Euro Stützung: Was sind denn nun die genauen Zahlen?
Laufend werden immer neue Summen in den Raum gestellt.
Wie hoch sind den nun die Bürgschaften die wir im Rahmen der Griechenlandkrise zu zahlen haben?
Wie hoch sind nun die Kosten der Immobilienkrise, die ja nach wie vor vorhanden ist?
Was hat Deutschland nun wirklich für Kosten?
Weiss einer etwas konkretes?
@ benedikt54 [#1]
Wahrscheinlich werden die wahren Kosten ohnehin nicht freiweillig preisgegeben getreu dem Ausspruch Otto v. Bismarcks:
Je weniger die Leute davon wissen, wie Würste und Gesetze gemacht werden, desto besser schlafen sie.
@ Archie [#2]
Man verlangt es ja nicht auf den Cent genau,
aber so zumindest mal auf die 10 Mrd hin oder her.
Das kann man nicht beantworten. Was sind ´genau die Kosten einer Bürgschaft. Solange die Papiere noch nicht fällig sind lässt sich nichts genaues über die Schadenssumme sagen.
Selbst wenn es wenn es zu keinem Default beispielsweise in Euroland kommen sollte heisst das aber auch nicht unbedingt dass es keine Kosten gab. Allein das Risiko dass der deutsche Staat aufnimmt durch die Bürgschaft lässt sich ja auch in Kosten rechnen.
Grüsse
@ benedikt54 [#1]
Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück stand vor Ausbruch der Finanzkrise in 2008 davor, erstmals seit Jahrzehnten einen ausgeglichenen Bundeshaushalt dem Bundestag zur Verabschiedung vorzustellen. Wenn man also die Haushaltsdefizite der Bundeshaushalte nach 2007 addiert, ergibt sich eine gewaltige Summe, die man bis mindestens 2013 einschließlich im Großen und Ganzen als die Kosten und Folgekosten der Finanzkrise für die Bundesrepublik Deutschland darstellen kann.
Diese Summe kann bis 2013 noch wesentlich steigen, soweit Bürgschaften der Bundesregierung von Banken und Ländern der EU in Anspruch genommen werden. Diese Steigerung aber läßt sich m. E. heute in keiner Weise abschätzen.
Ein schneller und einfacher Weg, die bereits feststehenden Kosten abzuschätzen, ist der Vergleich der Staatsverschuldung von 2007 mit der von heute.
@ benedikt54 [#1]
@ Ronin [#5]
Für ganz Europa schätzt die EU-Kommission alleine die Kosten der Bankenrettung auf 1800 Milliarden Euro. Die europäischen Banken sollen deshalb in den nächsten Jahren bis zu 500 Milliarden Euro in einen Rettungsfonds für künftige Schieflagen einzahlen.
Quelle: Süddeutsche Zeitung, 26.05.10, "Attacke auf Spekulanten".
Regierung will Spekulation auf Euro verbieten
28. 05 2010
Die Regierung plant einen umfassenden Eingriff in die Finanzmärkte. Nicht nur die Spekulation auf sinkende Kurse bei Staatsanleihen und Aktien soll verboten werden, sondern auch auf den Euro. Bei Zuwiderhandlung drohen drakonische Strafen.
http://www.mmnews.de/index.php/politik/5644-regierung-will-spekulation-auf-euro-verbieten
Vielleicht wird der Bund Future auch noch irgendwann verboten, irgendwie hat man den Eindruck je mehr die verbieten destso schlimmer kommt es an den Märkten.
Grade dieser dämliche Aktionismus machen es erst richtig schlimm. Die Leute denken dann, dass etwas mit dem Euro oder den Staatsanleihen nicht in Ordung ist und verkaufen deshalb.
Da braucht dann auch keiner mehr Shorten um so mutmaßlich dazu beizutragen die Kurse zu drücken, denn es wird einfach das verkauft was an Anleihen im Depot liegt oder es werden die Euro Bestände in eine andere Währung umgewandelt.
Wie sieht das eigentlich rechtlich dann aus?
Dürfen Futures noch gehandelt werden oder geht das nur noch an der Forex?
Darf man sein eigenes privates Euro Vermögen gegen einen Kursverfall z.B. zum US$ absichern?
Irgendwie glaube ich auch nicht, dass sich das Verbot wirklich durchsetzen lassen wird.
Roubini: Staatsbankrott und Inflation
Von: Michael Mross
29. 05 2010
Prognose-Legende Nouriel Roubini sieht schwarz für die Zukunft: "Die zweite Welle der Finanzkrise rollt auf uns zu". In den kommenden drei Jahren droht der Welt eine tiefe Deflation. Anschließend folgt die Inflation. MMnews traf den Wirtschaftsprofessor in Frankfurt.
http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/5643-roubini-staatsbankrott-und-inflation
Ich sehe diese Regelung als sehr negativ für den Euro an. Aus welchem Grund? Geld, insbesondere spekulatives Kapital, welches die Devisenkurse bewegt, fließt dort hin, wo es höhere Renditen gibt.
Wenn in der Eurozone künftig die Geschäfte eingeschränkt sind und nur noch Longpositionen eingenommen werden können, entfällt ein wesentlicher Teil des spekulativen Geschäfts. Damit ist der Euro als Währung uninteressanter geworden, da er nicht die gleichen Renditechancen bietet, wie andere Währungen - die Zahl der möglichen Geschäfte ist vermindert, wahrscheinlich gehen die Umsätze zurück und es wird auch weniger Kapital benötigt.
Aber vielleicht ist auch genau das bebsichtigt. Eine dauerhafte Abwertung des Euro zur Stützung der Exporte. Solche Weitsicht traue ich der Politik nicht zu, zumal aus einem schwachen Wechselkurs andere negative Faktoren folgen. Welche nun überwiegen kann man lang und ausgiebig diskutieren.
Bundesbank: Franzosen Komplott bei EZB
29. 05 2010
EZB kauft griechische Anleihen in Höhe von 25 Milliarden Euro. Hochrangige Bundesbanker vermuten französisches Komplott. Französische Banken nutzen die Gelegenheit, ihre Griechenland-Anleihen an die EZB zu verkaufen und so ihre Bilanzen von den Schrottpapieren zu säubern.
http://www.mmnews.de/index.php/wirtschaft/5651-bundesbank-franzosen-komplott-bei-ezb