Richard Ebert
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Droht uns die grosse Inflation ?

Christian von Bechtolsheim: „Die Inflation wird unvermeidlich sein“

Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (28.01.09) - Herr von Bechtolsheim, die Regierungen pumpen enorme Beträge in die Wirtschaft. Wie werden wir dieses Geld wieder los? Droht den Anlegern eine große Inflation?

Diese Frage stellt sich noch nicht. Jetzt geht es darum, diese riesigen Schulden aus der Welt zu bekommen, die sich angehäuft haben. Im langjährigen Durchschnitt betrug die Verschuldung aller amerikanischen Marktteilnehmer ungefähr das 1,4-fache des amerikanischen Bruttoinlandsprodukts.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub48D1CBFB8D984684AF5F46CE28AC585D/Doc~E96CBE139E4A6476EA5EEC3470DB17C91~ATpl~Ecommon~Scontent.html)

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Richard Ebert
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Norbert Walter: "Gelddrucken ohne Ende – ist Inflation unvermeidlich?"

Der Chef von DB Research selbst, Norbert Walter, griff in die Tasten, um sich zum Thema "Gelddrucken ohne Ende – Inflation unvermeidlich?" zu äußern. Hier sein Kommentar:

"Um die Auswirkungen der Wirtschaftskrise zu begrenzen, weiten Zentralbanken rund um den Globus die Geldmenge aus. Diese expansive Politik nährt zunehmend Inflationssorgen. Doch so einfach die Geldmenge ausgeweitet wird, so ist es ebenso möglich, sie wieder zurückzufahren – wenn der Wille dazu besteht.

Derzeit sind alle Betrachter mehr oder weniger entwurzelt.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.institutional-money.com/cms/news/uebersicht/artikel/?tx_ttnews[tt_news]=3984&tx_ttnews[backPid]=11&cHash=f793482ead)

Richard Ebert
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Billionenprogramm für die Konjunktur - Angst vor Mega-Inflation wächst

Von Christoph Rottwilm

Der Spiegel, Hamburg (05.04.09) - Die G-20-Regierungschefs lassen sich wie Heilsbringer feiern: Billionen von Dollar nehmen sie in die Hand, um die weltweite Rezession zu bekämpfen. Doch die Rechnung zahlen andere. Neben den Steuerzahlern bluten vor allem die Sparer - ihnen droht eine gewaltige Inflation.

Fünf Billionen Dollar. Auf diese Zahl bezifferte der britische Premier Gordon Brown während des G-20-Gipfels in London die gesamten Konjunkturhilfen weltweit bis Ende kommenden Jahres. Die gewaltige Summe ging bei all den ambitionierten Ankündigungen zur Regulierung der Finanzmärkte, zur Aufsicht von Hedgefonds, zur Deckelung von Managergehältern und zur Austrocknung von Steueroasen fast unter.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: -> http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,617264,00.html)

Richard Ebert
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In der Ferne wächst die Inflationsgefahr

Von Philip Plickert

Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (15.04.09) - Seit den Erfahrungen des zwanzigsten Jahrhunderts sind die Deutschen äußerst wachsam, wenn tatsächliche oder scheinbare Gefahren für die Währungsstabilität drohen. Die Hyperinflation der zwanziger Jahre und die Geldentwertung nach dem Zweiten Weltkrieg haben ein historisches Trauma hinterlassen. Viele Bürger schauen derzeit weniger auf die leicht sinkenden Preise, sondern richten den Blick in die mittlere Zukunft: Da baut sich nach Ansicht vieler Ökonomen ein erheblicher Inflationsdruck auf, weil die Notenbanken die Geldschleusen in beispielloser Weise geöffnet haben. Nach Umfragen haben 70 Prozent der Deutschen Angst vor Inflation. Einige versuchen schon, ihr Vermögen durch den Kauf von Sachwerten - etwa Gold oder Immobilien - zu schützen.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: -> http://www.faz.net/s/Rub050436A85B3A4C64819D7E1B05B60928/Doc~E763AE08524394997885EE559984F851A~ATpl~Ecommon~Scontent.html)

Richard Ebert
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HWWA Institut warnt: Inflation ab 2010 deutlich über 5 Prozent

Das Hamburger Wirtschaftsforschungsinstitut HWWI erwartet mittelfristig eine hohe Inflation in Deutschland. "Die Preise werden sich in diesem Jahr allenfalls für kurze Zeit leicht nach unten bewegen. Für die Jahre nach 2010 wird heute aber die Saat ausgesät, die zu höheren Inflationsraten führen wird. Ich rechne mittelfristig mit Inflationsraten von deutlich über fünf Prozent", sagte HWWI-Direktor Thomas Straubhaar der "Berliner Zeitung". "Historisch betrachtet waren Phasen hoher Arbeitslosenraten immer auch Phasen steigender Löhne und Preise.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.n-tv.de/1143577.html)

F
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Es gibt doch mehr Leute als gedacht, die sich über die besorgniserregenden Ausmasse der ausufernden US-Staatsschulden Gedanken machen.

Sehr lesenswert:

http://www.inflation.us/

http://www.shadowstats.com/

http://www.shadowstats.com/article/hyperinflation

F
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Es kursieren auch seit längerem Vermutungen, der Dollar könnte durch eine neue nordamerikanische Währung -dem "Amero"- abgelöst werden. Offiziell werden solche Pläne verneint.

Anbei eine möglicherweise scherzhafte Abbildung einer probeweisen Amero-Banknote.

http://en.wikipedia.org/wiki/Amero

Bild entfernt.

F
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scorpion260
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@ [#5]

"Historisch betrachtet waren Phasen hoher Arbeitslosenraten immer auch Phasen steigender Löhne und Preise."

Warum sollen Löhne steigen wenn es mehr Arbeitslose gibt, und wie können Preise steigen wenn sich diese mehr Arbeitslosen weniger leisten können?!

F
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Niemand soll dem Irrglauben unterliegen, die breite Masse der Bevölkerung würde weitere Kaufkraftverluste durch eventuell dauerhaft sinkende Reallöhne einfach so hinnehmen.

Ich denke, das meinen im Grunde auch der DGB-Vorsitzende Michael Sommer und die Kandidatin für das Amt des Bundespräsidenten Gesine Schwan.

Eine Inflationierung der Wirtschaft mit steigenden Löhnen, aber auch parallel dazu steigenden Preisen ermöglicht einen Zeitgewinn und stellt die Leute für einen begrenzten Zeitraum zufrieden.

hardworker
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@ scorpion260 [#9]

wenn viel Angebot auf dem Arbeitsmarkt besteht und wenig Nachfrage, dann wird Arbeit wahrscheinlich billiger.

Die dramatisch gesunkenen Ölpreise bringen wenigstens eine kleine Entlastung, in der Summe angeblich 1500 Mrd. $. Auch die billigeren anderen Rohstoffe (Kupfer hat sich ebenfalls geviertelt und ist wegen der aufkeimenden Hoffnung wieder ganz schön angesprungen) entlasten Konsumenten und verarbeitende Industrie.

Andererseits sind viele Projekte der Ölproduzente auf Eis gelegt, weil das Schlaraffenland (m.E. vorübergehend) geschlossen hat. Viele dieser Prestige-Objekte waren allerdings aus meiner Sicht nie dazu geeignet, etwas zu erwirtschaften, was mit akzeptabler Rendite zu tun hat.

Insgesamt gehe ich davon aus, daß die Preissteigerungsrate auf mehrere % p.a. steigt. Das Wort Inflation ist in diesem Zusammenhang irreführend, man sollte es erst ab ca. 5% und mehr benützen, also so wie in den Prognosen des HWWI im obigen Artikel von RE.

MfG

hw

scorpion260
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@ Paljusevic, Franjo [#10]

"Eine Inflationierung der Wirtschaft mit steigenden Löhnen, aber auch parallel dazu steigenden Preisen ermöglicht einen Zeitgewinn und stellt die Leute für einen begrenzten Zeitraum zufrieden.
"

Das hat doch aber nichts mit meiner Frage zu tun.
Es kann keine Inflationierung geben, wenn immer mehr Menschen arbeitslos sind, und Arbeitslose handeln keine Lohnerhöhungen aus, weil sie keinen Lohn, sondern ALG bekommen. Deshalb haben steigende Arbeitslosenzahlen nichts mit steigenden Löhnen gemein, und steigende Preise kann es, zumindest aus dieser Konstellation, ebenso nicht geben.
Für eine Inflationierung MUß die Nachfrage stärker steigen als das Angebot, bei höheren Arbeitslosenzahlen sehe ich das eher nicht kommen,
da die reale Kaufkraft eher sinkt.

Eine Preissteigerung von mehreren % in zwei bis drei Jahren, warum nicht. Bis dahin wird es aber wieder ein vorzeigbares Wachstum geben, mit wieder steigender Beschäftigung, und dann sicherlich auch höheren Lohnabschlüssen, und somit höherer realer Kaufkraft und damit steigender Nachfrage, die vermutlich auch noch auf ein mittlerweile verknapptes Angebot trifft. So wird ein Schuh draus.

Hardworker hat es schön beschrieben.

F
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12 Jahre 9 Monate

Alles schön und gut, wenn man es auf nationaler Basis betrachtet.

Die Inflationierung hat aber ihre Wurzeln in den USA und diese wird durch die Geldschwemme in Richtung Weltwirtschaft auch die globalen Produktionskosten erhöhen.

Es gibt genügend Beispiele von Ländern mit hoher Inflation, die auch gleichzeitig hohe Arbeitslosenraten haben bzw. hatten.

Im Endeffekt wird eine Art Umverteilung in Gang gesetzt, welche die Leute in den "Industrienationen" zwingen könnte im Falle auch grösserer Arbeitslosigkeit Assets zu verkaufen, was in den entsprechenden Bereichen, in denen das Angebot steigt erst einmal Preisdämpfend wirkt (z.B. Immobilienmarkt).

Allerdings wird dies nichts daran ändern, dass eine globale Inflationswelle in Gang gesetzt wurde, die nicht mehr aufzuhalten sein wird.

Das Problem in einer globalisierten Welt ist, dass man -nehmen wir Deutschland als Beispiel- den global erzielbaren Preis für ein Produkt zahlen muss, unabhängig davon, ob es sich die einheimische Bevölkerung durch ihr monatliches Einkommen leisten kann oder nicht.

Nehmen wir doch einen neuen VW-Golf als Beispiel. Hierzulande ärgert man sich über den doch recht hohen Bar-Verkaufspreis, der noch vor der "Finanzkrise" zustandekam.

Warum ist der VW-Golf denn nun so teuer geworden ?

Weil es im Ausland genügend Käufer gab, die bereit waren diesen -für hiesige Verhältnisse doch ziemlich hohen- Preis zu zahlen.

Die Inflation wird meiner Meinung nach unabhängig von nationalen Arbeitslosenzahlen stark ansteigen.

hardworker
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@ Paljusevic, Franjo [#13]

Wenn das Angebot, zB am Immomarkt preisdämpfend wirkt, wie Du schreibst, wodurch entsteht dann die Inflation?

MfG

hw

Asamat
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@ Paljusevic, Franjo [#10]

"Niemand soll dem Irrglauben unterliegen, die breite Masse der Bevölkerung würde weitere Kaufkraftverluste durch eventuell dauerhaft sinkende Reallöhne einfach so hinnehmen."

Natürlich wird sie das hinnehmen, was soll sie denn sonst tun?

Revolutionen fanden in Deutschland schon in der Vergangenheit nicht statt, dazu sind wir alle viel zu ordentlich. Und heutzutage sind zudem alle viel zu bequem für große Aufstände. Glaubst Du (oder Sommer oder Schwan) wirklich, beispielsweise die Opel-Mitarbeiter werden in Berlin Schaufenster und Autos zertrümmern? Was soll das bringen? Das ändert auch nichts daran, ob das Unternehmen profitabel ist oder nicht. Bloß weil sich rechte und linke Radikalinskis gerne in Berlin mit der Polizei prügeln, heißt das noch lange nicht, daß der normale Bürger oder Arbeiter das auch tun.

Richard Ebert
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12 Jahre 9 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#13]

Nehmen wir doch einen neuen VW-Golf als Beispiel. Hierzulande ärgert man sich über den doch recht hohen Bar-Verkaufspreis, der noch vor der "Finanzkrise" zustandekam.

Warum ist der VW-Golf denn nun so teuer geworden ?

Weil es im Ausland genügend Käufer gab, die bereit waren diesen -für hiesige Verhältnisse doch ziemlich hohen- Preis zu zahlen.

Die Inflation wird meiner Meinung nach unabhängig von nationalen Arbeitslosenzahlen stark ansteigen.

Das würde aber doch bedeuten, dass dann, wenn im Ausland nicht mehr so hohe Preise für den VW Golf gezahlt würden, die Inflationsrate unabhängig von nationalen Arbeitslosenzahlen stark fallen würde ?

Was hat denn der Verkaufspreis für den Gold im Ausland mit der Inflationsrate in Deutschland zu tun ?

scorpion260
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@ Paljusevic, Franjo [#13]

Wie schaffst Du es jedesmal, solche volkswirtschaftlichen Granaten hinzulegen?;-)))

F
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12 Jahre 9 Monate

Ich bringe es einfach einmal auf einen Nenner.

Inflationen -und nicht Deflationen- haben die Angewohnheit durch ein, den allgemeinen Lohnzuwächsen immer vorauseilenden Anstiegs des allgemeinen Preisniveaus (und das ist bzw. war in Deutschland, wie auch im ganzen Euro-Raum - spätestens seit der Euro-Einführung- der Fall), den Lebensstandard breiter Bevölkerungsmassen durch das Absinken der Kaufkraft zu reduzieren.

Deflationen entstehen nicht in einer sich kontinuierlich immer weiter aufblähenden Geldmasse, sondern durch eine Schrumpfung der umlaufenden Geldmenge, sei es durch geldpolitische Aktionen der jeweiligen Zentralbank im "falschen Moment" (starke Zinserhöhungen unabhängig von der jeweiligen wirtschaftlichen Situation - bestes Beispiel 1987er Crash oder Japan Ende der 1980er / Anfang der 1990er) oder durch eine "natürliche Verknappung" des Geldes aufgrund seiner Golddeckung (1929er Crash - Weltwirtschaftskrise der 1930er Jahre).

Da wir eben in keiner dieser Phasen sind, sondern ganz im Gegenteil in einer gigantischen Geldblase die immer weiter aufgepumpt wird, kann ich gar nicht anders als immer wieder vor den mittel- bis langfristigen Folgen zu warnen.

Man kann die Preise, wie auch die Löhne -national- über eine gewisse Zeit "anstauen", aber das lässt den aus der Notenpresse stammenden "Inflationsdruck" nicht verschwinden.

Das Beispiel mit dem VW Golf zeigt doch ganz eindringlich, dass es Käuferkreise in anderen Teilen der Welt gibt, die sich solche Wagen -zu diesen Preisen- leisten können. Sei es weil es dort keinen Lohn-/Preis Stau gibt, sei es weil inflatorisches Geld zu Hauf vorhanden ist, das Produkte sucht.

Viele werden sich umschauen, wenn der "Tiefpunkt der weltweiten Rezession" durchschritten ist -nämlich dann, wenn das FED-Schwemmgeld in der Wirtschaft ankommt- und die Auftragsbücher wieder voller werden. Und was passiert mit voller werdenden Auftragsbüchern und den Aufträgen die mit "Notenbankgeld" bezahlt werden ?

Mehr Nachfrage = höhere Preise = dickere Bilanzen = mehr Arbeitsplätze = Stinkefinger von den Arbeitnehmern, wenn Lohnverzicht gefordert wird = höhere Löhne = Oh, Wunder - wo kommt denn die Inflation (Geldentwertung) her ?

Und da bin ich mir absolut sicher. Die Beobachtung der gängigen Notenbankpolitik weltweit - wie auch die US-Schuldenproblematik lassen mich persönlich zu gar keinem anderen Schluss kommen.

Ich bin dabei so frei und respektiere eventuell gegenteilige Meinungen.

Richard Ebert
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12 Jahre 9 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#18]

Mehr Nachfrage = höhere Preise = dickere Bilanzen = mehr Arbeitsplätze = Stinkefinger von den Arbeitnehmern, wenn Lohnverzicht gefordert wird = höhere Löhne = Oh, Wunder - wo kommt denn die Inflation (Geldentwertung) her ?

Oder: Mehr Nachfrage = niedrigere Stückkosten durch höhere Automatisierung = gleichbleibende Preise bei weniger Arbeitsplätzen = gleichbleibende Löhne = keine Geldentwertung ?

Ihr 'Da bin ich mir absolut sicher' habe ich hier im Forum schon früher gelesen, z.B. bei Ihrer Hausse Spekulation über Optionsscheine an der japanischen Börse.

Was mich aber viel mehr interessiert: Was bedeutet Ihr Inflationsszenario in Ihrer Theorie

a) für die Zinsen (10 Jahres Bundesanleihen) und
b) für den Dax (2 Jahre nach den Beginn einer Inflation)

wenn wir eine Geldentwertung von 5 % oder alternativ 10 % und 20 % pro Jahr für 2 Jahre annehmen ? Denn nach Ihrer Meinung kommt die Inflation nach dem Tiefpunkt der weltweiten Rezession - an vielen Börsen haben die Indices bereits 30, 50 oder 100 % gewinn - also vielleicht in den nächsten Wochen ?

scorpion260
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@ Paljusevic, Franjo [#18]

Ich möchte Deine Bildung nicht in Frage stellen. Aber findest Du nicht, daß Du manche Dinge zu extrem und zu prinzipiell siehst?

Und wenn dem so wäre, was würde es Dir bringen?

Deine Vergangenheit in allen Ehren, aber Du tust Dir selbst damit keinen Gefallen.

Du tust Dir selbst damit keinen Gefallen, weil es zu einer gewissen Wahrnehmensverzerrung führt, die Du Dir weder leisten solltest noch (wenn Du selbst handelst) leisten kannst.

Gruß

Scorpion

F
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12 Jahre 9 Monate

Meiner Meinung nach werden auch zukünftig keinerlei Massnahmen zur Inflationseindämmung seitens der wichtigsten Notenbanken unternommen werden. Es gibt auch -im Gegensatz zur früheren Politik der Notenbanken- keinerlei Spielraum mehr für eine Rückkehr zu einer solchen Stabilitätspolitik.

Glauben Sie etwa, solch eine Praxis ist ein Garant für stabile Preise ?

Lassen Sie mich folgende Prognose als Beantwortung Ihrer Fragen machen:

Wenn eine Geldschwemme eine jahrelang ausbalancierte Wirtschaft überflutet, so ist das Ergebnis immer ein Preisanstieg auf breiter Front und die Zerstörung ehemals bestehender Stabilitätsgrundsätze. Stückkosten-Theorien sind dann fehl am Platze. Wenn ein Geldüberhang besteht und der höchste erzielbare Preis irgendwo am globalen Markt realisiert werden kann, steigt das Preisniveau automatisch.

Das erste volle Jahr der "Megakrise" ist im Herbst erreicht. Der Herbst 2009 wird meines Erachtens auch der Start sein für einen -auf einer Welle euphorischer positiver Meldungen über das Überstehen der Krise reitenden- neuen Boom der Wirtschaft. Dieser Boom ist allerdings als neue inflationäre Blase zu sehen, die durch die initiierte Geldschwemme der Federal Reserve ausgelöst wurde.

Zinserhöhungen werden in dem Wissen um die Fragilität des "beginnenden Wirtschaftsaufschwungs" hintenangestellt. "Es war ja lange genug Krisenzeit, jetzt wollen wir die zarte Erholungspflanze schön gedeihen lassen und bloss nicht das stabile Wachstum stören."

Zwischenzeitlich steigt die Geldmasse immer weiter an.

Durch die Nullzinspolitik - wie auch die Anleihekäufe der Federal Reserve bewegen sich die Kurse der Staatsanleihen auf hohem Niveau. Global eingespannt, werden auch die anderen wichtigen Notenbanken ihre Niedrigzinspolitik verfolgen, was auch auf deren Rentenmärkte sehr stabilisierend wirkt und die Renditen unten hält.

Aufgrund der postiv verlaufenden Wirtschaft und immer neuer positiver Daten erholen sich die globalen Aktienmärkte in einem sehr schnellen Tempo.

Die USA sind allerdings aufgrund der hohen kurzfristigen Schulden gezwungen immer weiter von der Notenpresse abhängig zu werden, da die in immer kürzeren Zeitabständen, immer grösser werdenden Beträge fälliger Anleihen und Anleihe-Neuemissionen schon gigantische Ausmasse angenommen haben. Mittlerweile wird man schon über 2 - 3 Billionen US-$ reden, die "jährlich" aufgenommen werden müssen.

Steigende Inflationsraten werden aber im Hinblick auf die Stabilisierung der Wirtschaft hingenommen. Die Folge wird Geldentwertung sein, die meines Erachtens Aktien-, Rohstoff- und Immobilienpreise rasant ansteigen lassen wird. Durch das Unvermögen -aufgrund der ausgeuferten Staatsverschuldung- die Zinsen dem Wirtschaftswachstum realistisch anzupassen bzw. auf dem Nullpunkt zu belassen, wird sich die Inflationsspirale immer schneller drehen.

Aktuell wird der Inflationskreisel erst in Gang gesetzt.

Wie stark die heutige FED-Politik von historischen geldpolitischen Massnahmen abweicht bzw. gezwungenermassen abweichen muss erkennt man, wenn man folgendes Dokument liest:

http://www.dallasfed.org/news/research/2007/07price_weymark.pdf

Aber um auf die wesentlichen Fragen nochmal zurückzukommen.

Aufgrund der Eingriffe am Rentenmarkt seitens der Zentralbank sehe ich persönlich keine Gefahr eines "Rentencrash´s".

Der DAX wird in schnellem Tempo nicht nur sein Allzeithoch toppen, sondern auch noch neue Allzeithoch´s schaffen.

Deutsche Unternehmen werden, genauso wie japanische Unternehmen überproportional an einer sich erholenden Weltwirtschaft profitieren. Die Erholung wird aber alleine auf der Flutung durch Notenbankengeld basieren.

F
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Scorpion, ist die Entwicklung an den Märkten seit letztem Herbst nicht "Extrem" verlaufen ?

Wer von der ganzen Sache profitieren will, sollte nicht zu sehr nach Lehrbuch handeln, da aktuell gar nichts mehr nach Lehrbuch läuft.

Abstrakt zu handeln, kann in abstrakten Situationen -wie derzeit- oftmals positive Ergebnisse bringen.

Aber lass uns die Zukunft darüber entscheiden.

Ich bin vorbereitet.

Richard Ebert
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Deflation/Inflation: Der flüchtige Wert des Geldes

Von Jörg Hackhausen und Christian Schnell

Handelsblatt, Frankfurt (25.05.09) - Auf der ganzen Welt pumpen Notenbanken unvorstellbare Summen in den Wirtschaftskreislauf. Alles um die Wirtschaft mit billigem Geld anzukurbeln. Ob das beispiellose Vorhaben tatsächlich gelingt, ist nicht sicher. Und selbst wenn das Doping wirkt – was hätte das für Folgen und was ist unser Geld dann noch wert?

Das Ziel der Notenbanken ist klar: Um jeden Preis soll eine Deflation, also stetig sinkende Preise für Waren und Dienstleistungen, vermieden werden.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/anlagestrategie/der-fluechtige-wert-des-geldes;2293876;0)

Was tun bei Inflation ? Was tun bei Deflation ? Klicken Sie auf den Link !

Richard Ebert
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Investor Marc Faber: US-Wirtschaft droht Hyperinflation - Die Preise könnten in einem Tempo zulegen, das nahe an die Entwicklung in Zimbabwe herankommt

boerse-express.com (27.05.09) - Die USA steuern nach Auffassung des Investors Marc Faber unweigerlich auf eine Hyperinflation zu. Im Interview mit Bloomberg erklärte der Investor, Fondsmanager und Herausgeber eines monatlichen Börsenbriefs am Dienstag in Hongkong: "Ich bin 100 Prozent sicher, dass den USA eine Hyperinflation bevorsteht".

Zur Begründung verweist Faber auf den rasch wachsenden Schuldenberg der Vereinigten Staaten.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse-express.com/pages/780097/newsflow)

peterg
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Am Freitag kam es zu einem auffälligen Absturz der Kurse der Fed Fund Rates.

Wer kann das interpretieren ? Welche Konsequenzen sind zu erwarten, z. B. für Gold, siehe etwa Gold-Spread: GCZ9/GCZ10 ?

Asamat
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@ peterg [#25]

Vielleicht kam das durch den (guten) Arbeitsmarktbericht, der ja auch den USD gestärkt hat. Ich würde dem mittelfristig nicht besonders viel beimessen, fundamental hat sich nichts geändert.

Richard Ebert
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Kommt die Hyperinflation?

Von Bettina Seidl

Boerse.ARD.de (17.06.09) - Viele Anleger ankern nach wie vor im vermeintlich sicheren Hafen der Anleihen. Die Renditen sind ansehnlich.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.boerse.ard.de/content.jsp?key=dokument_358406)

F
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12 Jahre 9 Monate

http://news.xinhuanet.com/english/2009-06/16/content_11553174.htm

(Maastricht Kriterium 3 % - wie doch die Zeit vergeht oder was kümmert das Geschwätz von gestern)

Gestern ging mir bei der Betrachtung der europäischen Vor-Euro Banknoten die Frage durch den Kopf, wie eigentlich die klassischen Weichwährungsländer die jahrzehntelange Tradition der Abwertung heutzutage -jetzt- managen ?

http://www.ecb.int/euro/exchange/it/html/index.de.html

Am Beispiel Italien sieht man die fixierte Umtauschrate von 1 € = 1936,27 ITL - schön und gut, nur wie wäre der Kurs heute ? 2500 oder gar 3000 ITL per € ?

Und Drachmen, Peseten, Escudos und der französische Franc ? Wurde die allgemeine Abwertungstendenz dieser Währungen durch die fixierten und damit eingefrorenen Umtauschraten eliminiert ? Oder setzt sich diese nicht -leicht verwässert- im Euro fort ?

F
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12 Jahre 9 Monate

http://www.youtube.com/watch?v=lM9i-8j45xg

Kann man einen Reporter schlimmer im Regen stehen lassen :o) ?

F
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Falsche Frage auf dem Fussballplatz.

http://www.youtube.com/watch?v=R5WSJVZc9-U

Profile picture for user zorrie
zorrie
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12 Jahre 9 Monate

@ Paljusevic, Franjo [#29]

Kann man einen Reporter schlimmer im Regen stehen lassen :o) ?

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