Edelmetalle: Silber stärker unter Druck als Gold
Gold und Silber haben relative Stärke verloren
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ / JüB (10.07.09) - Die Edelmetalle Gold und Silber galten als Gewinner der Krise. Zunächst trieb die hohe Risikoaversion die Anleger zu Käufen und danach sorgte die Inflationsangst für eine anhaltend hohe Nachfrage.
Doch inzwischen hat der Rückenwind etwas nachgelassen. Mit der Aussicht auf eine konjunkturelle Bodenbildung hat die Risikobereitschaft wieder etwas zugenommen und die Inflationsängste wurden zumindest zunächst durch die jüngsten Teuerungsraten kalt gestellt, die kurzfristig eher Deflationsgefahren nahe legen.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc~EADB9FB7586484F58ABF75CBEF439EE44~ATpl~Ecommon~Scontent.html)
Man geht ja allgemein von einem durchschnittlichen Wert-Verhältnis zwischen Silber und Gold von 50 : 1 aus.
Aktuell sind wir bei fast 75 : 1.
Entweder korrigiert Gold -was aufgrund der Geldschwemme meines Erachtens eher unwahrscheinlich ist und den Preis für Silber noch stärker unter Druck bringen würde- oder der Silberpreis zieht wieder stark an.
Die Ratio von 50 : 1 wäre bei einem Goldpreis von 1000 $ und Silberpreis von 20 $ erreicht.
@ Paljusevic, Franjo [#2]
Warum sollte Gold nicht weiter zurückgehen und sich die langjährige Korrelation zu den übrigen Rohstoffen wieder annähern ?
Vielleicht ist der Goldrush vorbei ?
Wer weiß ?
@ Paljusevic, Franjo [#2]
Gibt es irgendeinen plausiblen Grund, warum es ein bestimmtes Ratio geben sollte?
Gold ist hauptsächlich Werterhaltungsanlage und Schmuckrohstoff. Silber ein Industriemetal und Spekulationsobjekt (ok, dass ist jetzt eine rein subjektive Einschätzung der prozentual grössten Anwedungsfelder).
Wenn es so wäre, dann können beide durchaus auseinander laufen, was sie historisch ja auch getan haben.