Eurex: Handelsunterbrechung bei extremen Kursbewegungen
Am Montag 29 Sept. im DAX-Future und am Freitag 03 Okt. im Eurostox50, konnte ich beobachten, dass der Handel an der Eurex in vorstehend genannten Werten, ich unterstelle wegen extremer Kursbewegung, für einige Minuten unterbrochen wurde. Mich interessiert, die genaue Vorgehensweise der Eurex in einem solchen Fall Z. B.:
Wie stark müssen die Kursbewegungen, oder was hier als Referenz genommen wird, sein, dass so etwas gemacht wird? Welche Voraussetzungen müssen später erfüllt sein, dass der Handel weitergehen kann etc.
http://www.eurexchange.com/documents/regulations/exchange_de.html
@ drum [#1]
Den Börsenhandel einzustellen, obwohl die Weltleitbörse regulär weiterhandelt ist für viele Händler ein unkalkulierbares Risiko. Ich weis nicht welche Deppen solche Regeln einführen.
Der Markt hat anschliessend mit einem 200 Punkte Gap eröffnet.
Selbst am 11. Septemger 2001 hat man den Handel damals nicht unterbrochen im Gegensatz zu Amerika.
Wenn man das tut, dann sollten sie ein Frühwarnwsystem für alle Börsen gleichzeitig einführen, dann hätte das Sinn, wenn überhaupt.
Nur so, wird das ganze zu einem unkalkulierbaren Glücksspiel für viele Händler die dann solche Märkte meiden müssen.
@ marzell Ja, danke für den Link. Wäre natürlich gut, wenn jemand wüsste wo genau dort was zu dem Thema zu finden ist. Alles durchlesen wäre ziemlich zeitintensiv.
@ Hat sicherlich Vor und Nachteile für die Marteilnehmer wenn der Handel ausgesetzt wird. Ich denke dass Risiken für die Markteilnehmer geringer sind je weniger ein Markt schwanken kann. Und das ein Regelwerk zum stoppen von Kettenraktionen notwendig ist, sonst würde ich perönlich das Eingehen einer Future Posion für ein unkalkulierbares Rrisiko halten. Daher auch meine Frage wie das Regelwerk genau aussieht?
Stelle mir nur vor, du gehst eine long oder short Position im Dax ein. Dann bewegt sich der Markt aufgrund von extrem ungünstigem Orderaufkommen innerhalb von Sekunden extrem in die falsche Richtung, der Handel wird nicht eingestellt, es gibt ne Kettenreaktion von Stop-loss orders, der Markt fällt weiter Dein Broker liquidiert deine Position auch. Du hast ein Fettes Minus realisiert, nur um Minuten später festzustellen, das sich alles wieder normalisiert hat, die Kohle ist futsch. Du wirst jetzt sagen, die Kohle konnten aber andere verdienen, und die finden das gut, und beim nächsten mal bin ich vielleicht an deren Stelle. Aber bitte, darauf verzichte ich gerne, wenn der Preis auf diese Chance das Risiko ist innerhalb von Sekunden den kommpletten Margin auf einen Future zu verlieren, evtl. noch nachschiesen zu müssen.
Noch mal eine Annahme: Der Dax fällt in kurzer Zeit 700 Punkte. => 17500,- Verlust auf long Position = höher als die Margin. Würde dann die Eurex die Position dem Broker gegenüber glattstellen, falls der nicht schnell genug war?
@ drum [#4]
Market Order Matching Range (MOMR)
Spanne um den Referenzpreis, die bei Ausführung einer Market Order für einen Futures-Kontrakt nicht überschritten werden darf.
Ist der nächstmögliche Kurs außerhalb der MOMR findet eine Handelsunterbrechnung (sog. Volatilitätsunterbrechung) statt.
Sie soll einen ordnungsgemäßen Handel sicherstellen, da das Orderbuch bei Überschreiten der MOMR eine extreme "dünne" anzeigt. Die Vola Unterbrechung sorgt dann dafür, dass sich das Orderbuch wieder füllen kann und der Handel/Preisfindung "fairer" wird.
Gäbe es diese Unterbrechung nicht, hätten wir am 29. im FDAX sicherlich Kurse unter 5000 gesehen, das war die erste Indikation nach der Handelsunterbrechung.
Die Unterbrechung ist zum Schutz des Marktmechanismus absolut sinnvoll. Insofern kann ich die Aussagen von @Benedikt nicht verstehen.
@ dansmo
Unter "MOMR" habe ich jetzt bei der Eurex nachgeschaut:
... MOMR sizes vary from product to
product and they can be found on the Eurex website:
http://www.eurexchange.com > Member Section > Trading Information > Matching Rules >
Market Order Matching Range.
@ alle, wer Eurex Member Zugang hat, könnte der mal posten wie die MOMR sizes für dax und eurostox50 Future sind.
@ dansmo [#5]
Handel/Preisfindung "fairer" wird
Was bitte soll denn daran fair sein, wenn man short ist und der Handel ausgesetzt wird und man dann 200 Punkte höher eindecken muss?
Ein fairer Handel findest dann statt, wenn gehandelt wird.
Das was in Ordnung wäre, wenn man ein Limit einführen würde so wie in den USA.
Den Handel aussetzen und somit keinerleit Möglichkeit zu haben auf Veränderungen der Leitbörse zu reagieren ist keine Option.
@ drum [#6]
Equity Index Futures
F2LA 4 Points
F2MI 2 Points
F2MX 20 Points
F2SM 2 Points
F600 2 Points
FDAX 10 Points
FDIV 2 Points
FEDV 40 Points
FESX 10 Points
FFOX 10 Points
FGTI 1 Point
FMXR 20 Points
FRDX 40 Points
FSLI 10 Points
FSMI 15 Points
FSMM 10 Points
FSTX 10 Points
FTDX 5 Points
Sector Index Futures 2 Points
@ benedikt54 [#7]
Das Regelwerk steht vorher fest und man kann sich entsprechend darauf einstellen.
Wo der Markt nach einer Unterbrechung wieder "eröffnet" ergibt sich aus der Lage des Orderbuchs. Das der Markt 150 Punkte höher wieder begonnen hat zu handeln; dafür kann die Eurex ja nichts.
Ich bin auch kein Fan von dem Laden, aber diese Schutzmechanismen halt ich für absolut sinnvoll.
@ dansmo
Wenn ich alles bisher rausgearbeitete richtig verstehe, wird der Handel unterbrochen sobald eine bestimmte Angebot/ Nachfrage Konstelation im Orderbuch vorliegt, eine weiter relevante Grösse ist hierbei beim fdax und beim fesx jeweils eine Abweichung von 10 Punkten vom letzten Referenzpreis. Referenzpreis ist der letzte Kurs der sich aus einer limitierten Verkauf- und eine Limitierten Kauforder ergeben hat. Ist das soweit Richtig verstanden????
Wer könnte mal die genauen Bid / Ask Konstellation und den Referenzpreis hier reinstellen die beim FDAX am 29. Nov und im fesx am 03 Okt. vorlagen, aufgrund derer der Handel jweils unterbrochen wurde. Wenn ich alles richtig verstanden habe müsste das ja jweils nur ein bestimmtes Ereignis (Bestimmte Ask/Bid, bestimmter Referenzkurs) und nicht eine Serie von Kursen sein.
@ drum [#10]
Beispiel:
Last = 5531
Bid --- Ask
10x5531 --- 5532x5
5 x5530 --- 5534x2
1 x5529 --- 5564x10
Wenn nun eine Kauf Market Order über 10 Kontrakte in den Markt kommt,
dann wird gematched:
+5@5532
+2@5534
und die letzten 3 lösen die Unterbrechung aus, da der nächste potenzielle Kurs mehr als 10 Punkte (5564 - 5532 >= 10) entfernt liegt.
[Wie die genaue Unterscheidung be Limit/Market Orders ist weiß ich AdHoc auch nicht. Das müsste ich auch extra nachlesen.]
Deine Frage mit der entsprechenden Konstellation am 29./03. kann man nur nachvollziehen wenn man das Orderbuch aufgezeichnet hat. TimeTrade könnte eventuell helfen; ist aber ohnehin nur ein Beispiel. Obige Erklärung stellt das Prinip dar.
Hat man also immer Lücken von < 10 Punkte im Orderbuch, wird die Unterbrechung meines Wissens nach nicht ausgelöst.
Die Market Order Matching Range hat mit der Handelsunterbrechung nichts zu tun.
Sucht mal im Regelwerk nach "Volatilitätsunterbrechung".
@ drekhead [#12]
Klar, deswegen hatte ich oben auch Volaunterbrechung geschrieben ;-)
Faktisch findet aber eine Unterbrechung des Handels statt, weil eine Auktion stattfindet.
@ dansmo [#11]
das genaue L2 Orderbuch der Eurex habe ich leider immernoch nicht, aber im BloombergFeed kam es auch.
Aber nochmal war zur Erinnerung...
Ein weit verbreiteter Irrtum vieler Marktteilnehmer an der EUREX ist der "Glaube" an die Marketorders, bzw. der "Glaube" an die unbedingte Ausfühung von Orders (Market/Stop->Market):
Wie oben richtig steht, bleibt bei einer Marketorder > 1 eventuell ein "REST" stehen, der nicht mehr gefillt werden KANN. Es gibt bei Marketorders also nicht nur Teilfills, sondern die Order kann auch börsenseítig "abgebrochen" werden.
Es gilt kein "FillOrKill" bzw. "AllOnNone" !
Was soll einem dieser Fakt nun Sagen?
Gute Ordersysteme schießen nicht willkürlich große Marktetorders am Stück in den Markt (bzw. sichern große Positionen nicht einfach plump mit einem "Stop" ab)
Wer in diesen Situationen clever ordert, plaziert möglichst viele "einer" Markets, denn da gilt wirklich "<All>OrNone". Genauso sichert man seine 20er FDAX-Position in diesen Zeiten nicht mit "einem" Stopp, sondern plaziert besser (ev. gestaffelte) einer/zweier Orders. Bringt 2 Vorteile: erstens reißt ein "1er" Spike nicht gleich die ganze Position, zweitens sorgt man etwas selbst mit dafür, das alles möglichst "feinstufig" gefillt wird, das vermindert mit das Risiko einer zu großen "Volatilitäts-Lücke" im Orderbuch.
Es gibt zwar einige Ordersysteme die das könnnen, aber nur ganz wenige beherschen auch das "optimale" schnellstmögliche automatische "Drehen" / "Anpassen" solchermaßen abgesicherter Positionen (eben ohne zuerst alles rauszunehmen und neu dann reinzustellen).
Das solche Systeme aber wohl arbeiten konnte man im Ordertape an den vielen & schnellen kleinen Orders sehen. Nur kleine "HobbySpieler" schaffen meiner Meinung nach nicht, so zeitnah die Masse an kleinen Orders ins System zu bringen.
Da sich die EUREX dieser Tatsachen bewusst ist, dient der "Break" mit anschließender Auktion auch ganz simpel zur Neusyncronisation vieler Handelsysteme! Da wird immernoch viel MARKET geordert und die meisten Systeme "erwarten" das es einen "Gesamtfill" gibt und berechnen "nur" den Durchschnittspreis. Werden aber zuwenig gefillt, dann stimmt meist die Preis&Positionsberechnung solcher "primitiver" Systeme nicht mehr.
Schlimmstenfalls könnte dann von solchen "Fehleinschätzungen" eine Bedingung im Riskmanagement getriggert werden, die weiter Folgeorders lawinenartig auslösen.
Viele Systeme/Marktteilnehmer müssen quasi vor sich selbst geschützt werden!
Leider ist die Einsicht in diesen Umstand noch nicht sehr verbreitet. Sonst würden viele die ganz locker beschwingt meinen "abgesichert" größere Positionen handeln zu können, erkennen auf welch dünnem Eis sie sich in bestimmten Marktphasen bewegen, ohne sich derer bewusst zu sein.
Komischerweise gilt dieses "nicht Wissen wollen" auch für die verantwortlichen Controler. Sonst wäre sicher mehr Druck da, mehr Handelsinterfaces mit geeigneten Maßnahmen im Ordermanagement anzupassen/abzusichern. Aktuell ist es Aufgabe der Händler sich all dessen stets bewußt zu sein und bei jeder Order den Aufwand von Kombiorders mit dem Risiko von Einzelorders abzuwägen, wenn sie keine direkten Vorgaben haben.
@ TimeTrade [#14]
Meines Wissens kann man bei Bloomerg historisch nur BestBid/BestAsk abrufen, aber nicht L2.
@ dansmo [#15]
richtig, aber per Terminal-API wurde es geliefert und ein anderer Anwender meiner Software hat es wohl von dort "live" aufgezeichnet. Ist aber auch etwas im Stress und hat es mir auch noch nicht zukommen lassen:(
@drum
Ignorier bitte den Quatsch, den die anderen hier reinposten. Trader sind nicht zwingend auch Experten für Handelsregeln.
Der Witz ist - es handelt sich dabei nicht um irgendwelches Geheimwissen.
Wenn man auf einfach der Eurex Webseite oder bei google nach Volatilitätsunterbrechung/Volatility Interrupt sucht, findet man z.B. folgendes Rundschreiben. Es stammt aus dem Jahr 2002, als die Eurex Volatilitätsunterbrechungen neu eingeführt hat.
Link
http://www.eurexchange.com/download/documents/circulars/cf0412002g.pdf
Die Funktionalität, die Dich interessiert, findest Du unter 2.6-2.6.3
2.6 Volatility Interrupt for Price-Time Matched Futures
2.6.1 Limitations 26
2.6.2 Volatility Interrupt Processing 26
2.6.3 Triggering Condition 27
@ drekhead [#17]
Danke für den Hinweis.
@ drum
Anscheinend habe ich tatsächlich zwei Dinge durcheinander gebracht:
- Market Order Matching Range
- Volatility Interruption
Meine oben beschriebenen Erklärungen beschreiben die VolaInterruption. Die MOMR hat mit der VolaINterruption nichts zu tun.
Market Order Matching Range
During the trading period unlimited (market) orders for futures contracts are only matched with limit orders and quotes in the order book whose price lies within a spread defined by the Eurex Management Board above or below the last price of the contract. The last contract price is the price of the last matched two limit orders or two quotes, or one limit order and one quote in the contract. If incoming market orders cannot be executed or can only be partially executed, they will be transferred to the order book. New incoming limit orders or quotes will be executed with the remaining unlimited orders when their price lies within the spread above or below the last contract price. If the price of an incoming limit order or quote is not within this spread, but can be executed with other limit orders or quotes which may be in the order book, the new last contract price is the price at which this limit order or quote is executed with the other.
Volatility Interruption
A volatility interruption can only occur for futures traded with price/time priority. The
purpose of the volatility interruption is to prevent or limit market movements that are
suspected of being caused by orders entered erroneously, or which would give rise to
extensive stop order cascades. Volatility interruptions occur only in exceptional cases.
A volatility interruption is triggered if a trade price is outside a dynamically calculated
percentage-based price range determined on a per product basis. Separate ranges can
be set for normal trading and for a “Fast Market”.
OTC trades cannot trigger a volatility interruption. Combination trades cannot themselves
trigger a volatility interruption; if a combination is executed against two separate
orders in the individual contracts, however, either of those trades may trigger a volatility
interruption.
The trade that triggers a volatility interruption executes normally, and any stop orders
triggered by that execution are entered into the order book as market orders. The
Trading Period changes to “Halt”, then a normal opening process begins. The period
changes to Pre-Trading, then Pre-Opening, during which a potential price is reported.
Eventually, Eurex Market Supervision sets the market back to a normal Trading Period.
@ drekhead [#17]
hat nichts mit Geheimwissen zu tun, steht z.B. auch in den Schulungsunterlagen zur Eurexhändlerprüfung. Obwohl ich schon länger wie 2Jahre handle, habe ich z.B. erst damals in einem Gespräch mit einem "geprüften" Eurexhändler diesen gefragt, wofür denn z.B. im realen Handelsbetrieb das Wissen so einer Prüfung nützlich sei. (Long,Short,Margin,Orders nutzt findet man ja täglich und steht auch auf vielen INET Seiten beschrieben)
- dieser Umstand der "abbrechbaren" Marketorders sowie nativ mögliche Ersatztypen für nativ nicht vorhandene Ordertypen und das exakte Handling von schon bei Orderaufgabe erfüllten Orderbedingungen gehören aus meiner eigenen Erfahrung sowie aus Gesprächen mit anderen Tradern bis heute einfach noch nicht zum allgemein verbreiteten Wissen. Könnte natürlich sein, dass ich mich nur mit den falschen Leuten unterhalte. Also kein Geheimwissen, einfach nur noch nicht so im Allgemeinwissen verbreitete Regelungen der EUREX.
Mangels Häufigkeit an vergleichbaren Ereignissen gibt es auch wenig bekanntes, wie man mit solchen Situationen "optimal" umgeht, denn das Wissen um den Fakt alleine hilft ja auch noch nicht.
Aus praktischer Sicht ist nach (meinen) bisherigen Log's die Möglichkeit für beide Ereignisse. Ohne direkten EurexFeed mit 1:1 Eurexstatusmeldungen kann ich nicht entscheiden, was jetzt wann war. MOMR kann man finden und nachvollziehen. Den Auktionsmodus erkennt man auch.
Für den Moment des/der "Breaks" gibt es sicher wenn nicht technisch bedingt auch eine exakte Definition, nur die ist bei mir nur indirekt realisiert( wenn es eine neue Auktion gibt, war vorher "Break" warum auch immer). "Aktiv" praktisch kann ich in diesen Fällen wenig tun, um die Situation noch zu meinem Vorteil zu nutzen. Ich beschränke mich da auf Syncronisation und Neustart der Handellogik.
Für die MOMR hab/kenne ich zumindest Softwarelösungen die da was beachten und mit kleinen/Einzelorders machen. Deshalb @drekhead Frage:
Was wären aus deiner Sicht (Händler am Terminal?, Systemtrader?,...) praktisch anwendbare Sachen, um optimal mit den verschiedenen selteten obigen Sonderfällen im Handelsablauf der EUREX umzugehen?
Habe ich das jetzt richtig verstanden???
Am 29 Sept im Dax und am 03 Okt im FESX, lag jeweils eine Volatility Interruption vor?
Volatility Interruption erfolgt nach festen Regeln!? Zitat post dansmo: "A volatility interruption is triggered if a trade price is outside a dynamically calculated percentage-based price range determined on a per product basis. Separate ranges can be set for normal trading and for a “Fast Market”."
"dynamically calculated percentage-based price range" Wie ist das zu verstehen?
Nochmal zur MOMR:
Wenn die MOMR-Bedingung nicht erfüllt wird, wird der Handel nicht unterbrochen, es wird lediglich auf Orders gewartet die der MOMR gerecht werden, die werden dann ausgeführt?
@ drum [#20]
""dynamically calculated percentage-based price range" Wie ist das zu verstehen? "
Das ist denke ich so zu verstehen, dass die Eurex berechnet, wo die Preis Range Verletzung vorliegt. In Xetra ist es so, dass diese Abstände nicht veröffentlicht werden. Daher gehe ich mal davon aus, dass das bei Eurex genauso ist.
"Nochmal zur MOMR:
Wenn die MOMR-Bedingung nicht erfüllt wird, wird der Handel nicht unterbrochen, es wird lediglich auf Orders gewartet die der MOMR gerecht werden, die werden dann ausgeführt?"
Die MOMR hat mit einer Handelsunterbrechung Nichts zu tun. Eine Order, die die MOMR auslöst kommt unausgeführt ins Orderbuch.
Beim Beispiel von oben kommen die restlichen 3 Kontrakte als BuyMarket ins Orderbuch.
OK, falls die Prozentwerte nicht öffentlich bekannt sind, und auch noch variabel sind (Separate ranges can be set for normal trading and for a “Fast Market”), ist es für die Marktteilnehmer nicht genau bestimmbar, wann eine Handelsunterbrechung erfolgt. Es liegt aus deren Sicht, so zu sagen im fallweisem Ermessen der Eurex.