Erdgas: Deutsche Preise werden steigen
Gaskunden erwartet Preiserhöhung
Von Tim Höfinghoff
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (22.12.09) - Verbraucher müssen sich zum Jahreswechsel auf höhere Gaspreise einstellen. Nachdem die Preise dieses Jahr wegen der Wirtschaftskrise um ein Viertel gesunken waren, prognostiziert das Internetportal Verivox nun den ersten Anstieg. 51 Anbieter hätten Preiserhöhungen von durchschnittlich 5,2 Prozent angekündigt. Für Verbraucher kommt die Erhöhung mitten in der Zeit der Heizperiode.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc~E35C0F43261BC4AB48D34F25123E43394~ATpl~Ecommon~Sspezial.html)
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[i]Erdgaspreise USA / jeweils Dezember Konrakte&i
es kann schon sein, dass die Gaspreise wieder steigen, die Frage wie lange noch?
der Anteil des Gases in Neubaugebieten sinkt permanent und bereitet den Gasverteilern bereits Sorgen, da sich beim Unterschreiten einer bestimmten Anschlussdichte keine Gasleitung mehr lohnt.
Langfristig wird sich die Bindung der Gasimportpreise an den Ölpreis nicht mehr im gleichen Umfang aufrecht erhalten lassen wie bisher. Der Grenzübergangspreis für Erdgas liegt wesentlich niedriger (unter 3 Cent/kWh)als der genannte Preis für den Heizungskunden, siehe:
http://www.bmwi.de/BMWi/Navigation/root,did=300950.html?view=renderPrint
Da man Gas nicht so leicht im Transportsektor verwendet werden kann wie Öl-Produkte wird es langfristig auch einen Abschlag gegenüber dem ölpreis geben.
Eine grosse Stütze für die Gaslobby in der BRD ist die Tatsache, dass die Kernregie und ihr Ausbau nicht so voran kommt wie in andern Ländern.
Deshalb wurden und werden noch? die Grünen auch von den Gasern gesponsort.
@ rodeonrwdeo [#2]
"der Anteil des Gases in Neubaugebieten sinkt permanent "
Und wird durch welches Energieträgermedium substituiert?
Sicherlich nicht Öl.
Der Anteil an Wärmepumpen, Solar, Kraft-Wärme-Kopplung, Festbrennstoff mag sicher steigen, aber das sind doch nur Bruchteile.
@ scorpion260 [#3]
Der Gasanteil in Neubaugebieten ist zum Teil schon unter 50 - 60 % gefallen und dann wird es eben langsam eng mit den Netzkosten.
Siehe z.B.:
Verena Gorris vom Bundesverband Wärmepumpen berichtet, dass je nach Region bis zu 45 Prozent der Neubauten mit Wärmepumpen ausgerüstet werden. Zum Beispiel in Thüringen. „Da sind wir nur noch einen Prozentpunkt hinter den Gasanschlüssen.“
zitiert nach:
http://www.welt.de/finanzen/article3521599/Bauherren-nehmen-Abschied-von-Gas-und-Oel.html
Die anderen Energieträger sind eben nicht mehr marginal. Hinzukommt, dass durch die bessere Wärmedämmung der Absatz je Wohneinheit und Anschluss auch noch zurückgeht. Wenn die Telfonkosten im Jahr höher als die Gaskosten sind kann man sich vorstellen wie schlecht sich die Investitionskosten für die Gasversorger amortisieren lassen.
Das Öl auch verliert ist ja nur vernünftig, denn es ist doch am wertvollsten wenn man es im Verkehrssektor einsetzt und nicht in stationären Stellen, die man auch gut mit festen und leitungsgebundenen Energieträgern anbinden kann.
Ich möchte überspitzt sagen:
solange Öl-Produkte noch in grossem Umfang im stationären Bereich eingesetzt werden ist Öl zu billig.