EZB senkt Leitzins noch weiter ab - außerdem Strafzinsen für Banken
Die Europäische Zentralbank (EZB) hat soeben den Leitzins für die Eurozone nochmals gesenkt. Der Zinssatz, zu dem sich Geschäftsbanken bei der EZB mit Geld eindecken können, wird von 0,25 Prozent auf 0,15 Prozent herabgesetzt - ein historischer Tiefstand. Außerdem wird ein Strafzins für Banken eingeführt.
Das habe ich heute auch gelesen.
Für die Equities sollte dies zuerst weiter den Weg nach oben bedeuten.
Mich wundert aber, daß der Euro durch diese Meldung nicht stärker unter Druck geraten ist.
Wenns als Konjunkturspritze gedacht ist und der Süden mit Geld versorgt wird warum sollte dann der Euro fallen?
Mich kotzt der Scheiss sowieso zunehmend mehr an. Tagelang tut sich nichts und alles wartet auf den grossen Zampano was er für Ergüsse von sich gibt.
Die Märkte orientieren sich doch kaum noch an der Realwirtschaft, sondern nur noch um Monetäre Signale der EZB.
Sowas ist verdammt nochmal nicht gesund und das werden die Aktionäre bitter bezahlen.
Der Dax hat ja auch nur einmal kurz 10.000 geschnuppert und nicht drüber geschlossen. ich halte eine weitere Bewegung nach oben noch für möglich. Irgendwann wird die Luft aber dann doch dünn. Magere Ergebnisse im July bei den US Quartalszahlen könnten den Boden für eine Baisse im Herbst legen. Die Commodities sind auch eher schwach und die langen US Zinsen werden morgen um 14.30 zeigen ob sie Kraft genug haben den moderaten Aufwärtstrend zu brechen. Noch ist nicht entschieden , meint SPOMI
Ich denke nicht, dass es nun bald in eine Baisse übergeht aber für mich war das nun ein weiterer Schritt in Richtung Abgrund :-(
Die Probleme werden nur hinausgezögert und an andere Bereiche verlagert. Ich bezweifle sehr stark, dass sich bald die schwachen EU-Länder erholen werden und man wird weiterhin die Märkte "fluten".
@benedikt und alle anderen
Ich kann das mittlerweile nicht mehr sinnvoll einschätzen.
Mir fehlt dafür einfach die Erfahrung.
"Wenns als Konjunkturspritze gedacht ist und der Süden mit Geld versorgt wird warum sollte dann der Euro fallen?"
Das ist nur eine der Interpretationsmöglichkeiten.
Normalerweise würde wohl gelten, niedriger Zinssatz, schwache/schwächere Währung.
"Normalerweise" gilt aber wohl nicht mehr.
Was gilt eigentlich überhaupt noch?!
@SPOMI
"Der Dax hat ja auch nur einmal kurz 10.000 geschnuppert und nicht drüber geschlossen. ich halte eine weitere Bewegung nach oben noch für möglich. Irgendwann wird die Luft aber dann doch dünn. Magere Ergebnisse im July bei den US Quartalszahlen könnten den Boden für eine Baisse im Herbst legen."
Ich denke da ähnlich.
@Canda
"Ich denke nicht, dass es nun bald in eine Baisse übergeht aber für mich war das nun ein weiterer Schritt in Richtung Abgrund :-(
Die Probleme werden nur hinausgezögert und an andere Bereiche verlagert."
Wiederum:
Ich denke da ähnlich.
@benedikt
"Die Märkte orientieren sich doch kaum noch an der Realwirtschaft, sondern nur noch um Monetäre Signale der EZB.
Sowas ist verdammt nochmal nicht gesund und das werden die Aktionäre bitter bezahlen."
Auch da denke ich absolut genauso, und da umschichten nicht so einfach ist (wie ich auch jetzt mal wieder bei Immobilien erfahren durfte), besteht erhöhter Handlungsbedarf.
Grüße in das nahende Wochenende.
scorpi
Mir macht das keine Freude mehr, das Spielfeld der Momentumidioten.
Durch diese extremen Maßnahmen wie gestern zeigt sie doch, dass Not am Mann ist. Und das nach einigen Jahren, in denen schon viel "bekämpft" wurde, incl. Einsatz von Bazooka. Welcher Unternehmer soll da, wenn die EZB offensichtlich die Lage und Aussichten so düster sieht, investieren?
Irgendwann ist auch für die EZB Ende. Und die Aktienmärkte können durchaus nur von ihrem eigenen Gewicht fallen, es muss keinen großen Auslöser geben. Der wird dann im Nachhinein gefunden werden.
Antwort auf scorpi von benedikt54
@benedikt
Es wird auch wieder andere Zeiten geben.
1-2 Jahre, bis zu den US-Wahlen, danach werden die Karten neu gemischt werden.
Bis dahin nutzen die Aktieninvestoren (wie ich zB) eben dieses Momentum.
Man kann Märkte eben selbst nicht beeinflussen (es ist eben das polypolististische Preismengenspiel der Mengenanpasser).
Antwort auf @benedikt von scorpion260
@ benedikt
Der Rest gern weiter per eMail.
@ benedikt,
"Die Märkte orientieren sich doch kaum noch an der Realwirtschaft, sondern nur noch um Monetäre Signale der EZB."
Dito, sehe ich genauso. Die Zinsspreads der Südländer gegen den Rest haben sich schon wieder sehr angenähert. Ich kann diese Entscheidung nicht nachvollziehen. Ob und wie weit damit einem Preisverfall gegengewirkt werden soll - ergibt für mich keinen Sinn. Ausser das die Aktien und Immobilien laufen und laufen. Siehe dir mal den SP500 und den NQ100 an. Keine Korrektur in den letzten Wochen. Ewig werden die Märkte so nicht weiterlaufen. Bin selbst 2 X NQ short und schreibe derzeit immer Puts ATM dagegen. Bisher im Minus.
Grüße
Wahnsinn, das Sentiment ist noch weiter eingebrochen:
http://www.boerse-frankfurt.de/de/nachrichten/boerse+frankfurt+news/mar…
Mich erinnert das irgendwie an 2007, Aktien stiegen immer weiter, das Sentiment wurde immer bearisher, bis 2008 kam...
Wahrscheinlich kommen meine 12000 Punkte schneller, als gedacht.
Von der volkswirtschaftlichen Entwicklung her ist das alles natürlich nicht als positiv einzustufen.
Man kann es nur nutzen, so lange es geht.
Danach jedoch kommt der Tag der Wahrheit.
Hoffentlich schaffe ich rechtzeitig den Absprung.
@pullPUSH
Einfach pauschal short gehen, halte ich für sehr gefährlich!