macht wäre er nicht mehr konkurrenzfähig.
Was man den Bänkern allerdings vorwerfen kann ist dass dieser offensichtlich irre Umstand zu keinem Aufschrei geführt hat. Man hat die unzulängliche Staatregulierung stillschweigend geduldet weil man offensichtlich gut daran verdient hat
Grüsse
Ich werde das Gefühl nicht los, das Ackermann, bis vor einer Woche, wirklich nichts von den Problemen bei seiner Bank wusste. Sylvester klang das noch nach "Die Krise der anderen ist noch nicht überstanden. Aber wir sind auf Kurs. DB ist besser, ich bin besser!" Der Mann macht sich doch nicht absichtlich zum Narren. Wenn die Bankenmanager ihr Riskmanagment noch nicht mal überblicken, geschweige denn im Griff haben, kommt es wohl noch viel schlimmer. RBS -30 Mrd. Gott sei dank haben wir jetzt eine Abwrackprämie. Gilt leider nur für alte Autos.
@ bendel [#26]
Du hast recht, bei Aktien und bei bonds. Aber bei futures gewinnt der Kontrahent das was Du verloren hast und umgekehrt. Die Abwicklungsstellen verlangen dafür die margin. Also kriegst Du Deinen Gewinn in jedem Fall. Und viele Hedgefondsdeals , die schief liefen, gingen über futures. Wer hat die FDAXE geshortet und die GBL'S long gehalten? Darauf zielte meine Frage. Jeder future-Loser hatte einen glücklichen Kontrahenten.
Haben die Gewinner ihre profits sofort mit abs verbrannt? Wohl kaum.
MfG
hw
@ hardworker [#14]
längster Rede kürzester Sinn:
Das verbrennen von fiktivem Kapital zeitigt keinen Gewinner auf der anderen Seite!
Ich kann mal zu anderem Zeitpunkt aufzeigen, warum das so ist.
Heute frag ich dich aber mal:
Hast du einen Tip, wo beim Gewinner/Verlierer-Ausgleich das reingeschüttete Geld hängengeblieben ist? Das müßten dann die Gewinner des 3-4stelligen Milliardenspektakels sein. (Fast schon die neuen Fugger)
Mal ein bisschen flapsig formuliert:
Selber nachdenken, warum das konditionierte Traderdenken "Der Verlust des einen, ist der Gewinn des anderen" nix taugt!
Selber nachdenken, dass dir eine Weltwirtschaft gerade entgegentaumelt, wo du gerade keinen findest, der mit "Dagegenwetten" Reibach machen würde.
Aus irgendeinem guten Grund fällt mir gerade Teilnehmer "Global" ein. (Der trägt immer eine moralische Entrüstung mit sich herum, warum er gerade "beschissen" wurde) (Vielleicht ein bisschen zu hart formuliert, lieber Global, aber zum Schluss treiben wir uns vielleicht deshalb hier herum, um dem anderen sowas sagen zu dürfen, oder eben selbst hören zu müssen!)
Eigentlich ist es zweierlei, aber für mich findest es sich immer zusammen:
Der eine, der erstaunt, seine holden Gedanken zerstört bekommt, der andere, der das Ungleichgewicht zwischen Verlieren/Gewinnen nicht wahrnimmt.
... oder Beitrag [#8] nicht gelesen hat. ;) Oder gern was anderes hören möchte oder oder...
@ dhp05 [#15]
War ja wieder eine köstliche Gardinenpredigt. Da kann ich mir ein Schmunzeln nicht verkneifen.
@ hardworker [#14]
Was für Aktien gilt, gilt auch für Futures. Wenn ein Spekulat für ein OI im DAX-Futures sorgt, bleibt der Gegenpart in der Regel nicht lange Delta 1. Das Delta wird über Xetra neutralisiert. Nur wenn ein anderer Spekulant den Gegenpart übernommen hätte gibt es einen Gewinner und einen Verlierer. Für den Gesamtmarkt ist das dann ein Unerhebliches Geschäft. Wenn Aktien fallen verschwinden Werte. Egal ob die Bewegung an Xetra oder an der Eurex begonnen hat.
@ dhp05 [#15]
Aus irgendeinem guten Grund fällt mir gerade Teilnehmer "Global" ein. (Der trägt immer eine moralische Entrüstung mit sich herum, warum er gerade "beschissen" wurde) (Vielleicht ein bisschen zu hart formuliert, lieber Global, aber zum Schluss treiben wir uns vielleicht deshalb hier herum, um dem anderen sowas sagen zu dürfen, oder eben selbst hören zu müssen!)
sehr interessante Sicht auf mich. Aber... Habe ich hier wirklich je eine moralische Entrüstung mit mir herumgetragen? Den Moralapostel spielen ist eigentlich nicht meine Art. Ich bleibe allerdings bei der Sache, dass man eine Verlässlichkeit bei den Angaben von Unternehmen braucht, sonst könnte man auf geprüfte Jahresberichte auch völlig verzichten. Und man müsste dann auch gewaltige Bewertungsabschläge einkalkulieren, weil die Unternehmensangaben ja gelogen sein könnten.
So wie auch bei der Deutschen Bank. Möglich ist beides. Dass Ackermann es einfach nicht besser wusste, vielleicht weil er an der Spitze ohnehin nicht viel Ahnung von den Dingen hat. Vorstellbar ist aber auch, dass er bewusst mit seinen Aussagen gelogen hat, die Dt.Bank sei nicht so stark betroffen und das Schlimmste schon überstanden.
"Der Verlust des einen, ist der Gewinn des anderen".
Bei Futures schon, weil sie nur begrenzte Zeit laufen und spätestens am Laufzeitende glattgestellt werden. Jedoch sind auch bei Futures zwischenzeitliche Buchgewinne des einen nur zwischenzeitliche Buchverluste des anderen.
@ Global_2 [#19]
"sehr interessante Sicht auf mich"
(sagen dürfen, "an"hören müssen)
Ich schließ mich da mit ein.
Das "immer" aus "Der trägt immer" streich ich.
Ackermann wußte 2007, was die IKB in den Büchern hatte und bei ihr zu einer Implosion führen würde.
Wenn man über einen Branchenkonkurrenten Bescheid weiß, dann weiß man auch übers eigene Haus Bescheid! Umgekehrt genauso. Wenn man die Wirkung von giftmüll in den eigenen Büchern spürt, und der Konkurrent hat den selben Müll zu entsorgen, weiß man um die eigenen Sorgen wie die des anderen Bescheid.
Dem Ackermann müßte sein Wissen von 2007 auf dem Weg in die Gegenwart verloren gegangen sein. Ist es aber nicht. Der Zustand, dass sich die Banken wechselseitig misstrauen hält bis heute an. Kaum anzunehmen, dass dem Ackermann, je verschärfter das Szenario sich entwickelte umso mehr das Wissen abhanden kam, welches er 2007 noch hatte.
"Vorstellbar ist aber auch, dass er bewusst mit seinen Aussagen gelogen hat, die Dt.Bank sei nicht so stark betroffen und das Schlimmste schon überstanden."
Ob er "lügt" stellt sich erst später heraus. Er geht davon aus, dass er bei dem spiel "wer hält unter Wasser am längsten die Luft an" als Sieger und Überlebender wieder auftaucht.
Sollte es so eintreffen, ist aber eins auch sicher, die Verluste der Untergegangenen stehen sicher nicht als Gewinn dann bei der db in den Büchern.
@ Archie [#17]
Gardinen sind out ;-)
Ich hab mir auch selbst gepredigt.
Ob als Kapitalbeteiligter oder als einfacher Gläubiger ist man manchmal bereit die tollsten Geschichten zu glauben. Manchmal sogar wider besseren Wissens. Und später kommt dann die Moral.
@ dhp05 [#20]
Also liebe Freunde,
es war ein bestimmter Herr Ackermann der die Finanzwelt darauf aufmerksam gemacht hat das ein
Zunami
auf Sie zukommt.
Erst weise ich darauf hin, dann weis ich von nichts.
Wann wird von denen wirklich zum Vollidioten gestempelt
Deutsche Bank bei 16 Euro ein Kauf ?
Kann mir aber gut vorstellen, dass die bald Bankrott sind und dann den Staat anbetteln müssen. Dann wäre das Kurziel ja unter 10 Euro.
Wer die jetzt kauft, zu welchem Kurs auch immer, muss mit dem Klammerbeutel gepudert sein.
"Bankrott", "mit dem Klammerbeutel gepudert": Wunderbar, jetzt gehen wir langsam in die Stimmung über, bei der ich über einen Einstieg nachdenken würde.
Den Klammerbeutel kannte ich noch gar nicht.
Der muss wohl mit dem Klammerbeutel gepudert sein!
Er muss verrückt sein, wenn er so etwas tut. Wer statt mit dem Puderquast mit dem Klammerbeutel verschönert wird, muss einen Dachschaden davon tragen. Bundesweit bekannt wurde diese Redensart durch Björn Engholm, Ministerpräsident von Schleswig-Holstein. http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_deutscher_Redewendungen
Deutsche Bank bei 16 Euro - du lieber Himmel das klingt schon komisch!
Der Steinbrück'sche Satz:
Hinterher wird alles anders sein, bzw. nichts mehr so wie vorher
Bei 3,--euro/St, hingeworfen wie im Casino mit dem Satz "für's Haus",
vielleicht markiert dies dann den Beginn vom Hinterher und das Ende vom Vorher.
Deutsche Bank bald obenauf - Analysten sehen Milliarden
n-tv (02.02.09) - Analysten rechnen bei der Deutschen Bank bereits in diesem Jahr wieder mit Milliardengewinnen. Nach einem Verlust von knapp vier Mrd. Euro im vergangenen Jahr erwarten die Experten für 2009 im Schnitt ein Plus von rund 2,3 Mrd. Euro.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.n-tv.de/1096149.html)
Deutsche Bank kürzt Bonuszahlungen
Thorsten Küfner
Die Deutsche Bank will Pressemeldungen zufolge die Bonuszahlungen an ihre Angestellten massiv verringern. Für das abgelaufene Jahr sollen die Mitarbeiter durchschnittlich bis zu 60 Prozent weniger erfolgsabhängige Vergütungen erhalten. Die Aktie gibt im heutigen Handelsverlauf deutlich nach.
deraktionaer.de (02.02.09) - Nach einem Verlust von knapp vier Milliarden Euro im abgelaufenen Jahr „beteiligt“ die Deutsche Bank nun ihre Mitarbeiter am „Erfolg“ des Konzerns. Nach Pressemeldungen kürzt der Branchenprimus seinen Angestellten die Bonuszahlungen im Durchschnitt um etwa 60 Prozent. In Abteilungen, in denen Verluste angefallen sind, sollen die erfolgsabhängigen Vergütungen überproportional gestrichen werden. Bereits im ersten Quartal 2008 hatte die Deutsche Bank die Bonuszahlungen erheblich gesenkt. Dadurch konnten die Personalaufwendungen von 4,3 auf 2,9 Milliarden Euro reduziert werden.
Bilanzvorlage am Donnerstag
Am Donnerstag legen die Frankfurter indes ihre Bilanz für das Katastrophenjahr 2008 vor. Vorläufigen Berechnungen zufolge verbuchte die Deutsche Bank im abgelaufenen Jahr ein Minus von 3,8 Milliarden Euro, nachdem 2007 noch ein Gewinn von 6,5 Milliarden Euro erzielt worden war. Es ist der erste Gesamtjahresverlust des Konzerns in der Nachkriegsgeschichte. Allein im vierten Quartal belief sich der Fehlbetrag auf 4,8 Milliarden Euro. Konzernchef Josef Ackermann betonte jedoch umgehend, sein Institut benötige die Hilfe des Staates nicht.
Hoffnungen auf die Bad Bank
In der vergangenen Handelswoche legten die Anteile der Deutschen Bank zweistellig zu. Nach den Meldungen aus den USA, wonach die Gründung einer Bad Bank immer wahrscheinlicher wird, hofften die Anleger, auch in Deutschland könne eine derartige „Müllhalde“ für faule Kredite geschaffen werden. Allerdings stößt der Vorschlag zur Errichtung einer Bad Bank derzeit noch auf wenig Gegenliebe bei Finanzminister Peer Steinbrück. Die Deutsche Bank wäre einer der Haupotprofiteure einer Bad Bank. Schließlich beträgt der Bestand an illiquiden Wertpapieren Expertenschätzungen zufolge auf fast 100 Milliarden Euro. Anleger sollten weiterhin außen vor bleiben.
(Quelle: http://www.deraktionaer.de/xist4c/web/Deutsche-Bank-kuerzt-Bonuszahlungen_id_43__dId_9441759_.htm)
-----------
Deutsche Bank kommentiert Pressebericht über Bonuskürzungen nicht
(01.02.09) - Die Deutsche Bank (News/Aktienkurs) <DBK.ETR> will zu einem Pressebericht über Bonuskürzungen keine Stelleungnahme abgeben. "Das kommentieren wir nicht", sagte ein Unternehmenssprecher am Sonntag auf Anfrage. Dem "FOCUS" zufolge werden die Bonuszahlungen an die Mitarbeiter des Instituts für 2008 im Schnitt um 60 Prozent gekürzt. Dabei solle in den Verlustbereichen des Instituts überproportional gestrichen werden, hieß es in dem Bericht unter Berufung auf Bankmanager. Schon im ersten Quartal 2008 habe die Deutsche Bank die Boni deutlich gesenkt. Der Personalaufwand sei damals von 4,3 auf 2,9 Milliarden Euro gesunken./he
ISIN DE0005140008 - AXC0049 2009-02-01/19:38
--------
FOCUS: Deutsche Bank kürzt Bonuszahlungen kräftig
FOCUs (01.02.09) - Die Deutsche Bank (News/Aktienkurs) <DBK.ETR> will einem Pressebericht zufolge die Bonuszahlungen an ihre Mitarbeiter für 2008 im Schnitt um 60 Prozent kürzen. Dabei solle in den Verlustbereichen des Instituts überproportional gestrichen werden, berichtete der "FOCUS" unter Berufung auf Bankmanager. Schon im ersten Quartal 2008 habe die Deutsche Bank die Boni deutlich gesenkt. Der Personalaufwand sei damals von 4,3 auf 2,9 Milliarden Euro gesunken. Die Deutsche Bank war für Nachfragen zunächst nicht zu erreichen./he
ISIN DE0005140008 - AXC0048 2009-02-01/19:32
-----------
Hoher Verlust - Deutsche Bank kürzt Bonuszahlungen
Kölner Stadt Anzeiger (01.02.09) - Die Deutsche Bank kürzt einem Medienbericht die Bonuszahlungen an ihre Mitarbeiter um satte 60 Prozent. Derweil rechnet das Institut für 2008 mit einen Milliardenverlust - der erste in einem Gesamtjahr in der Nachkriegsgeschichte der Bank.
MÜNCHEN - Die Deutsche Bank wird die Bonuszahlungen an ihre Mitarbeiter für 2008 im Schnitt angeblich um 60 Prozent kürzen. Das Nachrichtenmagazin "Focus" berichtete vorab unter Berufung auf Bankmanager, in den Abteilungen des Instituts, die Verluste erwirtschaften, solle überproportional gestrichen werden. Schon im ersten Quartal 2008 habe die Deutsche Bank die Boni deutlich gesenkt. Der Personalaufwand sei damals von 4,3 auf 2,9 Milliarden Euro gefallen.
Die Deutsche Bank legt an diesem Donnerstag (5. Februar) ihre Bilanz für das Krisenjahr 2008 vor. Nach den Mitte Januar veröffentlichten vorläufigen Zahlen erwartet die größte deutsche Bank einen Milliardenverlust. Es ist der erste in einem Gesamtjahr in der Nachkriegsgeschichte der Bank.
3,9 Milliarden Euro Verlust
Nach den vorläufigen Zahlen fielen bei der Deutschen Bank im vergangenen Jahr 3,9 Milliarden Euro Verlust an. Für 2007 hatte der DAX-Konzern noch den Rekordgewinn von 6,5 Milliarden Euro ausgewiesen, obwohl auch damals die Krise an den internationalen Finanzmärkten schon im Gange war.
Im vergangenen Jahr warf vor allem das vierte Quartal den deutschen Branchenprimus aus der Bahn. Nach der Pleite der US-Investmentbank Lehman Brothers Mitte September hatte sich die Krise nochmals zugespitzt, weltweit eilten Staaten den Banken mit Milliarden-Rettungspaketen zu Hilfe.
Die Deutsche Bank, deren Chef Josef Ackermann wiederholt betonte, sein Institut brauche keine Staatshilfe, war im Schlussquartal 2008 tief in die roten Zahlen gerutscht: 4,8 Milliarden Euro Verlust nach Steuern wies die Bank nach den vorläufigen Zahlen aus. Noch kurz vor der Lehman-Pleite hatte sich Ackermann optimistisch gezeigt, dass der Anfang vom Ende der seit Sommer 2007 tobenden Finanzmarktkrise gekommen sei. (ddp)
(Quelle: http://www.ksta.de/html/artikel/1233148780261.shtml)
"Schließlich beträgt der Bestand an illiquiden Wertpapieren Expertenschätzungen zufolge auf fast 100 Milliarden Euro."
Wie da Analysten Milliardengewinne bei der DB sehen wollen, ist nicht nachvollziehbar. Dies wäre wohl nur möglich, wenn der Staat den "Wertpapier"-Müll entsorgt.
Einige glauben offensichtlich noch immer an den Weihnachtsmann.
"Kaufkurse" bei der Deutschen Bank?
Von Angela Göpfert
Boerse.ARD.de (04.02.09) - Die Aktie der Deutschen Bank ist momentan so günstig zu haben wie schon seit 16 Jahren nicht mehr. Bankenexperten raten dennoch zur Vorsicht.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_333192)