DowJones Index und sein Desaster
hallo,
beim DJ findet alle paar Jahre eine Runderneuerung statt.
EastmanKodak war mal im Index. Citigroup, AiG und GM wurden ebenfalls entfernt. GE ist auch gefährlich nahe an der Tischkante gewesen.
Mit Abstand betrachtet, muss ich sagen, dass diese Baisse dem Index unglaublich stark zugesetzt hat und dass dies vermutlich nur wenige so vorrausgesehen haben.
Die Medtechwerte und die Pharmawerte haben ebenfalls gelitten und die Aussichten sind eher eingetrübt. Hier rächt sich der enorme Anstieg seit den achtziger Jahren.
Prinzipiell ist hier viel Luft nach unten und wer zu einem falschen Zeitpunkt long geht, läuft Gefahr, Monate oder Jahre zu warten bis er den Einstiegskurs wiedersieht.
Meine Gefühle für den US Markt sind zwiespältig. Und der schwächere Dollar lässt mich abwarten.
Grüsse
Marzell
@ Marzell [#1]
wer zu einem falschen Zeitpunkt long geht, läuft Gefahr, Monate oder Jahre zu warten bis er den Einstiegskurs wiedersieht.
Ihr Satz trifft auf alle Märkte zu, ich kann dem nur zustimmen.
Im langfristigen Vergleich hat sich jedoch das durchschnittliche Verhältnis von Dow und Dax nicht wesentlich geändert.
Langfristige Vergleiche zwischen Dax und Dow stimmen so nicht. In den Dax sind vieljährige Dividenden eingerechnet worden, in den Dow Aktien werden sie vierteljährlich ausgezahlt und müssten dazugerechnet werden.
Hat jemand entsprechende Zahlen oder Grafiken ?
@ Richard Ebert [#2]
In den Dax sind vieljährige Dividenden eingerechnet worden, in den Dow Aktien werden sie vierteljährlich ausgezahlt und müssten dazugerechnet werden.
Das ist nicht der einzige Unterschied. Der DJIA wird preisgewichtet, d. h. eine hochpreisige Aktie wie IBM beeinflußt den Index stärker als niedrigpreisige Aktien wie Alcoa. Da die Aktien obendrein redaktionell ausgewählt werden, stellt der DJIA also in erster Linie einen subjektiv konzipierten Stimmungsindikator dar.
Beim Dax hingegen wird sowohl bei der Zusammensetzung als auch bei der Wichtung der einzelnen Aktien ihre Marktkapitalisierung und der Umsatz berücksichtigt. Somit scheint der Dax ein erheblich objektiverer, finanzwirtschaftlich fundierter Indikator zu sein.
Umso erstaunlicher, daß der Dax trotzdem ständig dem DJIA hinterherläuft. Daraus kann man eigentlich nur den Schluß ziehen, daß es am Aktienmarkt keinen stärkeren Einflußfaktor als "Stimmung" gibt.
@ Livetour [#3]
daß der Dax trotzdem ständig dem DJIA hinterherläuft. Daraus kann man eigentlich nur den Schluß ziehen, daß es am Aktienmarkt keinen stärkeren Einflußfaktor als "Stimmung" gibt.
Hm. Man könnte auch den Schluß ziehen, daß auf lange Sicht die im Dow enthaltenen Unternehmen ertragsstärker sind als die im Dax ...
@ Asamat [#4]
Wenn ich Dax und Dow sehe, dann sehe ich die Ähnlichkeit, nämlich die gleichförmige Bewegung.
Wenn Du auf Dax und Dow schaust, dann siehst Du den Unterschied, nämlich die auseinanderdriftenden Amplituden.