Marzell
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Eurotunnel zahlt erste Dividende

hallo,

ich betreibe hier ein bischen Leichenfledderei, nein Nachforschung, zum Unternehmen Eurotunnel. Ich habe den Text bezüglich der Finanzlage aus Wikipedia übernommen.

Am Schluss des Beitrags ein Chart der letzten zwei Jahre der Nachfolgefirma Eurotunnel, nachdem die Vorgängerfirma Eurotunnel insolvent geworden war und in den Konkurs gegeben wurde.

Ich stelle fest, dass mir der Chart der insolvent gegangenen Vorgängerfirma abgekommen ist. Könnte jemand mir aus seinem Datenfundus (Taipan etz) weiterhelfen. Der Erstnotiz war im Jahr 1987.
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Wikipedia
Finanzlage
Die auf Drängen von Margaret Thatcher ohne Staatshilfe finanzierten Baukosten, die die Planungen zudem um mehr als 100 % überschritten, können aus dem Betrieb nicht getilgt werden. Aber auch die Passagierzahlen bleiben mit weniger als 60 % weit hinter den ursprünglichen Planungen zurück. Am 9. Februar 2004 vermeldete Eurotunnel einen Nettoverlust für 2003 von nahezu 1,9 Milliarden Euro aufgrund größerer Abschreibungen. Derzeit liegt die Schuldenlast von Eurotunnel bei etwa 9 Milliarden Euro. Der Börsenkurs liegt ca. 90 % unter dem Emissionskurs, die Aktie war vom 12. Mai 2006 bis zum 28. März 2007 vom Handel ausgesetzt. Nachdem Gespräche um eine Umschuldung inklusive Schuldenverzicht durch die Großbanken um etwa die Hälfte zu keinem Ergebnis führten, beantragte Eurotunnel am 14. Juli 2006 Gläubigerschutz, dem am 2. August 2006 stattgegeben wurde. Eurotunnel hatte sechs Monate Zeit, mit den Gläubigern ein Sanierungskonzept zu vereinbaren, was am 27. November 2006 auch geschah.

Nachdem der Tunnelbetreiber im Januar 2007 wiederum durch das Urteil eines Pariser Handelsgerichts durch Gläubigerschutz vor dem Konkurs gerettet werden konnte, wurde der Spielraum für das hochdefizitäre Unternehmen in der Folge wieder eng. Bis 15. Mai 2007 konnten die rund 500.000 Aktionäre ihre Anteile gegen Titel der Nachfolgefirma Groupe Eurotunnel (GEC) tauschen. Mit der Umgründung ist ein Entschuldungsplan verbunden, der die Kreditlasten auf 4,16 Mrd. Euro mehr als halbieren soll. Sollte das Vorhaben allerdings nicht wie geplant aufgehen, muss die alte - mit 9 Mrd. Euro verschuldete - britisch-französische Eurotunnel-Gesellschaft Insolvenz anmelden. Die Banken gehen allerdings von einem Erfolg des Aktientauschs aus, weil die Aktionäre sonst mit einem Totalverlust rechnen müssten. Die Aktie des Betreibers des Bahntunnels unter dem Ärmelkanal war 1987 für 35 Franc (5,34 Euro) an der Börse gestartet. Nach einem Höchstkurs von umgerechnet 19,51 Euro 1989 stürzte die Aktie ab. Im Jahr 2006 Jahr wurde die Aktie schließlich vom Markt genommen und kehrte erst am 28. März 2007 wieder an die Börse zurück. Am 20. April 2007 schloss das Papier an der Pariser Börse mit 0,43 Euro.

Für das Jahr 2007 konnte die Betreibergesellschaft, welche eine Konzession für die Nutzung des Tunnels bis 2086 besitzt, erstmals einen Gewinn von einer Million Euro vermelden: Ende Wikipedia
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Geschrieben von Marzell am
Global_2
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12 Jahre 9 Monate

einen historischen Chart habe ich nicht.

Ich habe aber eben mal den Geschäftsbericht 2007 über die Eurotunnel Website abgerufen.

Der Jahresumsatz 2007 betrug 775 Mio EUR.

Die operative Profitablität (auf EBITDA-Basis) ist enorm hoch: 439 Mio EUR, was einer Marge von 56% entspricht. Das ist eine Monopolrendite, wobei Eurotunnel ja auch faktisch ein Monopolist ist, sieht man von den Fährverbindungen ab.

Weiterhin besteht jedoch das Problem sehr hoher Verschuldung: sie betrug Ende 2007 immer noch 4,3 Mrd EUR. Vor der Restrukturierung waren es sogar 9,4 Mrd EUR.

2007 wurden 292 Mio EUR für Zins-/Tilgungsleistungen gezahlt (cost of servicing debt). Die nach wie vor hohe Schuldenlast kann somit nur sehr langsam abgetragen werden.

Marzell
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

danke vielmals für die News.

Ich kann nicht beurteilen, ob sich ein Investment lohnt, sondern nur meine Gedanken darlegen.

Die Banken, die nach dem Konkurs ihre Schulden in Eigenkapital umwandeln durften/mussten, scheinen mir jetzt mit der Rendite leben zu können. Der Tunnel liefert konstant Cash und sicherlich auch 50 bis hundert Jahre lang. Das ist das Positive. Das Negative sind die hohen Schulden, die sich aber abauen lassen. Der Tunnel hat sicher eine Lebenserwartung von über hundert Jahren, sofern gravierende Unglücke ausbleiben.

Kursfristig könnte der Umsatz zurückgehen (Wirtschaftabschwung). Vielleicht kann aber auch zu niedriegeren Zinsen umgeschuldet werden.

Andererseits denkt man schon über ein zweites Tunnelpaar nach, bei der derzeitigen Konjunktur denkt man wohl ein paar Jahre länger nach.
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Zitat: ""Die Aktie des Betreibers des Bahntunnels unter dem Ärmelkanal war 1987 für 35 Franc (5,34 Euro) an der Börse gestartet. Nach einem Höchstkurs von umgerechnet 19,51 Euro 1989 stürzte die Aktie ab. Im Jahr 2006 Jahr wurde die Aktie schließlich vom Markt genommen und kehrte erst am 28. März 2007 wieder an die Börse zurück. Am 20. April 2007 schloss das Papier an der Pariser Börse mit 0,43 Euro.""
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Es ist nicht so, dass ich darauf brenne, hier anzulegen. Mich hat gewundert und amüsiert der Verlauf des Aktienkurses. Ein steiler Anstieg zum Beginn der Bohrungen und innerhalb von ein bis zwei Jahren um den Faktor 3 bis 4 und dann, offenbar als die Baufortschritte langsamer waren als gedacht, wurde nachgerechnet und der Kurs begann zu fallen.

Das Projekt war politisch gewünscht und es war sicherlich einkalkuliert, dass Baukosten nicht eingehalten werden können. Das muss man den Investoren ja nicht auf die Nase binden.

Ein klassischer Fall von Euphorie.

Grüsse
Marzell

Marzell
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ich seh grad, dass mein Beitrag am Freitag um 16.01 Uhr dem Kurs Eurotunnel um etwa 16.05 Uhr einen kräftigen Stups gegeben hat. ;-))

Frohe Weihnachten !

Marzell
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Intradaychart Freitag den 19. Dec 2008
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zorrie
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@ Marzell [#4]

Was ich mit der Aktie Eurotunnel verbinde:

Das war eine der seltenen Einzelempfehlungen des Altmeisters Kostolani in der Zeitschrift Capital. Als Langzeitinvestment gedacht.

Das war sicher kein guter Tipp. Gäbe aber trotzdem für mich bei einer Investmentüberlegung in diese Aktie Pluspunkte.

Marzell
Mitglied seit
12 Jahre 9 Monate

Nach anfänglichem Bedauern, weil der Titel auf Titel 4,5 gerannt ist, wechselte meine Gefühl zu Zufriedenheit, als ich sah, dass er innerhalb zwei Wochen ein Drittel verloren hat.

Es ist schon richtig: Man soll die Looser meiden. Denn es hat Gründe, wenn die Titel so verloren haben.

Grüsse
Marzell

Richard Ebert
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Raus aus der Konkurszone: Eurotunnel zahlt erstmals Dividende

Financial Times Deutschland, FTD (04.03.09) - Etliche Jahre von der Pleite bedroht verbucht das britisch-französische Unternehmen einen Gewinn von 40 Mio. Euro. Nun sollen auch die Aktionäre belohnt werden und bekommen eine Ausschüttung - in Maßen.

Eurotunnel zahlt erstmals in seiner Geschichte eine Dividende.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.ftd.de/unternehmen/industrie/:Raus-aus-der-Konkurszone-Eurotunnel-zahlt-erstmals-Dividende/482571.html)

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