Financial Information eXchange (FIX Protokol), Standleitung
Thema rund um das FIX Protokol, (Standleitung/dedicated line) um sich (und Programme) mit Broker bzw. Börse "direkt" zu verbinden.
http://en.wikipedia.org/wiki/FIX_protocol
Ein Interfaces-Vergleich (Proprietary API, und Computer-zu-Computer-Interface (CTCI/FIX)) zB. bei IAB:
http://www.interactivebrokers.de/de/software/interfaceComparison.php?ib_entity=de
Ein paar Themen aus alten Threads zum "warm" werden, viel Spaß:
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Osten Am: 30.06.2004 23:43:01 Gelesen: 4167 # 59 @
'Wer keine Handelssysteme für den Handel benutzt ist mit Bloomberg bestens bedient.'
-> Der Bloombergterminalservice hat auch ein sehr gutes API !
-> Das Bloombergterminal hat eine der (für mich) besten und intuitivsten Oberflächen und Bedienkonzepte zur schnellen gezielten Datenvisualisierung und Datenkontrolle. Auswertungen/Indikatoren kann ich nicht beurteilen, da hier keine Ahnung von nichts. :)
Wer also mit automatisierten Systemen handeln will, der ist hier aber bestens versorgt !
Obwohl ich es nur einige Wochen "sehen" konnte, sind die Möglichkeiten der ECHTEN RT-DATEN/NEWS einfach traumhaft. Entweder man (eine Bank) ist selbst Clearingpartner (z.B. der Eurex) oder man rootet die Orders per FIX-Protokoll native zu seinem Broker. SINO bietet hier beste Voraussetzungen, da wenig Kunden und beste Technik.
Das Problem ausser den Grundkosten im "semiprofessionellen" Einsatz dieser Systeme ist der Kommunikationsport. Man sollte sich hier nicht auf asyncrone Lösungen (ADSL/"T-DSL") verlassen, sondern sollte mindestens syncrone Lösungen mit garantierten Bandbreiten (SDSL/"Q-DSL") oder echte Standleitungen nutzen.
Wer die mindestens 2.000 Euro pro Monat als Kostenfaktor einkalkulieren kann, der sollte eine solche Umgebung schaffen, um einfach entspannter Arbeiten zu können.
Wer "nur" mit rund 1.000 Euro Grundkosten pro Monat leben will, der sollte einen Broker für semiprofessionelle Kunden und guten Softwaresystem/Daten/News wählen, z.B. Sino.
Alle anderen haben unter 1.000 Euro/Monat wenigstens viel mehr Auswahl, und können auch profitabel sein. Gute Ansätze werden mit bester Aussattung nicht schlechter, umgedreht gilt dies leider nicht. :)
O
allvano Am: 01.07.2004 10:16:38 Gelesen: 4105 # 61 @
@ Osten
Mich würde ebenfalls interessieren, warum man eine Bandbreiten-synchrone Technik verwenden muss.
Selbst Consors hatte zur Boomzeit lediglich eine 64K-ISDN Standleitung nach Frankfurt/Xetra. Gut das XETRA Miss VALUES API Protocoll ist extrem schlank, aber immerhin. Einer FIX Verbindung ist zwar nicht ganz so schlank, aber ein TDSL reicht locker. Das Problem ist eher die Latenz als die Bandbreite, deshalb benutzen "Profis" direkte Standleitungen und routen nicht übers Internet.
RT Daten/News würde ich ausschliesslich über DVB/Sat liefern lassen. Alles andere macht keinen Sinn.
Hat Sino tatsächlich einen FIX Server dort stehen ? SINO verwendet doch diese RTD Handelslösung und die hat keine FIX API.
mfg
Allvano
Osten Am: 01.07.2004 10:59:59 Gelesen: 4076 # 63 @
"Das Problem ist eher die Latenz als die Bandbreite"
Genau darauf wollte ich auch hinaus ! Ein "T-DSL" Anschluss bietet im Downsteam sicher genug maximale Bandbreite, aber hat leider kein "garantiertes" dynamisches Verhalten, was die realen Timestamps der Ticks verändern kann und im Level2-Screen als "Wellen" sichtbar wird, ohne dass diese "Wellen" von die Dynamic des Marktes wiederspiegeln. Ob man das manuell "sieht", dass weis ich nicht, aber eine automatisierte L2-Auswertung mit Timinganalyse kommt schon etwas aus dem Tritt.
Syncrone Anschlüsse werden von dem Providern meist auch syncron geswitcht und haben nach meiner Erfahrung zumindest ein "berechenbareres" dynamisches Verhalten.
Ein DVB/SAT-Feed (als primär Feed, kein BIS/DVB) ist als Informationsquelle sicher mit das beste, aber man verliert etwas den Bezug zum Rückkanal. Aus den Timeoffsets der "eintrudelnden" Ticks, kann man auch Rückschlüsse auf die wahrscheinliche Geschwindigkeit der resultierenden Order schliessen, um im Zusammenhang mit der Marktdynamic seine L2-basierte Order spätest möglich zu setzen /zu ändern.
Die API der RTD Umgebung von SINO liegt als noch erreichbares Level im "pivaten" Umfeld am nächsten an einer puren FIX Anbindung, zumindest für faule Programmierer im Vergleich mit API Löungen von Pat's. :) Nach oben sind die Grenzen wie immer offen, aber im Prinzip im Normalfall reicht auch meistens IB.
allvano Am: 01.07.2004 15:36:37 Gelesen: 4014 # 65 @
@ Osten
Ich kenne die RTD API. Habe vor einige Zeit bei Consors das RTD Backend mit der Abwicklung (Kordoba) synchronosieren dürfen. Ich kann nur sagen: Die API ist nicht zum Handeln verwendbar.
Ich selbst handle/route über GNI und benutze hierfür den QuickFix FIX Server(Open Source).
@ Hittfeld
Na, "bezahlbar" sind meines wissens nur BIS und Tenfore, wobei ich persönlich Tenfore verwende. Die haben eine richtig schnelle API.
mfg
Allvano
Osten Am: 02.07.2004 01:09:35 Gelesen: 3892 # 69 @
@ amitrader
Zum physischen Unterschied im Datenrouting über synrone/asyncrone Kanäle kann ich leider nichts sagen, meine Kenntnisse hören irgendwo im IP-Stack meines Rechners auf.
Aber du interpretierst meine Aussagen etwas unglücklich.
Der Timestamp im Downstream kommt von der jeweiligen Börse, und genau deshalb kann man mit einer sehr genauen lokalen Zeitabfrage immer eine Differenz zwischen TimeStamp der einzelnen Ticks und lokalen Rechnerzeit zum Zeitpunkt des Empfangs messen. Angenommen mein I-Netprovider "optimiert" die Bandbreitennutzung und überträgt den eingehenden effektiven Nutzdatenfeed von ca. 100Kbit Blockweise mit 1x2000Kbit/sec..19xPause, 1x2000Kbit..19xPause....
Nach TCP/IP-Standard ist das ok, aber am Screen/Api kommt dann zeitweise nichts und dann ein Haufen Ticks mit differierenden Timestamps.
Der "effektive" Latenzwert ist für mich die laufend errechnete maximale Standardabweichung der Börsentimestamps zu meiner Empfangszeit in Millisekunden.
Jetzt zum "dynamischen" Marktverhalten, unter der Voraussetzung das alle Übertragungswege eine zumindest relativ konstante Gesamtverzögerung bewirken, funktioniert folgende Auswertung der Differenzen der Timeoffsets zwischen den Ticks in absoluter Folge:
Am Markt handeln zum Glück noch mehr Menschen als Maschinen, deshalb kann man sich zumindest auf den "Herdentrieb" verlassen -> Beginnt der Markt "schlagartig" in eine Richtung zu gehen, oder läuft an "irgendeiner" Marke fest, spiegelt sich das auch in einer Veränderung der L2-Datenrate/Zeiteinheit für diesen Markt. Fehlende oder falsche Daten stören nicht, solange die Fehlerrate statistisch konstant/berechenbar ist.
Wenn man also als "Nanotrendfolger" arbeitet und mit 1-2 Kontrakten und Limit auf den Tick genau einen "Microschwung" mit nimmt, dann gibt das Marktabhängig sehr oft ein paar Punkte und mit sehr guter Trefferrate bei engen automatischen aber "virtuellen" Stops eine sehr nette gleichmäßige Performance. Nur die maximale Kontraktanzahl und der Zeitfaktor ist absolut kritisch; man muss immer noch im "Kursrauschen" untergehen.
Ohne hierauf näher einzugegen, kenne ich 2 so funktionierende "Speedtrendfolger" mit absolut professionellem Umfeld/Ausstattung recht gut.
Private Ansätze das Prinzip unverändert aber ohne Einsatz der professionellen Datenquellen/Orderroutigs zu übernehmen, sind leider nicht direkt erfolgreich gewesen. Trotzdem lebt man auch privat vom "Speed" einer Vollautomatik, nur eben nicht im L2-Bereich.
O
Quelle: http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=8864
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Roti Am: 05.11.2005 11:01:22 Gelesen: 2687 # 43 @
Hallo TimeTrade,
Wer viel mit API macht, bekommt ja auch schon ab 100$/Monat Gesamtkommision's sogar das FIX-Protokoll freigeschaltet und hat damit gegenüber der einfachen TWS bzw. API den 3fachen Order&Quotespeed !
gute Info, ich kenne das FIX-Protokoll nicht, ist das der Terminalfeed der Eurex oder ein spezieller Server von IB der die Ticks schneller überträgt? Wo finde ich da Info´s, IB hat doch alle 0.7 sec einen neuen Tick in der TWS?
Ich hoffe ich denke jetzt richtig, oder ist FIX 'nur' eine bessere API-Schnittstelle?
Danke & Gruß
Roti
Schlumpf007 Am: 05.11.2005 12:14:12 Gelesen: 2663 # 44 @
Info zu IB FIX/CTCI:
http://www.interactivebrokers.com/en/software/interfaceComparison.php
http://www.interactivebrokers.com/en/software/connectionComparison.php
http://www.interactivebrokers.com/en/software/ctci/gatewaySoftware.php
TimeTrade Am: 05.11.2005 15:20:52 Gelesen: 2638 # 45 @
@ Roti [#43]
Eine CTCI/FIX Schnittstelle ist im Prinzip brokerunabhängig. Die genauen von IB unterstützten/implementierten Sequencen erfährt man von IB bei der Freischaltung. Ich glaube dafür wollen die wohl einmalig auch die 500$.
Der Speed der Schnittstelle schafft zwar bei mir auch mit DSL6000 nicht die 150Messages/Sekunde, aber über 100/sec sind es in Summe immer.
Ich nutze über eine mir zugängliche LIB derzeit nur die Quotes per FIX. Orders gebe ich im Moment weiter über die TWS-API, da derzeit nur hier auch die Accountinfo's LIVE kommen, welche ich zur Positionsgrößenbestimmung nutze.
Die Unterstützung der CTCI/FIX Verbindung mit IB existiert nur in wenig bekannter IB kompatibler Software. "ButtonTrader" soll das aber z.B. auch können.
Die meisten im INET veröffentlichten Sachen diesem Thema gehen mehr in Richtung PAT'S kompatibler Broker oder direkte Punkt zu Punkt Verbindungen der einzelnen Börsen.
Quelle: http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=13022&CP=0&F=47
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AAA Am: 18.01.2008 12:28:50 Gelesen: 72 # 24 @
@ allvano [#15]
"übrigens, ich hab mir diese TWS vor einiger Zeit genauer angesehen. Mich hat vor allem die Kommunikation mit dem IB Server interessiert. Ich konnte das Übertragungsprotokoll als FIX 4.1 identifizieren, und war in der Lage mit eine open-source fix engine (http://www.quickfixengine.org/) OHNE die TWS mit IB zu kommunizieren. IB bietet schon seit längerem direkten FIX Zugang, doch kostet diese bei nicht-erreichen eines bestimmten Order-Volumens an die 500 Euro/Monat."
Was kostet so ein "open-source fix" ("für" bzw. umgehen) die/der TWS? :)
bendel Am: 18.01.2008 15:48:01 Gelesen: 33 # 25 @
Freie Fix Engines sind kostenlos. Allerdings geht es häufig nicht ohne spezielle Anpassungen.
AAA Am: 18.01.2008 16:21:37 Gelesen: 18 # 26 @
@ bendel [#25]
Ja. Frage bezog sich auf die Anpassung. :) Was kostet so eine Anpassung ca.? Aber ist das richtig, dass man per FIX auf die (Eingebaute Ereigniss & Fehlererfassung) dann verzichtet und ein "eigenes Login Programm nötig" hat?, so stehts bei IAB.
http://www.interactivebrokers.de/de/software/interfaceComparison.php?ib_entity=de
Quelle: http://www.terminmarktwelt.de/cgi-bin/nforum.pl?ST=10671&CP=0&F=47
Ein paar Erfahrungen dazu:
Da das FIX Protokoll mit Textnachrichten arbeitet, ist es nicht gerade bandbreitenschonend. Das macht aber nichts, da man in der Regel sowieso nur Orders/Executions damit überträgt.
Datenfeed sind eher unüblich (außer bei diversen FX Implementierungen). Insofern kommt man mit einer 64kBit Leitung in der Regel aus. Das das Protokoll selber keine Verschlüsselung erzwingt, ist eine sichere Leitung notwendig: Entweder Standleitung oder Verbindung über VPN. FIX wird meist zwischen Brokern und Kunden benutzt, die Börsen selber nutzen häufig eine andere Anbindung. Für eine schnellstmögliche Direktanbindung zur Börse werden deshalb anderer System benutzt (Da dann die Risikomassnahmen des Brokers aber nicht mehr greifen würden, ist das nichts für Kleinanleger). Insgesamt erschließt sich mir nicht,
warum zum Beispiel bei IB FIX mehr Orders pro Sekunden erlaubt als die eigene Schnittstelle. Möglicherweise reine Kundenselektion. Da FIX ein Klartextformat ist, kann man sehr gut nachvollziehen, welche Message rausgesendet bzw. empfangen wurden. Das ist manchmal recht praktisch. Ein potentielles Problem ist sicherlich, dass sich viele Börsen und Broker (und Börsenanbindungen über Broker) leicht unterschiedlich verhalten. Da kann es in einigen Spezialfällen schon mal zu Fehlinterpretationen kommen (auf Kunden wie auf Brokerseite). Eine Brokerapi die alles generalisiert ist dort möglichweise angenehmer.