Richard Ebert
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Ex Nasdaq Börsenchef Madoff: 50 Milliarden Dollar Schneeballbetrug

BetrugsverdachtTop-Börsianer festgenommen

n-tv.de (12.12.08) - Es wäre der größte Betrugsfall der Geschichte: An der Wall Street ist offenbar ein gigantisches "Schneeball-System" im Volumen von 50 Milliarden Dollar aufgeflogen. Die Behörden nahmen in der Nacht zum Freitag den 70-jährigen Bernard L. Madoff fest, der einst Chef der Technologiebörse NASDAQ war und seit Jahrzehnten zu den einflussreichen Figuren der Wall Street zählt.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.n-tv.de/1067329.html)

Geschrieben von Richard Ebert am
Richard Ebert
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50 Milliarden-Dollar-Betrug: Madoff reißt Hedgefonds in den Abgrund

Fondsprofessionell.de / gp (12.12.08) - Es ist ein absoluter Mega-Gau innerhalb der Hedgefonds-Industrie: Der Wall-Street-Broker und Ex-Chef der US-Technologiebörse Nasdaq Bernie Madoff, dessen Firma Madoff Securities eines der größten Brokerhäuser in New York war und auch hinter den Anlageerfolgen verschiedener Hedgefonds weltweit steckte, dürfte mit einem Schneeballsystem Investoren um 50 Milliarden Dollar betrogen haben. Madoff hat laut Bloomberg gegenüber der Staatsanwaltschaft bereits zugegeben, dass sein Geschäft seit Jahren zahlungsunfähig sei. Leitenden Angestellten seiner Firma soll er laut Anklage eingestanden haben: „Es ist alles eine große Lüge … Im Grunde (war es) ein riesiges Schneeballsystem.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.fondsprofessionell.de/redsys/newsText.php?sid=56310&nlc=DE)

Richard Ebert
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Milliarden-Betrug an der Wall Street: Wieso flog Madoff nicht auf?

n-tv (14.12.08) - Der Schock sitzt tief an der Wall Street nach dem offenbar größten Wirtschaftsbetrug der Geschichte. Was bisher bekannt ist, wirft viele Fragen auf. Wie konnte der heute 70- jährige Bernard L. Madoff unter den Augen der strengen Finanzaufsicht SEC und misstrauischer Konkurrenten über Jahre ein Schneeball-System betreiben, das auf ein beispielloses Volumen von 50 Milliarden Dollar angeschwollen sein soll? Wieso gingen alle Kontrollen ins Leere? Warum wurden alle Alarmsignale überhört?

Antworten sind vorerst nicht in Sicht.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.n-tv.de/1068342.html)

Von Klopfenstein
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Die grösste Strafe für solche Leute wäre eine globale, staatliche Enteignung, gepaart mit Auferlegung zu lebenslanger gemeinnütziger Arbeit.

gautama2
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@ Von Klopfenstein [#4]

Die Welt will betrogen sein, aber hinterher soll nur der Betrüger bluten.

"Schon 1999 schrieb Harry Markopolos, Mitarbeiter einer Konkurrenzfirma, der SEC unverblümt, er sehe in Madoffs Geschäften "das größte Schneeball-System der Welt". Den regelmäßigen Berichten von Madoffs Firma war zu entnehmen, dass sie nur wenige Aktien hielt - viel zu wenige für das Milliarden-Volumen, das sie haben sollte. Wenn dies jemandem auffiel, konterte Madoff, zur komplexen Geschäftsstrategie gehöre, die Aktien am Ende eines Quartals zu verkaufen."

Das hätte dann eben auch den Anlegern auffallen sollen oder sie hätten diesem Verdacht vorher selber nachgehen müssen. Wer trotzdem investiert, der hat sich zumindest eine Mitschuld ankreiden zu lassen. Zu einem Betrug gehören immer zwei. Duales System sozusagen :)

benedikt54
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@ gautama2 [#5]

Die Welt will betrogen sein, aber hinterher soll nur der Betrüger bluten.

Na ja, ganz so einfach darf man sich die Sache aber auch nicht machen.

So wie ich das mitbekommen habe, war es ja eine Art Spezialfond der nur für institutionelle zugänglich war.

Hier allerdings greift ihre Argumentation schon. Hier erwartet man eine sorgfältige Prüfung, wo man investiert.

Da sind wir dann schon wieder beim nächsten Punkt. Gibt es hier keine Prüfungen von staatlicher Seite?, oder können die ihre eigenen Prüfungsgesellschaften gründen.

gautama2
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http://de.biz.yahoo.com/15122008/3/milliarden-betrug-trifft-europas-banken.html

dpa
Milliarden-Betrug trifft Europas Banken
Montag 15. Dezember 2008, 15:15 Uhr

Paris/Madrid/London (dpa) - Von dem Milliarden-Betrug an der Wall Street sind auch mehrere europäische Banken massiv betroffen. Am schwersten erwischte es die spanische Santander.

Ihre Kunden könnten bis zu 2,33 Milliarden Euro bei dem New Yorker Finanzier Bernard L. Madoff verloren haben, der mutmaßlich ein gigantisches «Schneeball- System» im Volumen von bis zu 50 Milliarden Dollar betrieb. Zugleich wächst die Liste prominenter Betrugsopfer. Darunter sind auch Stiftungen des Hollywood-Regisseurs Steven Spielberg und des Holocaust-Überlebenden und Friedensnobelpreisträgers Elie Wiesel.

Der 70-jährige Madoff betrieb den Behörden zufolge ein typisches Schneeball-System: Er versprach als Vermögensverwalter hohe Zinsen, die mit dem Geld immer neuer Kunden bezahlt wurden, während es keine tatsächlichen Gewinne gab. Madoff soll den jahrelangen Betrug seinen Söhnen gestanden und das Schadensvolumen auf 50 Milliarden Dollar beziffert haben.

Die Finanzaufsicht SEC und die Bundespolizei FBI, die von Madoffs Geständnis offenbar kalt erwischt wurden, arbeiteten am Montag unter Hochdruck daran, die Spur des Geldes zu verfolgen. Sie halten laut US-Medienberichten die Dimension von 50 Milliarden Dollar für plausibel. Es wäre mit Abstand der größte Betrugsfall der Geschichte.

Unterdessen gibt es erste Antworten auf die Frage, wie ein so massiver Schwindel über Jahre unentdeckt bleiben konnte. Die SEC habe den Investment-Teil von Madoffs Firma nie geprüft, berichtete die Finanzagentur Bloomberg unter Berufung auf informierte Personen. Es hatte zwar zuletzt Kontrollen in den Jahren 2005 und 2007 gegeben, doch dabei sei es um den Aktienhandels-Bereich gegangen.

Die «Financial Times» schrieb, die SEC-Prüfer nähmen bei Stichproben nur etwa zehn Prozent der registrierten Vermögensverwalter unter die Lupe - es seien schlicht zu viele für flächendeckende Kontrollen. Zudem galt Madoff als Wall-Street- Prominenter und ehemaliger Verwaltungsratschef der Technologiebörse NASDAQ als vertrauenswürdig. Mehr noch: Er saß sogar in einem SEC- Gremium, dass die Finanzaufsicht zu Reformen der Börsen-Regeln beriet.

Das Geld der Santander-Kunden kam zu Madoff über den Fonds Optimal Strategic, der zur Bank-Gruppe gehört, wie Santander in der Nacht zum Montag mitteilte. Auch die britischen Großbanken HSBC und Royal Bank of Scotland sind Opfer des Milliarden-Schwindels geworden. Die Einbußen von HSBC könnten sich auf bis zu eine Milliarde Dollar belaufen. Es gehe um Kredite an Firmen, die das Geld dann bei Madoff angelegt hätten. Die Royal Bank of Scotland geht davon aus, dass sich der Schaden auf 400 Millionen Pfund (rund 446 Mio Euro) belaufen könne.

In Frankreich sind mindestens drei große Finanzinstitute betroffen. Die Investmentbank Natixis bezifferte den möglichen Schaden am Montag auf einen Höchstwert von rund 450 Millionen Euro. Das Institut gehört der Sparkassengruppe Caisse d'Epargne und der Banque Populaire. Bei der französischen Großbank BNP Paribas könnten bis zu 350 Millionen Euro verloren gehen. Es gehe vor allem um Handelsgeschäfte und Kredite an Hedge-Fonds, die bei Madoff investiert hatten. Die Société Générale bestätigte am Montag einen Verlust von weniger als zehn Millionen Euro.

Auch die Namen immer mehr Prominenter tauchen unter den Opfern des Schwindels auf. So habe eine Wohltätigkeits-Stiftung von Steven Spielberg Geld bei Madoff angelegt, wie ein Sprecher dem «Wall Street Journal» vom Montag bestätigte. Er machte keine Angaben zur Höhe möglicher Verluste. Im Jahr 2006 kamen etwa 70 Prozent der Zinseinkünfte der Stiftung aus Anlagen bei Madoff, wie aus Unterlagen hervorgeht. Auch die humanitäre Stiftung von Elie Wiesel sei betroffen, schrieb die Zeitung unter Berufung auf informierte Personen.

Zuvor war bereits bekanntgeworden, dass der Eigentümer des Baseball-Team New York Mets und der Verwaltungsratschef des Autofinanzierers GMAC, J. Ezra Merkin, wahrscheinlich viel Geld bei Madoff verloren haben.

Madoff war am Donnerstag festgenommen worden und befindet sich inzwischen gegen eine Kaution von zehn Millionen Dollar auf freiem Fuß. Ihm drohen bis zu 20 Jahre Haft.

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Das ist der Vorteil wenn man 70 ist. Er wird die 20 Jahre sehr wahrscheinlich nicht voll absitzen müssen.
Ob die für solche Größenordnungen bald die Todesstrafe einführen? Irgendwie ist es ja nicht mehr lustig.

tantan
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Ist doch lächerlich das der gegen 10 Mio. Kaution schon wieder drausen ist. Das sind grade mal 0,02% des Schadens. Da halte ich die Todesstrafe auch für angemessener.

benedikt54
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@ tantan [#8]

Die Todesstrafe für angemessener

Also man sollte schon vorher ein wenig überlegen bevor man sowas von sich gibt. Letztendlich ist es nur Geld, mehr nicht.

Das solchen Leuten die Möglichkeit gegeben wird, derartige Sachen abzuziehen ist auch die Schuld der Anleger.

Gier und nochmals Gier. Je höher die Gewinnversprchen desto geringer die Kontrollen, so hat man den Eindruck.

Abgesehen davon glaube ich nicht das der gute Mann in den letzten Jahren ein ruhiges und angenehmes Leben geführt hat. Die ständige Angst aufzufliegen und die fortlaufende kriminelle Energie das alles zu vertuschen nagen an der Psyche eines Menschen.

gautama2
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@ benedikt54 [#9]

"Abgesehen davon glaube ich nicht das der gute Mann in den letzten Jahren ein ruhiges und angenehmes Leben geführt hat. Die ständige Angst aufzufliegen und die fortlaufende kriminelle Energie das alles zu vertuschen nagen an der Psyche eines Menschen."

Na, da bekomm ich jetzt aber Mitleid.

Von Klopfenstein
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@ benedikt54 [#9]

"Also man sollte schon vorher ein wenig überlegen bevor man sowas von sich gibt. Letztendlich ist es nur Geld, mehr nicht."

Im Mittelalter war Recht etwas, das nur die Oberschicht in Anspruch nehmen durfte. Der einfache Pöbel hatte keine Rechte. Über die Jahrhunderte hat sich dann ein Rechtssystem entwickelt, dass auch die Schwachen schützt.

Man könnte nun völlig amoralisch fragen: "Wie hoch ist der Wert eines Menschenlebens?" Oder man stellt die Frage: "Wie viele Menschenleben werden durch die Vernichtung von 50 Milliarden zerstört?"

Den Schaden, den Manager/Banker wie Madoff anrichten steht in keinem Verhältnis zu den Strafen, die sie erhalten und erinnert an das Rechtssystem im Mittelalter. Wie soll man einen Ladendieb bestrafen, wenn jemand wie Madoff für 10 Millionen frei gelassen wird?

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zorrie
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@ Von Klopfenstein [#11]
"Wie soll man einen Ladendieb bestrafen, wenn jemand wie Madoff für 10 Millionen frei gelassen wird?"

Du magst ja Recht haben, ihn für 10 Mio freizulassen ist nicht OK.

Aber das hier von anderen tatsächlich die Todesstrafe ins Spiel gebracht wird, ist für mich ziemlich schockierend.

gautama2
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@ Von Klopfenstein [#11]

"Wie soll man einen Ladendieb bestrafen, wenn jemand wie Madoff für 10 Millionen frei gelassen wird?"

Und da denkst Du dass das Recht schon in den unteren Schichten angekommen ist?
Ist es nicht eher so, dass immer noch nur die oberen x-tausend anscheinend geschützt werden, wenn die Strafen in keinem Verhältnis zu den Vergehen stehen?

Das mit der Todesstrafe hatte ich nur eingeworfen, weil anscheinend Haftstrafen über mehrere Jahrzehnte offensichtlich nicht abschreckend sind und hatte eigentlich eher die Frage, was denn um Himmels Willen dann überhaupt noch abschreckend wirken könnte.
Ich hatte keine Todesstrafe gefordert. Aber das Rechtssystem lebt eigentlich von der Abschreckung, sonst kann man es doch gleich sein lassen.
Was wäre aber abschreckend genug, um keinen Milliardenbetrug aufzuziehen? Nicht jeder ist überhaupt in der Lage und Position so etwas zu tun, also wird man sicher noicht viele Nachahmer fürchten müssen, aber man kann sich dann zu Recht fragen, weshalb der Ladendieb dann eigentlich überhaupt betraft wird, wenn die Strafen in einem Verhältnis zur Schwere stehen sollen, und das sollten sie wenn es sich um Recht handeln soll.

tantan
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Auch ich hatte keine Todesstrafe gefordert. Sondern nur das Verhältniss angezweifelt. Also eher Todesstrafe als 0,02% des Schadens als Kaution. Wieviele Menschenleben werden durch den Schaden ruiniert? Geld ist eben nicht nur Geld! Das Verdrehen der Worte bringt kein Recht und ist das Übel unseres Systems. Recht und Moral werden dadurch in Misskredit gebracht. "Armer Täter und dumme Opfer" darüber sollte man lieber vorher nachdenken, bevor man es von sich gibt! Das klinkt sehr nach Tätermentalität.

Von Klopfenstein
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@ zorrie [#12]

"Aber das hier von anderen tatsächlich die Todesstrafe ins Spiel gebracht wird, ist für mich ziemlich schockierend."

Todesstrafe ist gar nicht nötig. Eine staatliche Enteignung der Täter und Mitschuldigen würde es auch tun. (Zynisch könnte man nun anmerken, dass dann einige der Täter sowieso Selbstmord begehen würden, was ich aber keinem Wünsche. Eine solche Diskussion ist definitiv nicht mehr zeitgemäss).

Das Problem ist doch aber, dass unser Rechtssystem nicht greift. Heutzutage finden die Strafen auf einer anderen Ebene statt. Anstellte der Todesstrafe wird man mit sozialer Ächtung bestraft. Man wird quasi von der Gesellschaft ausgeschlossen und durch die Medien öffentlich gebrandmarkt. Wer heutzutage Gewalt anwendet, gibt nur zu erkennen, dass er sich mit den "feinen" Spielregeln der heutigen Gesellschaft nicht auskennt. Man könnte nun den Link zur Arbeitswelt machen, wo man die Konkurrenz auch nicht mit der Keule beseitigt sondern Intrigen usw... einsetzt. ....

Um zurück zu Madoff zu kommen: Die "modernen" Strafen versagen hier. Wenn jemand so viel Geld ergaunert, dass er sich eine eigene Welt erkaufen kann, was nützt es da, solche Leute gesellschaftlich zu brandmarken?

gautama2
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Leitartikel
Auf beiden Augen blind

Die ganze Wall Street ein einziger Haufen von Halunken? Zu dieser Schlussfolgerung mag der Fall Madoff selbst diejenigen verleiten, die noch ein bisschen Vertrauen in die Investmentbranche hatten.

Das gilt nicht einmal so sehr wegen der gigantischen Summe von 50 Mrd. $, um die der US-Broker seine Kunden insgesamt geprellt haben soll. Sondern weil es sich bei Bernard Madoff um einen der angesehensten Vermögensverwalter handelt, einen Philanthropen, der so viel Vertrauen genoss, dass die Börsenaufsicht SEC bis vor Kurzem für bestimmte Transaktionen Ausnahmen unter dem Titel "Madoff Exception" zuließ.

Angemessener wäre eine nüchterne Lehre aus dem Rekordbetrug: Diebe kommen in den besten Kreisen vor, und sie werden immer Wege finden, das System auszutricksen. Das macht aus Anlegern aber noch lange keine hilflosen Opfer von Finanzkriminalität. All die Hedge-Fonds, Banken und Vermögensverwalter, die Madoff aufgesessen sind, haben den gleichen Fehler gemacht wie mancher Kleinanleger vor der Finanzkrise: Sie haben sich von Renditen ködern lassen, von denen sie nicht nachvollziehen konnten, wie sie überhaupt möglich sind - mit dem Unterschied, dass sie es als Experten eigentlich hätten besser wissen müssen.

Besonders eklatant ist das Versagen von Hedge-Fonds, die sich gern mit ihren gründlichen Prüfungen brüsten - sich aber offenbar nicht fragten, wie Madoff über Jahre gegen den Trend extrem gleichmäßige Renditen einfahren konnte oder warum seine Firma weniger als 1 Mrd. $ an Aktien hielt, wo sie doch mehrere Milliarden Vermögen verwaltete. Wer wollte, konnte durchaus sehen, dass hier etwas nicht stimmte. Eine Reihe an Investoren hat das auch getan.

Freilich hat die Aufsicht ebenso versagt, wenn ein Einzelner ein so gigantisches Schneeballsystem über eine solch lange Zeit aufrechterhalten kann. Wenig hilfreich ist hier jedoch die reflexartige Forderung nach mehr Regulierung. Anders als manch ein von ihm geschädigter Hedge-Fonds operierte Madoff unter den Augen der strengen SEC und des für seine Schärfe berüchtigten Gouverneurs Eliot Spitzer.

Ihre internen Abläufe und Systeme wird die SEC überprüfen müssen. Neue Gesetze bieten gegen Fälle wie Madoff dagegen weniger Schutz als die Beachtung einer alten Investmentregel: Kaufe nie etwas, das du nicht verstehst.

Aus der FTD vom 16.12.2008
© 2008 Financial Times Deutschland

Kobban
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Madoff-Skandal erreicht Deutschland

wirtschaft.t-online.de (19.12.08) - Auch deutsche Anleger sind vom mutmaßlichen Milliardenbetrug des US-Investors Bernard L. Madoff betroffen. Mindestens 20 frei vertriebene Dachfonds und Zertifikate haben nach Informationen der "Financial Times Deutschland" (FTD) Geld in Madoffs zusammengebrochenes Schneeballsystem investiert. Die Investitionen erfolgten offenbar über den Umweg zweier von Österreich aus vertriebener Fonds mit den Namen "Thema US Equity" und "Herald US Absolute Return".

Millionenschaden für deutsche Anleger

Der Schaden für deutsche Anleger hat inzwischen einen hohen zweistelligen Millionenbetrag erreicht. Die bislang betroffenen Gesellschaften - Frankfurt-Trust, Ampega-Gerling, Carat, Alceda und Universal-Investment - mussten den Wert der beiden Fonds in ihren Portfolios auf einen Wert von 10 Cent abschreiben. Entsprechend sank auch der Kurs der Dachfonds ab.

Vorsorgliche Abschreibungen

Auf dieses Vorgehen hatten sich die Gesellschaften informierten Kreisen zufolge mit der Finanzaufsicht BaFin und dem Fondsverband BVI geeinigt. Beide Seiten lehnten allerdings eine Stellungnahme ab und verwiesen an die Fondsgesellschaften. Nach "FTD"-Informationen beträgt das Gewicht der beiden toxischen Produkte in den betroffenen Dachfonds bis zu 19 Prozent, die nun vorsorglich abgeschrieben wurden. Zuletzt kamen die direkt betroffenen Fonds "Thema US Equity" und der "Herald US Absolute Return" auf ein Volumen von umgerechnet rund 1,5 Mrd. Euro.

Versagen der Aufsicht

Verantwortlich für den Vertrieb der Fonds an institutionelle Anleger war die Wiener Privatbank Medici. "Der Großteil der Gelder wurde bei Madoff veranlagt", sagte Vorstand Peter Scheithauer. Bei den beiden direkt betroffenen Fonds, die über Umwege der Dachfonds und Vermögensverwalter in deutsche Depots wanderten, handelt es sich um frei vertriebene Publikumsfonds. Sie unterliegen damit den strengen Transparenz- und Dokumentationspflichten der Europäischen Union für Investmentfonds - die offenbar alle versagt haben.

Vermögen in Irland verwaltet

Der eine Milliarde Euro schwere, 1996 aufgelegte "Thema US Equity" hatte über Jahre konstant gute Kursgewinne ausgewiesen. Die Depotbank, eine irische Tochtergesellschaft der Großbank HSBC, ist für die Verwahrung der Vermögensgegenstände im Fonds verantwortlich. Sie haftet auch gegenüber Anlegern, wenn sie den Verwahr- und Prüfpflichten nicht nachgekommen ist. Wirtschaftsprüfer ist PricewaterhouseCoopers.

Verlust wird erst allmählich sichtbar

Bernard Madoff gestand bei seiner Festnahme vergangenen Freitag ein, vom ausgewiesenen Vermögen seiner Investmentgesellschaft in Höhe von 50 Milliarden Euro seien allenfalls noch 300 Millionen Euro übrig. Finanzkreisen zufolge dürften noch mehr Fonds und Zertifikate indirekt in Madoff-Produkte investiert haben. Das Ausmaß des Betrugsfalls und der vielfach umverpackten Gelder erschließe sich nur nach und nach.

(Quelle: http://wirtschaft.t-online.de/c/17/18/77/68/17187768.html)

drum
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Da ja auch Zinsen an die Anleger geszahlt wurden, würde mich, mal so am Rande, interessiern, ob die 50 Mrd der tatsächliche Schaden für die Gesamtheit der Anleger ist, d. h. z. B. von Madoff verspekuliert oder in die eigene Tasche geswirtschaft und für Kosten des Betriebes draufgegangen sind? Will sagen wenn jetzt 50 Mrd. offenstehen, wieviel Mrd. sind zuvor im Laufe der Jahre an die Anleger ausgezahlt worden?

wuelle
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12 Jahre 9 Monate

Man liest, daß die Kapitalkurve, die Madoff simuliert hat, außergewöhnlich stetig verlaufen ist. Das erinnert mich an den simulierten Kurvenverlauf von Phönix. Wenige Wochen bevor der Schwindel aufgeflogen ist, hatte sich noch ein Telefonverkäufer von Phönix bei mir gemeldet. Mein Urteil lautete damals, entweder sind die genial, aber wahrscheinlich stimmt was nicht.

Wenn man selbst beim Programmieren von Handelssystemen eine extrem gute aussehende Kapitalkurve auf dem Bildschirm hat, wird man als erfahrener Anwender sofort misstrauisch und fängt an, etwaige Programmierfehler zu suchen.

Bild entfernt.

Man sollte in die Ausbildung von Hedgefondsberatern die Erfahrung von Systementwicklern einfließen lassen, damit die zukünftigen Berater wissen, was geht und was nicht geht. :-)

Marzell
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@ tantan [#8]

hat Madoff die 10 Mio Strafe von eigenem Geld bezahlt oder von dem der Anleger ?

Grüsse
Marzell

gautama2
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12 Jahre 9 Monate

@ Marzell [#20]

Das Geld kommt von Papi und der Strom aus der Steckdose.

Vielleicht hatte er noch was aus seiner Zeit als Börsenchef übrig.
Wollen wir mal nicht allzusehr den Neidhammel raushängen.

Wenn er wirklich reiche Kunden hatte und ein Russe oder ähnliches dabei war, dann ist er eh bald tot, da brauchen wir gar keine Todesstrafe.

tantan
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"Die verbleibenden einige hundert Millionen wolle er an Mitarbeiter, Familienmitglieder und Freunde ausschütten."

Ja, da kann man sich fragen wo denn die Kaution herkommt.

gautama2
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Leider trifft es nicht nur doofe Institutionelle, wo es im Grunde niemand interessiert ob sie existieren oder nicht.
Es trifft auch Organisationen, die eigentlich Gutes tun wollen, wobei man sich fragen kann, weshalb sie das Geld dann lieber bei Madoff bunkern und nicht in den Projekten für die sie es eigentlich mal gesammelt hatten. Wurde hier unter dem steuerfreien Stiftungsmäntelchen nur spekuliert?

Milliardenbetrug
Stiftung bricht wegen Madoff zusammen

Der Skandal um das Schneeballsystem von Ex-Nasdaq-Chef Bernard Madoff trifft nun auch zahlreiche soziale Einrichtungen: Das Anlagevermögen der amerikanischen Picower-Stiftung von 1 Mrd. $ ist futsch. Leidtragende sind etwa Menschenrechtsorganisationen und Bibliotheken.

Der milliardenschwere Betrugsskandal um den US-Investor Bernard Madoff hat nun auch eine der führenden gemeinnützigen Stiftungen des Landes in den Abgrund gerissen. Die 1989 gegründete Picower-Stiftung kündigte am Freitag ihre bevorstehende Schließung an. Zuwendungen würden ab sofort eingestellt.

In den kommenden Monaten werde dann die gesamte Stiftung "ihre Türen schließen", sagte Barbara Picower, die die Stiftung 1989 gemeinsam mit ihrem Mann Jeffry gegründet hatte.
Tausende Menschen betroffen

Der Betrugsfall habe verheerende Auswirkungen auf zehntausende Menschen und zahlreiche wohltätige und gemeinnützige Organisationen, sagte sie. Die Picower-Stiftung unterstützte Einrichtungen wie das Massachusetts Institute of Technology (MIT), Human Rights First und die Öffentliche Bibliothek von New York mit Millionenbeträgen. Zuwendungen erhielt auch die Diabetes-Forschung der Universität Harvard.

Das Vermögen der Stiftung wurde von Madoff verwaltet. In der Steuererklärung von 2007 wurde der Kapitalanlagebestand mit fast 1 Mrd. $ (720 Mio. Euro) angegeben.

Madoff ist Gründer der Bernard L. Madoff Investment Securities LLC. Wegen Verdachts auf massiven Betrug war er vergangene Woche festgenommen worden. Er soll Investoren, die ihr Geld bei ihm anlegten, hohe Renditen versprochen haben. Die Renditen wurden in einem Schneeballsystem mit Geldern neuer Anleger finanziert. Als Investoren im Zuge der Finanzkrise ihr Geld zurückhaben wollten, brach das System zusammen. US-Ermittler befürchten einen Schaden von bis zu 50 Mrd. $.

Madoff, der maßgeblich am Aufbau der Technologiebörse Nasdaq beteiligt war, steht in Manhattan unter strenger Bewachung unter Hausarrest. Er wurde am Freitag angewiesen, zu seinem eigenen Schutz Wachpersonal anzuheuern.

ap, 13:00 Uhr
© 2008 Financial Times Deutschland

Richard Ebert
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Madoff-Betrug bestraft Provisionsmaschinerie der Vermögensverwalter und Fonds

Die Zeit (19.12.08) - Der Fall des mutmaßlichen Milliardenbetrügers Madoff wirft ein Schlaglicht auf die Fondsindustrie und wie sie der Finanzwelt als Provisionsmaschine dient und dabei viel Geld der Anleger verbrennt. Es geht hier nicht um die Machenschaften von "Wall-Street-Legende" Bernhard Madoff, sondern um ganz reguläre Anlageprozesse über Vermögensverwalter.

Erstaunlich, dass noch nicht mehr Anleger aufschreien, über welche Umwege die spanische Banco Santander für ihre Kunden rund 2,3 Milliarden Euro bei Madoff platziert hat. Schaut man auf die verschlungenen Pfade, die das Anlagegeld auf den Weg nach New York genommen hat, dann darf die Frage erlaubt sein, ob Madoff der alleinige Verursacher dieser Geldvernichtung ist.

Provisionsfressende Anlagekaskade

Anhand der Darstellung im Handelsblatt und weiterer Überlegungen lassen sich die Zwischenstationen nachvollziehen, über die das Geld der Kunden dort ankommt, wo es die originären Erträge abwirft. Im Fall der Santander-Kunden lässt sich folgender Verlauf rekonstruieren:

1. Der Kunde zahlt sein Anlagegeld über die Banco Santander an den
2. Hedge-Fonds mit der Bezeichnung "Optimal Investment Services", der die Anlagen verwaltet und u.a. weiterleitet an dem von ihm gesteuerten und
3. in Irland ansässigen Fonds "Optimal Multiadvisors Ireland". Dieser wiederum hat
4. einen Unterfonds mit dem Namen "Optimal Strategic US Equity", der wiederum
5. Madoff Investment Securities LLC "mit der Ausführung der Investitionen betraut.
6. Madoff Securities erwirbt Aktien oder andere Wertpapiere oder Derivate über ein Broker oder eine andere Institution (bzw. hat diesen Schritt ausgelassen und das Geld für andere Zwecke verwendet, wenn sich die Anschuldigungen bewahrheiten).

Es sind also hier mindestens sechs (in Zahlen 6) Institutionen am Geldfluss der Vermögensverwaltung des Kunden beteiligt. Berechnet hier jede verwaltenden Institution der jeweils vorhergehenden im Schnitt nur 0,5% jährliche Provision [siehe dazu Anmerkung 1] für die Verwaltung, was ich persönlich für zu niedrig halte, dann würden allein dadurch 3% pro Jahr vom Anlagevolumen verzerrt werden. Bei den angeblichen Renditen zwischen 8% und 10%, die Madoff selbst in Krisenzeiten erzielt haben soll, reduziert sich die Verzinsung für die Kunden auf 5,0% bis 7,0%

Berücksichtigt man weiterhin, dass eine Neuanlage bei jeder Institution zu einer Einmalprovision zwischen 1% und 5% führt, dann zahlen die Kunden allein dadurch zwischen 6% und 15% ihres angelegten Geldes. Freilich sehen sie das nicht in ihrer Geschäftsbestätigung, sondern können dies, wenn überhaupt, nur indirekt an der Wertentwicklung ihrer Anteile feststellen. Da diese Anlagen aber intransparent sind und daher auch nicht mit einem Benchmarkt verglichen werden können, fällt diese Provisionsschneiderei nicht auf, solange diese Fonds eine "ansehnliche" Performance erzielen.

Im Prinzip wurden die Kunden also schon gewaltig ausgenommen, bevor ihr Geld am Ende der Verwertungskette bei Madoff gelandet ist. Vom ursprünglichen Anlagebetrag wurde letztlich nur ein Teilbetrag in einer finalen Geldanlage investiert.

Gängige Praxis in der Vermögensverwaltung

Das Beispiel, das unfreiwillig die Banco Santander geliefert hat, ist exemplarisch für viele Vermögensverwaltungen. Ein weiteres Beispiel liefert die Neue Zürcher Zeitung mit den Privatbankiers Reichmuth & Co. Auch wird Vermögen der Kunden über Dachfonds verwaltet, die wiederum Gelder von Madoff verwalten ließen. Immerhin wurde hier das Gebot der Diversifikation beachtet. Über die Schädigung deutscher Anleger berichtet die Financial Times Deutschland. In beiden letztgenannten Fällen sind aber offensichtlich nicht so viele zwischengeschaltete Unterfonds wie im Fall Santander beteiligt.

Der Fall Madoff legt damit erstaunliche Erkenntnisse über die Verwaltung großer Vermögen offen. Während die Anleger ihr Geld vermutlich durch Intelligenz, harte Arbeit, Sorgfalt und manchmal Sparsamkeit verdient haben, reichen ihnen bei der Anlage des eigenen Geldes Vertrauen und Renommee als einziges Anlagekriterium. Madoff ist es gelungen genau diese Aura aus Vertrauen und Renommee aufzubauen und diese so mit Exklusivität zu paaren, dass Kunden auf Kontrolle und Transparenz verzichtet haben.

Abhilfe schafft nur bedingungslose Transparenz

Kunden, die Geld über Vermögensverwaltungen in "exotische Fondskonstruktionen" angelegt haben, ist daher dringend zu raten, mit ihrem Vermögensverwalten zu sprechen und zu hinterfragen, welche Vermögenstitel ihr Verwalter eigentlich erworben hat und ob sich dahinter eine wie oben beschriebene "Anlage-Kaskade" verbirgt.

Die "Vermögensverwaltungsindustrie" wird sich zu Recht auf harte Zeiten und viele unangenehmen Nachfragen ihrer Kunden einstellen müssen. Der Fall Madoff wird zu weiteren Geldabzügen aus intransparenten Anlageformen führen. Dies wiederum wird zu Vermögensverkäufen führen und kann die Assetpreise zahlreicher Anlageformen weiter unter Druck setzen. Damit kann sich der Schneeball Madoff zu einem selbständigen Strudel innerhalb des Tsunamis der Finanzkrise entwickeln.

Die Zukunft wird dagegen Anlageformen gehören, die ihren Kunden ein Maximum an Transparenz bieten. Die technischen Möglichkeiten dafür sind schon lange da. Nur leider lassen sich damit nicht so viele Provisionsmaschinen heizen.

Ich wünsche den Mitgliedern der Zeit-Community und den Lesern ein frohes Weihnachtsfest.

decoien
http://www.blicklog.com

(Quelle: http://kommentare.zeit.de/user/decoien/beitrag/2008/12/19/madoffbetrug-bestraft-provisionsmaschinerie-der-vermoegensverwalter-)

Richard Ebert
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Bernie Madoff

Von Bill Bonner

Rohstoff-Daily (29.12.08) - Wer könnte ehrlich von sich behaupten, dass er die Finanzkrise nicht genießt? Sie hat die Reiter der Fondsmanager vom Pferd fallen lassen... sie hat die Herren des Universums in diensteifrige Kellner verwandelt.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.investor-verlag.de)

Richard Ebert
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Madoff-Skandal: Hedge-Fonds handelten zu fahrlässig

Von Udo Rettberg

Handelsblatt, Frankfurt (30.12.08) - Zahlreichen Dach-Hedge-Fonds droht als Folge des Madoff-Skandals nicht nur ein weiterer kräftiger Kapitalabfluss, sondern möglicherweise sogar die Schließung. Anleger werfen jenen Dachfonds, die in der Vergangenheit Geld in die Hedge-Fonds von Bernard Madoff investiert haben, schlichtweg Versagen vor.

"Das ist der Todesstoß für die Hedge-Fonds-Branche in ihrer derzeitigen Struktur", sagt ein deutscher Dachfondsmanager. Der Vorwurf: Dach-Fonds sollen bei der Überprüfung der von den Madoff-Fonds verfolgten Strategien nicht die bei der Geldanlage notwendige Sorgfalt an den Tag gelegt haben.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/fondsnachrichten/madoff-skandal-hedge-fonds-handelten-zu-fahrlaessig;2117641;0)

Richard Ebert
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Madoff-Skandal: Bank Medici kommt unter Staatskontrolle

Fondsprofessionell.de / ir (02.01.09) - Für die österreichische Bank Medici hat ihr Engagement in Madoff-Fonds drastische Konsequenzen: die Wiener sind das das weltweit erste Kreditinstitut, das als Folge des Milliardenbetrugs an der Wall Street offenbar unter staatliche Kontrolle gezwungen wird. Die Bestellung eines Regierungskommissars, der weitgehende Kontrolle über das Unternehmen haben soll, stehe „unmittelbar bevor“, wie ‚Der Standard’ berichtet. Laut Angaben der Finanznachrichtenagentur Bloomberg summieren sich die Investitionen, die Medici-Fonds bei Bernard L.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.fondsprofessionell.de/redsys/newsText.php?sid=578739&nlc=DE)

Richard Ebert
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Betrugs-Skandal: US-Aufsicht bei Madoff blind

Financial Times Deutschland, FTD (05.01.09) - Im größten Betrugsfall der Finanzgeschichte kommen an der New Yorker Wall Street immer neue Pannen der US-Aufsicht ans Licht. Offenbar hatten Insider und Konkurrenten die Kontrolleure schon jahrelang über Unregelmäßigkeiten informiert. Die US-Aufsicht wurde aber nie fündig.

Die Behörden hätten die Geschäfte des Brokers Bernard Madoff allein in den vergangenen 16 Jahren mindestens achtmal unter die Lupe genommen, berichtete das "Wall Street Journal" am Montag.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.ftd.de/unternehmen/finanzdienstleister/:Betrugs-Skandal-US-Aufsicht-bei-Madoff-blind/456846.html)

Richard Ebert
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Madoff droht U-Haft: Wertgegenstände verschickt

Fondsprofessionell.de / ir (06.01.09) - 50 Milliarden Dollar an Investoren-Geldern soll er mittels eines gigantischen Schneeball-Systems verbrannt haben und es scheint kaum vorstellbar, dass Bernard Madoff und seine Reputation nach Bekanntwerden dessen, einigermaßen unbeschadet aus der Sache hervorgehen. Ein Punkt, der Madoff wohl bewusst ist, den er offenbar aber zumindest versucht, noch ein wenig auszureizen. Getreu dem Motto ‚Ist der Ruf erst ruiniert, lebt es sich gänzlich ungeniert“, soll der unter Hausarrest stehende Bernard Madoff angeblich versucht haben, Juwelen, Uhren, Stifte und andere Wertgegenstände aus seinem persönlichen Besitz im Wert von rund einer Million US-Dollar zur Seite zu schaffen, indem er sie an andere Parteien verschickte.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.fondsprofessionell.de/redsys/newsText.php?sid=221892&nlc=DE)

Richard Ebert
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Milliardenbetrug: Bei Madoff ist nichts zu holen

Von Richard Beales, breakingviews.com

Handelsblatt (07.01.09) - Der Versuch von Bernie Madoff, Familienmitgliedern Schmuck im Wert von über einer Million Dollar zuzuschmuggeln, lässt darauf schließen, dass er doch nicht ganz mittellos ist. Aber dieses unbedeutende Geschmeide nutzt den Investoren nichts, die seinem mutmaßlichen Betrug über 50 Mrd. Dollar aufgesessen sind.

(Quelle und ausführlich weiter lesen: http://www.handelsblatt.com/finanzen/breakingviews/bei-madoff-ist-nichts-zu-holen;2121751)

Richard Ebert
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UK's Serious Fraud Office To Investigate Madoff

08/01/09 - The Serious Fraud Office has announced today that it is opening an investigation into Bernard Madoff's UK business operations. The focus of the investigation will be on UK victims and any criminal offences that might have been committed in the UK.

The decision follows receipt of an interim report given to the SFO by Grant Thornton, provisional liquidators in the UK. The SFO is liaising closely with law enforcement counterparts in the United States and with the City of London Police.

The swift action follows US revelations before Christmas and public concern in the UK about the robustness of Madoff's UK operations. Commenting on the opening of the investigation, the Director of the SFO, Richard Alderman said: “This is a good example of the SFO's new, faster, approach to tackling fraud. The public say they want us to take early action and this is what we are doing. We will work closely with other law enforcement agencies to discover the truth behind the collapse of these huge financial structures. And we again ask for help from ex-employees and others.”

The SFO recently made an appeal for individuals to come forward and help identify frauds in the City. As this new investigation gets under way the SFO is inviting investors or other stakeholders involved with the Madoff UK businesses to come forward and help them. They can do this by using the on-line referral form on the “Reporting a City fraud” page on http://www.sfo.gov.uk/cases/cityfraud/ or calling the hotline 020 7239 7272.

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