Dokumente vor der Währungsreform 1923/1924

Sehr interessante Dokumente vor der Währungsreform 1923/1924

Ab einem gewissen Verschuldungsgrad kommt man ohne die "Notbremse" Währungsreform -wie auch immer sie aussehen mag- nicht mehr aus.

Reflektiert man einige Tatsachen der damaligen Zeit auf diverse heutige Vorgehensweisen, so sehe ich erschreckende Parallelen zu früher.

-----------

http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0020/str/str1p/kap1_2/para2_12.html

(Das Reichsbank-Direktorium an den Reichsfinanzminister. 18. August 1923)

-----------

http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0020/str/str1p/kap1_2/para2_16.html

(Exposé der Reichsbank zur Frage des Goldkredits und der Goldkonten. 22. August 1923)

-----------

http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0020/str/str1p/kap1_2/kap2_110/index.html

(Der Reichsfinanzminister an den Reichskanzler. 4. Oktober 1923)

-----------

http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0020/str/str2p/kap1_1/para2_13.html

(Der Reichsfinanzminister an den Preußischen Finanzminister. 10. Oktober 1923)

-----------

http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0020/str/str2p/kap1_1/para2_19.html

(Der Reichsfinanzminister an den Reichskanzler. 13. Oktober 1923)

-----------

http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0020/str/str2p/kap1_1/para2_106.html#Start

(Aufzeichnung Oberregierungsrat Grävells zur Frage des Zwangskurses der Mark. 3. November 1923)

-----------

http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0020/str/str2p/kap1_1/para2_167.html

(Der Reichsfinanzminister an den Chef der Heeresleitung. 23. November 1923)

-----------

Geschrieben von F am
gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Eine Währungsreform muss nur dann durchgeführt werden, wenn soviel Geld in den Händen der Leute ist, dass die Preise durch Einsammeln des überschüssigen Geldes trotzdem schnell steigen, die Inflation also nicht mehr in den Griff zu bekommen ist.
Das Geld in privater Hand (Sparkonten etc.), das nicht frei fließt und deshalb auch nicht aus dem Kreislauf genommen werden kann, ist unkontrollierbar. Ansonsten lässt sich die Geldmenge problemlos anpassen, um zu gewährleisten, dass die umlaufende Geldmenge die geschaffenen Waren und Dienstleistungen (W&D) untereinander zu einigermaßen stabilen Preisen austauschen kann, aber möglichst nicht mehr als das. Sobald den W&D immer mehr Geld gegenüber steht, steigen die Preise, solange, bis die Geldmenge gerade wieder alle W&D repräsentiert. Wenn dem Wirtschaftskreislauf durch Kreditklemme Geld vorenthalten wird, ist es also logisch, dass dieses zurück gehaltene Geld ausgeglichen wird, indem man neues in den Austauschkreislauf pumpt, damit der Austausch nicht unterbrochen wird. Wenn vorher viel Geld ausgegeben wurde, das nicht durch entsprechende Werte der W&D gedeckt ist, alsoz.B. faule Kredite, dann ist es eigentlich natürlich, dass versucht wird, dieses Geld, welches nicht durch W&D gedeckt ist, aus dem Verkehr zu nehmen und eben bei den Krediten restriktiver zu sein. Wenn das übertrieben wird oder eben durch Vertrauensverlust der Banken untereinander eine Verstopfung entsteht, dann muss eben eine Umleitung über den Staat erfolgen. Daran ist nichts verkehrt, wenn der Staat die überschüssigen Gelder schnell entfernen kann, sobald die Verstopfung bei den Banken gelöst ist. Ist das nicht der Fall, dann erst kann es ein Problem geben, weil erst dann, vorher nicht, eine Geldschwemme erfolgt und das Geld, welches den W&D gegenüber steht zu eine plötzlichen Erhöhung der Preise bewirkt.

Denkfehler?

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ gautama2 [#2]

Sehr schön erklärt. Daran ist kein Denkfehler, aber es paßt eben nicht in Franjo's Welt.
Mir scheint fast, daß Franjo eine Hyperinflation sehen "will".

FG "wollte" auch immer den Dax abstürzen und Gold auf 5000 sehen.

@Franjo

Willst Du mit Deiner Denkweise irgendetwas "verarbeiten"; oder warum postest Du immer und immer wieder den gleichen "Hyperinflationsgedanken" in allen Threads?

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Wir alle sehen die Welt, und auch und insbesondere die Trading-Welt, durch die Filter unserer subjektiven Wahrnehmung. Ohne Filter, ohne subjektive Interpretation, kann niemand die Wirklichkeit wahrnehmen.

Wenn ich DAX long bin, nehme ich Nachrichten ganz anders wahr, als wenn ich short bin. Das gleich gilt für Preisbewegungen. Der gleiche Preisrückgang nach einem all-time high ist für den, der long ist, ein retracement, das den Ausbruch bestätigt, und für den der short ist, das erste Anzeichen, daß er richtig liegt.

Wer einmal eine Hyper-Inflation erlebt hat, nimmt die Tatsachen und Nachrichten in diesem Zusammenhang anders wahr, als wir anderen, die wir das nur aus Büchern kennen. Franjo hat uns da etwas voraus. Ich finde es daher nicht so schlecht, daß er uns regelmäßig erinnert. Welche Folgerungen man daraus zieht, muß sich jeder selbst überlegen.

Richtig, von der Häufigkeit her sollte es nicht nerven, aber wie hier, in einem eigenen Thread, ist es allemal in Ordnung. Der wesentliche Wert vom Lesen und Austauschen in einem Forum kann meiner Meinung nach nur sein, andere Meinungen zu hören und nicht gleich zu verwerfen. Meinungen, die nicht der eigenen entsprechen, denn die braucht man nicht zu verstärken.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Asamat [#4]

Ja, da magst Du ja Recht haben.
Ich sprach nicht von diesem, sondern nunmehr fast jedem Thread, der etwas mit Haushalten, Währungen, Preisen oder Märkten und dergleichen zu tun hat.

Daß Menschen unweigerlich selektivwahrnehmen, ist schon klar. Ich mag Franjoi und seine ehrgeizige Art, Dinge mit großen Aufwand únd Mühe zu beschreiben. Aber dreimal, fünfmal, zehnmal, reicht mir völlig aus.
ich muß es nicht tausendmal hören.
Franjo erwartet eine Hyperinflation. Ok. Ich habe verstanden. Und damit kann es doch nun gut sein. In jedem Thread der gleiche Brei.

Ich hoffe Franjo nimmt mir meine Kritik nicht übel.

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#1]
@ scorpion260 [#5]

Aber dreimal, fünfmal, zehnmal, reicht mir völlig aus. Ich muß es nicht tausendmal hören. In jedem Thread der gleiche Brei.

Ich bitte Franjo und alle anderen darum nicht hunderte von Themen mit immer dem gleichen Inhalt zu eröffnen. Ein Thema zur Inflation und gut ist. Dann sind Informationen auch auffindbar. Es gab auf Terminmarktwelt schon einen Dauerposter, an jeder möglichen und unmöglichen Stelle zum steigenden Goldpreis, das war genau so abschreckend.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Richard Ebert [#6]

Sagen Sie's nicht mir. Ich sehe es genauso.

F
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Kein Thema. Wenn es mehrheitlich gewünscht wird, selbstverständlich.

Kritik ist übrigens jederzeit willkommen. Nur so ergeben sich neue Diskussionspunkte.

Abschliessend will ich nur noch in den Raum stellen, dass man sich niemals 100 %ig -genausowenig wie ein Gläubiger einem verschwenderischen, undisziplinierten Schuldner gegenüber- auf Versprechungen eines Geldzeichenemittierenden Garanten verlassen sollte.

Letztendlich wird dieser immer nach der politischen Pfeife tanzen müssen.

Und ich glaube nicht, dass die nun schon mehr als 85 Jahre alten Dokumente an Informationsgehalt verloren haben.

Wenn es im Staatshaushalt finanziell eng wird muss die Notenpresse her, meines Erachtens war es so, ist es so und wird immer so bleiben.

Versteht die Warnungen meinerseits als Hinweis. Wenn schon die breite Masse am Ende die Zeche zahlen wird, sollten wenigstens die TMW-Leser nicht dazugehören :o)

Ihr versteht wie ich meine ?

F
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ gautama2 [#2]

Es ist nun schon einige Jahre her, dass ich hier im Forum über den Spike in einem Diagramm des US-Rechnungshofes geschrieben hatte.

Der Spike stellte gut 2 Billionen US-$ an fälligen Anleihen dar.

Allein diese Grafik war mir schon damals nicht ganz kosher.

Wem fehlte und fehlt denn hauptsächlich das Geld ? Richtig, dem Staat. Und dieser greift jetzt so richtig in die Kiste. Nicht nur das die sogenannten Rettungsaktionen alle auf Pump laufen, nein, unter dem Vorwand der drohenden Rezession wird das Defizit des Staatshaushaltes auf ein solch ungesundes Mass aufgebläht, dass zukünftige Reduzierungen auf Basis der aktuellen Steuereinnahmen überhaupt nicht mehr möglich sein werden.

Wie war das nocheinmal mit den Stabilitätsgrundsätzen und der Staatsverschuldung bzw. dem Haushaltsdefizit, festgelegt als "Maastricht-Kriterium" ? Die sind doch heute das Papier nicht mehr wert, auf dem sie geschrieben wurden.

Scorpion wirft mir vor, ich wolle eine Hyperinflation sehen.

Nein Scorpion, ich analysiere die gesamte Gemengelage und vergleiche diese mit der persönlich schon erlebten Situation und komme persönlich zu dem Schluss, dass hier eine ungesunde Entwicklung stattfindet. Dein Festhalten an der Theorie und den guten alten Zeiten in Ehren. Aber hier beginnt etwas ziemlich stark aus dem Ruder zu laufen.

Und was ich bestimmt nicht mehr will, ist irgendein Gequatsche von Leuten auf höchster Ebene zu hören, die von Tuten und Blasen überhaupt keine Ahnung haben.

Sucht Euch die Zahlen heraus, analysiert diese und zieht Euch Eure eigenen Rückschlüsse daraus. Wenn man TV-Diskussionsrunden etc. verfolgt ist es doch schon erstaunlich, wie wenig Ahnung sogenannte Spezialisten von der ganzen Materie haben und die breite Masse, die ja noch weniger Ahnung davon hat, mit rhetorischen Nebelbänken zulabern.

Warum crasht denn der DAX oder andere Aktienindizes nicht ? Warum crashen die Anleihemärkte nicht ?

Weil es eben nicht im Lehrbuch steht, was man in einer Situation macht, wenn ein Geldzeichenemittent bzw. die Regierung die diese benötigt sich einen Dreck um das Lehrbuch schert.

http://www.bundesarchiv.de/aktenreichskanzlei/1919-1933/0020/str/str1p/kap1_2/para2_12.html

gautama2
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#9]
Und was ich bestimmt nicht mehr will, ist irgendein Gequatsche von Leuten auf höchster Ebene zu hören, die von Tuten und Blasen überhaupt keine Ahnung haben.

Also so macht mir das hier keinen Spaß. Ab jetzt auf der Ignorierliste, sorry.

F
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Kein Problem.

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ gautama2 [#10]

Ach was, Quatsch, sei nicht gleich beleidigt;-).

@ Paljusevic, Franjo [#9]

Ich will Dir überhaupt nichts vorwerfen. Und ich halte auch an nichts fest. In Teilen stimme ich Dir sicher zu. Vielleicht magst Du auch Recht bekommen letztendlich, die Zeit wird es zeigen. Ich hoffe es jedoch um unser aller Wohl natürlich nicht, verständlicherweise.

Ich will doch einfach nur, daß Du Deine Thesen in einem oder zwe Threads beläßt und nicht jeden Thread damit "beehrst". Ist das denn zu viel verlangt? Warum bist DU deswegen auf einmal so gereizt?

Was ist denn in den 45min zwischen #8 und #9 passiert, daß es Dich so verbissen gemacht hat?

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@gautama

@Franjo

Ich würde jetzt schlafengehen. Wenn die Herren denn erlauben*g.
Hoffentlich liegen morgen früh keine leichen hier rum;-).

Gute Nacht.

dhp05
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Franjo analysiert?

Ach was!

Mit seinem " es ist doch gar nichts passiert" -thread angefangen, nit seinen fortlaufenden Kommentierungen zu Notenbank- und Staatspolitik der wirtschaftlich führenden Länder, sieht der eins nicht:

Dem TMW wäre der Strom abgestellt, wenn die Banken nicht gerettet worden wären.

Keiner von uns schmalspurzockern hätte noch ein Betätigungsfeld!

Wie gro0 isr eigentlich staatliche Macht, wenn es der entsprechende Staat ist, dass er die Zockergemeinde wieder zu leben erwecken muß, damir die wieder darauf wetten kann, ob die staatlichen Maßnahmen die richtigen waren?

Man kann auf alles zocken. Aber wenn man dann schon zockt. Auf Jugoslawien zockt man anders als auf die USA.

Der Franjo müßt halt doch mal zu der Erkenntnis kommen "es ist was passiert"

Der Markt, auf dem wir kleinen Hansel rumzocken, ist gerettet worden!

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Ja das ist auch so ein Thema für sich.
Sollen doch alle millionenmal das Gleiche posten. Die Zeit wird schon zeigen, wer dann richtig lag.

F
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Ich denke, dass wir uns hier schon zu lange kennen, um wegen Lapalien wie diesen "eingeschnappt" zu sein.

Auch wenn es sich desöfteren in der Schreibweise so anhört, ich bin nicht verbissen oder verärgert. Nein, ich versuche meinen Standpunkt möglichst eindrücklich darzulegen.

Es gibt aktuell zuviele Ungereimtheiten die ich sehe, wenn ich die historische Schablone auf die heutigen Ereignisse lege.

Überall hört man, dass es kein Problem für den Geldwert bzw. die zukünftige Inflation sei, wenn sich Staaten übermässig verschulden -auch wenn es aktuell offiziell darum geht einen Wirtschaftsabschwung bzw. eine Rezession zu verhindern-.

Dann lese ich den Bericht des Reichsbankdirektoriums aus dem Jahre 1923 in dem genau das Gegenteil von dem steht, was heute gängige Praxis ist.

Nennt mich altmodisch, aber ich gestehe dem damaligen Bericht einen hohen Wahrheitsgehalt zu.

Sicher wäre der Ofen schon längst aus, wenn die Notenpresse nicht angeworfen und die daraus entstandene Liquidität in das System gepresst worden wäre. Aber was wurde denn letztendlich an der Problematik geändert ? Meines Erachtens gar nichts. Er wurde Zeit gewonnen.

Banknoten sind für mich schon seit einiger Zeit nichts weiter als Schuldscheine. Beim Euro kommt noch dazu, dass sie eine miserable graphische Gestaltung haben :o)

Man kann also langfristig dem Gläubiger vertrauen und diese Schuldscheine langfristig akzeptieren oder in weiser Voraussicht diese Schuldscheine in andere werthaltige Dinge konvertieren. Es muss ja nicht alles sein.

Nichtsdestotrotz, wenn meine Beiträge desöfteren etwas an den Nerven der werten TMW-Leserschaft sägen sollten, bitte ich diesbezüglich um etwas Nachsicht.

Trotzallem wünsche ich Euch allen weiterhin viel Erfolg beim Handeln.

*****Es gibt vielleicht mehr oberflächliche Geister in der großen Welt als in den unteren Gesellschaftsschichten.(Luc de Clapiers Marquis de Vauvenargues)*****

Kobban
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#16]

Geld ist vermutlich nicht im Hinblick auf seine Tausch vermittelnde Funktion, sondern als Zeichen für unausgeglichene Leistungsverhältnisse entstanden.

Vor 300 Jahren war Staatsverschuldung das 1a-primäre Instrument der Geldschöpfung, und auch Banknoten waren zunächst ja als (übertragbare) Schuldscheine konzipiert. Doch man mußte immer wissen, wer der Schuldner ist und ob man seiner Zahlungsfähigkeit vertrauen kann oder nicht.

Erst in "jüngster" Zeit scheint diese Einschränkung aufgegeben worden zu sein. Schuldner ist nun (wenn man diese Bezeichnung überhaupt noch erlaubt ist) die Wirtschaft selbst, die sich selbst das Geld schuldet, das sie inflationär und manchmal auch deflationär zirkulieren läßt.

Zahlungsfähigkeit kann doch nicht mehr anders als in der Form einer Garantie der Verwendbarkeit des Geldes gewährleistet werden. Unwahrscheinlichkeit und Wahrscheinlichkeit des Vertrauens ins Geld (und zunehmend ins Verschuldungsgeld) konnten bisher noch immer als ein die Weiterevolution ermöglichender Faktor dienen, weil erstaunlich paradoxe Lösungen gefunden wurden.

Superultraneue Finanzinstrumente müssen her, allerneueste Formen der Geldschöpfung, die die Rolle einer "Weiterberuhigung" so spielen, dass alle möglichen Mißtrauens-Sintfluten verebben.

Ob ich meine was ich schreibe, weiß ich nicht - und wenn ichs wüßte, müßte ichs für mich behalten. Was ist schon Meinung!

Was haste denn gegen Zeitgewinnen? Der Schnellere kann zwischendurch was anderes tun! Das Finanz-/Wirtschaftssystem ist für sich selbst entropisch, wenn Anschlußelemente/Nächstelemente gleichwahrscheinlich sind. Und gerade im Falle von Entropie fehlt Anschlußfähigkeit und damit auch Zeitgewinn. Entropie bezeichnet den Grenzfall, in dem das Finanzsystem aus sich selbst heraus zum puren Zufall würde.

F
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Krepierte Kredite, Explodierende Preise - Eine sehr interessante Arte-Dokumentation.

Leider kann ich den vierten Teil nirgends finden.

http://www.youtube.com/watch?v=Hq3fhJFU9Ao
(Teil 1)

http://www.youtube.com/watch?v=wyeV-qckMfc&feature=related
(Teil 2)

http://www.youtube.com/watch?v=20tyIgmJ_Wo&feature=related
(Teil 3)

http://www.youtube.com/watch?v=cWuxxI8rRYI&feature=related
(Teil 5)

http://www.youtube.com/watch?v=QAEsHdiLM9A&feature=related
(Teil 6)

Asamat
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Franjo,

es gibt durchaus einen fundamentalen Unterschied zwischen damals und heute: heute ist sehr viel mehr über Volkswirtschafts- und Geldtheorie geforscht worden und bekannt. Auch wenn das Wissen und die Theorien auf diesem Gebiet, verglichen mit Naturwissenschaften, oft vage und ungenau sind, ist es doch um Lichtjahre mehr, als man damals wußte. Auch mit mathematischen Werkzeugen und Rechnern zur Simulation hat man viel mehr Möglichkeiten als damals.

F
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Asamat [#19]

Das ist sicherlich richtig.

Nur ein wichtiger -wesentlicher- Faktor ist im Grunde gleich geblieben und wird auch in Zukunft immer derselbe sein.

Wenn die Staatskasse leer ist und man ansonsten keine weiteren Finanzierungsmöglichkeiten hat, muss die Notenpresse herhalten und daraus folgt über kurz oder lang, dass die Staatsschulden auf die Bevölkerung in Form von Geldentwertung übertragen werden.

Da ändern auch meines Erachtens das neue Wissen über moderne volkswirtschaftliche Theorien oder computergestützte mathematische Simulationen nichts daran.

Dieser Faktor ist quasi "zeitlos".

Richard Ebert
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#16]

Nichtsdestotrotz, wenn meine Beiträge desöfteren etwas an den Nerven der werten TMW-Leserschaft sägen sollten, bitte ich diesbezüglich um etwas Nachsicht.

Sie dürfen gerne tausende von Beiträgen schreiben, aber bitte alle zum gleichen Thema auch unter der gleichen Überschrift. Und nicht unter ganz anderen Themen wieder automatisch auf immer das Gleiche zurückkommen.

Beispiel: Lexikon Silber, das nur Fakten zum Silberpreis nennen sollte. Schon sind Sie wieder bei Geldentwertung und unkontrollierter Geldmengenentwicklung, beim Gold und Ihren Daytrading-Spekulationen in Silber Futures. Mit Lexikon hat das alles nichts zu tun.

Rückrufservice
Beschreiben Sie bitte Ihr Anliegen, damit wir uns auf den Rückruf vorbereiten können.
Ja, ich habe die Datenschutzerklärung zur Kenntnis genommen und willige ein, dass die von mir angegebenen Daten inklusive der Kontaktdaten zwecks Bearbeitung der Anfrage und für den Fall von Anschlussfragen elektronisch erhoben und gespeichert werden. Meine Daten werden dabei nur streng zweckgebunden zur Bearbeitung meiner Anfrage genutzt und nicht ohne Einwilligung weitergegeben. Diese Einwilligung kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden.

Register now

Jetzt registrieren und ZMP Live+ 14 Tage kostenlos testen!
  • Dauerhaft kostenfrei
  • Keine Zahlungsinformationen erforderlich
Hilfe?

Sie haben Fragen zu ZMP Live? Unser Team steht gerne hilfsbereit zu Ihrer Verfügung. Senden Sie uns gerne eine Nachricht:

Es gilt unsere Datenschutzerklärung