ETFs die Unternehmen mit der größten Gewinnsteigerung beinhalten
So gut wie alle ETFs beziehen sich ja auf einen Index. Es wäre toll, gäbe es einen ETF der zB aus den 500 größten Unternehmen einer Region jene 100 beinhaltet, die im Vorjahr die größte Gewinnsteigerung erfahren haben. Somit wäre man nicht Mitbesitzer von Unternehmen, die seit Jahren keine bzw. kaum Gewinne erwirtschaften, wie das ja in einem Index-ETF unweigerlich der Fall ist. Der ETF müsste einmal jährlich neu zusammengesetzt werden. Gibt es so etwas ähnliches vielleicht?
Vielleicht den i shares pref. stock ETF mit Kürzel IPFF nehmen. der beihaltet zwar Vorzugsaktien, diese sind idR aber mit besserer Dividende ausgestattet. ein ETF mit Exclusion der Verlierer ist mir nicht bekannt. Einen ETF screener nutzen und mit den Suchbegriffen spielen hilft ev. weiter. Grüsse SPOMI
@ SPOMI
Der ETF beinhaltet Canada mit 77 %.
Dividenden-ETFs gibt es ja viele, aber das ist nicht das, worum es mir hier geht.
Aber danke!
@ladowa
Sowas habe ich ebenfalls noch nie gesehen.
Vör vielen Jahren hatte ich mal unter aktiv gemanagten Fonds sowas selbst gesucht.
Nach langem Suchen wurde ich unter Fonds, die auf grosse Indices setzen, sowie Fonds, die verschiedene Branchen abdecken, fündig, jedoch nie in solcher Grössenordnung, hinsichtlich der von Dir avisierten Titelanzahl!
Meist Fonds, die auf den Stoxx 50, oder nur Chemie-/Pharmabranche gesetzt haben, weiterhin Bergbau, oder rein Energie, und sich aus diesen Bereichen aktiv jährlich, oder in einem gewissen Turnus, die "besten nach eigens erstellten Kriterien", ausgesucht haben.
Dazu muss ich aber sagen, dass diese Fonds meist thesaurierend waren, und aufgrund des hohen aktiven Managements, obwohl recht hohe annual management fees verlangten!
Mit anderen Worten, der Fondsmanager muss hinsichtlich der Titelauswahl deutlich besser sein, als man selbst, sonst verliert man, verglichen zur eigenen erzielbaren Performance, wegen der durch die annual fees entstehenden opportunen Kosten.
Ist er nur gleich gut, man es von vornherein keinen Sinn.
Mithin machen solche Fonds nur in Bereichen Sinn, in denen man sich selbst nichts zutraut.
Ohnehin ist man, wie bei allen Fonds, dem Können oder Nichtkönnen des Fondsmanagers ausgesetzt.
Ich glaube auch kaum, dass solche Fonds die entsprechende Benchmark des Betaindex'/der Betabranche schlagen können, d.h., echtes Alpha erzielen.
Aber das waren nur meine persönlichen Beobachtungen. Daher hatte ich mir dann immer meine eigenen Portfolios zusammengestellt.
@ scorpion
Herkömmliche Fonds möchte ich eigentlich nicht, eben aufgrund der höheren jährlichen Kosten. Gäbe es so einen ähnlichen wie von mir beschriebenen ETF würde ich ihn gerne kaufen. Man wäre gut diversifiziert und die zusätzlichen psychologischen Probleme von Einzelinvestments würden entfallen. Bei mir ist es zB so, dass ich bei gut gelaufenen Aktien immer einen Verkaufsdruck verspüre, und dem auch manchmal nachgebe. Das Ergebnis ist aber dann, dass man nach einiger Zeit immer weniger sehr gute Aktien im Depot hat und der Anteil der schlecht gelaufenen immer größer wird. Und das mit den Teilverkäufen bei einer Aktie wirkt bei mir auch nicht, möchte immer die ganze Position verkaufen. Es gibt so viele psychologische Fallstricke beim Investieren... Mit so einem ETF hätte ich sicher mehr Ruhe.
@ladowa
Verkaufsdruck sollte eigentlich nur entstehen, wenn man cash braucht, und selbst dann ist es eine schlechte Entscheidungsgrundlage zum Verkaufen.
Man sollte sich ja immer anschauen, weshalb Aktien gut oder schlecht gelaufen sind. Sind es keine kurzfristigen Ereignisse, dann liegt es ja meist an der langjährigen Gewinndynamik. Und da macht es mehr Sinn, die guten zu behalten, wenn die Gewinndynamik nach oben zeigt, und die schlechten zu verkaufen.
Ich denke, man lässt sich da oftmals optisch von den prozentualen Renditen blenden, und genau das ist falsch. Meist stürzen die schlechten ja noch weiter ab (wenn es keine klassischen Zykliker sind), und die guten steigen noch weiter, wenn der Gesamttrend (also auch der des Index') nach oben zeigt.
In anderen Worten, Du denkst beim Verkaufen also verkehrtrum;-)).
"Das Ergebnis ist aber dann, dass man nach einiger Zeit immer weniger sehr gute Aktien im Depot hat und der Anteil der schlecht gelaufenen immer größer wird"
Oder eben genauso in einem Satz kurz beschrieben, ja.
Man verkauft ja nicht die guten Rennpferde, sondern die schlechten;-).
Teilverkäufe sind eine Entscheidung für sich, da denkt jeder anders, und das hat mit Performance, Gewinndynamik und Erwatungshaltung ja nichts zu tun.
"Mit so einem ETF hätte ich sicher mehr Ruhe."
Das denke ich nicht. Im Prinzip ist ein ETF ja nichts anderes als ein Portfolio, das Du nach gleichen Massstäben selbst nachbilden kannst, nur, dass Du mit einem ETF dann Anteile des Portfolios hinsichtlich Stückelung 1/1 gewichtet an der Börse handeln kannst.
Die beschriebenen psychologischen Fallstricke sind da genauso vorhanden und identisch, eben nur aggregiert an die Stückelung der ETF-Anteile gebunden.
Ist eigentlich genau das Gleiche, wie ein hinsichtlich des Inhalts und der jeweiligen Gewichtung eigenes zusammengestelltes Portfolio;-)).
"In anderen Worten, Du denkst beim Verkaufen also verkehrtrum;-))."
Ich denke leider gar nicht, der Verkaufsdrang ist stärker :-).
Naja, ich denke schon, dass man mit einem ETF mehr beruhigt ist. Man kriegt es dann nicht mit, welche einzelne Aktie, die sich darin befindet, eine tolle und welche eine schlechte Performance hat. Somit entsteht auch nicht so oft ein Verkaufswunsch bzw. wäre dieser sinnlos, da man ja den ETF nicht zerschneiden kann.
Zumindest so meine Theorie zu dem Problem :-).
Warum kein Index future? die margin ist viel geringer, die Kosten auch. und alle anderen Kontrakte als der alte FDax haben rel. geringe Kontrakt-Nominale. (zB Eurostoxx). Die Hausse-treiber sind eher die grossen TechnologieFirmen (AMZN,AAPL,FB...) Das Marktrisiko ist höher als das Einzelrisiko. mit einem "Gewinn(steigerung)" ETF schläft man auch nicht viel besser als mit einem Index, meint SPOMI.
Antwort auf Warum kein Index future? die von SPOMI
Ich denke nicht, dass iladowa das gehebelt abbilden will, eben deswegen darf es kein Future sein.
Nach eines Futures, der bei seiner Idee entsteht, DU hast gewichtet, alle Werte drin, er aber will nur die besten, hinsichtlich Gewinndrive.
Das geht nur mit einem in der Hinsicht entsprechend aktiv gemanagegten ETF, oder eben über ein eigenes Portfolio.
;-)
@ladowa
Das mit dem Verkaufsdrang verstehe ich einfach nicht.
Wo soll der herkommen, wenn man nicht gezwungen ist zu verkaufen??
"Man kriegt es dann nicht mit, welche einzelne Aktie, die sich darin befindet, eine tolle und welche eine schlechte Performance hat."
Natürlich bekommt man es mit, wenn man sich das Portfolio des ETFs anschaut, das ist ja, sogar mit Gewichtung, öffentlich einsehbar.
Und wie gesagt, damit ist ja auch nicht gesagt, dass man damit besser fahren würde, denn was ist, wenn der Fondsmanager eine Niete ist?!
Ich selbst hatte in den guten Jahren immer hinsichtlich der Performance vor solchen Fonds gelegen, selbst vor management fees.
Allein deswegen schon habe ich nie in sowas investiert.
Die kochen auch nur mit Wasser, und selbst die besten der Branche, sind nicht so toll, wenn man mal retrograd einige der Fonds über die entsprechenden Indices/Branchen drüberlegt.
Was Du suchst, ist eine Art "fire and forget"-Waffe.
Aber wahrscheinlich wird sowas dann eher eine black box sein. Ob Du damit so gut fahren wirst.....
@ SPOMI
Indexfutures und -ETFs als Investitionsanlage mag ich eigentlich nicht so sehr, weil die Zusammensetzung kapitalgewichtet ist. Ich teile das Geld lieber ungefähr gleich auf die Unternehmen auf. Z.B. sind im ESTX 50 die größten Werte 5 x so schwer die die am unteren Ende.
Bei einem Indexfuture bekommt man außerdem keine Dividenden, nehme ich mal an.
@ scorpion
"Das mit dem Verkaufsdrang verstehe ich einfach nicht.
Wo soll der herkommen, wenn man nicht gezwungen ist zu verkaufen??"
Vom Gehirn :-). Nicht alles kann man mit Vernunft ausschließen.
Ich seh schon, das, was ich möchte, gibt es als ETF wohl nicht. Als herkömmlicher Fonds wäre es mir ohnehin zu teuer. Vielleicht gibt es so eine Strategie in einem der Millionen Zertifikaten. Aber in die werde ich sicher nicht investieren.
scorpion , deine Erfahrung mit den Fonds und deren Managern in den guten Jahren kann ich bestättigen aufgrund früherer Erfahrung (80/90er Jahre).
ein futures muss ja nicht gehebelt werden, spart aber Geld auf Konten bei Firmen, die insolvent werden können - MF Global lässt grüssen. Wertpapiere stellen zwar grundsätzlich Sondervermögen im Konkursfall dar, ausprobieren will ichs aber auch nicht :-))). Die Einlagensicherungen in A, ist nicht das Papier Wert auf dem sie steht. da ist die US Absicherung schon besser mit SIPC und FDIC.
ich schrieb deshalb vom höheren Marktrisiko, weil damit das Indexinvestment durchaus seine Berechtigung im Hinblick auf aktive gemanagte alpha Strategien hat.
leider gibts schlafen und reich aufwachen an der Börse ebensowenig wie den free lunch, zumindest langfristig sind wir sowieso alle über dem Jordan... SPOMI
@ladowa
Verkaufsdruck bei Titeln, die gut laufen, das verstehe ich einfach nicht.
Umgekehrt würde ich es verstehen.
Nein, das, was Du willst, gibt es als ETF nicht, sonst wäre ich 2006, als ich mich damit beschäftigt hatte, schon darauf aufgesprungen.
Zertifikate sind die Schlimmste aller Investionsformen, da gibt es de facto keinen Einlagenschutz. WIrd ja meistens nur über kleine Töchter, mit fast ähnlichem Namen, ohne fast jegliche Haftungsmasse, abgebildet.
@SPOMI
"ein futures muss ja nicht gehebelt werden, spart aber Geld auf Konten bei Firmen, die insolvent werden können"
Ich stehe mal wieder auf dem Schlauch. Könntest Du das genauer erläutern?!
Ne passive Indexstrategie hat ja durchaus ebenfalls, genausowie wie ein aktiv gemanageter Fonds, nicht quantifizierbares Marktrisiko.
Den Unterschied erkennt man erst danach;-)).
Nein, Trading und gut schlafen, so etwas gibt es allerdings nicht, egal, in welchem Marktsegment;-)).
Das mit dem free lunch würde ich so pauschal nicht unterschreiben wollen.
Ich habe mehrere Situationen erlebt, in denen es, mit nur einem geringen Restrisiko, schon möglich war.
Geringes Restrisiko nur, weil es der Markt nicht hat sehen oder wahrnehmen wollen.
Pauschal fällt mir dafür nur mein damals in 2006 gebrachtes Beispiel zur Schering-Übernahme durch Bayer ein.
;-))
War mal ne Diskussion mit autokor und mir hier.
Aktueller Kurs war bei rund 82€, Übernahmepreis nur knapp darüber, nur noch rund sechs Wochen bis dahin, anstehende Dividendenzahlung lag, denke ich, bei etwas über 1€.
Die Übernahme war von beiden Seiten abgesegnet, und auch durchfinanziert.
Im Prinzip konnte fast nichts mehr geschehen, seitens der Kartellbehörde gab es auch schon grünes Licht.
Ich hatte mich mit Scheringaktien vollgeladen.
Was geschah, Ex-Tag, Dividende vereinnahmt, der Kurs stieg sofort wieder auf den Übernahmeangebotspreis, Scheringaktien verkauft..
Dividendenstripping (CumEx) mal ganz legal;-))).
Aber sowas ist extrem selten, die 1-2 anderen Beispiele weiss ich leider so ad hoc nicht mehr.
ad benedict: dein Beispiel war wohl wirklich free lunch, kommt aber selten vor und ist in illiquiden Märkten sicher persistierender als an US - Börsen. hatte vor kurzem etwas ähnliches bei Kassa bonds im Bankensektor.
Ad futures margin: besser die margin bleibt und das Konto wird mit offenen Positionen migriert wie bei MF Global geschehen. Überschüssiges Geld über der Exchange margin war nämlich weg für lange Zeit und wurde erst teilweise später zurück gezahlt. war das die gewünschte Antwort, fragt SPOMI.
ad scorpion müsste es heissen;-))
Illiquide Märkte waren eher Ebert's Steckenpferd, ich konnte damit nie etwas anfangen.