Erdgas: Irrational niedrige Preise
Erdgas: Auf der Schattenseite der Rohstoff-Rally
Von Judith Lembke
Frankfurter Allgemeine Zeitung, FAZ (01.09.09) - In diesem Jahr nimmt Erdgas eine Sonderstellung auf den Rohstoffmärkten ein. Während die Industriemetalle von einem Rekord zum nächsten jagen, viele Agrarrohstoffe haussieren und die Stärke an den Aktienmärkten noch nicht einmal die Edelmetalle in die Knie zwingen kann, sind die Preise für amerikanisches Gas seit Jahresanfang um 50 Prozent gefallen. Mit 19,3 Prozent Marktanteil ist Amerika der zweitgrößte Gasproduzent nach Russland, das mit einem Marktanteil von 19,6 Prozent knapp in Führung liegt.
Die Schwäche des Gaspreises ist besonders bemerkenswert, da der Preis für Rohöl, den anderen wichtigen Energieträger, im gleichen Zeitraum um mehr als 50 Prozent gestiegen ist.
(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.faz.net/s/Rub58BA8E456DE64F1890E34F4803239F4D/Doc~E7FFE03EB44224E74B3A03368B20E6D2A~ATpl~Ecommon~Sspezial.html)
mal wieder was von der Gas - und Oelfront
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/neue_energierevolution_erschuettert_alte_weltordnung/
@ rodeonrwdeo [#32]
Die "gute" Nachricht - es gibt jede Menge Gas.
Die "schlechte" es wird teurer!
Grüße
@ pullPUSH [#33]
teurer?
Wo?
real auf dem Weltmarkt wohl eher nicht!
vielleicht in der BRD wenn die "Energiewende" der ehemaligen FDJ- Sekraeterin wirklich weiterumgesetzt wird.
@ rodeonrwdeo [#34]
Erdgas wird mehr als andere Commodities eher lokal gehandelt. Die über die Meere transportierten Mengen scheinen eher begrenzt zu sein. In den USA wird es seit längerem immer billiger, wel die Produktionsmengen duch neue Methoden deutlich angestiegen sind.
In den kommenden Wochen sehe ich Erdgas aufgrund der COT-Daten eher billiger werden. Überlege, ob ich, falls wir wieder in die Gegend von 4 kommen, OTM Calls verkaufe.
Mit besten Grüßen, Myrrdin
@ Myrrdin [#35]
"Erdgas wird mehr als andere Commodities eher lokal gehandelt"
im Prinzip stimme ich zu, aber es gibt weltweit doch auch ganz schöne LNG-Verflüssigungskapazitäten und Anlandeterminals für LNG, auch in Europa. Japan erhält einen grossen, wenn nicht den überwiegenden, Teil seines Erdgases als LNG. Wenn die USA keins mehr benötigen, dann wird diese fehlende nachgefragte Menge auf den Preis drücken, bzw. es tut es ja schon. Die Russen mussten der EON /Ruhrgas doch schon entgegegen kommen. Sonst würde es EON noch schlechter gehen.
@ rodeonrwdeo [#36]
LNG ist ein Thema. Der Verflüssigungs Prozess verbraucht aber viel Energie und noch gibt es nicht viele LNG Tanker. Die Tanker sind auch nicht gerade billig. Der Preisunterschied USA und London ist auf alle Fälle recht groß und wird es auch noch eine Weile bleiben.
@ Myrrdin [#35]
Kann gut sein, daß es mit NG nochmehr bergab geht, wobei der weekly Chart mir einen Boden im Bereich 3,2$ anzeigt. So weit ich weiss soll für die USA ein milder Winter prognostiziert worden sein. Momentan sind auch die Lagerbestände hoch. Interessant ist, daß die saisonal eher schwachen Monate im Frühjahr und Sommer, teils höhere Preise ausweisen als FEB und MAR. Das ist alles andere als normal. Sonst sind ja deutliche Preisabschläge für zb NG-M üblich.
@ xforce [#37]
wobei der weekly Chart mir einen Boden im Bereich 3,2$ anzeigt.
Vorsicht vor Weekly Charts bei Erdgas. Bei der Analyse dieses Marktes empfehle ich die normalen Weekly Charts nicht zu verwenden. Eine Alternative wäre diese, die die identischen Terminmonate, also zum Beispiel nur April Kontrakte, aneinanderfügt. Auch die Indikatoren sind auf einen 52-Wochen-Vergleich ausgerichtet.
Schöne Grüsse, Richard Ebert
Erdgas, April Futures
@ Richard Ebert [#38]
Ja ich weiss, langfristige Charts sind ein Problem beim NG. Ich schaue mir allerdings trotz Weekly, nicht einen so langen Zeitraum an, wie Sie ihn gepostet haben. Bei mir haben die Bars dann ein größeres Spacing. Aber das ist natürlich Geschmackssache.
Ich gehe beim Weekly im Gas maximal 24 Monate zurück. Meist nur 18. Den Weekly schaue ich mir auch nur von gut gehandelten Monaten(Winter an). Die Betrachtung von dem gleichen Monat, aber mehreren Jahren ist natürlich auch eine gute Möglichkeit der Darstellung. Speziell bei den saisonal sehr unterschiedlichen Kontrakten, wie hier im Beispiel NG.
Herzliche Grüße,
Xforce
Der aktuelle Rig Count vom größten Bohrausrüster der USA Baker Hughes zeigt immer noch abnehmende Zahlen. Hier mal das aktuellste, Stand 07.12.2012.
http://investor.shareholder.com/common/download/download.cfm?companyid=BHI&fileid=620748&filekey=C1B1C7E5-FA43-4457-8521-7BA693A9A53F&filename=North_America_Rotary_Rig_Count_Pivot_Table_Feb_2011_-_Current_.xlsx
Interessant sind hier vorallem die Rigs in der Zeile Horizontal, denn das sind die Frackingbohrungen. Die drastische Abnahme beginnt am 28.10.2011.
Die derzeitigen Erdgaspreise sind nicht attraktiv für die Fördergesellschaften, deswegen werden die Produktionskapazitäten zurückgefahren.
Fracking wird wohl auch in Europa Einfluss auf den Gaspreis gewinnen, dazu:
http://www.thegwpf.org/david-cameron-britain-heart-shale-gas-revolution/
wenn das stimmt, dass die BRD presse nicht darüber berichtet hat, dann bin ich doch sehr erstaunt oder auch nicht mehr über die deutsche Presse:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/deutsche_medien_schweigen_ueber_schiefergas_beschluesse_des_bundestages/
ich verfolge die Deutche Presse gerade weniger weil ich beim winterlichen Ortswechsel in Florida bin
@ rodeonrwdeo [#42]
Hier die erwähnte Empfehlung des Wirtschaftsausschusses:
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/117/1711712.pdf
Warum der Umweltausschuss nichts empfehlen darf wundert mich da schon oder eben auch nicht.
Hier mal eine Übersicht was die letzten Tage so alles gelaufen ist:
http://www.bundestag.de/dokumente/textarchiv/2012/42036947_kw50_angenommen_abgelehnt/index.html
Jeremy Grantham von GMO denkt langfristig, und das seit Jahrzehnten erfolgreich.
Er sieht den US-Erdgaspreis steigen. Einerseits betrage der Preis in den USA nur einen Bruchteil von dem außerhalb. Andererseits würde die Nachfrage stark ansteigen.
<< GMO: Natural Gas Prices Could Triple >>
http://pragcap.com/gmo-natural-gas-prices-could-triple
Gestriges NG Settlement, Dez 2016: 4,648 USD
das würde den ganzen hydraulic fracking buden zu gute kommen, die machen bei den preisen nur verluste.
Hallo,
hier ein Vergleich der Erdgaspreise zwischen den US, Großbritannien, Asien und Europpa.
Mit 4,163 $ für den Maikontrakt scheint das Zeug wirklich nicht gerade teuer zu sein..
Gruß
vielleicht von Interesse:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/us_doubles_estimate_of_shale_oil_reserves
@ StoxxDude [#45]
das würde den ganzen hydraulic fracking buden zu gute kommen, die machen bei den preisen nur verluste.
welche "Buden" machen den Verluste? müsste man ja bei den Quartalsberichten langsam sehen. Falls es so sein sollte wie Sie vermuten, werden die "Buden" ja schneller als unsere hochsubventionierten Windmühlen und Solardächer verschwinden. Mal sehen welche "Energiewende" die erfolgreichere sein wird.
@ rodeonrwdeo [#47]
Ich bin kein Experte was Exploration angeht, aber soweit ich das System verstanden habe wird mit giftigen Chemikalien Erdgas oder Erdöl aus den Gesteinsritzen gewaschen.
Das Öl kommt nach oben und der Dreck bleibt im Gestein und Erdreich.
Mein normaler Menschenverstand sagt mir das dann das giftige Zeug ins Grundwasser sickert.
Also wer sowas macht sägt an seinem eigenen Ast auf dem er sitzt.
Das ist für mich hoch kriminell. Vermutlich verdienen sich diese Leute einen goldenen Arsch und lassen das Wasser welches Sie dann trinken aus der Arktis einfliegen, Geld haben Sie ja.
Nur die Menschen vorort müssen mit verseuchten Wasser leben.
Da ist mir eine Energiewende mit Windrädern , auch wenn sie derzeit masslos überteuert ist noch tausendmal lieber als wenn man unser Wasser verseucht.
@ rodeonrwdeo [#47]
bitte sehr
http://www.heise.de/tp/blogs/2/153829
@ StoxxDude [#49]
wo steht denn da welche "Bude" denn Verluste macht? Ich konnte nur lesen, dass es geringere Erträge gibt. Dies ist aber doch was anders als Verluste, oder?
@ benedikt54 [#48]
da Sie anscheinend überhaupt nur noch emotional aufgebracht argumentieren könne, unterlasse ich meinerseits eine weiteren Austausch zu Ihrem Beitrag.
@ rodeonrwdeo [#50]
Alles Schwachsinn oder?
http://www.youtube.com/watch?v=mI51H9kSJBQ
@ rodeonrwdeo [#50]
Wenn es um Geld geht oder um Profit und Rendite bleibt bei solchen Objekten immer die Sicherheit auf der Strecke.
Alles ist immer sicher und es kann nie was passieren. Letztendlich reden nur Leute so die nicht davon betroffen sind und ihr Wasser eben nicht aus der Region beziehen.
Geothemie, ist auch so eine tolle Sache, da kann auch nichts passieren.
Jetzt 5 Jahre später, nachdem man bei uns dies durchgezogen hat, rutscht ein ganzer Berg weg.
Natürlich hat das nichts mit der Geothermie zu tun, um das zu beweisen kommt ein Trupp von bezahlten Gutachtern und bestätigt dies.
Seit mehr als 100 Jahren ist der Berg stabil und 5 Jahre nach der Geothermieanlage ist er es nicht mehr und es gibt keine Zusammenhänge.
Irgendwie kann ich solche Schäden noch akzeptieren, aber nicht wenn man das wichtigste Lebensmittel das der Mensch hat und braucht aus Gier
verseucht.
Vielleicht für manche von Interesse:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/energiewende_in_den_usa_bloss_weg_von_erneuerbaren
noch eine allgemeine Antwort zu Meldungen in MSM wie ZDF und Konsorten:
warum sollten diese auf einmal glaubwürdig sein? wenn dort doch sonst hauptsächlich (ESM, Euro, Energieversorgung usw.) wenig Klares/wahres kommt?
@ rodeonrwdeo [#53]
arum sollten diese auf einmal glaubwürdig sein? wenn dort doch sonst hauptsächlich (ESM, Euro, Energieversorgung usw.) wenig Klares/wahres kommt?
Die Aussage kann ich nicht nachvollziehen.
Es gibt genügend kritische Beiträge.
http://www.youtube.com/watch?v=Uaw4zXDvBi4
@ benedikt54 [#54]
"es gibt genügend kritische Beiträge" ?? was hilft eine solche Aussage?
wenn man sucht gibt es auch viele Beiträge, die pro ESM usw. sind.
Ich halte die antifraking Propaganda nicht für glaubwürdig und dann sollten wir halt die unterschiedlichen Meinungen so stehen lassen und in einiger Zeit mal wieder schauen wie sich die Welt bewegt. Vor 30 bis 40 Jahren wurde auch das Baumsterben an die Wand gemalt und die Eisbären sterben auch bald aus weil sich ihre Population in den letzten x Jahren stark erhöht hat (so sind doch die Aussagen der MSM).
@ rodeonrwdeo [#55]
Sie halten die Berichterstattung für nicht glaubwürdig.
Gibts da auch einen Grund dafür, oder Fakten, oder eben nur das glaube ich nicht. Glauben heisst nicht wissen.
Ich sage ja auch nicht das ich der grosse Experte bin, im Gegenteil, nur sagt mir mein gesunder Menschenverstand das wenn man Gift in den Erdboden leitet dieser sich seinen Weg ins Grundwasser sucht.
Wenn selbst die Firmen sagen das es ein Restrisiko gibt und das verbleibende Risiko dadurch eingedämmt wird das man entsprechende Sicherheitsmassnahmen vornimmt, dann ist das doch mehr als nur ein Eingeständnis.
Sicherheitsmassnahmen kosten Geld, und wenns um Geld geht wird daran als erstes gespart, das zeigt uns doch die Vergangenheit.
Aber ich hoffe für uns alle das Sie recht behalten und ich mich hier umsonst aufrege.
wie manche die Entwicklung sehen:
http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/will_shale_gas_trigger_a_new_world_order
Hallo,
vielleicht ist doch nicht soviel Schiefergas da wie bisher gedacht.
http://www.heise.de/tp/blogs/2/153829
Gruss
@ meerschwein [#58]
diese Info hatten wir hier doch schon unter #49!
@ rodeonrwdeo [#59]
Sorry, hab ich wohl überlesen....
Wahrscheinlich hat mich dieser Teil des Berichtes so begeistert:
"Auf die gesamte USA skaliert errechnet Hughes 7200 Bohrungen zu 42 Milliarden US$ Jahreskosten, nur um die 2012er Fördermengen konstant zu halten. Dem gegenüber standen 2012 nur 33 Milliarden US$ Einnahmen für das geförderte Gas, wiewohl noch Flüssiggas-Einnahmen hinzukommen, die die Wirtschaftlichkeit etwas verbessern. Um die unkonventionelle Gasförderung in den USA also ökonomisch tragfähig zu machen, müssen die Gaspreise steigen. Da nach dem Best-First-Prinzip die produktivsten Lagerstätten bereits befördert wurden, ist künftig mit steigendem Aufwand allein für die Aufrechterhaltung der Fördermengen zu rechnen. Damit das Unterfangen dauerhaft wirtschaftlich ist, müssten die Gaspreise diese Aufwandssteigerung also nachvollziehen - und ebenfalls steigen."
Gruß
http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/0,2828,899442,00.html