benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Finnland wird wohl aussteigen aus der EU.

Das wird vermutlich am Wochenende bekannt gegeben.

Die Auswirkungen werden ein massiv fallender Aktienmarkt sein

http://www.rp-online.de/wirtschaft/finanzen/finnland-kann-euro-rettung-blockieren-aid-1.603404

Der Wahl-Erfolg der Rechtspopulisten in Finnland bereitet Brüssel Kopfzerbrechen. Denn die Europa-Gegner sind mit einem klaren "Nein" zu den Rettungs-Maßnahmen für klamme Euro-Staaten auf Stimmenfang gegangen – und damit zur drittstärksten Kraft aufgestiegen. Sollten die "Wahren Finnen" wie erwartet an der Regierung beteiligt werden, könnten sie die Euro-Rettungspläne durcheinanderbringen. Neue Turbulenzen an den Finanzmärkten und höhere Lasten für Deutschland drohen.

Das hoch verschuldete Portugal verhandelt derzeit mit der EU-Kommission über Kredithilfen von 80 Milliarden Euro. Mitte Mai sollen die EU-Finanzminister die Mittel freigeben. Dafür ist aber ein einstimmiger Beschluss nötig. Finnlands "Nein" reichte also, um das Paket zu blockieren. Lissabon braucht aber dringend Geld. Es dürfte sich allenfalls im April und Mai noch selbst am Anleihenmarkt mit frischem Geld versorgen können. Danach wird es eng. Ein Scheitern der Portugal-Hilfe dürfte Panik an den Märkten auslösen.

Um dies zu vermeiden, könnte Finnland der Rettung Portugals unter der Bedingung zustimmen, dass es sich nicht beteiligen muss. Da der Beitrag Helsinkis im niedrigen einstelligen Milliardenbereich liegt, ist das sachlich kein großes Problem. Die Partner müssten dann für Helsinki mitbürgen und mehr Lasten tragen. Gleichwohl wäre das Signal verheerend, dass ein Land einfach aus der Gemeinschaft der Helfer ausscheren kann.

Geschrieben von benedikt54 am
scorpion260
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Naja, erst mal abwarten.
Diese Fakten sind ja nun im Markt.
Warum fällt dieser dann nicht?
Ich glaube nicht daß Finnland einfach so ausschert.
Immerhin hätte dieser Staat dann die gesamte EU gegen sich.
Und selbst wenn Finnland die Hilfen für Portugal nicht mitträgt, und die anderen Länder diesen Anteil mitstemmen, was dann.
Das macht doch auch nix mehr.
Das Kind ist doch eh schon in den Brunnen gefallen. Die paar Milliarden mehr scheren doch auch keinen mehr.

Man wird ein einzelnes, und überdies auch noch kleines, Land, nicht einfach so ausscheren lassen.

Die EU ist nur in der Gemeinschaft stark, und genau darauf wird man pochen.

benedikt54
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@ scorpion260 [#2]

Ich sehe hier eher den psychologischen Effekt.

Ich bleibe dabei und sehe in den nächsten Handelstagen grosse Probleme in den Märkten.

Insbesondere werden die Banken leiden.

Vermutlich werden die belastenden Nachrichten über Ostern kommen und am Dienstag, na ja das kann man sich ja denken

tantan
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

Es wäre das Beste für Deutschland auch auszusteigen. Egal wie schlimm es dadurch wird.

schnueffelnase
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ benedikt54 [#1]

Wer sagt denn, dass die "Wahren Finnen" an der Regierung beteiligt sein werden? Im Artikel heißt es nur "Sollten die "Wahren Finnen" wie erwartet an der Regierung beteiligt werden, ...", ohne dass begründet wird, wer dies erwartet und warum. Außerdem muss jede Partei in Koalitionsverhandlungen Kröten schlucken, oder kannst du dich an ein Großprojekt erinnern, das die Grünen in Deutschland wegverhandelt haben? Na also.
Ein Warnschuss ist es aber trotzdem. Frankreich wählt nächstes Jahr einen (neuen) Präsidenten, und Marine Le Pen steht in Umfragen wohl sehr gut da.

AAA
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ benedikt54 [#3]

Du bist ein unverbesserlicher Bär und klammerst dich an jeden Strohhalm, der dafür herhalten könnte, dass die "Aktien-Kurse" endlich wieder richtig nachhaltig in den Keller gehen. ;) Irgendwann wird es soweit sein... oder vllt wiederholt sich 2000 bzw 2007 doch nicht so schnell? ;))
...oder vllt gibt es den EUR nächstes Jahr schon nicht mehr...? Und privater Aktienbesitz wird vom Statt konfisziert, um die Schulden zu begleichen...? ;)

Hab nichts dagegen, dass es mal wieder etwas (oder mehr) nach unten geht, aber wann deine "düsteren" Prognosen nun wirklich eintreten?

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ AAA [#6]

Ich werde mich über Ostern mit Puts eindecken.

Allein schon die Credit Spreads von Portugal und Griechenland sind höher als in der Finanzkrise.

5 Jährige Bond Griechenland bei 19,95%, 10 Jährige Bond Portugal 9,49%, alles new highs.

Es ist auch gut möglich das die Umschuldung Griechenlands am Wochenende bei den geschlossenen Märkten eingetütet wird.

AAA
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ benedikt54 [#7]

"Ich werde mich über Ostern mit Puts eindecken."

Puts auf was, wenn ich fragen darf?

scorpion260
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ benedikt54 [#7]

Ich leugne nicht, daß Gefahr in der Luft liegt.
Aber wer ist schon Griechenland.
Selbst wenn es einen haircut von Greece gibt, was gut möglich sein kann, dann wird das schonend der Masse "verkauft".

Bloß warum soll es einen geben? Leidtragende wären wieder einmal die Banken, welche dann wieder einmal gestützt werden müßten.
Tut man dies nicht, hätte man sie beim ersten Mal (2008) ebenfalls nicht stützen müssen, und hätte gleich damals das dann kommende Armageddon geschehen lassen.
Somit würde in diesem Falle, haircur Greece, erhöhte Leistungen zur STütze an die Banken am "day after", nur eine Umverlagerung des Risikos von Schuldner zu Schuldner zur Folge haben.
Gläubiger dieser "Last" wäre weiterhin D; oder die europ. Staaten im Allgemeinen, die ihre Banken erneut stützen müssen, und dafür nicht mehr Greece.
Aber vielleicht will man ja genau das, erneut Zugriff per Eigentumsanteil an Finanzinstituten. Was in einem exzessiven Falle praktischen einer Verstaatlichung des Bankensektors gleichkäme.

Ideen, Ideen, wer weiß es schon genau.
Ich bin gespannt auf Ostern.

@ tantan [#4]

Ohne D, und am Besten noch ohne Frankreich, in der Währungsunion, wäre dies das Ende selbiger.
Das kannst Du nicht wirklich wollen, oder?!

"egal wie schlimm es wird."

Wie schlimm würdest Du es denn einschätzen? Und weshalb würdest Du solch eine Situation tolerieren, oder gar befürworten?
Ich kann mir nicht vorstellen, daß es Dir selbst schlechtgeht in unserer heutigen Gesellschaft.
Und wem geht es schon schlecht, in unserem Land, durch den Soffin, oder durch die Hilfen für Griechenland, Portugal usw?
Wer spürt dadurch persönliche Auswirkungen auf sein Leben?

Ich spüre nix. Warum soll ich ein Ende dieses in D herrschenden Wohlfahrtslebens zugunsten einer temporär (wie lange es "danach" auch sein mag) apokalyptischen Situation, aufgeben wollen?

Na logisch blechen wir für die anderen Staaten mit. Wir sind die stärkste WIrtschaftskraft in der Eurozone.
Aber das haben wir doch vor der EInführung des EUro auch schon getan, nur dort über das Absacken der Währungen dieser Weichwährungsländer, ergo über Verluste in unseren Exportleistungen.
Das will immer niemand sehen/vergleichen.

Also nochmal explizit gefragt: as stört Dich in Deinem Leben an der derzeitigen Situation? Welche Verbesserung hälst Du nach einem Austritt Deutschland für realistisch? Weiter oben hast Du ja nur ausgeführt, daß es DIr egal ist, wie schlimm es wird, hälst Du dann überhaupt eine Verbesserung danach für möglich?

tantan
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ scorpion260 [#9]

Was erwartest du langfristig von der EU? Die Rechnung geht nicht auf. Im Trading hast du für so einen Fall einen Stop. Was geschied mit Deutschland, seiner Lohnstruktur und seinen Renten? Die EU ist eine Sackgasse. Du persönlich wirst es auch spüren. Alleine die Möglichkeit eines deutschen Rückzuges könnte die Struktur und die Erwartung der anderen positiv verändern. Und wenn nicht dann eben ohne uns. Wir werden uns schneller erholen als die Anderen. Ging es dir vor der EU den so viel schlechter?

benedikt54
Mitglied seit
12 Jahre 6 Monate

@ scorpion260 [#9]

Und wem geht es schon schlecht, in unserem Land, durch den Soffin, oder durch die Hilfen für Griechenland, Portugal usw? Wer spürt dadurch persönliche Auswirkungen auf sein Leben?

Sie rasen auch mit dem Fahrrad einen Berg runter ohne Bremsen und sagen sich, schön ist es und spass macht es, aber es muss Ihnen doch klar sein das sie irgendwann bremsen müssen. Spätestens dann triff es Sie unmittelbar und Sie spüren es, nur dann ist es zu spät.

Es ist richtig das die Unternehmen innerhalb der EU keine Währungsschwankungen mehr haben, aber diese bezahlen die Bürger mit Inflation.

Abgesehen davon hat jedes verantwortungsbewusste Unternehmen seine Währungsrisiken abgesichert, das war doch gang und gäbe.

Weiterhin sollen ja weitere Länder aus dem früheren Ostblock den Euro bekommen. Wie bitte soll das alles zu finanzieren sein?

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